Lausanne in historischer Perspektive


Johann Emil Müller (1885-1958), affiche Carlton Lausanne 1927. Bild und Kollektion: Musée historique de Lausanne.

Das 2018 vollständig renovierte Museum bietet in 11 Räumen einen Überblick über die Geschichte der Stadt. Die keltische Siedlung und die römische Stadt Lousonna lagen bis ins sechste Jahrhundert am Ufer des Genfer Sees. Der archäologische Park und das Römermuseum erinnern noch heute daran. Im sechsten Jahrhundert suchten und fanden die Bewohner einen sichereren Platz auf dem Hügel. Zu dieser Zeit liess sich der Bischof auch auf dem Hügel in Lausanne nieder und verliess Avenches (Aventicum, die alte Hauptstadt der Helvetier in der Römerzeit). Die Stadt war später Teil mehrerer Herrscher: das Königreich Burgund, die Merowinger und Karolinger, das zweite Königreich Burgund, das Heilige Römische Reich, Savoyen, Bern und ist seit 1798 bis heute Teil des Kantons Waadt im Confoederatio Helvetica. Die Schweizer sind Meister in der Einrichtung von Museen, und auch dieses historische Museum führt die Besucher auf Flügeln durch die Jahrhunderte. Das Prunkstück ist das Modell der Stadt Lausanne von 1638. Diese neue Dauerausstellung ist auch ein Höhepunkt an sich in der Darstellung der lange und spannenden Geschichte dieser Bischofsstadt.

Die Apokalypse


Weltuntergang. Ende ohne Ende. Bild: Naturhistorisches Museum Bern

Das Ende der Welt ist eine menschliche Wahrnehmung. Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Katastrophen wie Krieg, Epidemien, Krankheiten, Hunger und Umweltverschmutzung wecken sowohl Angst als auch die Notwendigkeit, einzugreifen und diese Ereignisse zu beeinflussen. Die Ausstellung versammelt Bilder, Objekte und Geschichten aus Wissenschaft und Kunst, die mit der Apokalypse in Verbindung stehen, und ist thematisch in sieben Abschnitte unterteilt. Wissenschaftliche Analysen, Prophezeiungen, Spekulationen und Heilslehren über den Untergang der Menschheit werden diskutiert. Das Ergebnis ist eine Reise entlang der Bruchlinien von Natur und Kultur, des menschlichen Lebens und des Universums. Apocalypse TV begleitet die Ausstellung. Der Online-Kanal beleuchtet das Thema regelmässig aus verschiedenen Perspektiven. Man könnte aber auch den Gletschergarten in Luzern besuchen, um etwas über frühere Katastrophen und Klimaveränderungen in den letzten vier Milliarden Jahren zu erfahren. Der Planet wird noch eine Milliarde Jahre überleben, mit oder ohne die Menschheit.

Das Zeughaus in Luzern


Historisches Museum, 2018; Foto: Priska Ketterer; © Historisches Museum Luzern

Das Zeughaus in Luzern stammt aus dem Jahr 1569. Das 450 Jahre alte Gebäude hat seither viele Zwischenfälle erlebt. Die Ausstellung verfolgt diese Geschichte von den Anfängen als Militärkomplex bis hin zur jüngsten Zeit als Museum. Die Schau stellt diese bewegte Vergangenheit im Kontext der Geschichte des Kantons (Ort) Luzern und der Entstehung der Schweiz als Bund der (unabhängigen) Kantone und der lokalen Entwicklungen dar. Objekte, Zeitzeugenberichte und Dokumente erzählen von wichtigen Wendepunkten und Ereignissen, dem Besuch Napoleons und seiner helvetischen Regierung, einem Tsunami in der Reuss und der Geschichte Luzerns.