300 Jahre Fürstentum Liechtenstein


Foto: Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz

Anlässlich des Jubiläums «300 Jahre Fürstentum Liechtenstein» zeigt das Museum in der Ausstellung (Liechtenstein – von der Zukunft der Vergangenheit) Meisterwerke des 15. bis 19. Jh. aus den bedeutenden Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein in Dialog mit Kunstwerken des 20. und 21. Jh. aus der Sammlung des Kunstmuseum Liechtenstein, erweitert durch Leihgaben aus der Sammlung der Hilti Art Foundation und der Sammlung Batliner. Die Fürstlichen Sammlungen beinhalten Werke europäischer Kunst von höchster Qualität, Gemälde und Skulpturen von der Frührenaissance bis zur österreichischen Romantik. Die Sammlung des Kunstmuseums ist der Kunst der Moderne und insbesondere der zeitgenössischen Kunst gewidmet, die Bestände der Hilti Art Foundation als auch der Sammlung Batliner enthalten Meisterwerke von der Klassischen Moderne bis zur Kunst der Gegenwart.

Frühes Mittelalter in der Romandie


Die historischen Museen von Sitten (Geschichtsmuseum Valeria, von 15.6.2019 bis 05.1.2020) und Lausanne (Musée d’archéologie et d’histoire de Lausanne, von 07.02.2020-bis 28.06.2020) präsentieren eine Ausstellung über die Zeit von 350 bis 1000 in der heutigen Romandie, dem Raum zwischen Alpen und Jura. Die Ausstellungen bieten teils gleichen, teils unterschiedlichen und auf die Regionen bezogenen Objekten, Wandbildern, Karten und Animationen. Die gemeinschaftliche Publikation Aux sources du Moyen Age. Entre Alpes et Jura de 350 à l’an 1000 (Gollion, 2019) begleitet aber beide Ausstellungen. Die Zeitperiode zwischen dem Ende des Römischen Reiches (5. Jahrhundert) und dem Jahr 1000, das Frühmittelalter, wird (zu) oft mit dunklen Zeiten gleichgesetzt. Die Ausstellungen laden dazu ein, das Frühmittelalter zwischen Alpen und Jura neu zu entdecken. Die Besiedlung des Gebietes, der Handelsaustausch, die christliche Religion, die (materielle) Kultur und Politik werden vorgestellt. Die Sprache und Schrift werden auch thematisiert und insbesondere die Zweisprachigkeit des Wallis (und der Schweiz), die auf diese Zeit zurückgeht.

Sigmund Freud und menschliche Verunsicherung


Ausgangspunkt der Ausstellung (Alles zerfällt. Schweizer Kunst von Böcklin bis Vallotton) ist Sigmund Freuds Schrift von 1917 zu den drei narzisstischen Kränkungen der Menschheit. Freud zufolge haben drei wissenschaftliche Entdeckungen das Selbstverständnis des Menschen grundlegend erschüttert: Das Kopernikanische Weltbild, Charles Darwins Evolutionstheorie und Freuds eigene Lehre des Unbewussten. Was Freud in seinem Aufsatz als narzisstische Kränkungen bezeichnet, ist die Einsicht, dass der Mensch weder Mittelpunkt des Universums noch Herrscher über die Natur und sein eigenes Bewusstsein ist.

Die Ausstellung thematisiert die Stimmung der Unsicherheit, die Entzauberung der Welt, aber auch die Weltflucht und Sehnsucht nach Sagenhaftem. Die Schau zeigt Schweizer Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, darunter bedeutende Werke von Ferdinand Hodler, Arnold Böcklin, Paul Klee, Félix Vallotton, Cuno Amiet und Alexandre Calame und  Werke von weniger beachteten Künstlerinnen wie Annie Stebler-Hopf oder Clara von Rappard. Die Ausstellung ist als thematischer Rundgang angelegt, der in rund zehn Stationen die menschliche Verunsicherung angesichts der wissenschaftlichen Entwicklungen beleuchtet.

Wissen in Bildern


Foto: Museum für Gestaltung Toni-Areal, Zürich

Der Austausch von Informationen war noch nie grösser als heute. Ob zur Visualisierung von Big Data, Veröffentlichung journalistischer Erkenntnisse, zur räumlichen Orientierung oder als Material für effektives Lernen und Lehren – Informationsdesign erklärt unterschiedlichste Inhalte innert kürzester Zeit und kombiniert dazu viel Bild mit wenig Wort. Denn Bilder haben die Kraft, komplexe Sachverhalte zu vereinfachen und zu veranschaulichen. Die Ausstellung zeigt diesen aktuellen Teil der visuellen Kultur in Gedrucktem und in bewegten Bildern und den Risiken (der Manipulation).

Grafiksammlung Werner Coninx


Ludwig Ernst Kirchner (1880-1938), Kämpfe. Qualen der Liebe, 1915. Foto und Collection Bündner Kunstmuseum Chur.

