Swiss Made Culture in Crans-Montana

Die Schweiz ist relativ unbekannt, auch in ihren Nachbarländern. Schweizer Bürgerinnen und Bürger selbst kennen auch andere Kantone oder  Sprachregionen ihres Landes oft nicht immer gut.

Für viele ist eine Landessprache, zum Beispiel Italienisch, so fremd wie Spanisch, oder für Französischsprachige ist Deutsch so schwer zu verstehen wie Niederländisch.

Swiss Made Culture ist ein Verein mit dem Zweck die Kultur und Gesellschaft der Schweiz einem breiten (internationalen und schweizerischen) Publikum zugänglich zu machen.

(Weitere Informationen: www.swissmadeculture.ch).

Das Rheinkraftwerk Birsfelden, Auhafen Muttenz und hafen Birsfelden

Das Rheinkraftwerk Birsfelden im Kanton Basel-Landschaft wurde 1954 errichtet. Die ersten Pläne stammen aus den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts.

Damals gab es jedoch keinen Bedarf an (sauberer) elektrischer Energie. Die Alternativen (insbesondere Kohle, Holz) waren billiger und weit verbreitet.

Der Zweite Weltkrieg verursachte jedoch einen ausserordentlichen Anstieg der Nachfrage nach Elektrizität, und so wurde die Planung in Gang gesetzt.

Der Architekt Hans Hofmann entwickelte das Projekt einschliesslich Häfen und Schleusen. Das Wasserkraftwerk ist auch Kunst und gilt seither als Massstab für den Industriebau.

Das Wasserkraftwerk und die Schleuse 

Das Projekt hat das Rheinufer auf attraktive Weise in das Gesamtkonzept einbezogen. Die Fischtreppen auf beiden Seiten des Rheins sind jüngeren Datums.

Mit dem Bau der Schleusen und Häfen ist der Rhein oberhalb von Basel auch für grosse Schiffe zugänglich. Basel ist die wichtigste Verkehrs- und Hafenstadt des Landes.

Das Kraftwerk hat einen niedrigen Zerfallsgrad, der jedoch durch die enormen Wassermengen des Rheins kompensiert wird. Wer den Rheinfall bei Schaffhausen gesehen hat, weiss, was in  Birsfelden zu  jeder Sekunde fliesst.

Etwa 17% des gesamten Stromverbrauchs in der Grossregion Basel werden in diesem Kraftwerk produziert. Das Kraftwerk ist nach Terminvereinbarung zugänglich.

(Quelle und weitere Informationen: www.kw-birsfelden.ch)

Der Hafen Birsfelden und der Auhafen Muttenz im Hintergrund

Die Wiege der Schweiz

Die Schweiz wird am 1. August 2020 729 Jahre alt. Oder doch nicht? Am ersten August feiert die Schweiz das erste nachweisbare Dokument einer Allianz zwischen den drei Orten Uri, Schwyz und Unterwalden.

Das Dokument selbst gibt kein genaues Datum an, sondern spricht von Anfang August des Jahres 1291. Am 1. August 1891 fand die erste Gedenkfeier zum damaligen 600-jährigen Jubiläum statt.

Erst Napoleon und seine Helvetische Republik (1798-1803) und der Bund der 19 Kantone (1803-1813) legten die heutige Aussengrenze der Schweiz fest.

Die neue Verfassung von 1848, die auf den Sonderbundskrieg von 1847 folgte, ist die verfassungsrechtliche Grundlage der heutigen Schweiz.

Mehrere Verfassungsänderungen würden folgen, ebenso wie die Gründung des sechsundzwanzigsten und letzten Kantons Jura im Jahr 1979.

Dieses Gebiet gehörte bis zur Ankunft Napoleons (1792-1798) zur Diözese Basel. Nach dem Wiener Kongress (1814-1815) übernahm Bern dieses Gebiet.

Die Frage ist nur, ob 1291 tatsächlich der Beginn der Eidgenossenschaft ist. Mehrere andere Daten ähnlicher Bündnisse zwischen Städten und Orten kursierten, unter anderem zwischen Bern und Freiburg (1243), Wallis und Solothurn (1295), dem Pakt von Brunnen (1315), mit Luzern (1336), mit Bern (1351) und so weiter.

Sicher ist, dass im Jahre 1513 dreizehn Kantone Mitglieder waren.

Der Westfälische Friede (1648) bedeutet jedenfalls eine (de facto) Anerkennung der Eidgenossenschaft.

Vielleicht ist aber auch die Konföderation von 19 Kantonen im Jahre 1803 oder von 1815 mit zweiundzwanzig Kantonen der Anfang, oder eben doch 1848 das Jahr seiner Gründung?

Wie dem auch sei, die Schweiz ist einer der ältesten europäischen Staaten und in guter Verfassung.

Einheit und Uneinigkeit am 1. August

Die Schweiz ist ein kleines Land (etwa so gross wie die Niederlande) im Herzen Europas.

Die Schweiz

Seine faszinierende Geschichte und Kultur sowie seine (direkten) demokratischen, wirtschaftlichen, monetären, politischen und multikulturellen Errungenschaften werden von anderen (benachbarten) europäischen Ländern (zu) oft übersehen und vernachlässigt.

