Die Burg Dorneck

Die Burg Dorneck nahe Dornach (Kanton Solothurn) wurde um 1350 erstmals schriftlich erwähnt. Die Freiherren von Pfeffingen waren wahrscheinlich im 11. Jahrhundert die Erbauer.

Die Anlage gelangte später in den Besitz der Grafen von Saugener und ab etwa 1200 der Grafen von Thierstein. Habsburg kaufte 1384 die Burg. Nachdem die Habsburger eine schwere Niederlage in der Schlacht bei Sempach (1386) erlitten, wechselten die Besitzer.

Die Stadt Solothurn kaufte 1485 die Burg. In den folgenden 300 Jahren wurde sie zu einer Festung ausgebaut.

Französische Truppen plünderten 1798 das Schloss und die Ruine ging 1902 an den Kanton Solothurn über. Heute ist die Denkmalpflege für den Unterhalt der Ruine zuständig.

(Quelle: https://denkmalpflege-schweiz.ch).

Das Kloster von Dornach und der Schwabenkrieg

Das Kloster in Dornach (Kanton Solothurn) wurde in den Jahren 1674-1676 erbaut. Maria Magdalena von Roll (1604-1672) stiftete 1672 das Geld für den Bau durch ein Vermächtnis.

Es war das einzige Kapuzinerkloster im Birseck, der Region des Birs-Einzugsgebietes in den heutigen Kantonen Basel-Landschaft und Solothurn. Die letzten Mönche verliessen das Kloster im Jahr 1990. Danach übernahm die Stiftung Kloster Dornach den Komplex.

In unmittelbarer Nähe des Klosters befindet sich das Denkmal, das an die Schlacht von Dornach im Schwabenkrieg von 1499 erinnert. Es ist daher mehr als symbolisch, dass der Kanton Solothurn am 27. Juli 1999, dem 500. Jahrestag der Schlacht, die Schenkungsurkunde von 1672 an die Stiftung übergab.

Das Denkmal im nahe gelegenen Beinhaus mit Schädeln und Knochen der Gefallenen beider Seiten im Schwabenkrieg (Habsburger und Eidgenossen) besagt: „Die Edlen müssen bei den Bauern liegen“.

(Quelle: www.klosterdornach.ch).

Korrektorin: Melinda Fechner

200 Jahre Dostoevskij und Ikonen

Anlässlich 200 Jahre Fëdor Michajlovič Dostoevskij (1821-1881)  beherbegt das Philosophicum in Basel die Ausstellungen “Frauenbilder” und Heilige Frauen. Dämonen. Toter Gott” eine Ausstellung mit Russischen Ikonen. Begleitend dazu gibt es ein vielseitiges Rahmenprogramm.  Dostoevskij besuchte in den Jahren 1862 und 1867 auch die Schweiz und Basel.

Frauen spielten im persönlichen Leben Dostoevskijs eine wichtige Rolle. Weibliche Protagonisten spielen auch eine grosse Rolle in seinem literarischen Werk.

Über literarische Weiblichkeits- und Männlichkeitskonstruktionen entwirft Dostoevskij sein spezifisches Menschenbild und seine Vorstellungen über die Rolle Russlands in der Welt und für die Welt. Auch bei der Rezeption der Werke Dostoevskijs in Deutschland spielten Frauen eine entscheidende Rolle, ins besondere  Elisabeth Kaerrick (1886-1966) und Swetlana Geier (1923-1920). Zwei vom Zwetajewa-Zentrum für russische Kultur an der Universität Freiburg produzierte Filme stehen im Zentrum der Ausstellung.

Die andere Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen dem literarischen Werk Dostoevskijs und der Bildsprache der Ikonen. Sie wendet sich den drei Themen «Frauen, Dämonen und Toter Gott» zu.

Das älteste ikonographische Motiv Russlands ist die Ikone der Sophia, jener Göttlichen Weisheit und in Liebe zum Himmel entflammten Jungfrau.

Das Phänomen des Bösen ist in Dostoevskijs literarischem Werk und in der Christlichen Kunst ein zentrales Thema. Die Visualisierung der Unterwelt.

