Das Zeughaus in Luzern


Historisches Museum, 2018; Foto: Priska Ketterer; © Historisches Museum Luzern

Das Zeughaus in Luzern stammt aus dem Jahr 1569. Das 450 Jahre alte Gebäude hat seither viele Zwischenfälle erlebt. Die Ausstellung verfolgt diese Geschichte von den Anfängen als Militärkomplex bis hin zur jüngsten Zeit als Museum. Die Schau stellt diese bewegte Vergangenheit im Kontext der Geschichte des Kantons (Ort) Luzern und der Entstehung der Schweiz als Bund der (unabhängigen) Kantone und der lokalen Entwicklungen dar. Objekte, Zeitzeugenberichte und Dokumente erzählen von wichtigen Wendepunkten und Ereignissen, dem Besuch Napoleons und seiner helvetischen Regierung, einem Tsunami in der Reuss und der Geschichte Luzerns.

Basler Musikalien des 16. Jahrhunderts


Bild: Museum für Musik, Basel

Für Basler Bürger der Renaissance war Musik ein wesentlicher Teil des Kulturlebens. Sie sangen Pariser Chanson, spielten polnische Lautenlieder oder sammelten Musikinstrumente. Davon erzählen einzigartige Drucke und Handschriften der damaligen Zeit. Mit der Ausstellung wird dieser nun erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Basiliensis, dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel und der Universitätsbibliothek Basel statt.

Andreas Christen


Andreas Christen (1936-2006). Bild: Rappaz museum Basel

In zwei deutlich voneinander geschiedenen Berufsgattungen war Andreas Christen ( 1936-2006) tätig. Als Gestalter entwarf er Gegenstände des täglichen Gebrauchs, die in grossen Serien und über viele Jahre produziert und verkauft werden. In einem anderen Kontext ist die künstlerische Arbeit von Andreas Christen verortet. Die Abgrenzung des Werkes vom brauchbaren Objekt ist hier Voraussetzung. Dem Raum wies der Künstler und Gestalter einen primären Stellenwert zu. Gegenstände entfalten sich im Raum, den sie akzentuieren und vermessen. Vom Menschen gemachte Gegenstände repräsentieren die kulturellen Leistungen, die die Welt bewohnbar machen. Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände beanspruchen und deuten den Lebensraum.

Entstehung Schweiz


Altdorf, Wilhelm Tell. Bild: TES.

Die Ausstellung zeichnet die Entstehungsbedingungen der alten Eidgenossenschaft im Mittelalter auf. Die Geschichte der heutigen Eidgenossenschaft reicht mehr als 700 Jahre zurück. Die Beziehungen zwischen König, Kirche, Adel und Bauern und die aufkommende Schriftlichkeit vermitteln Einsichten in dieser Zeit des Umbruchs. Die Alpen, der Handel und die Mobilität spielen ein zentrales Thema in der Ausstellung. So erstreckt sich ein beeindruckendes Bergmassiv durch das ganze Museum. Die «Schwarze Stube» gibt Einblick in die mittelalterliche Wohnkultur. Es handelt sich um die ehemalige grosse Stube aus einem Blockbau von 1311. Sie wurde vor dem Abriss eines Wohnhauses in Schwyz gerettet. Auf einem Pfad durch einen künstlichen Wald erfährt der Besucher mehr über den entscheidenden Zusammenschluss der Talbewohner am Vierwaldstättersee, ihre Bündnisse und die Entstehung der Landsgemeinde. Der Abschluss der Ausstellung ist Tell, Winkelried und dem Rütli gewidmet. Wie und wann es zu den Legenden rund um die Gründung der Eidgenossenschaft kam, zeigen Bilder und Bücher.

Die Identität der Schweiz


Die Dauerausstellung geht der Frage nach, was die Schweiz zu dem macht, was sie heute ist und wirft dazu Fragen ihrer Geschichte auf. Die Antworten dazu können exemplarisch bei bedeutenden Persönlichkeiten und in ihren Werken entdeckt und entschlüsselt werden. Was hält eine Gemeinschaft zusammen? Gemeinsame Ideen, die überliefert werden von Generation zu Generation und so die Gemeinschaft prägen, sind dabei vielleicht am wichtigsten. Diese Ideen werden zur Identitätskarte eines Kollektivs und bilden schliesslich das Fundament des nationalen Selbstverständnisses. Für die Ausstellung wurden vier Schriften von Autoren ausgewählt, welche mit ihren Ideen beigetragen haben, das Bild der heutigen Schweiz zu zeichnen: Henri Dunant (1828-1910), Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Jean Calvin (1509-1564) und Petermann Etterlin (1430-1509). Ergänzt werden sie mit dem Gotthardrelief, der Dufourkarte und zahlreichen Datensätzen der Schweiz.

