Laternen, ein Basler Hundertjähriger und ein digitales Laternenmuseum

Die Basler Fasnacht ist wieder vorbei (10.–12. März 2025). Oder vielleicht doch nicht. An drei aufeinanderfolgenden ‚Bummelsonntagen‘ nach dem 13. März präsentieren sich die aktiven Teilnehmer der Öffentlichkeit mit ihren Trommeln, Piccolos, Blas- und Schlaginstrumenten in Cliquen oder informellen Formationen, aber nicht selten auch als lautstarke Guggemusik.

Allerdings tun sie dies ohne Fasnachtskostüme, Cortège oder Laternen. Diese Praxis symbolisiert einen wichtigen sozialen Aspekt der Fasnacht: für und von den Bürgern und ihren Vereinigungen, ohne Unterschied von Person, Alter, Herkunft, Titel, Beruf, Mann oder Frau.

Sie haben nichts zu verbergen und fürchten keine Sanktionen wegen ihrer sozialen und politischen Ansichten sowie der Fasnachtsthemen. Fasnacht ist wahrhaftig ein öffentliches Theater mit den Bewohnern der Stadt als Teilnehmern und als Zuschauern. Darüber hinaus ist die Fasnacht ein integraler Bestandteil der Basler Gesellschaft und umfasst alle Ränge, Klassen und Einwanderer.

Darüber hinaus hatte diese Fasnacht etwas zu feiern, und Frau Fasnacht feierte es stilvoll. Der berühmteste Fasnächtler, Jean Tinguely (1925–1991), wurde vor einem Jahrhundert geboren.

Der Rauch bei der Clique mit dem Tinguely Sujet, im diesjährigen Umzug, erinnert an einen Vorfall im Jahr 1974. Tinguely zündete damals ein Feuerwerk mit viel Rauch im Cortège an. Diese Aktion führte sogar zu einem Gerichtsverfahren und wütenden Reaktionen. 50 Jahre später ist diese „Escapade“ längst vergeben.

  

Das nach ihm benannte Museum und der Brunnen in Basel widmen sich seiner Zeit als aktiver und kreativer Teilnehmer der Fasnacht, obwohl er kein Instrument spielte. Nicht weniger als 18 Cliquen wählten Tinguely als ihr Thema mit Kostümen, Laternen, Wagen und Objekten.

Syni Kunscht und syni Skulpture sin Wältbekannt, erschaffen am Rhy, no iim e Museum isch benannt, Basel isch stolz uff sy bekannt Soon, das isch woor, und so lauft äär voruss duur syni Stadt, au mit 100 Jahr“ (Clique Schlössli-Schränzer), „Mir danke dangge dir, Jean Tinguely, fir dy Kunscht, du bisch und blybsch aine vo uns“ (Glaibasler Schränz-Brieder).

Tinguely (und seine Frau Niki de Saint Phalle (1930-2002) haben “ihr“ Museum (und nicht nur in Basel). Umso bedauerlicher ist es, dass die meist prächtigen Laternen, die ihm gewidmet sind, der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich sind. Und dies gilt auch für andere Laternen.

Ein Fasnachtschronik über Sujets und Goschdym ist tatsächlich für Historiker interessant, denn sie bietet Einblicke in die (internationale) Politik und (regionale und nationale) Themen im Laufe der Zeit und das umfasst mittlerweile über 150 illustre Jahre.

Laterne und Larven der Clique Verschnuuffer

Die Laternen und Themen (und natürlich ganz explizit und scharfzüngig die Schnitzelbängg) geben einen Eindruck davon. Sie sind ein Spiegelbild des Zeitgeistes und der Gesellschaft. Zum Beispiel sind sie sich über Trump einig: „Em Trump sy Arroganz isch e Dootedanz“ und „Putin und Trump, das isch bekannt – gänn sich gärn die rächti Hand“.

Vielleicht eine Idee für ein digitales Laternenmuseum?

Initiative für ein digitales Fasnachtsmuseum basierend auf Laternen, Wagen, Kostümen und Sujets

Und ein Laden in der Nähe

Visp, Thomas Platter, das Matterhorn und die Rhone

Visp im Oberwallis (auf Französisch Viège) ist heute vor allem als Sitz des Chemieunternehmens Lonza AG bekannt, das  sich 1907 hier ansiedelte und das Industriezeitalter in Visp einläutete.

Über viele Jahrhunderte waren die beiden grössten Flüsse des Kantons, die Rhone (der Rotten im Oberwallis, der Rhone im Unterwallis) und die Vispe, Freund und Feind. Einerseits dienten sie der Irrigation, der Energiegewinnung (Mühlen) und der Wasserversorgung, andererseits waren sie die Ursache für zahlreiche Überschwemmungen.

Erst mit der ersten Rhone-Korrektur (1863-1894) gelang es, diese Flüsse einigermassen unter Kontrolle zu bringen, aber erst im 20. Jahrhundert wurde nach mehreren weiteren Eingriffen die Hauptgefahr durch Hochwasser beseitigt.