Die Schweiz und ihre jahrhundertelange (nicht immer friedliche und neutrale) Entwicklung zu einem der wohlhabendsten und demokratischsten Länder der Welt haben eine Geschichte zu erzählen, auch über die sogenannte europäische Integration.

Die EU will (zu) oft das Unmögliche vereinen. Ihre Misserfolge und (zu) oft grössenwahnsinnigen Ambitionen werden durch immer mehr leere Worte, Propaganda und vor allem Subventionen verdunkelt.

Der Weg der heutigen Schweiz mit 26 Kantonen  begann mit mehr oder weniger autonomen Gemeinden in der Zentralschweiz um 1300.

Ob 1291 das genaue Jahr ist (der Eid der Orte Uri, Schwyz und Unterwalden) oder einige Jahrzehnte später, ist nicht wichtig.

Es ist eine Tatsache, dass der 1. August vom Parlament gewählt wurde, um die erste(n) Allianz(en) von 1291 zu feiern.

Niemand stellt die Gründung Roms durch Romulus und Remus oder Athens durch die Göttin Athene in Frage, obwohl jeder weiss, dass dies nur eine Legende oder ein Mythos ist.

Die Niederlanden und die Schweiz

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer sind sich der soliden demokratischen, wirtschaftlichen, sozialen und monetären Grundlagen ihres Landes bewusst.

Sie stehen dieser Europäischen Union und ihren oft übereilten und opportunistischen Projekten kritisch gegenüber. Beim Referendum von 1992 war die Zahl der Nein-Stimmen 50,3 %, 2001 bereits 77 %, und heute rund 85%.

Das Establishment nennt es (zu) oft Populismus von schlecht informierten Bürgern in ländlichen Gebieten.

Man kann es auch als gute Intuition, eine mutige Haltung, einen ausgeprägten Sinn für (direkte) Demokratie, positive Vaterschaft und einen fundierten Realismus bezeichnen, das Land gegen die selbsternannten „Grossen Europäer“ zu schützen.

Die Schweiz und die Niederlande teilen eine republikanische Vergangenheit (bis Napoleon) mit relativ unabhängigen Orten, Kantonen (Schweiz) oder Provinzen (Niederlande).

Beide Länder gehören heute zu den Spitzenreitern auf der jährlichen Liste der Vereinten Nationen und der OECD. Es gibt jedoch einen Unterschied: die (direkte) Demokratie.

Das politische System

Das politische System der Schweiz ist ein System von unten nach oben; das niederländische System ist eine Hierarchie von oben nach unten.

Das Referendum 2005

Die Regierung führte das Referendum 2005 ein (mehr als 63% der Bevölkerung stimmten ab (Wahlen zum Europäischen Parlament bis dahin zwischen 28 % und 34 %), etwa 62 % stimmten gegen eine weitere EU-Integration.

Dieses Ergebnis wurde vom Establishment ignoriert. Die Reaktion des Establishments: mit einem Federstrich wurde das Referendum 2018 abgeschafft.

Der immer tiefere (demokratische, monetäre, politische und finanzielle) Sumpf der EU und die Vergemeinschaftung von Schulden, sozialen Sicherungssystemen und anderen Kollektivierungsinitiativen führen zu einer immer grösseren Fantasiewelt.

Geburtstag

Die Schweiz feiert am ersten August ihren Geburtstag. Die Glückwünsche gehen an die Bürger. Sie sind die Politiker.

Schliesslich trafen sie ab 1291 (und Jahrhunderte später) die richtigen Entscheidungen zu den schwierigsten Themen/Momenten und kompliziertesten Umständen, mit etwas Glück und manchmal auch mit Hilfe der internationalen Lage.

Aber sie haben es geschafft. Die Schweiz ist eine Einheit in der Diversität. Die EU vereinigt zu oft das Unmögliche mit Rhetorik.

Thunersee Schlösser

Der Thunersee mit Blick auf die schneebedeckten Alpengipfel beherbergt drei  erhaltene mittelalterliche Burgen und eine Replik aus dem 19. Jahrhundert.

Die Schlösser in Spiez, Thun und Oberhofen sowie das 1861 erbaute Schloss Hünegg und ihre Museen sind für die Öffentlichkeit zugänglich.

Das Schloss Hünegg wurde nach dem französischen Vorbild gebaut und ist ein gutes Beispiel für den Historismus.

Die mittelalterlichen Burgen haben alle ihre (Bau-) Geschichte zu erzählen, im ständigen Dialog mit dem See und den Alpen.

(Weitere Informationen: www.thunerseeschloesser.ch).

Das Gelbe Haus in Flims ist weiss

Der Architekt Rudolf Olgiati (1910-1995) ist der Pionier der modernen Architektur in Graubünden. Er orientierte sich vor allem an der Architektur Engadins, des antiken Griechenlands und den Entwürfen Le Corbusiers (1887-1967). Auch Le Corbusier wurde von den Engadiner Häusern inspiriert.

Neben bemerkenswerten Neubauten, insbesondere Wohngebäuden, hat er auch viele charakteristische Häuser im Engadin vor dem Abriss bewahrt.

