Die Helvetier und die Schweiz

Die Helvetier (Helvetii auf Lateinisch) waren Stämme der Kelten, die einige Jahrhunderte vor der Zeitrechnung das Schweizer Mittelland bewohnten. Der formelle Name der Schweiz ist seit 1848 die Confoederatio Helvetica

Die Namen einiger dieser Stämme sind bekannt, darunter die Tigurini, Ambrones, Verbigeni und Tugini. Die Rauraci und Suebi bewohnten im gleichen Zeitraum die Regionen Basel, Südelsass und Baden.

Die anderen Stämme in der heutigen Schweiz und den angrenzenden Gebieten sind:

die Nantuates in Chablais, die Veragri in der Region Martigny, die Seduni im Wallis, die Raetii in den Bündner Tälern und der Region um St. Gallen, die Lepontii im Tessin, die Salassi im Aostatal und die Allobroges in Genf (schon Römisches Gebiet ab 122 v. Chr.).

Diese Informationen über die Kelten stammen von römischen und griechischen Autoren und der Archäologie. Die Kelten hatten keine schriftliche Kultur. Die Kultur, die Siedlungen (von Cäsar oppidum/oppida genannt) und die keltischen Gesellschaften, einschliesslich der Helvetier, sind heute durch die Archäologie viel besser bekannt.

Der Bello Gallico von Julius Caesar (100-44 v. Chr.) beschreibt die Geschichte der Helvetier und ihre Migration und Niederlage gegen die Römer im Jahr 58 v. Chr. in Bibracte (nahe der Stadt Autun).

Das erste Zeugnis  stammt jedoch aus dem Ende des 4. Jahrhunderts vor Christus. Eine Erwähnung auf einer Vase liest sich wie Helvetier. Das erste konkrete Datum und der erste historische helvetische Name ist die Schlacht von Agen 107 v. Chr. und Divico als Kapitän der Tigurini, die die römischen Legionen vernichtend besiegten.

Die Helvetier werden von Cäsar als der mächtigste der keltischen Völker dargestellt.Seine Informationen geben einen Einblick in ihre (keltische) Gesellschaft. Wie die griechische und römische Zivilisation basierte sie auf Sklaverei, Aristokratie, einem oligarchischen System und Kriegsherren. Die Druiden organisierten die Religion.

Bis heute sind rund fünfzehn Oppida auf dem heutigen Schweizer Gebiet entdeckt worden: Mont-Vully, Lausanne, Roggwil, Bern, Luzens, Basel (murus gallicus), Jensberg, Bois de Châtel, Sermuz, Yverdon, Üetliberg, Windisch, Rheinau, Zürich, Altenburg.

Der Lauf der Geschichte nach der Niederlage 58 v. Chr. ist römisch und die Jahrhunderte von Aventicum als Hauptstadt der Helveten und der Romanisierung würden beginnen, insbesondere nach der römischen Eroberung 15-13 v. Chr.

(Quelle: G. Kaenel, L’an, -58. Les Helvètes. Archéologie d’un peuple celte, Lausanne 2012).

Basel, ein Vicus ohne Name

Nach dem Sieg Julius Cäsars (100 -44 v. Chr.) über den Keltenführer Vercingetorix bei Alesia im Jahr 52 v. Chr. kam Gallien, mehr oder weniger das heutige Frankreich, unter römische Herrschaft.

Auch die westlichen und nordwestlichen Teile der heutigen Schweiz gerieten direkt unter den Einfluss der römischen Republik. Die keltischen Stämme waren Verbündete (foederati). Genf (Genava) war sogar schon 122 v. Chr. Teil der römischen Provinz Gallia narbonensis.

Ausserdem gründeten die Römer zwei Coloniae, nämlich das heutige Nyon (Colonia Iulia Equestris) und das heutige Augst/Kaiseraugst (Colonia Augusta Rauracorum) um 44 v. Chr. Dies war wiederum eine Folge der Niederlage dieser Kelten im Jahr 58 v. Chr.

Caesar besiegte sie bei Bibracte in der Nähe von Autun (Frankreich). Er gründete (als eine seiner letzten Handlungen) diese beiden Kolonien als Bollwerke gegen die germanischen Stämme.