Übrigens war das Wasser nicht der einzige natürliche Feind. Auch Erdbeben waren häufig. Ein grosses Erdbeben zerstörte 1855 sogar einen grossen Teil des Dorfes, und (kleinere) Erdbeben kommen in dieser Region und im Kanton immer wieder vor.

Anders verhält es sich mit den vom Menschen verursachten guten und schlechten Zeiten. Visp war bereits zur Zeit der Kelten (Stamm der Seduner) und der Römer besiedelt. Auf den Abzug der Römer im fünften Jahrhundert folgte die Immigration von deutschsprachigen Alemannen und die „Germanisierung“ dieses Teils des Wallis.

Heute wird dieser Teil als Oberwallis bezeichnet. Die Germanisierung der romanisierten Kelten endete ungefähr bei Leuk (Loèche). Der westliche  Teil, das Unterwallis, wurde französischsprachig.

Das im sechsten Jahrhundert gegründete Bistum Sitten (Sion) war das kulturelle und politische Zentrum dieser Region. Der Bischof von Sitten wurde 999 Graf des Wallis und später Fürstbischof im Heiligen Römischen Reich und war weltlicher und geistlicher Herrscher der Region, zu der auch Visp gehörte.

Die Grafen und späteren Herzöge von Savoyen waren die Hauptkonkurrenten. Es kam zu mehreren Kriegen, unter anderem 1388 und 1475, aus denen das Oberwallis und seine sieben Zenden als Sieger hervorgingen. In diesem Jahr eroberten das Oberwallis und seine sieben Zenden das Unterwallis von Savoyen und regierten das Gebiet bis 1798 als Untertanengebiet. Visp war eine der sieben Zenden, das Dorf war also ein wichtiger politischer Akteur.

Obwohl das Oberwallis viel weniger Einwohner hatte und hat als das Unterwallis (heute 85 000 gegenüber 270 000 im Unterwallis), war es bis 1798 (französischer Einmarsch und Gründung der Helvetischen Republik, 1798-1803) die dominierende Region.

Die Zeiten haben sich geändert, und heute ist die deutschsprachige Minderheit im Oberwallis besorgt über die kulturelle und politische Vorherrschaft des Unterwallis. Am kommenden 3. März werden die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons über die neue Verfassung und den politischen und kulturellen Status der deutschsprachigen Minderheit entscheiden.

Das Matterhorn interessiert das alles nicht. Als britische Touristen um 1850 Zermatt entdeckten, war Visp das Haupttor für den Transport mit der Kutsche. Heute ist Visp immer noch ein wichtiges Zentrum für den Tourismus, aber vor allem wegen seiner Bahn- und Strassenverbindungen nach BernZermatt, Brig, Martigny und Chamonix und des Anschlussverkehrs (Postauto) zu den Tälern und anderen (touristischen) Zielen.

Obwohl viele Reisende Visp nur als Umsteigepunkt kennen, lohnt sich ein Besuch des Zentrums. Denn Visp ist nicht nur die Stadt des berühmten Humanisten Thomas Platter (1499-1582) und mehrerer gut erhaltener mittelalterlicher Gebäude und Kirchen, sondern auch ein Vorreiter in der (Berufs-)Bildung und ihrer Architektur.

(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Visp; Kanton Wallis)

Korrektoin: Eva Maria Fahrni

Das trinationale Massiv des Mont-Blanc

Das trinationale Massiv des Mont-Blanc stellt ein wahres Denkmal dar, sowohl aufgrund seiner aussergewöhnlichen Grösse als auch aufgrund seiner vielfältigen Landschaften. Dieses Bild wird durch die biologische Vielfalt und den Reichtum der Natur in den angrenzenden Regionen noch verstärkt.

Der Espace Mont-Blanc deckt die Gebiete der Savoyen, des Departements Haute-Savoie in Frankreich, der autonomen Region des Aoste-Tals in Italien und Gebiete des Kanton Wallis in der Schweiz ab.

In diesem Gebiet mit einer Grösse von rund 3.500 km² findet man einen aussergewöhnlichen Reichtum an natürlichen Umgebungen und alpiner Landschaften. Ein Grossteil des Espace Mont-Blanc befindet sich in grosser Höhe oberhalb von 1.500 Metern.

Der Mensch besiedelt dauerhaft ungefähr 20% der Fläche. Die Massnahmen zum Schutz von natürlichem Lebensraum und Grünflächen verfolgen eine gemeinsame Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Die Gebirgspässe, Orte des Übergangs, strukturieren das Gebiet über vier Strassenverkehrswege: den des Mont-Blanc, des Grossen St. Bernhard, des kleinen St. Bernhard und der Pässe von Montets/Forclaz.

