Sierre, Muzot et Rainer Maria Rilke Muzot, La maison de Rainer Maria Rilke. Photo/Foto: TES

Siders, Muzot und Rainer Maria Rilke

Die mehrheitlich französischsprachige Stadt Siders (Sierre, Kanton Wallis) zeigt noch heute Spuren der verschiedenen Zivilisationen seit der Urzeit. Diese stammten von Jägern, den ersten Bauern, Liguren, Kelten, Römern, Alemannen, Franken, dem Christentum, dem Heiligen Römischen Reich und dann der Republik der Sieben Zehnden (Zenden) und 1815 des Kantons Wallis (Valais auf Französisch).

Als kleine Schwester der Bischofsstadt Sitten und aufgrund ihrer Handelsroute von und nach Italien hat es im Laufe der Jahrhunderte grosse Konflikte, die (gescheiterte) protestantische Reform im 16. Jahrhundert sowie kommerzielle Aktivitäten erlebt.

Der Aufschwung des Tourismus hat nicht nur Sport- und Naturliebhaber, sondern auch bedeutende Künstler angezogen. Rainer Maria Rilke (1875–1926) war ab 1921 einer der prominentesten Einwohner.

Le château de Muzot

Das Museum der Fondation Rilke dokumentiert sein Leben und seinen Aufenthalt im Muzot anhand von Dokumenten, Fotos und weiteren Abbildungen sowie Geschichten. Sein Wohnsitz, ein kleines Herrenhaus, Schloss Muzot, ist noch vorhanden, wenn auch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Obwohl in den letzten hundert Jahren viele neue Gebäude in der Gegend entstanden sind, ist es nicht verwunderlich, dass dieser grosse Dichter gerade diesen Ort als seinen Wohnsitz wählte. Seine letzte Ruhestätte befindet sich im nahegelegenen Raron (französisch Rarogne).

(Quelle und weitere Informationen: Sandra Richter, Rainer Maria Rilke oder das offene Leben. Eine Biographie (Berlin, 2025);  Ville de Sierre)

Korrektur: Giuanna Egger-Maissen, Korrektorin und Lektorat

Eindrücke aus Sierre

Lac de Géronde

Le Petit Lac

 

 

Kirche und Schloss Venthône