In den Jahren 15-13 v. Chr. eroberten die Römer schliesslich das gesamte Gebiet der heutigen Schweiz. Eine Zeit lang war der Rhein die natürliche Grenze des Römischen Reiches.

Der Münsterhügel (und der Murus gallicus) rechts, und die Siedlung bei der Alte Gasfabrik/ Novartis heutezutage, links, zwei keltische Siedlungen vor der römischen Eroberung. Bild: Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig

Unter der Herrschaft von Augustus (Kaiser von 27 v. Chr. bis 14 n. Chr.) wurde das Gebiet um Basel Teil der Gallia Belgica, das sich vom heutigen Belgien und Ostfrankreich entlang des Oberrheins bis zum Genfersee (lacus Lemanus) erstreckte.

Die Römer gründeten zahlreiche neue Städte wie Avenches (Aventicum), Siedlungen wie Baden (Aquae Helveticae) oder Soldatenlager, unter anderem in Windisch (Vindonissa).

Die Romanisierung, die kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen, die bereits einige Jahrzehnte zuvor begonnen hatten, beschleunigten sich mit der Integration der keltischen Gebiete in das Römische Reich.

Bild: Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig

Im heutigen Basel war diese Romanisierung noch nicht unmittelbar spürbar. Es gab zwar eine keltische Siedlung auf dem Hügel des heutigen Münsters, aber sie lag im Schatten der römischen Stadt Augusta Raurica.

Kaiser Domitian (81-96 n. Chr.) ordnete das Reich neu, und die Region um Basel am Rheinknie wurde Teil der römischen Provinz Germania Superior. Diese Provinz erstreckte sich über das Elsass, die Nordschweiz, den Schwarzwald und die Gebiete zwischen Rhein, Donau und Main.

Die kleine Siedlung taucht jedoch in den römischen Quellen nicht auf. Selbst auf der detaillierten römischen Strassenkarte, der Tabula Peutingeriana, der Peutinger-Karte nach einer Kopie aus dem Mittelalter, wird Basel nicht erwähnt.

Es war ein vicus sine nomine, eine (romanisierte) Siedlung ohne Namen. Die Herkunft des Namens Basel ist auch Gegenstand von Debatten. Sehr wahrscheinlich ist Ursprung des Namens keltisch.

Erst im vierten fünften Jahrhundert taucht der Name Basilia auf. Dies hängt mit dem Zerfall des Römischen Reiches, den Alemanneneinfällen und dem Aufkommen des Christentums zusammen.

Der Bischof hatte im vierten oder fünften Jahrhundert seinen Sitz in Augusta Raurica. Im Laufe des sechsten Jahrhunderts nahm er jedoch Zuflucht in Basilia auf dem relativ gut verteidigigungsfähigen Hügel am Münster.

Bedeutung erlangte Basel als Bischofsstadt aber erst in der Zeit Karls des Grossen (748-814) und vor allem nach der Eingliederung in das Heilige Römische Reich nach 1032.

Die Kaiser des Heilige Römische Reiches machten Basel zu einem wichtigen religiösen und administrativen Zentrum. Der Bau des Münsters im 11. Jahrhundert zeugt davon. Der Bischof war ein mächtiger Fürst im Heiligen Römischen Reich.

(Quelle: A. Hagendorn, ‘De la frontière à l’arrière-pays: la naissance d’un vicus’, dans Archéologie Suisse,  Bâle, 2015)

Poggio Bracciolini in Baden

Baden (Aquae Helveticae) verfügte im zweiten Jahrhundert über fünf grosse Badehäuser (Thermen) an den Ufern der Limmat. Die Fläche betrug etwa 800 m2. Es gab auch mehrere kleine Quellen zum Baden. Neben den Bädern befanden sich Tempel für Opfergaben an die Götter und Wohnhäuser für die Badenden. Heute wird dieses Viertel Römerquartier genannt.

Das Freibad und das St. Verenabad am Kurplatz wurden bis 1844 als Die alten römischen Bäder  Freibad und das St. Verenabad am Kurplatz wurden bis 1844 genutzt. Unter der habsburgischen Herrschaft im 13. und 14. Jahrhundert wurden weitere Badehäuser und Wohnanlagen errichtet.