Das dritte Thema knüpft an eine Episode von Dostoevskijs Europareise. Beim Anblick des «Leichnam Christi im Grabe» von Hans Holbein d. J. im Kunstmuseum Basel erlebte der Autor eine tiefgreifende Erschütterung.

Denn im orthodoxen Christentum wird Christus nicht als der gequälte, leidende Mensch gezeigt, sondern als triumphierender Gott. Hier zeigt sich ein grosser Unterschied zwischen der westlichen und der östlichen christlichen Bildtradition.

Die Ausstellung zeigt Eikonen aus Schweizer Privatsammlungen und dem Ikonenmuseum Schweiz / Museum Burghalde Lenzburg, die im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit mit dem Zwetajewa-Zentrum und dem Internationalen Graduiertenkollege 1956 (IGK) an der Universität Freiburg, Iconarium und Philosophicum Basel.

(Quelle und weitere Informationen: www.philosophicum.ch).

Hermann-Hesse-Festival Basel

Vom 9. bis 11. Dezember findet in Basel das Hermann-Hesse-Festival (Corona Volente) anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Verleihung des Literaturnobelpreises 1946 statt.

Der Höhepunkt des Festivals ist der Hermann-Hesse-Platz, der am 10. Dezember eingeweiht wird. Das Programm umfasst auch Vorträge, Lesungen, Begegnungen, Konzerte und andere Veranstaltungen.

Hermann Hesse (1877-1962) wurde in Calw (damals Königreich Württemberg, heute das deutsche Bundesland Baden-Württemberg) geboren. Seine Eltern waren jedoch aufgrund ihrer baltisch-russisch-deutschen Abstammung Bürger des Russischen Reiches.

Seine (Gross-)Eltern arbeiteten für die Basler Mission in Basel und Hesse ging dort zur Schule (und sprach sogar Baseldeutsch!). Nach der Schule arbeitete er zunächst in einer Buchhandlung in Basel. Ausserdem stammen zwei seiner drei Ehefrauen aus dieser Stadt. Ab 1924 war er definitiv Schweizer Staatsbürger. Er starb in Montagnola (Kanton Tessin), wo er seit 1923 lebte.

Auch seine literarische Karriere begann in Basel, zunächst als Journalist, später als Schriftsteller.

Nach Karl May (1842-1912) ist er der meistgelesene deutsche Schriftsteller von Romanen. Seine Werke sind in 74 Sprachen übersetzt worden.

Seine intellektuelle und spirituelle Bildung wurde durch seine (Gross-)Eltern und seinen Aufenthalt in Basel, eine der humanistischen Hauptstädte Europas, geprägt.

Das umfangreiche Programm des Festivals ist auf der Website der Gesellschaft zu finden.

(Quelle und weitere Informationen: www.hermann-hesse-basel.com).

Korrektur: Melinda Fechner

Das Amphitheater von Vindonissa

Die XIII. Legion baute das Amphitheater von Vindonissa (Windisch, Kanton Aargau) während der Herrschaft von Kaiser Tiberius (14-37 n. Chr.). Diese Konstruktion wurde noch aus Holz gefertigt.

Nach einem Brand wurde es von der XXI. Legion durch einen Steinbau ersetzt. Die Ränge (cavea) sind in drei horizontale Abschnitte unterteilt und bieten Platz für etwa 11.000 Zuschauer. Die Zuschauer waren streng nach der hierarchischen Einteilung der Gesellschaft getrennt.

Die elliptische Arena ist mit ihren 64 mal 52 Metern das grösste der sieben bekannten Amphitheater der Schweiz. Mit seinen Aussenmassen von 111 m mal 99 m ist das Gebäude jedoch viel kleiner als das grösste römische Amphitheater, das Kolosseum in Rom, das 50.000 Zuschauern Platz bietet.

Die beliebtesten Aufführungen waren die Jagd auf wilde Tiere (Venetationes) und die Gladiatorenkämpfe (Munera).

