Die Grimselwelt

Die Grimselwelt ist nicht nur eine Welt der Wasserkraft, der Wasserfälle und der Berg- und Stauseen, sondern auch das Wasserschloss Europas.

Die Berge und Gletscher mit ihren Granitfelsen, Schluchten, die Triftbahn, Alpweiden, vielen Brücken, Wanderwegen, tiefen Tälern, und der 120 Meter hohe Reichbachfall gehören auch dazu.

In diesem Wasserfall forderte Sherlock Holmes seinen Erzfeind Professor Moriaty zum Kampf auf. Die Gelmerbahn ist mit ihrer Steigung von 106% die steilste offene Standseilbahn Europas. Die Aareschlucht ist das Tor zu dieser Welt.

In Tausenden von Jahren hat sich der Fluss Aare einen Weg durch den Kalkstein gebahnt. Die Schlucht ist 1400 Meter Lang und 200 Meter Tief.

(Quelle und weitere Informationen: www.grimselwelt.ch).

Birdlife-Naturzentrum Chablais de Cudrefin und Fanel

Die am Südufer des Neuenburgersees gelegenen Naturschutzgebiete Chablais de Cudrefin und Fanel gehören zur Grande Cariçaie.

Viele seltene und bedrohte Arten brüten in diesen Gebieten oder rasten hier auf ihrem Zug zwischen Brutgebiet und Winterquartier.

Das Naturzentrum bietet interaktive Ausstellungen, Beobachtungshütten, einen Naturpfad, Führungen und Veranstaltungen.

(Quelle und weitere Informationen: www.birdlife.ch/lasauge).

Das Auengebiet Eggrank-Thurspitz

Das Auengebiet Eggrank-Thurspitz (Kanton Zürich) zählt zu den wertvollsten Auengebieten der Schweiz.

Auf Grund des grossen Lebensraums und der Artenvielfalt ist das Gebiet von nationaler Bedeutung und ein kantonales Schutzgebiet.

Die reiche Tier- und Pflanzenwelt wird mit Revitalisierungsmassnahmen und dem  Projekt ‘Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung‘ gefördert.

Bei Hochwasser werden die Auenwälder überflutet und es entwickelt sich eine vielfältige Dynamik. Ebenfalls findet sich in den Wäldern ein grosser Reichtum an Pflanzen und Tieren.

Das Naturzentrum Thurauen bietet umfassende Informationen und Naturerlebnisse.

(Quelle und weitere Informationen: www.naturzentrum-thurauen.ch).

Das Legionslager Vindonissa

Der Feldzug der römischen Generale Drusus (38 – 9 v. Chr.) und Tiberius (42 v. Chr. – 37 n. Chr., Kaiser 14-17 n. Chr.), Stiefsöhne Kaisers Augustus, führte unter anderem zur Besetzung des schweizerischen Mittellandes.

Nach der römischen Niederlage im Jahre 9. n. Chr wurde der Gedanke zur Elbe vorzustossen aufgegeben und Kaiser Tiberius begann die Nordgrenze zu konsolidieren. Das Legionslager von Vindonissa wurde, in der Nähe des Zusammenflusses von Aare und Reuss, auf einer Terrasse errichtet.

Hier kreuzten sich nicht nur diese beiden Flüsse, sondern auch die wichtigen Verkehrswege von Augusta Raurica zu den Bündner Pässen und aus dem Mittelland Richtung Donautal.

Das Lager wurde ständig ausgebaut bis die endgültige Grösse für 6 000 Soldaten erreicht war. Die Holzbauten wurden allmählich durch Fachwerkbauten mit Steinsockeln ersetzt.

Ausserhalb der Lagermauern befanden sich Häuser der Siedlung, zu der ein grosser Marktplatz, das Amphitheater, Thermen, Tempel und andere öffentliche Gebäude gehörten. Es entstand eine Wirtschaft für die Ernährung und Versorgung der Soldaten, Offiziere und militärische Fachleute.

Das Lager bildete in seinem Umrissen ein unregelmässiges Siebeneck mit einer Fläche von 21 ha. Es war umgeben von einem Holz/Erde-Wall mit doppeltem Spitzgrabensystem.

Die innere Aufteilung ergab sich aus den beiden üblichen Hauptstrassen, aus der via decumanus und aus der via cardo. An ihrem Kreuzungspunkt erhoben sich die Gebäude des Hauptquartiers mit Basilica, Verwaltungsgebäuden und dem Legatenpalast als Sitz des Kommandanten.

In der Mitte stand die Badeanlage, gegenüber das Militärspital. Südlich des Bades schloss ic hein heiliger Bezirk mit Tempeln an. Nördlich und westlich von Spital und Thermen standen die Kasernenbauten, die Soldaten und Unteroffizieren Unterkunft boten, auf einer Länge von 90 Metern Platz für 200 Soldaten.

