Natur und Kultur in der Kunst


Diese Sammlungspräsentation nimmt Bezug auf die Ausstellung Life von Olafur Eliasson und befasst sich mit dem Verhältnis von Natur und Kultur in der Kunst.

Im Fokus stehen Sammlungswerke der modernen und zeitgenössischen Kunst, in denen Mensch, Tier und Pflanzen thematisiert werden. Auf vielfältige Weise werden in Landschaften, Stillleben und Portraits Beziehungen zur Umwelt sichtbar.

Ausgestellt werden über 100 Kunstwerke des 19., 20. und 21. Jahrhunderts von namhaften Künstlern und Künstlerinnen. Neben Meisterwerken und wichtigen Werkgruppen von Claude Monet, Vincent van Gogh, Ferdinand Hodler, Pablo Picasso, Henri Matisse, Alberto Giacometti, Louise Bourgeois, Mark Rothko, Sigmar Polke, Roni Horn, Peter Doig, Philippe Parreno, Tacita Dean und Wolfgang Tillmans sind auch selten zu sehende Arbeiten und Neuerwerbungen integriert. Die modernen und zeitgenössischen Kunstwerke in den Medien Malerei, Skulptur, Fotografie, Zeichnung und multimediale Installation zeigen ein vielfältiges Bild der Beziehung von Natur und Kultur.

Gustave Caillebotte


Gustave Caillebotte, Arbre en fleurs, 1882 © Foto: Musée d'Orsay, Paris. Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt

Die Fondation widmet ihre jährliche Sommerausstellung dem Maler Gustave Caillebotte (1848-1894).

Diese Hommage an Gustave Caillebotte in Form einer Retrospektive die zwischen 1870 und 1894 entstanden sind, versammelt rund 90 Gemälde aus europäischen Museen: das Musée d’Orsay und das Musée Marmottan Monet in Paris, das Musée des Beaux-Arts in Rennes, das Musée des Beaux-Arts in Rouen, das Petit Palais in Genf, die Fondation de l’Hermitage in Lausanne, das Van Gogh Museum in Amsterdam und das Museum Barberini in Potsdam und private Sammlungen.

Die Kunst von Gustave Caillebotte ist ein Zeugnis für die Metamorphose der französischen Hauptstadt zwischen 1870 und 1894.

Die Alltagsbanalität unserer Vorfahren


Plakat der Ausstellung 'Des Choses'. Stefania Scartazinni, Laténium, Hauterive.

Die Ausstellung (Des Choses) präsentiert Objekte, die aus 33 Institutionen in der Schweiz, Frankreich, Italien, Deutschland und England stammen.

Sie konfrontieren uns mit der Alltagsbanalität unserer Vorfahren, mit ihrer Intimität und sogar ihrer Gedankenwelt.

Eine Handvoll weisser Sand, der von einem Aufenthalt im Jura mitgebracht und in einem bronzezeitlichen Pfahlbaudorf wiedergefunden wurde, ein kleiner Bogen aus Eibenholz, der vor 5000 Jahren unbeholfen von einem Kind zum Spielen geschnitzt wurde, eine Sammlung fossiler Seeigel, die vor 3000 Jahren zusammengetragen wurde und deren Formen für die Verzierung von bronzezeitlichen Spinnwirteln aus gebranntem Ton dienten.

Die für die Ausstellung ausgewählten Stücke stehen weder mit einem bestimmten Thema noch mit einer besonderen Kultur in Zusammenhang und noch weniger mit einer spezifischen Zeitperiode – ihr zeitlicher Rahmen erstreckt sich vom Paläolithikum bis heute.

Das Ziel der Ausstellung ist es, die Aussagekraft der in der Archäologie vorherrschenden Kategorien und Analyserahmen zu untersuchen.

Mit anderen Worten: sie verfolgt attraktive Interpretationsansätze, die die Archäologie zwingen, sich mit den Grenzen der wissenschaftlichen Methode auseinanderzusetzen.

Die ausgewählten Stücke führen zur Alltagsbanalität unserer Vorfahren zurück. Dies mag paradox erscheinen, aber es handelt sich hier um eine gängige Erscheinung in der Archäologie: viele Gegenstände können tatsächlich sehr selten sein, sich aber alles in allem auf recht banale Realitäten beziehen.

In manchen Fällen stellen diese Stücke nebensächliche oder von der Forschung noch schlecht erfasste Aktivitäten heraus, entweder, weil die materiellen Spuren fehlen, oder weil die Archäologen nicht auf dieses Thema aufmerksam geworden sind.