Baden war sogar der wichtigste Badeort in Mitteleuropa. Der italienische Humanist Poggio Bracciolini (1380-1459) beschrieb die Bäder sogar als das Paradies auf Erden, eine Oase des Vergnügens (un’oasi di ricreazione in questi bagni deliziosi), in der spärlich bekleidete Männer und Frauen gemeinsam badeten. Er kehrte vom Konzil in Konstanz (1414-1418) zurück. Er war Sekretär des Papstes und schrieb dies in einem Brief an seinen Freund Niccolò Nicole (1365-1437).

Mehr als sechshundertundfünf Jahre später würde Bracciolini mit der gleichen Begeisterung über Baden und die kürzlich eröffnete Badeanstalt Fortyseven schreiben.

(Quelle: www.archaeokontor.ch).

Zermatt, das Matterhorn und das Mattertal

Die Geschichte von Zermatt im Mattertal reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1280 wurde das Dorf erstmals urkundlich unter dem Namen „Pratobornum“ erwähnt.

Die ersten deutschen Namensbezeichnungen wurden vermutlich auf Dokumenten aus den Jahren 1495 und 1544 erwähnt. Die deutschen Namensbezeichnungen lauteten „zer mat“, „zer Mat“ oder „zur Matt“.Im 19. Jahrhundert einigte man sich auf die Schreibweise „Zermatt“.

Europapark in Rust (Deutschland), Stein vom Matterhorn

Gornergrat, das kleinste Matterhorn

Im 13. Jahrhundert stand Zermatt unter der Oberhoheit des Bischofs von Sitten. 115 Familien schlossen sich am 25. Januar 1540 in der Kirche von Zermatt zur ersten Gemeinde zusammen.

Das ganze Gebiet des heutigen Kanton Wallis wurde 1810 Frankreich einverleibt. Im Jahre 1814, erlangte das Wallis seine Freiheit als Republik und konnte 1815 dem Bund der Eidgenossen beitreten. Und dann kam das Tourismus, das Matterhorn (le Cervin auf Französisch) war schon da.

Die englische Kirche (1870)

Cicely Williams schrieb 1970:

„Tourism is a highly developed industry in Zermatt. Yet the village has retained its ancient charm with its ageing chalets huddled in its centre, its nimble goats parading the streets, and its seasoned guides roaming around on summer evenings searching for their clients. These, together with Swiss hospitality, draw people of all nationalities to the mountain village, which, par excellence, epitomizes Switzerland“ (Cicely Williams, A Church in the Alps, Zermatt 1970, die 6. Edition erschien 2006). Und so ist es noch immer und nicht nur in Zermatt!

Basel-Zermatt. Chinmoy Internationaler Friedensweg

Die Weiler Blatten (VS), Zum See und Zmutt, zum Beispiel 

Kapelle Blatten

Kapelle Zum See

(Quelle: www.zermatt.ch).

Eindrücke

Das Matterhorn. Aussichtspunkt Aletschgletsjer

Das Matterhorn. Aussichtspunkt Mont Blanc

Zinal, das Matterhorn

SBB Basel, am 23. November 2022

Das Matterhorn. Bild: Infostelle Gornergrat

Das Matterhorn, Wandmalerei, SBB Basel

Das Matterhorn, Bild:Verkehrshaus der Schweiz, Luzern

Das Matterhorn. Bild: Infostelle Gornergrat

Das Matterhorn. Bild: Infostelle Gornergrat

Das Matterhorn. Bild: Matterhorn Museum Zermatlantis

Zermatterhof

Monte Rosa

Monte Rosa und Edward Whymper

Das Alexander Seiler (1819-1891) und Katharina Seiler (1834-1895) Denkmal

Das Denkmal fur die erste erfolgreiche Besteigung des Matterhorns am 14. Juli 1865.  Allerdings starben vier der sieben Bergsteiger während des Abstiegs. 

Ehre, wem Ehre gebührt, um die 350 Matterhorn besteigerungen

Die katholische Kirche

Und am Matterhorn verunfallten Bergsteiger

Das Matterhornmuseum und das Zahnrad (1871 erfunden)

 

 

Marmot am Riffelberg

Täsch im Sommer und Winter

St. Niklaus

Stalden

Die Bahnlinie Visp-Zermatt war 1891 fertig, hier mit der Matterhorn Gotthard-Bahn

Smoke on the Water

Eine der grössten Erfolgsgeschichten in der Geschichte der Rockmusik hat ihren Ursprung in Montreux (Kanton Waadt) in der Schweiz. Am 4. Dezember 1971, vor fünfzig Jahren, ging um 16.20 Uhr der Feueralarm im berühmten Casino von 1881 los.

