Naturfotografien 2019


Foto: The Moment © Yongqing Bao - Wildlife Photographer of the Year.

Das Museum zeigt die besten Naturfotografien des Jahres 2019, atemberaubende Landschaften, überraschende Tierporträts und dramatische Szenerien. Jedes Jahr richtet das Natural History Museum London den renommierten Wettbewerb ‚Wildlife Photographer of the Year‘ aus. Über 48 000 Bilder aus über 100 Ländern wurden eingereicht. Die Jury wählte die 100 besten Bilder aus. Sie sind in dieser Ausstellung zu bewundern.

Werkstatt Alpen


Foto: Alpines Museum Bern, Lernende der Geigenbauschule Brienz.

Die Ausstellung stellt Handwerkerinnen und Handwerker aus den Schweizer Alpen vor. Sie schaffen nicht nur hochwertige Produkte, sondern auch neue Perspektiven. Die Ausstellung zeigt den realen Alltag: Was bedeutet es, in einer digitalisierten und globalisierten Welt ein Produkt mit den Händen herzustellen? Wie viel Handarbeit steckt noch im modernen Handwerk ? Der Blick in die Werkstätten bildet das Herz der Ausstellung und auch eine Filminstallation führt mitten in die Werkräume aus allen Landesteilen. Sie geben Einblick in ihre Erfahrung und zeigen, was Handwerk heute heisst.

Das grosse Festmahl


Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), Weihnachtsfest Rom, 1988. Foto und Kollektion: Centre Dürrenmatt, Neuchâtel.

Essen und Trinken ist im Werk von Friedrich Dürrenmatt (1921-1990) allgegenwärtig, sei es in seinen Stücken, Karikaturen, Portraits oder Romanen. Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Essen und Trinken im Werk und Leben des Schriftstellers und Malers. Die Ausstellung basiert auf Arbeiten von Dürrenmatt und Künstlern, die seine Vorstellungskraft von Essen und Trinken in ihre Kunst integriert haben.

Der gefährliche See


Über Jahrhunderte trat der Bodensee über die Ufer, überspülte Dörfer und Felde und trennte die Verbindungswege zueinander. Er verschlang in seinen Stürmen Fischer, Lastensegler und Dampfschiffe. Der Rhein verursachte im Rheintal schwerste Überschwemmungen und führte grose Treibholzmengen herbei. In den Tiefen des Sees ruhen havarierte Schiffe, abgestürzte Flugzeuge und namenlose Opfer. Im 19. Jahrhundert wurden die Naturgewalten eingedämmt, der Rhein wurde durch Kanalisation gezähmt. Die Ausstellung erzählt Geschichten vom gefährlichen See, zeigt Kunstwerke aus Alpen- und Bodenseeregion, Erinnerungsstücke an grosse Katastrophen, Gerätschaften des Hochwasserschutzes und der Eisrettung sowie geheimnisvolle Funde aus den Tiefen dieses Gewässers.

Howard Smith


Howard Smith (1943) konzentriert sich in dieser Ausstellung (No end in sight) auf die Untersuchung der Mittel, die Malerei bedingen, was wiederum den Prozess des Malens zunehmend in den Focus rückte. Es geht ihm hauptsächlich um die Interaktion von Farbe und Malgrund und die Beziehung zwischen Werk und Betrachter. Die erste Retrospektive dieses Vertreters der essentialistischen Farbmalerei belegt mit über 70 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen die Bedeutung dieses Künstlers, der seit mehr als 50 Jahren systematisch und poetisch die Möglichkeiten und Wirkungen von Farbe untersucht.

Die Gelyella Monardi


Foto: Maison de la Nature Neuchâteloise, Brot-Dessous.

Die Ausstellung zeigt die Bedeutung der Wasserqualität in den Schluchten der Areuse. Seit mehr als einem Jahrhundert versorgen sie zwei Drittel der Bevölkerung des Kantons Neuenburg mit Wasser. Die Ausstellung zeigt die winzige Gelyella Monardi, die weniger als 1/3 eines Millimeters gross ist. Dieses einzigartige Schaltier bewohnt seit 20 Millionen Jahren die riesigen (Unter-)Wasserreservoirs. Es ist ein Bioindikator für die Wasserqualität und wird international als einzigartiges Tier anerkannt.

