Politische weibliche Kostüme und Accessoires


Kleider und Accessoires von Schweizer Politikerinnen. Foto: Michael Schoch, Johannes Stieger

Anlässlich des Jubiläums 50 Jahre Frauenstimm- und Wahlrecht in der Schweiz zeigt das Textilmuseum Kostüme und Accessoires aus der Zeit von 1600 bis heute, die weiblichen Machtanspruch und weibliche Machtrepräsentation im Wandel von Gesellschaft, Politik und Mode versinnbildlichen.

Die Ausstellung (Robes Politiques. Frauen Macht Mode) versteht sich als thematische Annäherung ohne chronologische Abfolge.

In sechs Kapiteln wird die Kleidung einflussreicher Frauen unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet.

Fünfzig textile Objekte, ergänzt um ausgewählte Bilder, Fotografien und Videos, verdeutlichen das Spannungsfeld zwischen Weiblichkeit und Machtposition, Skandal und Idealisierung, Volksnähe und Repräsentation. Sie veranschaulichen den strategischen Einsatz von Kleidung und Accessoires im Laufe der Jahrhunderte in unterschiedlichen Ländern und Staatsformen.

Die Seidenbandindustrie n der Region Basel


Foto: Museum.bl

Die aus dem 16. Jahrhundert stammende Seidenbandindustrie entwickelte sich zur wichtigsten Arbeitgeberin in der Region Basel im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Basler Seidenbänder waren weltweit unverzichtbar in der internationalen Mode. Neben Aufstieg und Niedergang der Posamenterei thematisiert die Ausstellung das Leben rund um den Webstuhl, die Entstehung der Bänder sowie die Bedeutung des Seidenbands als Luxus- und Exportartikel. Verschiedenste Bandbeispiele, in Heim- und Fabrikarbeit gewoben, zeigen die Schönheit des modischen Seidenbands.

 

0000 000 000 001 Sekunden ist messbar


Bild: Musée International d'horlogerie, La Chaux-de-Fonds

Die Suche nach der Präzision in der Zeitmessung ist seit dem 17. Jahrhundert eine treibende Kraft für Innovationen in der Uhrenindustrie.

Das Pendel, die Unruhfeder und dann der Quarz machen es möglich, die Präzision von Uhren zu vervielfachen. Seit dem Zweiten Weltkrieg ging die präzise Zeitmessung von den Händen der Uhrmacher und Astronomen auf die der Physiker über.

Ab 1967 wird die Messung durch ein mikroskopisches Phänomen bestimmt: die Schwingung von Cäsium-Atomen.

Eine Femtosekunde – 0000 0000 0000 0001 Sekunden ist messbar. Diese für den Bürger nicht wahrnehmbare Präzision ist für die Organisation der heutigen menschlichen Gesellschaft unerlässlich: Geolokalisierung, Navigation, Transport, Telekommunikation, die dank der extremen Präzision der Zeitmessung möglich ist.

Die Wohnstätten Richard Wagners


Landhaus Tribschen/ Richard Wagner Museum. Bild: Richard Wagner Museum

Die Ausstellung „Prachtgemäuer“ thematisiert die besondere Beziehung, die Richard Wagner zur ihn umgebenden Architektur hatte. Die Besucher erleben die ehemaligen Wohn- und Wirkungsstätten des Dichterkomponisten.

Die Ausstellung orientiert sich am kürzlich erschienen Werk „M. Kiesel, Chr. Bührle, J. Mildner (HrsG), Prachtgemäuer – Wagner-Orte in Zürich, Luzern, Tribschen und Venedig, Regensburg 2020”.

Darin werden erstmals alle Wohnstätten Richard Wagners ausführlich in Wort und Bild beschrieben.

Im Hotel Schweizerhof in Luzern hat Wagner 1859 den Tristan vollendet. Im nahegelegenen Landhaus Tribschen, dem heutigen Richard Wagner Museum, hat er von 1866 bis 1872 gewohnt.

Auch wird der Wohnort Zürich mit Blick auf Wagners musikgeschichtliche Entwicklung beleuchtet.

Venedig hat Wagner in besonderer Weise inspiriert. Es sollte ab 1882 sein fester Wohnsitz werden, bereits 1883 wurde der Palazzo Vendramin jedoch sein Sterbeort.

Märchen, Mythen, Fabeln und Sagen


Ludwig Bechstein (Hg.), Deutsches Märchenbuch, Leipzig 1847. Landesmuseum Liechtenstein, Vaduz, Inv. Nr. 2019 0105

Das Museum stellt erstmalig die Themen Märchen, Mythen, Legenden, Fabeln und Sagen vor, die einen fundamental wichtigen Bestandteil jeder Kultur und ihres kollektiven Gedächtnisses bilden.

Dabei werden Spuren verfolgt, die sich durch die Erzählungen von Menschen verschiedener Kulturen ziehen.

Diese Spuren beginnen tief in der Vorgeschichte und verbreiten sich zu einem frühen Zeitpunkt.

Sie entfalten sich in den Mythen, Sagen, Fabeln, Legenden der Antike und führen in die Welt unserer europäischen Märchen, welche zunächst nur mündlich tradiert worden sind. Auch die Sagenwelt Liechtensteins wird dabei vorgestellt.