Eine ganze Anzahl von Magazinen und Werkstattbauten umringten diese Gebäude. Die Reiterei verfügte über Stallungen.

In villen und ähnlichen Gebäuden wohnten die Offiziere. Die Villa des Kommandanten kann man heute besichtigen.

Die unter Kaiser Domitian (51-96, Kaiser 81-96) erfolgte Erweiterung des rechtsrheinisch besetzten Gebietes und die damit verbundene Erbauung von Limes zwischen Taunus und Donau, änderte die Funktion von Vindonissa, das vermehrt zum Versorgungs- und Basislager wurde, bis das Lager im Jahre 101 unter Kaiser Trajan aufgehoben wurde.

Vindonissa wurde aber nach den germanischen Invasionen in den Jahren 259/260 und dem endgültigen Fall des obergermanischen Limes in dieser Zeit wieder Legionslager.

Militärische Einheiten waren bis kurz nach 400 in Vindonissa anwesend. Nach der Auflösung der militärischen Grenzorganisation und dem Ende des Legionslagers im Jahre 406 blieb Vindonissa bewohnt und ist als Bischofssitz des  5. Jahrhunderts überliefert.

Es gibt noch immer sichtbare Denkmäler und auch Rekonstruktionsbauten auf dem Gelände des Legionslagers. Das Westtor und das Nordtor der Lagerbefestigung, der Bühlturm, die Mansio, das Amphitheater, die Wasserleitung, viele Fundamente und rekonstruierte Gebäude präsentieren das Lager wie es damals war.

Im Zentrum von Brugg steht ausserdem seit 1912 das Vindonissa-Museum  mit einer Auswahl von Funden aus dem gesamten Gebiet von Vindonissa, die einen Einblick in das tägliche Leben römischer Soldaten geben.

(Quelle: M. Hartmann. Das römische Legionslager von Vindonissa, Brugg 2003).

Korrektorin: Carolina Bearth

Das Basler Rathaus

Die Baugeschichte ist lang und vielseitig. Die Geschichte des Rathauses beginnt im Jahr 1501. In diesem Jahr tritt Basel, nach dem Schwabenkrieg (bzw. dem Schweizer/Engadiner Krieg von 1499) der Eidgenossenschaft bei.

1503 beschliesst der Grosse Rat von Basel den Bau eines repräsentativen Rathauses. Das Hauptgebäude mit den drei Arkaden und dem Regierungsratssaal in oberen Teil sind 1514 errichtet. Das Hinterhaus und der erste Grosseratssaal sind 1521 fertig.

Der Vordere Kanzlei wird 1608 angefügt. Der Blockbau und der Rathaus Turm werden 1901 gebaut. Im Innenhof steht eine Skulptur des römischen Feldherrn Lucius Munatius Plancus, der als Gründer der römischen Kolonie Augusta Raurica (Augst) um 44 v. Chr. gilt.

Auf der Fassade zum Marktplatz gibt es Skulpturen des Bildhauers Hans Turner, u.a. die Basler Stadtheiligen Kaiser Heinrich II und seine Frau Kunigunde ( Stifter des Münters), eine Justitia und einen Basler Bannerträger.

Die Aussen- und Innenhoffassade und die Arkaden zeigen weiter Gemälde. Die Themen sind Rechtsprechung und Gesetzgebung, Basel und die Aufnahme in die Eidgenossenschaft, Krieg und Siegesengel, Hellenbardenträger, Bürger(innen) und an der Südmauer des Turms der Basler Bannerträger Hans Bär, der 1515 in der Schlacht von Marignano gefallen ist.

Der Grosse Rat regiert die Stadt Basel und den Kanton Basel-Stadt, was in der Schweiz einzigartig ist.

(Quelle und weitere Informationen: www. Staatskanzlei.bs.ch).

Die ViaSurprise

Die ViaSurprise setzt sich aus einer Route in Tagesetappen durch den Solothurner und Baselbieter Jura zusammen. Die Städte Basel, Liestal, Olten und Solothurn sind Ausgangspunkt der individuell geplanten Wanderung.

Römerstrassen, Pilgerwegen, Burgen, Klöster, Museen, Industriegeschichte und viele kulturelle Aspekten in einer wunderbaren Natur sind in dieser Region zu geniessen.

Die sieben Etappen (ab Basel, Solothurn, Olten oder Liestal) führen (ab Solothurn) nach Balsthal, Seewen, Dornach-Arlesheim, Mariastein, Laufen, Beinwil und wieder Balsthal, das Zentrum des Naturparks Thal.

(Quelle und weitere Informationen: www. viasurprise.ch).

Discover.swiss

Am 18. Juni lancierte discover.swiss seine Dienstleistungsplattform.

Diese Organisation ermöglicht es der Tourismusindustrie, die digitalen Möglichkeiten optimal zu nutzen.