Kurz vor seinem Tod schenkte er der Gemeinde Flims das von ihm entworfene Gelbe Haus unter der Bedingung, dass es ganz in Weiss verputzt und für kulturelle Zwecke genutzt werden sollte.

Deshalb ist das Gelbe Haus in Flims so weiss wie die Häuser auf Santorin (Griechenland).

Das Gelbe Haus präsentiert regionale und internationale Alltagskultur und Kunst in den Bereichen Medien, Architektur, Design und Volkskultur.

(Quelle und weitere informationen: Das Gelbe Haus Flims)

Eindrücke aus Flims

   

Der Caumasee (lai da Cauma)

Der Crestasee (lai da Cresta)

Aussischtsplattform ‚Il Spir‘ (Mauersegler)

Ital Reding Hofstatt und Bethlehem in Schwyz

Das monumentale Gebäude Ital Reding Hofstatt in Schwyz wurde 1636 von Ital Reding (1573-1651) erbaut. Die Familie Reding war seit Jahrhunderten eine bedeutende Familie in Schwyz.

Ital und die nachfolgenden Generationen waren lokale Politiker und Unternehmer im Schweizer Soldwesen. Die Blütezeit der Schweizer Söldner dauerte vom sechzehnten bis zum Beginn des achtzehnten Jahrhunderts.

Besonders beeindruckt waren die europäischen Monarchen von der Innovations- und Geisteskraft der Schweizer Soldaten und ihren Siegen gegen den Herzog von Burgund (1476-1477) und die Habsburger Monarchen (Periode 1315-1499).

Aus dieser Zeit stammen die rund 35 grossen Herrenhäuser in Schwyz. Die Ital Reding Hofstatt steht jedoch im Kontext des mittelalterlichen Schwyz und in der Nähe befindet sich auch das besondere Haus Bethlehem von 1287.

Diese historischen Gebäude sind in noch gutem Zustand. Beide Gebäude werden heute von einer Stiftung verwaltet und sind für die Öffentlichkeit zugänglich.

(Weitere Informationen: www.irh.ch).

Die Naturwunder der Schweiz

Höhlen und Tropfsteinformationen, Schluchten, tosende Flüsse und Wasserfälle, unterirdische Seen und steile Felshänge gibt es viele in der Schweiz.

Die Viamala-Schlucht, die Rheinschlucht, die Tamina-Schlucht und die vielen Thermalwasserquelle (Kanton Graubünden), der Rheinfall bei Schaffhausen, die Gletscherschlucht Rosenlaui bei Meiringen und  die St. Beatus Höhlen bei Interlaken (Kanton Bern), die Kristallhöhle Kobelwald in Oberriet (Kanton St. Gallen), der Lac Souterrain (der unterirdische See) in St. Lèonard (Kanton Wallis), die Areuse-Schlucht und der Creux du Van (Kanton Neuchàtel), die Höhlen, Tropfsteinformationen und unterirdischen Seen in Vallorbe (Kanton Waadt), das Hölloch Parcours im Muotathal (Kanton Schwyz), die Chälengrabenschlucht in Hofstetten-Flüh (Kanton Solothurn) oder die vielen kleineren und grösseren Schluchten im Schwarzbubenland (Kanton Basel-Landschaft) sind nur Einige der vielen wunderbaren Naturwunder in der Schweiz.

Verschiedene Websites bieten weitere Informationen, darunter die informative www.myswitzerland.com oder www.naturwunder-schweiz.ch.

Der Parc Evologia

Der Park (Parc evologia) hat  eine Fläche von rund zwanzig Hektaren, auf der verschiedene Aspekte des kultur- und agrarlandschaftlichen Erbes sowie der Fauna und Flora des Kantons Neuenburg zu sehen sind. Im Park finden auch verschiedene kulturelle Aktivitäten statt.

Die Gärten sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Als Abteilung der Verwaltung des Kantons Neuenburg engagiert sich Evologia auch in ökologischen und sozialen Bildungsaktivitäten.

(Quelle und weitere Informationen: www.parc-evologia.ch).

Das Safiental und die Walser

Im 14. Jahrhundert wurde das Safiental (Kanton Graubünden) von Walsern besiedelt. Sie legten die Grundlage für eine Landwirtschaft und Dörfer die noch immer das Bild der Landschaft prägen.

Zu den charakteristischen Merkmalen der Kulturlandschaft gehört die Streusiedlung der Wohnhäuser, Ställe und Alpenhütten. Die ältesten Bauten stammen aus dem 17. Jahrhundert. Während dieser Zeitspanne hat sich bei den Ställen und Scheunen die Bauweise kaum verändert.

Hunderte Ställe und Scheunen erinnern noch immer an die traditionelle Landwirtschaft. Durch die Modernisierung der Landwirtschaft werden diese Ställe und Scheunen aber zunehmend überflüssig.

In Thalkirch beim Turrahaus gibt der Ausstellungsstal Turra einen Einblick in die Bauweise und Funktion der Ställe und die Kulturlandschaft Safien.

(Quelle und weitere Informationen: www.safierstaelle.ch).