Aigle le premier territoire réformé francophone de la Confédération L'église St. Maurice. Foto/Photo: TES

Aigle das erste französischsprachige reformierte Territorium

Aigle ist das erste französischsprachige reformierte Territorium der deutschsprachigen Eidgenossenschaft (nur das katholische Freiburg war auch Fribourg).

Aigle erschien erstmals um 1140 in einem Dokument. Dieses Dokument bezieht sich auf das von der Abtei d’Agaune (St. Maurice) gegründete Priorat St. Maurice von Aigle.

Das Kloster gibt es seit der Reformation in Aigle (1526-1528) nicht mehr. Die damalige Klosterkapelle wurde 1528 zur Pfarrkirche. Die erste Kirche wurde im 6. Jahrhundert während der (ersten) Burgunderzeit errichtet.

Die romanische Kirche stammt aus dem 11. oder 12. Jahrhundert. Am Ende des 15. Jahrhundert wurden das Gewölbe und der Chor in gotischem Stil renoviert. Diese damalige Klosterkirche ist, mit ihrem Gemisch von romanischem und gotischem Stil, ein Monument unter dem Schutz der Eidgenossenschaft.

Aigle wurde 1475 zum ersten französischsprachigen Territorium der deutschsprechenden Eidgenossenschaft durch den Beschluss von Freiburg zur Übergabe von Aigle an die Republik Bern.

Die Kirche St. Jacques, heute die Deutsche Evangelische Kirche

Die aus den Landschaften Aigle, Ollon, Bex und Les Ormonts bestehende Herrschaft Aigle war auch die erste Bastion der Reformation in der französischsprachigen Schweiz! Der Reformator Guillaume Farel (1489-1565) predigte am 30. November 1526 in der Kirche St. Jacques das erste Mal in der französischsprachigen Schweiz.

Giuanna Egger-Maissen, Korrektorin und Lektorat

Aigle ist also nicht nur der erste französischsprachige Ort der deutschsprachigen Eidgenossenschaft, sondern auch der erste reformierte Ort in der französischsprachigen Schweiz, und nicht Neuchâtel (1530), Lausanne (1536) oder Genève (1536)!