Ein Feldlazarett des Roten Kreuzes bei Düppel in Schleswig-Holstein 1864. Hans Herbert Deißler (u.a.), Grundzüge der Geschichte, Bd. 3: Vom Westfälischen Frieden bis zum Jahre 1890. Foto: Wikipedia.

Die internationale Rolle der Schweiz

Die Gründung des Roten Kreuzes (1863) und kurz danach das unter dem Namen “Alabama” bekannte Schiedsverfahren (1872) bilden den Ausgangspunkt der internationalen Rolle der Schweiz und insbesondere Genfs.

Mit der Entstehung des Roten Kreuzes erhielt die Neutralität der Schweiz auch eine neue Dimension. Die Neutralität des Roten Kreuzes beruht gleichzeitig auf die Neutralität der Schweiz.

Die beiden Emblemen, das rote und das weisse Kreuz, illustrieren diesen Zusammenhang. Vielleicht mehr noch als der Föderalismus und die direkte Demokratie drücken das Rote Kreuz und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) die Botschaft der Schweiz aus.

Der Völkerbund mit Sitz in Genf wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges aufgelöst. In Genf ist nachher der europäische Sitz der Vereinten Nationen an dessen Stelle getreten.

Der Amerikanische Präsident Woodrow Wilson erklärte schon am 10. April 1919:

Überdies sind die Schweizer ein Volk, das sich in seiner Verfassung zur absoluten Neutralität verpflichtet hat; diese fusst aber auch auf der Natur des Landes, das sich aus unterschiedlichen Elementen, Rassen und Sprachen zusammensetzt. So ist denn die Schweiz dazu prädestiniert, als Treffpunkt für andere Völker zu dienen, die den wunsch hegen, für Frieden und Zusammenarbeit zu wirken”.

(Quelle: F.Ch. Pictet, ´Charles Pictet de Rochemont und der Beitritt Genfs zur Eidgenossenschaft´ in T. Kaestli (Hg.), Nach Napoleon. Die Restauration, der Wiener Kongress und die Zukunft der Schweiz 1813-1815, Baden 2016).