Die Konferenz Mont-Blanc

Die Conférence Transfrontalière Mont-Blanc, gegründet im Jahre 1991, ist eine Einrichtung, die die Vertreter der (inter) nationalen, regionalen und lokalen Körperschaften, die vom Espace Mont-Blanc betroffen sind, zusammenführt.

Der Kanton Wallis, die autonome Region des Aoste-Tals und die Gemeinschaft der Kommunen des Tals von Chamonix-Mont-Blanc im Namen der Gemeinschaften der Region des Mont-Blanc und die Savoyen sind hierbei die Schlüsselfiguren der verschiedenen territorialen Ebene

Frankreich

Auf der französischen Seite deckt das von Espace Mont-Blanc betroffenen Gebiet die beiden Gemeinschaften der Kommunen der Region Mont-Blanc, des Tals von Chamonix Mont-Blanc für das Departement Haute Savoie und die Gemeinden  Bourg Saint-Maurice, Beaufort und Hauteluce für die Savoyen ab.

Italien

Die Autonome Region Aostatal nimmt an den Arbeiten der grenzüberschreitenden Konferenz  teil.  Sie ist eine autonome Region mit besonderer Verfassung, die ihr die Befugnis erteilt, Gesetze in verschiedenen Bereichen zu erlassen und ausserdem zwei offizielle Amtssprachen, italienisch und französisch, zuerkennt.

Dieses Tal, das seinen Namen von der Hauptstadt Aoste erhielt, grenzt im Norden an den Schweizer Kanton Wallis, im Westen an die französischen Departements Haute-Savoie und Savoie und im Süden an das Piemont.

Die Schweiz

Der Kanton Wallis liegt im Südwesten der Schweiz. Er hat eine gemeinsame Grenze mit Italien im Süden und mit Frankreich im Westen. Das Schweizer Territorium des Espace Mont-Blanc umfasst 17 Gemeinden des Wallis, gelegen in den Regionen Martigny, Entrement, dem Tal von Trient und dem Tal Illiez.

(Quelle und weitere Informationen: www.espace-mont-blanc.com)

 

Solothurn, der Bischof und der Botschafter

Solothurn ist seit 1481 Mitglied der Eidgenossenschaft. Benannt ist der Kanton nach der Stadt Solothurn.

Diese alte Römerstadt (Salodurum) war ursprünglich eine keltische Siedlung. Nach dem Rückzug der Römer war das Gebiet lange Zeit ein Übergangsgebiet zwischen der französischen Sprache und der deutschen Sprache der Alemannen.

Nach dem Karolingerreich war das Gebiet Teil des Zweiten Burgunderreiches (888–1032) und des Heiligen Römischen Reiches. Zu diesem Zeitpunkt war das Gebiet vollständig deutschsprachig.

Im Jahr 1285 verbündete sich die Stadt mit Bern. Solche Allianzen waren zu dieser Zeit üblich. Das berühmteste Beispiel ist der (mythische) Rütlischwur der drei Orte Schwyz, Unterwalden und Uri im Jahr 1291.

Solothurn war bereits 1218 eine freie Reichsunmittelbarkeit im Heiligen Römischen Reich geworden. Sie war eine autonome Stadt wie viele andere Städte in der Schweiz und in Süddeutschland.

Solothurn, links der Ruderverein von Solothurn

Nach dem Sieg der Eidgenossenschaft über die mächtigen burgundischen Herzöge in den Jahren 1476 und 1477 wurde Solothurn Mitglied der Eidgenossenschaft.

Der Ambassadorenhof

Der französische König entsandte 1530 seinen Botschafter nach Solothurn. Nach der Niederlage der Eidgenossenschaft gegen Frankreich bei Marignano 1515 schlossen Frankreich und die Eidgenossenschaft 1516 den Ewigen Frieden (La Paix perpétuelle). Die französische Gesandtschaft bei der Eidgenossenschaft blieb bis 1792 in Solothurn.

Der Zeitglockenturm

Die Kathedrale St. Ursus wurde zwischen 1762 und 1773 von den italienischen Architekten Gaetano Matteo Pisoni (1713-1782) und Paolo Antonio Pisoni (1738-1804) erbaut.

Er liess sich vor allem von den barocken Kirchen in Rom inspirieren. Sein Cousin Paolo Antonio Pisoni (1738-1804) entwarf die eindrucksvolle Treppe mit den beiden Brunnen ebenfalls nach dem Vorbild Roms.

Die Architektur des Innenraums ist jedoch zurückhaltend mit Formen. Auch die üppige und farbenfrohe Barockdekoration fehlt. Die Dekoration entspricht eher dem französischen Klassizismus.

Sie ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt und wurde nach dem St. Ursus-Stift aus dem Jahr 870 benannt.

Die Kathedrale St. Ursus

Die Jesuitenkirche

Solothurn ist seit 1828 Sitz des Bistums Basel. Der Bischof von Basel floh 1527 wegen der Reformation nach Porrentruy.