Der Einfluss dieser Literaturgattungen prägt die Kunst seit Jahrtausenden.

Die in den Geschichten überlieferten Erzählelemente und Erzählstrukturen finden sich heute wieder in der modernen Welt der Fantasy- Erzählungen und Filme.

Die Maskeraden von Picasso und Ensor


James Ensor, Die Masken und der Tod, 1898, © Kunst Museum Winterthur, Stiftung Oskar Reinhart

Zwei der grossen Meister der Moderne begegnen sich in dieser Ausstellung im Reinhart am Stadtgarten: James Ensor (1860 – 1949) und Pablo Picasso (1881 – 1973). Unter dem Leitmotiv der Maskerade werden die beiden einander gegenübergestellt.

Denn die Maske als Objekt und Symbol, die Verkleidung als Spiel mit Identität und Inszenierung sind bei Ensor wie bei Picasso zentrale Fragen des künstlerischen Schaffens.

Während Picasso über das Studium afrikanischer Masken als Kultgegenstände zum Kubismus gelangte, gilt Ensor als der Maler der Masken schlechthin. Diese Aneignungen finden im Interesse an Gauklern und Schauspielern ihre inhaltliche Ergänzung: das Schauspiel des Zirkus bei Picasso, das Ritual des Karnevals bei Ensor.

Dabei war es vor allem der Blick hinter die Kulissen, das Lüften der Maske, das sie interessierte.

Ausgehend von zeichnerischen und druckgrafischen Werken beider Künstler, kombiniert mit ausgewählten Gemälden und Skulpturen, entsteht ein Dialog, der einen wechselseitigen Blick auf die Kunst von Picasso und Ensor ermöglicht.

Die wunderbare Natur


Patricia Huguenin und Audrey Margand.

In dieser Ausstellung (La nature amoureuse) wird die Arbeit von zwei  Fotografinnen präsentiert: Patricia Huguenin und Audrey Margand.

Sie zeigen, wie der richtige Umgang mit Fotos Wunder schaffen kann. Sie fotografierten die Tiere beim Liebesspiel.

Die  Fachtexte beinhalten viele Informationen und Anekdoten zu den ausgestellten Tieren. Es geht um ausgestopfte Tiere, die zum Naturhistorischen Museum von La Chaux-de-Fonds gehören.

Diese Ausstellung regt zum Nachdenken über die Nutzung der Natur durch den Menschen an und liefert spannendes Hintergrundwissen.

 

Industrielles Kulturerbe des Kantons Aargau


Foto: Museum Aargau Windisch

Die Aargauer Industrie hat international Geschichte geschrieben. Ausgewählte Objekte, Fotografien und einmalige Zeitdokumente vermitteln ein packendes Bild von der Vielfalt, Innovationskraft und weltweiten Vernetzung der Aargauer Industrie.

Die Ausstellung Von Menschen und Maschinen im SBB-Gebäude in Windisch zeigt das industrielle Kulturerbe und wie Firmen im Kanton Aargau den strukturellen Wandel der letzten Jahrzehnte gemeistert haben.

Sie verweist auf die aktuellen Herausforderungen und stellt somit zur Diskussion, wie Menschen arbeiten, produzieren und konsumieren werden.

Weitere Informationen: www.museumaargau.ch/menschen-und-maschinen

Utopien und Corona


James Gillray (1756-1856), London 1802, Die Impfung und seine Gegner. Foto: Wikipedia.

Utopien gedeihen in Krisenzeiten besonders gut. Die Ausstellung geht diesem Phänomen nach.

Zukunftsvisionen für eine bessere Welt entstehen meist während einer Krise. Das ist heute nicht anders als früher. Es gibt zahlreiche weitere historische Beispiele für in Krisen entstandene Utopien und Zukunftsvisionen.

Ein Blick zurück zeigt, wie breit das Spektrum des utopischen Denkens stets war. Während sich gewisse Utopien als seherische Würfe mit hohem Realitätsgehalt entpuppten, waren andere reine Hirngespinste.

Das ist auch bei den heutigen (Post) Corona-Utopien so. Die Spannweite reicht von Gehaltvoll-Genialem bis zu total Verdrehtem. Nur, was ist was?

Sophie Taeuber-Arp


Plakat Ausstellung. Sophie Taeuber-Arp 1920. Stiftung Arp e.V., Berlin.

Sophie Taeuber-Arp (1889–1943) war eine Pionierin der Abstraktion. Die Experimentierfreude der Avantgarde-Zirkel von Zürich (Dada) und Paris, denen sie angehörte, und ihre kunsthandwerkliche Ausbildung und Lehrtätigkeit verschmolzen zu einer gelebten, angewandten Abstraktion, mit der sie nahezu alle Lebensbereiche gestaltete.

Ihr Œuvre umfasst Textilien, Perlarbeiten, ein Marionettentheater, Kostüme, Wandmalerei, Möbel, Architektur, Grafikdesign, Malerei, Zeichnung, Skulptur und Reliefs.

Die Ausstellung (Gelebte Abstraktion) stellt ihr Schaffen einer internationalen Öffentlichkeit vor in Kooperation mit dem Museum of Modern Art, New York, und der Tate, London. Damit wird die Künstlerin unter den grossen Avantgardist*innen der Klassischen Moderne etabliert.