Der Sektor kann Destinationen und Leistungsanbieter einfach, kostengünstig und effizient auf den Markt bringen.

Die Tourismusakteure in der Schweiz können auch Daten austauschen, neue digitale Möglichkeiten nutzen, Angebote und Produkte optimieren.

(Quelle und weitere Informationen: https://discover.swiss).

Campione Exit

Seit dem 1. Januar 2020 hat sich am Luganer See eine Art Brexit ereignet. Seit diesem Datum ist die italienische Stadt Campione, eine Enklave im Kanton Tessin, nicht mehr Teil der Schweizer Zollunion, sondern der italienischen/EU-Zollunion. Auch die Schweizer Nummernschilder, die Postleitzahl (6911) und der Postverkehr sind italienisch geworden.

Die Swisscom betrieb auch nicht mehr den Telefonverkehr. Auch der Schweizer Franken ist nicht mehr die offizielle Währung. Diese italienische Enklave im Tessin hat historische Wurzeln, die bis zur Eröffnung des Casinos im Jahre 1917 zurückreichen.

Das Casino erlebte Jahrzehnte goldener Zeiten, und die meisten der 2000 Einwohner arbeiteten (in-)direkt für das Casino.

Mit der Einführung des Euros ging jedoch einiges schief. Das Casino zahlte in Schweizer Franken aus (einschliesslich Gehälter), aber die Einnahmequelle war in Euro. Der Wechselkurs lag 2002 noch bei 1-1.55. Der Wechselkurs liegt heute fast bei 1 zu 1.

 Korrektorin: Melinda Fechner

Die Belle Epoque in Basel

Der erste Film über und in Basel wurde im Herbst 1896 in mehreren Kinos der Stadt gezeigt. Es handelt sich um einen 50-Sekunden-Film von Passanten auf der alten Mittleren Rheinbrücke (Die Neue Brücke wurde im Jahr 1905 errichtet).

Dieser und andere Filme über die Belle Epoque in Basel sind in einem Buch mit dem Titel „Auf der Brücke zur Moderne“ zusammengefasst.

Es ist ein sorgfältig inszenierter Film mit mehreren Basler Figuren als Protagonisten: Ein Seidenfabrikant, ein Filmpionier, ein Akademiker, ein Künstler und ein Jesuit.

Dazwischen erscheinen kurzzeitig zufällige Passanten, wie ein Bierhändler, Frauen und Marktverkäufer.

Das Besondere an diesem ersten Film auf und von der Brücke sind die wahrnehmbaren Veränderungen des Wetters und sogar die Bewegungen des Rheins.

Der Film und weitere Dokumentationen sind unter www.50sekundenbasel1896.ch zu finden.

Das Buch gibt auch einen anekdotischen Überblick von Personen, Unternehmen und Ereignissen in 1001 Geschichten. (Hansmartin Siegrist: Auf der Brücke zur Moderne, Basel 2019).

RegioTriRhena und INFOBEST

Die RegioTriRhena, bestehend aus den Regiogesellschaften, Regio du Haut-Rhin (Frankreich), RegioGesellschaft Schwarzwald-Oberrhein (Deutschland) und Regio Basiliensis (die Schweiz) ist eine Platform zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit innerhalb der Region am Oberrhein.

Die Schwerpunkte sind wirtschaftliche, kulturelle und kommunale Themen in den Gebieten Südbaden, der Nordwest-Schweiz und im Elsass.

Die Zielsetzung der RegioTriRhena ist die Verbesserung der Infrastruktur, der Abbau von Grenzhindernissen, die Erleichterung des Zugangs zu den Märkten, die Verbesserung der Kommunikation, das kennenlernen der Nachbarn und die Integration dieser drei Lebensräume.

Ziel ist die bessere Wahrnehmung im internationalen Wettbewerb zur Stärkung der positionierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei stehen im Fokus die Erleicherung der grenzüberschreitenden Aktivitäten für Unternehmen und Bürger und der Austausch im Bereich von (sozialen und touristischen) Veranstaltungen und Kultur.

Das trinationanales Netzwerk besteht aus ca. 250 Unternehmen, Kommunen und Institutionen aus den drei Ländern.

INFOBEST ist ein Netzwerk, bestehend aus vier Informations- und Beratungsstellen mit den Standorten Village-Neuf (Palmrain), Vogelgrun/Breisach (Ile du Rhin), Kehl/Strassbourg und Lauterbourg (Pamina). INFOBEST ist die Abkürzung für INFOrmations- und BEratungsSTelle.

Sie sind die Ansprechpartner für grenzüberschreitende Fragen zu Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Palmrain ist die INFOBEST, die auch Fragen zur Schweiz beantwortet.  Sie befindet sich in einem ehemaligen französischen Zollgebäude im Dreiländereck von Frankreich, Deutschland und der Schweiz.

Bron en verdere informatie: RegioTriRhena e. V. – Home