Die Schweiz ist für ihre visionäre Politik im Bereich des öffentlichen Verkehrs und des Umweltschutzes bekannt (zum Beispiel der Gütertransport per Bahn durch ein weitreichendes Tunnelsystem, das auch den europäischen Kontinent klimafreundlich verbindet – und das ohne Subventionen der Europäischen Union (EU) selbst in den unwirtlichsten Regionen).

Der Bohrkopf des Gotthard-Basistunnels. Verkehrshaus der Schweiz, Luzern
Es ist bedauerlich, dass das Referendum von 1994 (die Alpeninitiative) zum Teil aufgrund des Eingreifens der EU nicht vollständig umgesetzt werden konnte. Darüber hinaus halten die EU, Deutschland und Italien trotz Milliarden an europäischen Subventionen ihre vertraglichen Verpflichtungen zum Bau von Bahnverbindungen mit der Schweiz nicht ein oder sind damit stark im Verzug.
So weigert sich Deutschland auch, um die Interessen des Hamburger Hafens zu schützen, die Verbindung zur niederländischen Betuwelijn herzustellen. Was bedeutet dann „Zämme in Europa“ (Verfassung des Kantons Basel-Stadt)? Und das ist nur ein Beispiel für die europäische Disunion.

Die Rhätische Bahn fährt (fast) immer
Doch Zugreisen sind auch ein komfortables Vergnügen für Geschäftsreisende oder Touristen. Zu den berühmten Strecken zählen unter anderem der Glacier-Express, die Pilatusbahn, die Rigibahn, die Gornergratbahn, der Jungfrau-Express, die Matterhorn-Gotthard-Bahn und die Berninabahn.

Auch weniger bekannte Strecken lohnen sich, zum Beispiel die Aigle-Leysin-Line, von Montreux nach Zweisimmen mit der GoldenPass-Line oder weiter nach Lenk im Simmental, von Montreux nach Interlaken mit dem GoldenPass-Express, von Montreux zu den Rochers-de-Naye oder von Montreux nach Lausanne und Genf durch das Lavaux.





Von Montreux nach Zweisimmen
Dieser Zug mit seiner Belle-Époque-Ausstattung fährt unter anderem durch Montbovon, Rossinière, Château d’Oex, Rougemont, Saanen und Gstaad und bietet dabei herrliche Landschaften und Panoramen bis nach Zweisimmen.




Von Montreux zu den Rochers-de-Naye
Diese Reise führt den Fahrgast auf über 2’000 Metern Höhe zu den Rochers-de-Naye mit einem grossartigen Ausblick auf den Genfersee, die Grand Hotels und die Alpenlandschaft.















Der regionale Naturpark Gruyère Pays-d’enhaut










Von Montreux nach Lausanne oder Genf durch das Lavaux
Das Lavaux ist die berühmteste Weinregion des Landes und steht sogar auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste. Eine Reise lohnt sich zu jeder Jahreszeit, besonders im Frühling und Herbst, wenn die Weinberge, Städte und malerischen Dörfer eine farbenfrohe Kulisse bieten.

Lavaux
Giuanna Egger-Maissen, Korrektorin und Lektorat





Augustin de Saint-Aubin (1736-1807), gravure 1774, La contredanse française. Tänze waren ein wichtiger Teil der Erziehungskultur der aristokratischen Gesellschaft. Die wichtigsten Gesellschaftstänze des französischen Hofes und des reichen Bürgertums waren im späten 18. Jahrhundert: die Contredanse und das Menuett. (Quelle: Erika Schneiter, ‘Contredanses statt Orden: die „Contredanses françaises“ des Martin Peider Padrotsch Schmid von Grüneg zu Ftan’, in Bündner Monatsblatt, Heft 5, 1992)











































































