Die Werner Coninx Stiftung übergab 2018 dem Bündner Kunstmuseum in Chur als Dauerleihgabe grosse Teile ihrer bedeutenden Grafiksammlung mit fast 1000 Werken von Cuno Amiet, Giovanni Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Max Beckmann, Hermann Scherer, Johann Robert Schürch und anderen. Die Ausstellung zeigt 95 dieser Arbeiten. Dabei liegt der Fokus auf die ‘dunklen Seiten’ des Expressionismus, apokalytische Landschaften und Blicke in den Abgründen der menschlichen Seele. Der Schwerpunkt liegt auf der Kunst von Ernst Ludwig Kirchner mit Werken aus seiner Zeit in Dresden, Berlin und schliesslich Davos.

Backdrop Switzerland


Foto: Musée Alexis Forel, Morges

Die Ausstellung zeigt ikonische Fotografien, Poster, Vintage-Objekte und Fragmente von Filmen, die Schweizer Landschaften oder Gebäude als Hintergrund oder Motiv von 1900 bis heute verwenden. Das Alexis Forel Museum und die Bolle Foundation Expo setzen ihren Kinozyklus mit Stars wie Laurel und Hardy, Audrey Hepburn (die 1969 in Morges heiratete), Yul Brynner, Peter Ustinov, Sean Connery und Roger Moore (als James Bond), Juliette Binoche und anderen Filmstars fort. Die Berglandschaften, die Grand Hotels von Sils Maria oder Flims, die Heidi-Wiesen oder die Ufer des Genfersees haben viele Regisseure inspiriert.

Sprachlabor Biel


Die Stadt Biel/Bienne ist bekannt für ihre Zweisprachigkeit (Französisch und Deutsch) und erhält als „Sprachlabor“ einen Modellcharakter. Die Ausstellung untersucht die Auswirkungen dieser Mehrsprachigkeit in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Bildung und Kultur.

Werden in dieser Stadt heute noch 50, 100 oder noch mehr Sprachen gesprochen? Sprachfusionen und gegenseitige Akzeptanz sind ebenso selbstverständlich wie Sprachbarrieren und Konflikte. Wachsen Sprachen im Zeitalter der Migration und der WhatsApp-Kommunikation und anderer moderner Technologien zusammen? Die alten und neuen Sprachen der Stadt werden in dieser Ausstellung mit allen Sinnen behandelt, sogar mit dem Geruch.

Homo migrans


Foto: Historisches Museum Bern

Migration ist eine Konstante der Menschheitsgeschichte, und die Beweggründe für das Kommen und Gehen sind vielfältig. Die Ausstellung schlägt einen grossen zeitlichen Bogen von den ersten Menschen in Afrika über den Beginn ihrer Verbreitung vor zwei Millionen Jahren bis in die Gegenwart der Schweiz. Spuren und Geschichten zeugen von geglückten und gescheiterten Ein- und Auswanderungsvorhaben. Von der ersten Besiedlung der Schweiz bis zur Suche nach einem besseren Leben in Übersee. Von verfolgten Glaubensgemeinschaften bis zu aufgenommenen Geflüchteten. Von Arbeitsmigration bis zur multikulturellen Schweizer Fussballnationalmannschaft.

Freiburg im vierzehnten Jahrhundert


Museum für Kunst und Geschichte Freiburg

Die Zeit der Gründung der Stadt Freiburg im 12. Jahrhundert (im Jahr 1157 durch den Herzog von Zähringen), im 13. Jahrhundert und im 15. und 16. Jahrhundert ist bekannt und gut dokumentiert. Das 14. Jahrhundert ist jedoch weitgehend vergessen, obwohl dieses Jahrhundert ein reiches Erbe an Architektur, Malerei, Skulptur, Goldschmiedekunst und illuminierten Büchern bietet. Dieses Jahrhundert war eine wichtige Zeit für die Stadt, sowohl wirtschaftlich, politisch als auch für die Kunst. Die Ausstellung präsentiert diese Zeit, um diese Kulturgeschichte wieder in den Vordergrund zu rücken.

Alix und die Helvetier


Foto: Site et musée romains d’Aventicum, Avenches

Anlässlich des neuen Albums von Alix, Die Helvetier, Les Helvètes, zeigen die archäologische Stätte und das Römermuseum in Avenches eine Reihe von Originalskizzen aus früheren Alben. Les Helvètes ist der 38. Teil der Alix-Serie. Jacques Martin (1921-2010) war 1948 der Schöpfer der Serie. Alix wurde von den Römern mit einer Friedensmission auf dem Gebiet der kriegerischen Helvetier beauftragt. Allerdings wurde es für Alix und die Römer nicht einfach. Das Album ist fast eine dokumentarische Ergänzung zu dem, was später die Schweiz werden sollte. Die Ausstellung und das Musem geben einen Überblick über diese Geschichte und die (lokale) Archäologie.