Solothurn ist die Barockstadt der Schweiz. Ihr Status spiegelt sich in der Pracht der zahlreichen (Barock-)Schlösser und öffentlichen Gebäude wider.

Plakat in der Stadt

(Quelle: Tourismus Solothurn)

Korrektorin: Petra Ehrismann

 

Ein Bischof von Basel in Solothurn, gestorben im ‚Exil‘.

Der Bastion

Die Aare Ebene und die Witi

Weitere Impressionen

   

 

 

(ehemalige) Klöster, Kirchen und Kapellen

 

Der letzte Einsiedler in der Einsiedelei St. Verena in Solothurn

Die ersten Einsiedler lebten im zweiten und dritten Jahrhundert in Ägypten und Syrien. Diese Gebiete waren damals wohlhabende römische Provinzen. Die ersten christlichen Gemeinschaften entstanden im ersten Jahrhundert in dieser Region.

Einsiedler oder Eremiten widmeten sich in Abgeschiedenheit und Armut dem christlichen Glauben. Sie werden als die ersten Mönche betrachtet. Die ersten Mönchsorden entstanden ebenfalls in Ägypten und Syrien.

Einige Einsiedler erlangten „Kultstatus“, und ihre Aufenthaltsorte wurden zu Wallfahrtsorten. Einer der bekanntesten ist Simeon der Stylit. Er lebte nicht in einer Höhle oder einer selbstgebauten Hütte, sondern auf einer Säule und nicht in der Wildnis, sondern entlang der Strasse, die nach Damaskus führte. Er hatte viele Nachfolger – sogenannte Säulenheilige – und sogar ein Grabdenkmal bzw. einen Wallfahrtsort.

Daniel der Säulenheilige oder Daniel der Stylit (5. Jahrhundert), anonymer byzantinischer Künstler, 11. Jahrhundert. Bild: Wikipedia

Die Schweiz hat auch eine Geschichte mit Einsiedlern aufzuweisen. Das Finden einer geeigneten abgeschiedenen Unterkunft war aufgrund der (unwegsamen) Berge, Wälder, Felsformationen und der vielen Höhlen nicht allzu schwierig.

Die Gründer der ersten Klöster in der Schweiz waren ebenfalls eine Art Einsiedler, aber aufgrund der Entstehung des ersten europäischen Mönchsordens, der Benediktiner, im 6. Jahrhundert hatten sie vor allem die Verbreitung des christlichen Glaubens im Auge. Ihr abgelegener Ansiedlungsort erhielt den Namen Einsiedelei. Die Abteien von beispielsweise St. Gallen und Einsiedeln entstanden auf diese Weise.

Verenaschlucht, die Magdalenagrotte und die Ölberggrotte.

Durch das schnelle Wachstum der Bevölkerung und der Dörfer und Städte in den letzten zwei Jahrhunderten liegen einige der Aufenthaltsorte weniger bekannter Einsiedler heute innerhalb oder knapp ausserhalb der bebauten Gebiete.

Ein Beispiel ist die Einsiedelei St. Verena in der Verenaschlucht in der Nähe der Stadt Solothurn. Verena, so die Legende, war die Verlobte von Viktor, einem christlichen Soldaten der Thebäischen Legion im 3. Jahrhundert n. Chr.

Die Soldaten stammten aus der römischen Provinz Ägypten und hielten sich in Agaunum (dem heutigen Saint-Maurice, Kanton Wallis) auf. Sie weigerten sich, den römischen Kaiser Maximianus (250-310) als Gott und die römischen Götter anzuerkennen. Die gesamte Legion wurde gemäss Legende hingerichtet, darunter der Anführer Mauritius und der Soldat Viktor.

Verena floh nach Salodurum (Solothurn) und fand Unterkunft in den Höhlen der heutigen Einsiedelei. Danach zog sie weiter nach Bad Zurzach, wo sich ihre letzte Ruhestätte und die ihr geweihte Kirche befinden.

Die Martinskapelle

Der „Kultstatus“ der Einsiedelei bei Solothurn reicht mindestens bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die Martinskapelle stammt aus dem 12. Jahrhundert, und Verena soll die Höhle hinter der Kapelle bewohnt haben.

Die Verenakapelle

Die gegenüberliegende Verenakapelle befindet sich in einer Höhle und stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Neben dieser Kapelle liegen noch zwei  „Einsiedler-Klausen“, die Magdalenenhöhle und die Oelberghöhle.

Das Besondere an dieser Einsiedelei ist, dass dort immer noch ein Einsiedler lebt. Dieser findet Unterkunft im sogenannten Eremitenhäuschen und hat es erheblich komfortabler als seine Vorgänger. Die Gemeinde Solothurn sorgt nämlich für seinen Lebensunterhalt.

