Stanley Kubrick Fotografie


© Stanley Kubrick for Look magazine. Advertising Sign Painters at Work 1947 [Unpublished]. Museum of the City of New York. The LOOK Collection. Gift of Cowles Magazines, Inc., 1956. Used with permission of SK Film Archives and Museum of the City of New York.

Bevor Stanley Kubrick (1928-1999) ein weltberühmter Filmregisseur wurde, begann er seine Karriere als Fotograf. Die Ausstellung zeigt seine Werke aus dieser Zeit.

Der junge Kubrick streifte mit der Kamera in der Hand durch die Straßen New Yorks und dokumentierte das Amerika der Nachkriegszeit.

Es war die Straßenfotografie, die ihn interessierte, wobei er die reale Welt und vor allem die Menschen beobachtete. Die Fotografie war das Medium schlechthin, um die zeitgenössische Welt und ihre jüngsten Ereignisse darzustellen.

Die Zeitschrift Look bat ihn, eine breite Palette von Themen abzudecken. Er interessierte sich für alle Aspekte des New Yorker Lebens. Er lernte, das Leben durch ein Kameraobjektiv zu sehen, er beobachtete menschliche Interaktionen, entwickelte Geschichten durch Bilder und lernte, im Team zu arbeiten. Diese Erfahrung half ihm, seine Vision zu entwickeln, und erwies sich als besonders nützlich, als er sich entschied, eine Karriere als Filmemacher einzuschlagen.

Geschichte der Schweiz


Bundesvertrag 1915. Nationalmuseum Zürich. Foto: TES.

Die Dauerausstellung zur Schweizer Geschichte beschreibt das Werden der Schweiz über einen Zeitraum von 550 Jahren. Der Gang durch die Jahrhunderte beginnt am Ende des Mittelalters und endet mit den Herausforderungen für die demokratischen Institutionen der Gegenwart. Die Ausstellung inszeniert den Weg vom Staatenbund zum Bundesstaat als ein Ringen um Zugehörigkeiten und wagt den Blick auf die Geschichte der Gegenwart.

Martin Disler in Davos


Martin Disler (1949-1996), Ohne Titel, 1995, Acryl auf Leinwand, 190x210 cm, Nachlass Martin Disler. Bild: Kirchner Museum Davos

Martin Disler (1949-1996) war Zeichner, Maler, Bildhauer und Dichter. In seiner Kunst reflektiert er über die Verletzlichkeit der menschlichen Existenz. Die Ausstellung konzentriert sich auf die letzten zehn Jahre seines Schaffens und stellt seine Gemälde und Skulpturen aus dieser Zeit in Beziehung zum Werk von Ludwig Kirchner (1880-1938).

Die Ausstellung zeigt einige der großen Bronzefiguren und seine Gemälde, großformatige Leinwände mit einer Acrylfarbe und klar erkennbaren Motiven. Diese erinnern an den (Skrik auf Norwegisch) von Edvard Munch (1863-1944). Die elementare Ausdruckskraft und seine Faszination für Körperlichkeit manifestieren sich in den verschiedenen Techniken.

 

Kosmos Dürrenmatt


Walter Jonas (1910-1979), Der junge Dürrenmatt, 1943/1944. Stiftung Walter Jonas. Foto: Strauhof Zürich

Anlässlich des 100. Geburtstags werden Friedrich Dürrenmatts (1921–1990) Schaffen und sein Rang als grosser deutschsprachiger Schriftsteller in Erinnerung gerufen, aber auch Gelegenheit geboten, sein Werk neu zu entdecken. Die Ausstellung legt den Fokus auf das (Spät-) Prosawerk der «Stoffe» und auf die Theaterarbeit am Schauspielhaus  Zürich. Dürrenmatt wird nicht wie sein Vater protestantischer Pfarrer. Die alttestamentarischen Geschichten und griechischen Sagen seiner Kindheit prägen sein Werk jedoch ein Leben lang. Während der Laufzeit der Ausstellung wird seines Gesamtwerk Friedrich Dürrenmatts live gelesen und aufgezeichnet.

Schee war gestern – in den Voralpen


Zugerberg. Foto: Museum Burg, Zug

In den 1960er und 1970er Jahren entstanden in den Voralpen zahlreiche kleine Skigebiete. Tausende strömten aus den Städten auf die nahen Pisten. Skifahren wurde zum Volkssport. Heute kämpfen zahlreiche voralpine Skigebiete ums Überleben. Trotz Schneekanonen wird der Wintersport wie wir ihn kennen bis zur Mitte dieses Jahrhunderts in tiefen Lagen wohl verschwinden.

Die Ausstellung wirft einen Blick zurück, als der Wintersport in den Voralpen boomte und massenhaft Leute auf die Pisten, Loipen und Schlittelbahnen brachte. Sie nimmt mit dem Klimawandel auch aktuelle Themenbezüge auf und beleuchtet die Folgen davon. In welcher Form hat wintersportliches Vergnügen in den Voralpen überhaupt eine Zukunft?

Geschlecht


Plakat Ausstellung. Foto: Stapferhaus, Lenzburg

Das Geschlecht ist überall. Im Kopf, im Körper, am Stammtisch, auf dem Spielplatz, im Büro, im Bett, in der Politik und am Anfang des Lebens: es ist ein Jungen oder es ist ein Mädchen. Das Stapferhaus widmet diesem Thema diese Ausstellung. Wie entsteht Geschlecht, was macht uns zur Frau, was zum Mann und was führt darüber hinaus? Wer ins Stapferhaus tritt, gelangt zuerst in eine vielfältige biologische Welt von Zellen, Chromosomen und Hormonen. Danach folgen Kultur und Gesellschaft, Erziehung und Vorbilder, Geschichte und Gegenwart, Rollen und Arbeit, Macht und Ordnung, Schönheitsideale und Sexualität und weitere Themen. Die Ausstellung lädt ein, sich auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene mit dem Thema Geschlecht auseinandersetzen.