Das erste Amphitheater aus Stein wurde um 70 n. Chr. in Rom gebaut. Sie wurde in den römischen Provinzen schnell kopiert und ist ein Symbol der Romanisierung. Das ging auf Kosten des Interesses am römischen Theater.

(Quelle und weitere Informationen: www.vindonissa.ch).

Der Kleine Prinz uff Baseldytsch

Die Uraufführung von „Der Kleine Prinz“ im Marionettentheater Basel fand 1960 statt.

Die zeitlose Novelle des französischen Schriftstellers und Piloten Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) ist auf  mehr als dreihundert Sprachen und Dialekten erschienen.

In der Schweiz wurde das Buch auf  die vier Landessprachen übersetzt (der Kleine Prinz, le petit Prince, il piccolo Principe, il pitchen Prinzi und sogar auf  Baseldytsch: Dr gläi Brinz). Der Kleine Prinz ist nach der Bibel das meistübersetzte Buch der Welt.

Die Geschichte ist für Kinder gedacht, aber das Thema sind die Erwachsenen. De Saint-Exupéry schrieb das Buch Le Petit Prince im Jahr 1943 in seinem Exil in New York. In diesem Jahr erschien die englische Übersetzung „The Little Prince“ mit den Zeichnungen des Autors.

Die französische Erstausgabe erlebte der Autor nicht mehr. Er stirbt am 31. Juli 1944 als Pilot der alliierten Luftwaffe im Mittelmeer.

Die französische Ausgabe erschien 1946. Die erste Baseldytschi Ussgoob  erschien 2016.

Auf seiner Reise durch das Universum trifft der Prinz auf sechs Planetoiden und den Planeten Erde. Hier, in der Wüste, trifft er auf den Erzähler der Geschichte, den Piloten (eine Anspielung auf de Saint-Exupéry).

Er hat in der Wüste eine Notlandung gemacht. In acht Tagen erzählt der Prinz von seinen Eindrücken und Kontakten mit den Erwachsenen auf den sechs Planetoiden; er bewohnt den Planetoiden B612.

Die letzte Vorstellung vom Gläi Brinz in diesem Jahr findet am 31. Dezember im Marionettentheater statt.

(Quelle und weitere Informationen: www.bmtheater.ch).

Korrektorin: Melinda Fechner

Das Routennetz von Schweizmobil

Das Routennetz von Schweizmobil ist einmalig dicht und bis ins Fürstentum Liechtenstein einheitlich ausgeschildert.

Die Routen sind mit einem einheitlichen System aus Namen, Nummern und Farben gekennzeichnet. Die Website und die App bieten alle Informationen über Touren im Wander-, Velo- ,Mountainbike-, Skating- und Kanuland.

32 000 km signalierte nationale, regionale und lokale Routen und 60 000 km Wanderwege, Landeskarten von Swisstopo, 25 000 ÖV-Haltestellen verknüpft mit dem Fahrplan der SBB  (PostAuto, Seilbahn, Schifffahrt, Bahn), Online-Planung, 4 500 Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten, Wettervorhersage, Buchungsmöglichkeiten, Standortbestimmung und Kompassfunktion.

(Quelle und weitere Informationen: www.schweizmobil.ch).

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Grossbritannien

Die Beziehung zwischen der Schweiz und Grossbritannien hatte ihre Blütezeit im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert und endete mit Churchills berühmter Rede und seinem Aufenthalt in Zürich im Jahr 1946.

Ironischerweise konzentrierte sich die aus 13 Kantonen bestehende Eidgenossenschaft bis zum Einmarsch der Franzosen 1798 auf den Ewigen Frieden mit Frankreich.

Nach der verheerenden Niederlage der Eidgenossen bei Marignano (1515) gegen den französischen König schloss der König 1516 einen attraktiven Frieden für und mit der Eidgenossenschaft, den Ewigen Frieden.

Dieser Vertrag wurde 1777, am Vorabend der Französischen Revolution (1789), sogar ratifiziert. In jenem Jahr hatte die Schweiz in den angelsächsischen Ländern aber bereits seit langem Kultstatus. Zahlreiche Schriftsteller, Historiker, Reisende, Politiker, Diplomaten und Kaufleute lobten das politische System, die Organisation des Staates und das Funktionieren der Eidgenossenschaft in den 13 Republiken.