Das Eremitenhäuschen

Die Tat der Gemeinde ist nicht ganz uneigennützig, denn die Verenaschlucht ist eine bekannte touristische Attraktion, nicht zuletzt dank des französischen Flüchtlings Baron Louis Auguste de Breteuil (1730-1807), der 1791 den Weg durch die Verenaschlucht initiierte und finanzierte. Solothurn war damals der Sitz der französischen Botschaft in der Eidgenossenschaft.

Die Bewegung der Romantik und der Aufstieg des Tourismus im 19. Jahrhundert trugen das ihre zum Bekanntwerden der Verenaschlucht bei.

(Quelle und weitere Informationen: Gesellschaft der Einsiedelei St. Verena; Gemeente Solothurn)

 Korrektorin: Eva Maria Fahrni

Die Aare und ihre Orte, Natur und Juragewässerkorrektion

Die Aare mündet bei Koblenz (Kanton Aargau) in den Rhein. Auf ihrer 295 Kilometer langen Reise von ihrer Quelle im Oberaargletscher fliesst sie durch die Aareschlucht, den Brienzer- und Thunersee,  Bern, den Bielersee, Solothurn und durch verschiedene Orte, die ihren Namen tragen, wie Büren an der Aare, Aarwangen, Wangen an der Aare, Aarburg und Aarau, die Hauptstadt des Kantons Aargau.

Im 19. Jahrhundert wurde die Aare während der ersten Juragewässerkorrektion/Correction des eaux du Jura (1868-1891), den Schweizer Deltawerken, ein Jahrhundert vor dem niederländischen Äquivalent reguliert!

Danach wurden noch einige Anpassungen vorgenommen, unter anderem bei der Zweiten Juragewässerkorrektion/Correction des eaux du Jura (1962-1973). Seitdem ist der wasserreichste Fluss des Landes mit mehr Wasser als der Rhein „gezähmt“.

Die Einwohner der vielen schönen Dörfer und Städtchen, landwirtschaftlichen Gebiete und Infrastrukturen bleiben von Überschwemmungen verschont, abgesehen von einigen aussergewöhnlichen Umständen.

Wangen an der Aare

Eines dieser schönen mittelalterlichen Städtchen ist Wangen an der Aare (Kanton Bern). Im 11. Jahrhundert gab es dort eine Benediktinerpropstei des Klosters der Abtei Trub. Die Herzöge von Zähringen sind die Gründer des Städtchens. Die Grafen von Kyburg erwarben den Ort nach dem Aussterben der Zähringer Dynastie im Jahr 1218.

Nach Verwüstungen durch die Gugler (französische Söldner) während des 100-jährigen französisch-englischen Krieges (1337-1453) erwarb Bern das Städtchen. Der Landvogt residierte im Landvogteischloss (15.–18. Jahrhundert).

Wangen war damals ein wichtiger Umschlagplatz für die Schifffahrt auf der Aare. Salz war eine der kostbarsten Waren. Es kam aus Bayern, Tirol und Lothringen. Das markante Salzhaus (1775) erinnert an diese Zeit. Der Wohlstand ist noch immer sichtbar.

Das Salzhaus

Die Holzbrücke über die Aare wurde 1552 gebaut. Davor gab es jedoch schon Vorgänger. Die reiche Vergangenheit zeigt sich auch im Rathaus, dem Zeitglockenturm (Zytgloggeturm) und einem monumentalen Zentrum.

(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Wangen an der Aare)

Aarwangen

Aarwangen ist auch so ein kleiner Ort, den man einfach so vorbeifährt. Aarwangen ist jedoch auch einen Besuch wert. Die Kelten, Römer, Alemannen und Burgunder kannten diesen Ort an der Aare bereits wegen des Umschlagplatzes für Waren zwischen dem Westen und Osten der Schweiz. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1212.

Die Herren von Aarwangen bewohnten das Schloss an den Ufern der Aare. Ihre Nachfolger waren die Herren von Grünenberg, die im Dienst der Habsburger standen. Nach der Eroberung des Aargaus erwarb Bern den Ort im Jahr 1432. Der Landvogt residierte bis 1798 im Schloss.

Insgesamt regierten 75 Landvögte bis zur Entstehung der Helvetischen Republik (1798-1803) in Aarwangen. Das Schloss zeigt die Wappen dieser 75 Landvögte in einer Galerie. Seit 1803 und der neuen Konföderation (1803-1813) ist Aarwangen die Hauptstadt des Bezirks Aarwangen im Kanton.

(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Aarwangen)

  

Der Rhein als Wander-, Energie-, Handels-, Kultur- und Grenzweg

Wehmütig und melancholisch blickt Helvetia auf der Kleinbasler Seite der Mittleren Brücke nach Westen, den Rhein stromabwärts. Woran denkt sie? An die gute alte Zeit für den Rhein, als dieser Fluss noch Renos (der Keltische Name) oder Rhenus (der römische Name) hiess und das Sagen hatte und mäanderte und floss, wohin und so hoch er wollte?