Mutter und Kind


Mutter und Kind. Museum der Kulturen, Basel. Foto: TES.

Die Ursprünge des Museums der Kulturen gehen auf das Jahr 1849 zurück. Damit besass Basel eine der ersten öffentlich zugänglichen ethnographischen Sammlungen Europas und der Welt. In diesem Jahr feiert das Münster  seine tausendjährige Geschichte. Das Münster und das Museum sind Nachbarn und die neue Ausstellung Mutter und Kind im Museum ist das Ergebnis eines gemeinsamen Themas: Maria und ihr Kind Jesus. Das Museum zeigt die Beziehung zwischen Mutter und Kind in jeder Kultur auf den fünf Kontinenten. Sind Mutterschaft und die Beziehung universell? Die Ausstellung beantwortet diese Frage nicht, sondern zeigt, wie Mutter und Kind in Kunst, Mythen und Geschichten auf vielfältige Weise dargestellt werden. Die Beziehung im ersten Teil der Ausstellung ist göttlich geprägt, die Bilder von Maria (Maria lactans) und ihren antiken Vorgängern (Isis und Horus zum Beispiel) oder beispielsweise Mutter Erde als (schwangere) Frau in Peru. Im zweiten Teil zeigt die Ausstellung die Beziehung eingebettet in soziale Systeme. Ein dritter Teil beschäftigt sich mit den Themen Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillen. Sie haben in jeder Kultur eine andere Bedeutung. Im vierten Teil werden Ideal und Realität gegenübergestellt: die Grossfamilie, der Pflegevater, die Ein-Kind-Politik, der Vater, die Alleinerziehende, die Trennung, das Pflegekind, die gleichgeschlechtliche Elternschaft und andere (moderne) Themen. Aus dieser Perspektive präsentiert die Ausstellung zahlreiche aussergewöhnliche Kunstwerke aus fünf Kontinenten und überlässt dem Besucher die Schlussfolgerungen.

Henri Matisse


Die Ausstellung präsentiert plastisches Werk von Henri Matisse unter dem Aspekt des Schaffensprozesses und der Verwandlung. Im Mittelpunkt steht seine künstlerische Methode, die er bei fast allen seiner wichtigsten Plastiken anwendete: Ausgehend von einer naturalistisch anmutenden Gestaltung, abstrahierte er seine Figuren immer stärker bis hin zu einer radikalen Stilisierung. Gleichsam in einer Metamorphose wandeln sich seine Bronzen von einer Naturform zu einer Kunstform. Dieser Prozess der Verwandlung findet Parallelen in seinem malerischen und zeichnerischen. Mit über 70 Werken aus aller Welt, begleitet von Reproduktionen historischer Fotografien, von Filmen und von Musik, wird seine künstlerische Methode inszeniert. Seine unterschiedlichen Inspirationsquellen – Aktfotografien, afrikanische und antike Vorbilder – runden die Schau ab.

Das Leben der Kartäuser


Foto: Musée de Charmey

Die Ausstellung präsentiert das Leben der Kartäuser durch Gemälde von Augustin Pasquier (1967) und erzählt die Geschichte einer unbekannten Welt mit überraschenden Begegnungen. Dieses mysteriöse Universum des Kartäuserordens lädt uns ein, über unsere Lebensweise, unseren Glauben und unsere Beziehung zur Welt um uns herum nachzudenken. In der modernen Welt bietet diese Entdeckungsreise einen Moment der Reflexion, der Forschung und eine neue Perspektive, und die Bilder zeigen diese Welt auf eindrucksvolle Weise.

 

Wilhelm Leibl


Wilhelm Leibl (1844-1890), Dr. Reidl, 1890. Städtische Galerie im Lenbach Haus, München. Foto: Kunsthaus Zürich.

Wilhelm Leibl (1844-1900) ist einer der wichtigsten Vertreter des Realismus in Europa, bewundert von seinen Zeitgenossen Gustave Courbet (1819-1877), beeinflusst von Edward Manet (1832-1883) und respektiert von Vincent van Gogh (1853-1890). Er malte hauptsächlich Porträts und Interieurs mit ländlichen Motiven. Durch die regelmässige Teilnahme an internationalen Ausstellungen in Wien, Berlin, Hamburg, München, Budapest, Basel, Winterthur, Zürich, New York und Washington galt er als einer der führenden europäischen Realisten.