Frank Zappa und the Mothers of Invention beendeten gerade ihren letzten Song, als Sänger Howard Kaylan “Fire, Ladies and Gentlemen “ (Feuer, meine Damen und Herren) rief. Zunächst dachten die Besucher, es handele sich um einen Scherz in Anlehnung an Arthur Browns Song Fire von 1968 und Deep Purples Song Fireball von 1971.

Aber es war ernst. Das Casino brannte in kurzer Zeit bis auf die Grundmauern nieder. Die zweitausend Besucher und die Band konnten sich in Sicherheit bringen. Alle Instrumente und Geräte gingen jedoch verloren.

Die Rockband Deep Purple hatte das mobile Studio der Rolling Stones gemietet, um im Casino ihr neues Album aufzunehmen. Das Studio konnte in dem zerstörten Casino nicht mehr untergebracht werden. Die Aufnahmen fanden im Grand Hotel im Dorf Territet, oberhalb von Montreux, statt.

Die Bandmitglieder hatten die dicken Rauchwolken auf dem Wasser des Genfer Sees aus der Nähe gesehen. Dies inspirierte den neuen Song Smoke on the Water auf ihrem 1972er Album Machine Head. Er wurde zu einem der grössten Hits aller Zeiten. Das Lied wurde zur Hymne, das Feuer und Montreux wurden zum Mythos und sofort weltberühmt.

Deep Purple spielt immer noch regelmässig in Montreux und Smoke on the Water ist zu einer Art Hymne bei ihren Auftritten im wiederaufbauten Casino oder an anderen Orten geworden.

Montreux hatte bereits den Ruf einer Jazzstadt, das Jazzfestival war fünf Jahre zuvor erfolgreich gestartet, und die Weltstars der Rockmusik (u.a. Led Zeppelin, Rolling Stones und später Queen) waren regelmässige Besucher. Der Bassist der Band, Roger Glover, lebt heute sogar in Frick (Kanton Aargau), und Freddy Mercury hat eine Statue in seinem geliebten Montreux. Das grösste Denkmal von Montreux ist jedoch Smoke on the Water.

Bei dem Text handelt es sich um einen Bericht über die Ereignisse vom 4. Dezember 1971:

We all came out to Montreux
On the Lake Geneva shoreline
To make records with a mobile
We didn’t have much time
Frank Zappa and the Mothers
Were at the best place around
But some stupid with a flare gun
Burned the place to the ground

Smoke on the water
A fire in the sky
Smoke on the water

They burned down the gambling house
It died with an awful sound
Uh, Funky Claude was running in and out
Pulling kids on the ground
When it all was over
We had to find another place
But Swiss time was running out
It seemed that we would lose the race

Smoke on the water
A fire in the sky
Smoke on the water

We ended up at the Grand Hotel
It was empty, cold, and bare
But with the Rolling truck Stones thing just outside
Making our music there
With a few red lights, a few old beds
We make a place to sweat
No matter what we get out of this
Ha, I know, I know we’ll never forget

Smoke on the water
A fire in the sky
Smoke on the water.

(Quelle: www.montreuxjazzfestival.com).

Korrektorin: Melinda Fechner

Architekturpfad Dornach und Das Goetheanum

Im Laufe der letzten 100 Jahre wurden rings um das Goetheanum gegen 200 Wohn- und Zweckbauten errichtet, die sich in ihrer Formensprache am plastisch-organischen Stil orientieren.

Sie wurden in einem Architekturführer dokumentiert. Die Gebäude zeigen stilistisch ihre Zugehörigkeit zueinander wie auch zum Goetheanum und weisen durch Orientierung und Position darauf hin, dass der Besiedelung des Hügels hoch über dem Birstal die Idee einer Kolonie – einer Wohn- und Arbeitsstätte für Mitglieder der anthroposophischen Gesellschaft – zugrunde lag.

Es handelt sich dabei um ein weltweit einzigartiges soziales und räumliches Gefüge, dessen Qualitäten trotz vieler gesellschaftlicher und baulicher Transformationen auch heute noch sichtbar sind.

