Baden und das ewige Kurort
31 Januar 2026
In der Römerzeit war Baden unter dem Namen Aquae Helveticae bekannt und bereits ein Kurort. Um 850 wurde die karolingische Saalkirche auf dem Areal der heutigen katholischen Kirche errichtet.

Die Romerzeit und die Thermen. Sammlung: Historisches Museum Baden
Im 11. Jahrhundert entstand die Burg Stein. Die Besitzer waren die Grafen der Nellenburger und der Lenzburger sowie im 13. Jahrhundert die Habsburger.



Die Burg in besseren Zeiten. Sammlung: Historisches Museum Baden



Die Holzbrücke wurde im 13. Jahrhundert errichtet.
Unter der Herrschaft der Habsburger erhielt Baden das Stadtrecht. 1415 gelangt Baden als Untertanengebiet an die Eidgenossenschaft. Die Burg Stein wurde zerstört. Die Tagsatzungen der 8 und ab 1513 der 13 eidgenössischen Stände fanden in Baden statt.


Das Landvogteischloss und die Wappen der acht Kantone

Die Strasse der Tagsatzungen, vorne das ehemalige Zeughaus und die Stadtkanzlei

die Stadtkanzlei

Das Bernerhaus (1678), Absteigequartier der bernischen Tagsatzungsgesandten
Die Ratsstube in 2. Obergeschoss des gotischen Rathauses diente bis 1712 als Tagsatzungssaal. Der Kernbau der vierteiligen Häuserzeile an der Rathausgasse erfuhr seine erste Erwähnung 1368. (Basel und Schaffhausen wurden erst 1501, Appenzell im Jahr 1513 Mitglied der Eidgenossenschaft).



Rathausgasse und Rathaus. Die Ratstube in 2. Obergeschoss diente nach 1415 bis 1712 (die Niederlage Badens gegen die reformierten Städte Bern und Zürich) als Tagsatzungssaal der Alten Eidgenossenschaft.






Die Lambrecht-Wettersäule und Baden in Baden

Das ehemalige Zeughaus
1714 fand in Baden der dritte und letzte Friedenskongress zum Spanischen Erbfolgekrieg statt. Während der fünfmonatigen Verhandlungszeit logierten über 60 Delegationen aus ganz Europa in Baden.
Nach der Gründung der Eidgenossenschaft im Jahr 1815 wurde nicht die Stadt der Diplomatie, der Tagsatzung und der Friedensverträge Baden, sondern Aarau zur Hauptstadt des Kantons Aargau.
Mitte des 19. Jahrhunderts begann jedoch die Industrialisierung, insbesondere mit der 1891 erfolgten Gründung der Firma Brown Boveri & Cie. Das ganze Kurgebiet wurde auch erneuert und modernisiert.

Bahnhof Baden, um 1900

1847 war Baden Endpunkt der ersten schweizerischen Eisenbahnlinie Zürich—Baden (Spanischbrötlibahn).



(Quelle und weitere Informationen: Historisches Museum Baden; www.baden.ch).
Korrektorin: Melinda Fechner



Poggio Bracciolini (1380-1459), ‚Brief über die Bäder zu Baden (Mai 1416). Poggio Bracciolini war einer der wichtigsten Humanisten der italienischen Renaissance. Er war Sekretär von insgesamt acht Päpsten. Er hat mit der Kunst der Satire, der Burleske und der literarischen Gegenwelt über die religiöse Gewalt geschrieben. Am 6. Juli 1415 wurde Johannes Hus in Konstanz als Ketzer verbrannt, am 30 Mai 1416 Hieronymus von Prag. Er war Zeuge von beiden Menschenverbrennungen. Offene Kritik an seinen päpstlichen Herren war ihm nicht möglich. Der Brief ‚die Bäder zu Baden‘ war seine Gegenwelt.

Badearzt Dr. Johann Alois Minnich (1801-1885)

Das ehemalige Inhalatorium










Kapelle St. Sebastian und das ehemalige Beinhaus