Ganz ohne Kritik kam die Schweiz allerdings nicht aus, so zum Beispiel im Bezug auf die Besatzung/Eroberung von Aargau, Thurgau und Waadt. Edward Gibbon, Charles Dickens, Conan Doyle, John Ruskin, William Turner, Mark Twain, Thomas Cook und Lord Byron stellen nur einige berühmte Schriftsteller und Reisende dar.

Diese Aufmerksamkeit ging Hand in Hand mit der zunehmenden Aufmerksamkeit und Idealisierung der Natur und der beeindruckenden Berglandschaften. Schliesslich war es auch die Zeit von Jean-Jacques Rousseau, der sich lange Zeit in der Schweiz aufhielt.

Vor allem britische und amerikanische Schriftsteller hatten grosse Bewunderung für die politische Organisation und die Funktionsweise der Eidgenossenschaft. Diese Anerkennung und Bewunderung beruhte im Übrigen auf Gegenseitigkeit.

Die Schweiz übernahm 1848 wichtige Teile der amerikanischen Verfassung von 1787  und England war für die Schweiz „eine in eine monarchistische Decke gehüllte demokratische Republik“.

Genf war sogar zwei Jahrhunderte lang eine Art Wallfahrtsort wegen seiner Calvin-Akademie. Vor allem nach der Glorious Revolution von 1688 in England war Genf bis zur Französischen Revolution 1789 ein Ziel für die Grand Tour und englische Intellektuelle.

Der erste Beitrag über Genf erschien 1761 von George Keate „A Short account of the Republic of Geneva“. Viele würden folgen. Edmund Burke hingegen war von Bern begeistert, ebenso wie u.a. David Hume, Alexis de Toqueville und De Montesquieu.

Nach den Napoleonischen Kriegen, der neuen Eidgenossenschaft von 22 Kantonen im Jahre 1815 und der neuen Verfassung von 1848, der Grundlage der heutigen Schweiz, sollte sich die angelsächsische Aufmerksamkeit auf den touristischen Aspekt der Schweiz, die technologische Entwicklung des Landes und den Handel konzentrieren.

Englische Ingenieure spielten beispielsweise eine wichtige Rolle beim Bau des Schweizer Eisenbahnnetzes. Auch die zahlreichen Grand Hotels zeugen noch heute von der Blütezeit des (englischen) Tourismus, und der Export und Import von Waren aus angelsächsischen Ländern nahm enorm zu.

In dieser Zeit wurden die Grundlagen für die heutigen grossen Handelsströme zwischen den angelsächsischen Ländern und der Schweiz gelegt.

Grossbritannien wurde zu einer grossen Stütze und Zuflucht während und nach Napoleon (Wiener Kongress, Sonderbundskrieg von 1847 und die preussischen Ansprüche auf Neuenburg im Jahr 1856).

Der erste ernsthafte Test in der uralten Beziehung ist der Bauernkrieg in Südafrika (1900-1902). Zwei Weltkriege später spielt die Schweiz in der Wahrnehmung und Erfahrung der angelsächsischen öffentlichen Meinung keine wesentliche Rolle mehr.

Technorama Winterthur

Das Technorama ermöglicht Erfahrungen mit Hunderten von Phänomenen aus Natur und Technik. Es ist eines der grössten Science Center Europas. An mehr als 500 Experimentierstationen können Besucher Hand anlegen und Naturphänomene erleben,um die Welt der Technik und Naturwissenschaft besser zu verstehen

Im Technorama darf man alles berühren und und experimentieren. Lernen im Science Center erfolgt spielerisch durch das unmittelbare Erlebnis von Naturphänomenen, durch Kunst, durch Herausforderungen, denen wir uns in Laboren und AdventureRooms stellen, durch den Dialog oder durch den Bau eigener Maschinen in der Erfinderwerkstatt.

Das Technorama bietet Inspiration und weckt Neugierde und Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik.

(Quelle und weitere Informationen: www.technorama.ch).