An die Flusslandschaft an beiden Ufern des Rheins ohne Bebauung und menschliches Eingreifen? An die Petite Camargue Alsacienne ein paar Kilometer weiter? An die Lachse, die zahlreich und gut genährt den Rhein bewohnten? Oder hat sie in der alten Bischofsstadt Basel Ruhe gefunden?

Der Rhein bei Rekingen

Helvetia könnte ihren Blick jedoch auch stromaufwärts richten. Lachse gibt es kaum mehr, Bebauung umso mehr und der Rhein ist „gezähmt“ und teilweise kanalisiert mit starkem Schiffsverkehr. Und doch kennt der heutige Rhein noch zahlreiche Naturschutzgebiete und selbst menschliches Eingreifen hat gelegentlich seine Schönheit.

Der Rhein bei Eglisau

Übrigens ist der Rhein nicht überall der Grenzfluss zwischen Deutschland und der Schweiz. Helvetia sitzt nämlich auf dem rechten Rheinufer. Auch die Stadt Eglisau (Kanton Zürich) befindet sich auf der rechten Rheinuferseite.

Eglisau

Die  Brücke bei Eglisau

Die Kantone Schaffhausen (ohne die deutsche Enklave Büsingen) und der Kanton Basel-Stadt (die Stadt Basel teilweise, Riehen und Bettingen vollständig) liegen ebenfalls teilweise oder sogar grösstenteils auf dem rechten Rheinufer.

Der Rhein ist zwar „gezähmt“, aber an verschiedenen Stellen geben Naturschutzgebiete noch einen Eindruck von der Situation vor dem menschlichen Eingreifen ab dem 19. Jahrhundert.

Wasserkraftwerk Eglisau

Wasserkraftwerk Rekingen

Die Schweiz wäre jedoch nicht die Schweiz, wenn die Strömung des Rheins nicht zur Energiegewinnung genutzt würde. Wasserkraft deckt etwa 50 % des Strombedarfs des Landes.

Auf einer Strecke von etwas über 20 Kilometern zwischen Eglisau und Bad Zurzach befinden sich beispielsweise zwei Wasserkraftwerke. Diese machen das Leben der Lachse natürlich nicht einfacher, obwohl Fischtreppen möglicherweise langfristig Perspektiven bieten.

Der Rhein war bis zu den französischen Eroberungen durch Napoleon (1769-1821) ab 1798 nicht so sehr ein Grenzfluss, sondern vor allem eine Handelsstrasse und eine Verkehrsader für den Personenverkehr. Die grossen Holzflösse, mit einer Länge von 300-400 Metern und manchmal 50 Metern Breite, zeugten auch davon.

Bild: Museum De Bastei, Nimwegen (Nijmegen)

Sie fuhren beziehungsweise trieben mit der Strömung bis zum Delta in Rotterdam. Auch viele Schweizer Passagiere nutzten die Holzflösse als Verkehrsmittel! Und der Handel mit Waren, unter anderem mit Vieh, Holz und Salz, fand grösstenteils auf dem Rhein statt, mit Schaffhausen, Rheinfelden und Basel als wichtigen Umschlagplätzen.

Die Holzflösse haben längst der motorisierten Schifffahrt Platz gemacht, aber der Rhein ist immer noch eine wichtige Verkehrsader. Ein Städtchen wie Kaiserstuhl (Kanton Aargau) zeigt, wie bereits in früheren Zeiten die Lage am Rhein zu Wohlstand geführt hat.

Die jahrhundertealten wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen der Grafschaft Baden (Kanton Aargau), dem Bistum Konstanz und der alten Eidgenossenschaft sind ebenfalls Ausdruck davon.

 Die Brücke über den Rhein von Kaiserstuhl nach Hohentengen

Heute verbindet die Brücke über den Rhein Kaiserstuhl wieder mit Hohentengen (Baden-Württemberg) ohne Hindernisse, wie sie es jahrhundertelang getan hat, bis es im 19. Jahrhundert durch die Gründung der Nationalstaaten und in den Kriegszeiten des 20. Jahrhunderts zu den (hermetischen) abgeriegelten Grenzen kam.

Dichter und Schriftsteller fanden auch Gefallen am Rhein. Einer der bekanntesten Schweizer Schriftsteller, Gottfried Keller (1819-1890), hat sogar einen nach ihm benannten Uferweg.

Trotzdem war der Rhein nicht immer ein Ort dichterischer Inspiration. Viele Bunker an den Schweizer Ufern geben einen Eindruck von den Verteidigungsanlagen in den 1940er Jahren.

Kaiserstuhl 

Kaiserstuhl ist heute Teil der Gemeinde Zurzach mit unter anderem Bad Zurzach und seiner berühmten Badekultur, der Heiligen Verena, dem Schloss und den Dörfern Rekingen und Rümikon.

