Dürer und Rembrandt in Vevey
Plakat Ausstelling. Foto: Museum Jenisch, Vevey.
Der Arzt und Sammler Pierre Decker (1892–1967) widmete sein Leben der Ausübung seines Berufs und seiner Leidenschaft für zwei der bedeutendsten europäischen Druckgrafiker: Albrecht Dürer (1472-1553) und Rembrandt Harmensz van Rijn (1606-1669).
Anlässlich der Publikation eines umfangreichen Werkes über Pierre Decker lädt das Cabinet cantonal des estampes im Museum Jenisch zur Wiederentdeckung dieses einzigartigen Fonds ein.
Die Royals kommen

Plakat Ausstellung: Foto: Forum Schweizer Geschichte, Schwyz
Die Schweiz ist kein Königreich. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb begeistern sich die demokratischen Schweizerinnen und Schweizer für die Geschichten der Königshäuser.
Zahlreich sind die royalen Gäste, die seit dem 18. Jahrhundert und bis heute die Schweiz bereisen. Angefangen bei Joseph II. von Habsburg-Ungarn, über Zar Alexander I., zu Kaiser Napoleon III., Queen Victoria, König Ludwig II. von Bayern, Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, Kaiser Wilhelm II., Königin Astrid von Belgien, Kaiser Haile Selassie von Abessinien, Königin Emma, Königin Wilhelmina und Königin Beatrix der Niederlande, und Queen Elisabeth II, König Hussein I. oder König Norodom Sihamoni von Kambodscha.
Die Ausstellung erzählt Schweizer Geschichten der Royals und zeigt seltene Erinnerungsstücke ihrer Reisen. So sind etwa Aquarelle von Queen Victoria, Sisis Gesellschaftskleid und ihr poetisches Tagebuch sowie ein Löwenhaar von Kaiser Selassies Hut zu sehen.
Gustave Courbet in der Schweiz
Das Freilichtmuseum des Meisters des Realismus Gustave Courbet (1819-1877) präsentiert seine Werke und Lebensgeschichte mit neuen Medien.
Die Ausstellung zeigt seine künstlerische Bedeutung und seine besondere Verbundenheit mit der Schweiz.
Die Route durch die Altstadt und entlang der Ufer des Genfer Sees zeigt unter anderem die letzten Jahre des Malers von 1874 bis zu seinem Tod 1877 in La Tour-de-Peilz.
Mitteilung
Die Museen sind bis auf Weiteres geschlossen.
Der Fotograf Michel Darbellay

Foto: Fondation Pierre Gianadda
Der Fotograf Michel Darbellay (1936-2020) verfolgte ein Ziel: die Menschen dazu zu bringen, die Vielfalt des (Kantons) Wallis zu entdecken und zu schätzen.
In seiner fünfzigjährigen Karriere hat er das Wallis auf alle möglichen Arten fotografiert: zu Fuss, auf dem Motorrad, im Auto, im Hubschrauber und im Flugzeug.
Er war ein Mann des Feldes, mit einem Auge für die Veränderungen der und in der Natur, die Jahreszeiten, die Rituale, Variationen in Farbe und Atmosphäre, die Dörfer, Städte und Menschen.
Die Ausstellung zeigt mehr als 200 Fotografien von Landschaften und Reportagen. Sie werden von Filmfragmenten begleitet.
La Maison imaginaire