Um diese räumlichen Qualitäten erfahrbar und die Kolonie einem grösseren Publikum zugänglich zu machen, wurden auf der Grundlage des Architekturführers vier Architekturpfade erstellt.

In Spaziergängen können Interessierte an ausgewählten Gebäuden vorbei den Hügel erkunden. Ausgangspunkt der vier Pfade ist jeweils das Goetheanum. Von hier aus führen die farbig ausgeschilderten Wege in vier Richtungen in Dornach und bis nach Arlesheim.

(Quelle : J. Kugler, www.architekturpfad.ch)

 

Das Zisterzienserkloster Wettingen

Das gut erhaltene Zisterzienserkloster Wettingen (Kanton Aargau) wurde im Jahr 1227 gegründet. Der Zisterzienserorden – benannt nach der ersten Gründung in Cîteaux (Burgund) – baute seine Klöster in der Abgeschiedenheit der Natur mit dem Anspruch, dass sich ein Kloster durch Landwirtschaft selbst erhalten kann. Insofern war der Standort auf der Wettinger Limmathalbinsel ideal.

Das Kloster wurde 1256 eingeweiht. Das Kloster kam 1415 unter eidgenössische Verwaltung. Der Brand von 1507 verwüstete  das Kloster bis auf die Grundmauern. Der Wiederaufbau mit Unterstützung der eidgenössischen Orte konnte 1517 abgeschlossen werden.

Eine grosse Blüte erreichte das Kloster in den Jahren von 1594 bis 1633. Der Abt veranlasste zahlreiche bauliche Veränderungen und Erweiterungen, so den Einbau des Chorgestühls,  welche dem Kloster heute eine grosse kulturgeschichtliche Bedeutung verleihen.

Die Revolutionszeit unter Napoleon um 1798-1813 hat das Kloster gut überstanden. Die Diskussionen um die Stellung der Klöster im Aargau nach 1813 wollten aber nicht mehr abbrechen. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen wurden alle aargauischen Klöster im Jahre 1841 aufgelöst.

Die Mönche aus Wettingen siedelten nach Mehrerau nahe Bregenz (Österreich) über, wo die Zisterziensergemeinschaft heute noch lebt.

Die Gärten mit ihrer fast 800-jährigen Geschichte sind ein Kulturdenkmal erster Güte. Seit 1227 werden in ihnen Gemüse, Heilkräuter, Obst, Wein und Zierpflanzen produziert. Der Klosterpark nach englischem Vorbild und die verschiedenen Gärten werden in ihrer historischen Erscheinung durch die Klostergärtnerei gepflegt und unterhalten.

(Quelle und weitere Informationen: www.klosterwettingen.ch).

Der erste Bahnhof und die SBB

Das Stationsgebäude des Bahnhofs Baden (kanton Aargau) ist das älteste, 1847 errichtet, das in der Schweiz noch erhalten ist. Die Spanischbrötlibahn zwischen Zürich  und dem (Kurort) Baden war die erste Zugverbindung in der Schweiz. Die erste Pläne stammten aus dem Jahr 1836.

Bahnhof Baden

Die erste Bahnlinie sollte Zürich und Basel verbinden. 1856 kam die Verbindung nach Brugg und erst 1858 konnte man von Baden nach Bern und Basel fahren. Die Verbindung mit der Bahn des Grossherzogtums Baden in Waldshut (Deutschland) ging 1859 in Betrieb.

Der Nationalrat erklärte 1847 Bahnbau zur Sache der Kantone und private Gesellschaften, sondern 1898 führt eine Verstaatlichung vieler privaten Bahnen zur Gründung der SBB (Die Schweizerischen Bundesbahnen).

In der Abstimmung vom 20. Februar 1898 hatten die Stimmberechtigten im Referendum  dem «Bundesgesetz betreffend Erwerbung und Betrieb von Eisenbahnen für Rechnung des Bundes und die Organisation der Verwaltung der Schweizerischen Bundesbahnen» zugestimmt. Viele private Bahnen waren in den Konkurs geraten seit 1847.

Im Jahr 1902 begann die Geschichte der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Das erste Bahnhofgebäude ist seit 2007 Denkmal von nationaler Bedeutung.

(Quelle: www.baden.ch).

Bahnhofsglocke de ersten Schweizer Eisenbahn 1847. Sammlung: Historisches Museum Baden