Rümikon

Schloss Bad Zurzach 

Der Schweizer Alpen-Club (SAC)

Der Schweizer Alpen-Club (SAC, Sektion Basel) organisiert regelmässig Wanderungen in diesem Gebiet und anderswo im Land.

Obwohl der Name anderes vermuten lässt, organisiert der SAC nicht nur (Ski) Touren in den Alpen, sondern auch Wanderungen und Aktivitäten in anderen Regionen.

(Quelle und weitere Informationen: www.sac-cas.ch).

Korrektorin: Eva Maria Fahrni

Weitere Eindrücke

 Mellikon, Meieried

Panoramaweg Zurzibiet

La Petite Camargue Alsacienne am und im Rhein

Was für die Kelten (Renos), die Römer (Rhenus) und die heutigen Bewohner des Stromgebiets des Rheins selbstverständlich war und ist, war das nicht für die Natur. Der Rhein floss zwar schon seit Millionen Jahren von der Quelle im St. Gotthard-Massiv nach Basel, aber kurz danach ging er nicht Richtung Nordsee, sondern durch das Burgundische Tor zum Mittelmeer.

Die Burgundische Pforte ist das flache Land zwischen den nördlichen Ausläufern des Juras und den südlichen Hängen der Vogesen, zwischen den Städten Basel, Mulhouse, Montbéliard und Belfort. Geologische Veränderungen, unter anderem durch Vulkanausbrüche, veränderten den Lauf des Rheins.

Der Altrhein bei Istein, Isteiner Schwellen)

Jahrhundertelang war es ein Traum, den Rhein wieder mit dem Mittelmeer zu verbinden. Bekannte Beispiele sind das Projekt holländischer Kaufleute im 17. Jahrhundert, die Planung und teilweise Umsetzung eines Rhein-Rhône-Kanals im 18. und 19. Jahrhundert und sogar eine Schifffahrtsstraße über die Alpen von Italien Richtung Rhein im 19. Jahrhundert!

Der Rhein-Rhône-Kanal existiert tatsächlich, aber nicht in der ursprünglich geplanten Form für die Berufsschifffahrt. Darüber hinaus ist der Rhein durch Kanalisierung und internationale Zusammenarbeit im 19. und 20. Jahrhundert für die Schifffahrt viel besser befahrbar geworden.

Peter Birmann (1758-1844), der Rhein um 1820 und der Isteiner Klotz Richtung Basel. Sammlung: Kunstmuseum Basel.

Die Kanalisierung hatte jedoch für die Natur eine Kehrseite. Davor war der Rhein faktisch ein breites Becken aus mäandernden Seitenarmen und Wassergebieten und grossen Überschwemmungsflächen von manchmal bis zu 10 Kilometern Breite.

Landwirtschaft nahe Kembs

Seit dem Mittelalter und insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert wurde dies sowohl für die Anwohner als auch für die wirtschaftliche Nutzung und die  Schifffahrt ein immer grösseres Problem. Das explosive Wachstum von Industrialisierung, Landwirtschaft, Bebauung und Bevölkerung und der ungezähmte Rhein – das ging nicht zusammen. Die Naturgebiete entlang des Rheins wurden dadurch rasch verdrängt.

Doch selbst in dieser dicht besiedelten Region des Dreiländerecks Schweiz, Deutschland und Frankreich mit viel Schiffsverkehr gibt es noch ein wunderschönes Naturschutzgebiet, das seinem Namen alle Ehre macht, La Petite Camargue Alsacienne. Das Gebiet umfasst den Canal de Huningue, den Grand Canal d’Alsace, den Altrhein im Elsass sowie die dazwischen liegenden Orte und weist eine Fläche von etwa 900 Hektar auf.

Das alte Schleusenhaus am Canal de Huningue

Die Dörfer Kembs, Rosenau, Saint-Louis auf französischer Seite und Istein auf deutscher Seite sind nur 5 Kilometer von Basel entfernt. Nichts lässt vermuten, dass diese Petite Camargue (nicht zu verwechseln mit der Camargue in Südfrankreich) mitten zwischen Schleusen, Kanälen, jährlich tausenden fahrenden Binnenschiffen und einigen Ortschaften liegt.

Grand Canal d’Alsace

Die Flora und Fauna gedeihen noch immer in dieser „Au-Landschaft“. ‘Au’ bedeutet, ebenso wie Renos und Rhenus, Wasser (In der Rätoromanischen Sprache ist das Wort für Wasser noch immer ‘Aua’).

La Petite Camargue

Überschwemmungen und der ungezähmte Rhein haben im Laufe von Tausenden Jahren La Petite Camargue geformt. Der Mensch hat beschlossen, ein Teilgebiet von den insgesamt etwa 21.000 Hektar der ursprünglichen ‘Rheinwald-’ und „Au“-Landschaft im Elsass zu erhalten.