Aiko Watanabe Helmets, 2020 Grès Photo : Yasuhiro Ookawa
Die Ausstellung (La Maison imaginaire) bringt die künstlerischen Disziplinen Kino, Malerei, Keramik und Poesie zusammen.
Drei Künstler, der Maler Uwe Wittwer (1954), die Keramikerin Aiko Watanabe (1898-1956) und der Dichter Jürg Halter (1980), teilen ihre Kunst und Vision Inspirationsquelle: Kenji Mizoguchis (1898-1956) Film „Erzàhlungen unter dem Regenmund“ (auf Japanisch: „Ugetsu monogatari“) aus 1953.
Der Film erzählt die Geschichte eines Töpfers und seiner Familie im 16. Jahrhundert.
Uwe Wittwer, Aiko Watanabe und Jürg Halter bringen jeweils ihre persönliche und künstlerische Vision zum Film zum Ausdruck.
Eine zweite Ausstellung von Uwe Wittwer, Les Écrins de la colère, zeigt den Dialog zwischen seinen auf Glasplatten gemalten Werken und deutschen Porzellanpapageien aus dem 18. und 19. Jahrhundert, den exotischen Luxusgütern der europäischen Fürsten und Könige.
Die Inspirationsquelle ist auch das Kino, ein Film von Werner Herzog (1942) Aguirre, der Zorn Gottes (1972).
Dialog zwischen Rodin und Arp
Hans Arp, Torso-Garbe, 1958. Privatsammlung. © 2020, ProLitteris, Zürich. Foto: © Manolo Mylonas. Auguste Rodin, Der Denker, 1880-1882, Kopie (Auguste Griffoul 1896), MAH Musée d'art et d'histoire, Genf, Foto:© MAH, Genève, Photo Flora Bevilacqua
Die ausstellung mit rund 110 Werken aus internationalen Museen und Privatsammlungen ist ein Dialog zwischen Auguste Rodin (1840–1917) und Hans Arp (1886–1966). Rodin ist der grosse Erneuerer der Bildhauerei des späten 19. Jahrhunderts. Arp ist einer der wichtigsten Protagonisten der abstrakten Skulptur des 20. Jahrhunderts.
Beide Künstler zeichnet eine einzigartige künstlerische Innovationskraft und Experimentierfreude aus. Sie schufen Werke, die ihre Zeit stark geprägt haben und bis heute aktuell geblieben sind.
Als skulpturale Meilensteine veranschaulichen die Schöpfungen Rodins und Arps auf eindrückliche und exemplarische Weise grundlegende Aspekte in der Entwicklung der modernen Bildhauerei.
Den Ausgangspunkt der Ausstellung bilden Arps 1938 entstandene Skulptur Automatische Skulptur (Rodin gewidmet) und sein Gedicht Rodin von 1952.
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Rodins und Arps Skulpturen mit Ikonischen und (so etwa Rodins Der Denker und Der Kuss sowie Arps Ptolemäus und Torso) und weniger bekannten Werken. Darüber hinaus sind Reliefs von Arp sowie Zeichnungen und Collagen beider Künstler zu sehen..
Die Impasse Ronsin
Die Impasse Ronsin, eine Strasse im Herzen des Pariser Stadtteils Montparnasse, war eine Künstlersiedlung, die 1971 errichtet wurde.
Die Künstlersiedlung bestand von 1886 bis 1971 und war geprägt von einer Vielfalt künstlerischer Entwicklungen, die keineswegs rein avantgardistisch waren, sondern ein sehr breites Spektrum charakterisierten.
Die Ausstellung präsentiert mehr als 50 Künstler mit mehr als 200 Werken, die alle an diesem magischen Ort entstanden sind, darunter Constantin Brâncusi, Max Ernst, Marta Minujín, Eva Aeppli, Niki de Saint Phalle, Larry Rivers, André Almo Del Debbio und Alfred Laliberté.
Agostino Carracci und Hendrick Goltzius
Agostino Carracci nach Andrea Boscoli, Harmonie der Sphären, 1589–1592, Kupferstich und Radierung, 246 × 354 mm. Graphische Sammlung ETH Zürich
Agostino Carracci (1557–1602) und Hendrick Goltzius (1558–1617) waren die tonangebenden Kupferstecher des späten 16. Jahrhunderts, der eine in Italien, der andere in den Niederlanden.
Neben dem Erfolg, den sie als Kupferstecher hatten, laden noch weitere Parallelen zu einer Gegenüberstellung ein: Beide waren literarisch und kunsttheoretisch interessiert und gründeten in ihrer Heimat eine Akademie.
Unabhängig voneinander entdeckten Carracci und Goltzius das illusionistische Potential an- und abschwellender Linien.
Durch die Weiterentwicklung dieser technischen Innovation legten sie die Grundlage für den Kupferstich des Barockzeitalters.
Die Ausstellung zeichnet ihre parallelen Lebenslinien nach und fragt nach Berührungspunkten.
Das gesamte thematische Spektrum ihrer Werke wird präsentiert, das von Bildern der Andacht über Porträts bis hin zu erotischen Darstellungen reicht.
Katja Aufleger
Katja Aufleger, The Glow, 2019, Video © Courtesy of the artist; Galerie STAMPA, Basel; Galerie Conradi, Hamburg
Katja Aufleger (1983) präsentiert zerbrechliche Skulpturen, gefährliche Chemikalien und Videoarbeiten aus den letzten zehn Jahren ihres Schaffens.
Mit transparenten Materialien wie Glas, Plastik und bunten Flüssigkeiten, aber auch mit immateriellen Komponenten wie Klang und Bewegung entwickelt sie fragile Installationen und Filme.
Dabei wirken die Objekte auf den ersten Blick vertraut und anziehend, doch bei näherer Betrachtung wird klar, dass den Werken ungewisse oder gar gefährliche Spannungen innewohnen.