Die Erde am Limit


(English) The wood and its trees. Photo: TES.

Die Ausstellung (Earth at its Limits) untersucht, wie der Mensch die verschiedenen Ökosysteme des Planeten beeinflusst. Die (interaktive) Präsentation veranschaulicht den natürlichen und globalen Kontext mit lokalen Beispielen aus der Schweiz und der Stadt Basel und ihrer Umgebung.

Nach einer akustischen Einführung in die Natur ohne menschliche Einmischung, einem wahrhaft meditativen Moment, präsentieren mehrere Räume mit verschiedenen Themen und informativen Illustrationen u. a. das Salz- und Süßwasser der Erde, Flora und Fauna an Land, Industrialisierung, chemische Industrie, Pestizide, Luftverschmutzung, der enorme Wasserverbrauch von Privatpersonen und Industrie, die Nutzung von Land, Seen, Flüssen und Meeren, das Verschwinden der Wälder in Europa und anderswo, der Klimawandel und andere Themen.

Das Museum bietet ein umfangreiches Rahmenprogramm. Öffentliche Führungen, Exkursionen, Begegnungen mit Wissenschaftler*innen und Fachkräften und eine Führung für Kinder und ihre Familien ermoglicht es, sich in die Thematiek zu vertiefen und unterschiedliche Perspektieven einzunehmen.

Etwa fünfzehn Experten geben zu Beginn der Ausstellung ihre Meinung in Form von kurzen schriftlichen Stellungnahmen ab. Sie endet mit dem Anthropozän, der geologischen Epoche seit Beginn des menschlichen Einflusses auf die Geologie und die Ökosysteme der Erde.

Eine timeline zeigt die Entwicklungen von der Antike (römische und griechische Zeit) bis zur Gegenwart und die vielen Entwicklungen und Veränderungen seit dem 16 Jahrhundert. Es drückt auch das angenehme und informative Konzept der Ausstellung aus: nicht moralistisch und panisch, sondern Dialog, Information, Wissenschaft, Diskussion und die Suche nach Möglichkeiten und Veränderungen oder in den Wörtern der Organisatoren:

Wandel braucht Vielfalt – ohne Vielfalt kein Wandel. Das lernen wir von der Natur, gilt aber auch für unsere Gesellschaft”.

Krippen aus aller Welt


Plakat der Ausstellung. Foto: Kindermuseum Baden

Das Museum stellt seit über einem Jahrzehnt alljährlich die weihnachtlichen Traditionen und Bräuche eines Gastlandes in den Fokus seiner Weihnachtsausstellung. Die diesjährige Weihnachtsausstellung zeigt die weltweite Vielfalt von Weihnachtkrippen. Krippen aus unterschiedlichen Jahrzehnten, gefertigt aus allerlei Materialien und in verschiedenen Grössen.

Bildergeschichten in Zug


Albert Anker (1831-1910), die Pfahlbauerin, 1873. Musée de Beaux - Arts La Chaux-de-Fonds. Foto: Wikipedia.

Die Ausstellung ist der Darstellung der (Vor-)Geschichte durch Künstler und Wissenschaftler in den letzten dreihundert Jahren gewidmet. Das öffentliche Interesse an antiken Kulturen und Entdeckungen in allen möglichen Bereichen hat seit dem achtzehnten Jahrhundert enorm zugenommen. Jahrhundert enorm zugenommen. Der Weg von archäologischen Funden oder Entdeckungen antiker Zivilisationen in Ausdrucksformen der Kunst, z.B. Lithographie, Filme (Indiana Jones), Wandkarten in Schulen oder Gemälde, zeigt eine bedeutende (digitale) Entwicklung in den letzten drei Jahrhunderten. Neue (3D-) Rekonstruktionen antiker Gebäude oder die Darstellung keltischer Pfahlbauten in Gemälden des 19. Jahrhunderts sind nur einige Beispiele dieser (interaktiven) Ausstellung.

Die Romantik in der Schweiz


Arnold Böcklin (1827-1901), Wettertannen, 1849. Kunstmuseum Basel. Legat Clara Böcklin

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entfaltete sich die Romantik in Europa. Künstler begannen Werke zu schaffen, die die Gefühle und die Faszination für das Unerklärliche gegenüber der nüchternen und rationalen Kunst des Klassizismus in den Vordergrund stellten. In der Schweiz entdeckte man die heimatliche Landschaft als Bildmotiv und bannte die majestätische Bergwelt und das ewige Eis der Gletscher auf die Leinwände.

Mit über 150 Werken spannt die Ausstellung (Wild im Herzen) einen Bogen von Johann Heinrich Füssli über Alexandre Calame bis zum frühen Arnold Böcklin. Sie führt den Beitrag der Schweizer Künstler zur Entwicklung der europäischen Landschaftsmalerei vor Augen, folgt ihnen an die Akademien im Ausland und zeigt die enge Vernetzung auf, die zwischen den Malern bestand. Unter Einbindung namhafter Romantiker auch aus den Nachbarländern wie Caspar David Friedrich, Eugène Delacroix und William Turner würdigt dieser Überblick den Schweizer Beitrag zur Romantik in internationaler Perspektive.