Entstehung Schweiz


Altdorf, Wilhelm Tell. Bild: TES.

Die Ausstellung zeichnet die Entstehungsbedingungen der alten Eidgenossenschaft im Mittelalter auf. Die Geschichte der heutigen Eidgenossenschaft reicht mehr als 700 Jahre zurück. Die Beziehungen zwischen König, Kirche, Adel und Bauern und die aufkommende Schriftlichkeit vermitteln Einsichten in dieser Zeit des Umbruchs. Die Alpen, der Handel und die Mobilität spielen ein zentrales Thema in der Ausstellung. So erstreckt sich ein beeindruckendes Bergmassiv durch das ganze Museum. Die «Schwarze Stube» gibt Einblick in die mittelalterliche Wohnkultur. Es handelt sich um die ehemalige grosse Stube aus einem Blockbau von 1311. Sie wurde vor dem Abriss eines Wohnhauses in Schwyz gerettet. Auf einem Pfad durch einen künstlichen Wald erfährt der Besucher mehr über den entscheidenden Zusammenschluss der Talbewohner am Vierwaldstättersee, ihre Bündnisse und die Entstehung der Landsgemeinde. Der Abschluss der Ausstellung ist Tell, Winkelried und dem Rütli gewidmet. Wie und wann es zu den Legenden rund um die Gründung der Eidgenossenschaft kam, zeigen Bilder und Bücher.

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Bild: Musée International d'horlogerie, La Chaux-de-Fonds

Die Suche nach der Präzision in der Zeitmessung ist seit dem 17. Jahrhundert eine treibende Kraft für Innovationen in der Uhrenindustrie. Das Pendel, die Unruhfeder und dann der Quarz machen es möglich, die Präzision von Uhren zu vervielfachen. Seit dem Zweiten Weltkrieg ging die präzise Zeitmessung von den Händen der Uhrmacher und Astronomen auf die der Physiker über. Ab 1967 wird die Messung durch ein mikroskopisches Phänomen bestimmt: die Schwingung von Cäsium-Atomen. Eine Femtosekunde – 0,000 000 000 001 Sekunden ist messbar. Diese für den Bürger nicht wahrnehmbare Präzision ist für die Organisation der heutigen menschlichen Gesellschaft unerlässlich: Geolokalisierung, Navigation, Transport, Telekommunikation, die dank der extremen Präzision der Zeitmessung möglich ist.

Die Identität der Schweiz


Die Dauerausstellung geht der Frage nach, was die Schweiz zu dem macht, was sie heute ist und wirft dazu Fragen ihrer Geschichte auf. Die Antworten dazu können exemplarisch bei bedeutenden Persönlichkeiten und in ihren Werken entdeckt und entschlüsselt werden. Was hält eine Gemeinschaft zusammen? Gemeinsame Ideen, die überliefert werden von Generation zu Generation und so die Gemeinschaft prägen, sind dabei vielleicht am wichtigsten. Diese Ideen werden zur Identitätskarte eines Kollektivs und bilden schliesslich das Fundament des nationalen Selbstverständnisses. Für die Ausstellung wurden vier Schriften von Autoren ausgewählt, welche mit ihren Ideen beigetragen haben, das Bild der heutigen Schweiz zu zeichnen: Henri Dunant (1828-1910), Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Jean Calvin (1509-1564) und Petermann Etterlin (1430-1509). Ergänzt werden sie mit dem Gotthardrelief, der Dufourkarte und zahlreichen Datensätzen der Schweiz.