Canal de Huningue mit den Roche-Türmen in Basel im Hintergrund

Der Mensch kommt der Natur manchmal sogar ein wenig zu Hilfe. Der Lachs kann dank Fischleitern wieder den Hochrhein erreichen (wenn auch vorerst in kleinen Mengen) und der Canal de Huningue ist eine Wasserzufuhr für La Petite Camargue. Dieser Kanal wurde 1828 angelegt, um den Rhein mit der Rhône zu verbinden, und er hat heute eine Funktion für die Natur.

(Quelle und weitere Informationen: A. Boissaye, Ph. Knibiely, Aude Boissaye, Philippe Knibiely, Petite Camargue Alsacienne. Der Urwald am Rhein, Strassburg, 2006; La Petite Camargue Alsacienne)

Schleuse Kembs

Wasserkraftwerk Kembs

Die Basler Fasnacht, ihre Laternen und Sujets

Am Montag, den 10. März um 04.00 Uhr, läutet die Martinskirche die Basler Fasnacht mit dem Morgenstreich (Morgestraich) ein. Dieses UNESCO-Kulturerbe (seit 2017) hat im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen erfahren und verändert sich immer noch.

Sammlung: Museum der Kulturen Basel

Das Museum der Kulturen Basel, das Fasnachtskomité (und seine jährliche Ausgabe Rädäbäng) und verschiedene andere Publikationen bieten umfassende Informationen über dieses jahrhundertealte, aber doch zeitgemässe Kulturgut.

Das französische Wort für Fasnacht ist «Carnaval de Bâle». Interessanterweise besteht das Vokabular der Fasnacht zu einem erheblichen Teil aus französischen Wörtern (Cortège, Clique, Chaise, Repertoire, Requisit, Sujet zum Beispiel), aber im Französischen gibt es das Wort Fasnacht nicht.

Abgesehen vom französischen Einfluss kannte die Fasnacht (bis 1924 auch als Fastnacht geschrieben) bis 1909 sogar den aus Deutschland stammenden Prinz Karneval und deutsche Wörter. Seitdem empfangen die Cliquen Frau Fasnacht.

Die Pfarrerin empfängt Frau Fasnacht in der Elisabethenkirche am Sonntagmorgen vor Fasnacht, Fasnacht 2024

Die heutige Fasnacht mit ihrem baseldeutschen Vokabular nahm insbesondere nach der Gründung des Fasnachtskomités (Faasnachts-Comitée) im Jahr 1910 Gestalt an. Dieses Komité (auch ein französisches Wort) entstand auch aus dem 1858 gegründeten Verein Quodlibet. Quodlibet hat heute nur noch eine Aktivität: Bridge!

Laterne ‚Das Quodlibet den Schweizer Turnern, Quodlibet, um 1885. Sammlung: Museum der Kulturen Basel

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erschienen die Laternen (Ladäärne/Lampe) mit dem Sujet (Süschée) der Cliquen. Die Laterne ist eine Art grosser, rechteckiger Lampe mit dem Thema und Text einer Clique. Diese Laternen haben sich mittlerweile zu wahren Kunstwerken entwickelt.

Alte Laternen der Clique Verschnuuffer

Die Mitglieder einer Clique bestimmen jedes Jahr das Sujet. Eine spezielle Kommission arbeitet das Projekt dann aus. Die Themen beziehen sich meist auf lokale und nationale Ereignisse, Politik und Veranstaltungen (dieses Jahr zum Beispiel der Eurovision Song Contest, ESC) in Basel sowie auf internationale Politik, Persönlichkeiten oder aktuelle Themen.

Inszenierung eines Ateliers. Sammlung: Museum der Kulturen Basel

Die Laternen sind so gross, dass sie meist in Werkstätten hergestellt werden. Mitglieder, aber auch Künstler und spezialisierte Ateliers, arbeiten daran mit. Auch andere Attribute der Fasnacht, wie Masken (Larven), Kostüme und weitere Gegenstände, werden von Mitgliedern oder Dritten hergestellt. Die Cliquen finanzieren diese Projekte mit Unterstützung des Fasnachtskomités (durch den Verkauf von Fasnachtsplaketten (Blaggedde).

Am Sonntagnachmittag vor dem Morgenstreich präsentieren die Cliquen ihre Laterne den Mitgliedern im Vereinslokal. Anschliessend werden sie unter einer Verhüllung vom grossen oder kleinen Pfeifercorps der Clique zum Abfahrtsort des Morgenstreichs transportiert, oder, besser gesagt, gepfiffen.

Ein paar Minuten vor 04.00 Uhr werden die Laternen beleuchtet.  Am Dienstagabend können Hunderte von Laternen und ihre Sujets auf dem Münsterplatz besichtigt und bewundert werden. Am Donnerstagmorgen um 04.00 Uhr sind die Fasnacht und ihre Laternen wieder Kunstgeschichte.

(Quelle und weitere Informationen: Museum der Kulturen Basel)

Korrektorin: Giuanna Egger-Maissen

Eindrücke vom Münsterplatz