Ideales Wohnen


Bild: Museum für Gestaltung, Zürich

Im 20. Jahrhundert hatten Schweizer Designer und Produzenten klare Vorstellungen, wie man sich perfekt einrichtet. Zu Beginn ist die abstrakte Form ein Thema. In den 1930er-Jahren wird das flexible Stahlrohrmöbel entwickelt, in der Mitte des Jahrhunderts dann die Einheit von eleganter Form und Gebrauchsfunktion propagiert. Um 1968 erobern Alltagskultur und Pop-Art das Wohnzimmer. Ein Jahrzehnt später feiert man die postmoderne Vielfalt der Stile, bis am Ende des Jahrhunderts die minimalistische Tradition wieder neu entdeckt wird. Sieben Musterzimmer, mit Glanzstücken aus der Sammlung ausgestattet, präsentieren die wichtigsten Tendenzen im Schweizer Möbeldesign der Moderne und zeichnen die sich wandelnden Lebensstile nach. Werbebroschüren und historische Fotografien ergänzen die Zeitreise.

La et le Raclette


Bild: Mathilda Olmi. Musée de Bagnes, Le Châble

Das Raclette, la raclette, ist ein Gericht mit einem Stück Käse, dessen geschmolzene Oberfläche abgeschabt und serviert wird. Die Ausstellung zeigt ihre männliche Seite: le raclette, der Walliser Käse Hérens. Die Ausstellung stellt die Förderung, das Image und die Produktion des Raclette und dieses Walliser Käses vor und geht auf die Geschichte dieses Gerichts ein.

Giovanni Bianconi


Giovanni Bianconi, Selbstporträt. Museum Casorella, Locarno

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von Silographien von Giovanni Bianconi (1891-1981). Die Sammlung Bianconi besteht aus 498 gedruckten Silographien und 41 Zeichnungen und Gemälden. Die Auswahl der ausgestellten Werke zeigt vor allem die Tessiner Landschaft von den 1920er bis 1950er Jahren. Die Landschaft, die Tiere, die Gegenstände, die Selbstporträts und die Porträts erzählen die Geschichte des Alltags und des Übergangs in eine neue Zeit.

Die Wiege des modernen Designs


Peter Keler (1898-1982), Wiege, 1923. Historisches und Völkerkundemuseum, St. Gallen.

Obwohl das Bauhaus nur 14 Jahre (1929-1933) bestand, gilt dieses Institut als eine der einflussreichsten Design- und Kunstschulen der Moderne. Das Bauhaus gilt als die Wiege des modernen Designs. Die Ausstellung soll die Entwicklung vom Jugendstil zwischen 1896 und 1914 bis zur Schliessung des Bauhauses 1933 zeigen. In diesem Zusammenhang präsentiert das Museum seine Sammlung von Möbeln und Alltagsgegenständen aus dieser Zeit.

Segantini-Museum St. Moritz


Gottardo Segantini, Plakat,1908. Foto: Segantini Museum St. Moritz

Das Segantini-Museum in St. Moritz beherbergt die bedeutendste Sammlung von Werken Giovanni Segantinis (1858-1899). Das Gebäude wurde 1908 von dem Architekten Nicolaus Hartmann (1880-1956) entwickelt und 1999 erweitert. Das Museum ist auch eine Institution, die sich der Aufklärung und Erforschung der Werke, ihrer Wirkung und ihrer Stellung in der Kunst- und Kulturgeschichte widmet. Das Museum wurde 2019 aufgrund einer neuen Renovierung und Modernisierung geschlossen, ist aber wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Das berühmte Tryptychon der alpinen Landschaft, das ursprünglich zu einem Panorama von rund 100 Metern werden sollte, ist auch von seinem temporären Standort im Kunstmuseum in Lugano (Museo d’arte della Svizerra italiana) zurückgekehrt.