Die Seen von Oberengadin

Kristallklare und tiefblaue Seen in der Oberengadiner Seenlandschaft sind unverwechselbare Schönheiten. In der Uferzone berühren und überschneiden sich Wasser und Land.

Hier befindet sich der grösste Lebensreichtum eines Sees. Nirgends ist die Artenvielfalt so gross. Das Leben findet jedoch zum grossen Teil im verborgenen statt.

Flussabschnitte, welche ab und zu überschwemmt werden, heissen auf romanisch Auen. Hier können rund 85% aller heimischen Tierarten leben. Die artenreichste Tiergruppe in den Auen sind die Insekten.

(Quelle, Pro Natura, Maloja).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Das Frey-Grynäische Institut und die historische Bibliothek

Der Theologieprofessor Johann Frey (1684-1759) errichtete 1747 zur Erinnerung an seinen Freund und Kollegen Johannes Grynäus (1705-1744) das Frey- Grynäische Institut zur Förderung von Theologie und benachbarter Wissenschaften.

Der wichtigste Schatz des Basler Instituts ist seine bedeutende historische Bibliothek. Sie umfasst mehrere tausend Bände von den Anfängen der Buchdruckkunst bis ins 19. Jahrhundert. Besondere Schwerpunkte sind in den Bereichen Theologie, Orientalistik und Anglistik erkennbar.

Viele Bücher sind in Basel gedruckt und bezeugen die grosse Geschichte des Buchdrucks an diesem Ort. (Siehe auch das Museum die Basler Papiermühle, www.papiermuseum.ch).

Während jedoch die meisten dieser Bibliotheken später aufgelöst und in grosse Institutionen integriert wurden, ist diese Bibliothek geschlossen erhalten und hervorragend dokumentiert. Sie ist damit ein einzigartiges Zeugnis der Wissenschaftsgeschichte des 18. Jahrhunderts.

(Quelle: www.freygrynaeum.unibas.ch).

Korrektorin: Melinda Fechner

Die Römerstrasse Neckar-Alb-Aare

Auf der bekannten Peutinger Karte, der mittelalterlichen Kopie einer antiken römischen Straßenkarte, ist auch die römische Strasse (Via Romana) dargestellt, an deren Verlauf sich die touristische Route (mit verschiedenen Römermuseen) der  Römerstrasse Neckar-Alb-Aare orientiert:

Vom Legionslager Vindonissa (Windisch) in der Schweiz führt sie über Tenedo (Zurzach, Hochrhein) und Iuliomago (Schleitheim, Kanton Schaffhausen) nach Brigobanne (Hüfingen). Von dort weiter über Arae Flaviae (Rottweil, die älteste Stadt von Baden-Württemberg) über Sumelocenna (Rottenburg) nach Grinario (Köngen) in Baden-Württemberg.

Ein gut ausgebautes Strassennetz war die Voraussetzung für die Organisation, Verwaltung und Versorgung des römischen Reiches.

Der Befehl zum Bau einer Strasse ging auf staatliche Initiative zurück. Die Ausführung lag in den Händen von römischen Soldaten, Ingenieuren und den anliegenden Gemeinden.

Um diese Strassen so bequem wie möglich zu gestalten, wurde das Gelände häufig eingeebnet und begradigt.

Über Täler wurden zum Teil Brücken errichtet, sogenannte Viadukte, die großartige Meisterleistungen der Ingenieurtechnik sind. War keine Brücke vorhanden, führte die Strasse durch eine Furt oder ein Fährdienst wurde eingerichtet.

Der Strassenkörper selbst bestand aus einem soliden Fundament aus grösseren Steinen. Darauf brachte man Schichten aus feinerem Kies auf. Bei wichtigen Strassen oder auch innerhalb von Gemeinden konnte darauf noch eine Pflasterung aus großen, unregelmäßigen Steinplatten liegen.

Die Strassen waren, wie heute auch, leicht gewölbt um das Regenwasser in die zu beiden Seiten befindlichen Strassengräben abzuleiten. An wichtigen Strassen befanden sich Strassenstationen.

Diese waren mit Soldaten besetzt, die den Verkehr kontrollierten, Strassenschäden weiter meldeten und für Kuriere Pferde  (die römische Post oder cursus publicum) zum Wechsel bereit hielten.

In regelmässigen Abständen waren entlang der Strassen sogenannte Meilensteine aufgestellt. Darauf befanden sich Inschriften mit Entfernungsangaben zu den nächsten Siedlungen und Informationen über den Erbauer oder Wiederhersteller der Strasse.

(Quelle und weitere Informationen: www.roemerstrasse.net).

Das Spalentor von Bazel

Das Spalentor wurde 1398 anlässlich der dritten Stadterweiterung erbaut. Es wurde  wegen befürchteter Auseinandersetzungen mit dem Burgund in den Burgunderkriegen (1474-1477) mit einem Vortor verstärkt.

Die drei Konsolfiguren, eine Madonna und zwei Propheten, stammen aus dem Jahr 1420. Es ist eines der drei Stadttore, welche heute noch existieren. Die anderen Stadttore sind das St. Alban Tor und das St. Johann Tor.

Der Regionalpark Pfyn-Finges

Zwölf Gemeinden in der Region zwischen Sierre und Gampel (Kanton Wallis) bilden den Regionalpark Pfyn-Finges. Der Fluss Rhone fliesst durch das Tal und den Park, aber die Region bleibt aussergewöhnlich trocken.

Lawinen, Erdrutsche, Brände und Trockenheit haben eine besondere Landschaft geschaffen. Davon zeugt auch die Flora und Fauna (Kiefern, (kleine) mediterrane Säugetiere, Vögel und Insekten). Das Gebiet ist einer der grössten zusammenhängenden Kiefernwälder des Landes. Darüber hinaus ist der Park ein ideales Gebiet zum Wandern und Radfahren.

(Quelle: www.pfyn-finges.ch).

Korrektorin: Melinda Fechner

Metzerlen-Mariastein

Eine eiserne Lanzenspitze, die in der Nähe des sogenannten „Heidloch“ gefunden wurde, deutet auf Bewohner aus der Eisenzeit hin (800 – 58 v. Chr.). Diese Rauracher schlossen sich dann wohl auch 58 v. Chr. dem grossen Auszug der Helvetier an.

Von Augusta Raurica her (Kasieraugst) wurde das Gebiet von den Römern besiedelt. Zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert besetzten die Alemannen die verlassenen römischen Siedlungen.

Die erste urkundliche Erwähnung „Metzerlon“ stammt aus dem Jahre 1194. Das Kloster Mariastein wurde im Jahr 1655 eingeweiht.

(Quelle: www.metzerlen.ch).

Das Calfeisental und die Walser

Vor mehr als 700 Jahren wanderten die Walser aus dem Oberwallis vom Goms ins Calfeisental ein. Die Herkunft der Walser und die Gründe für ihre Auswanderung sind unklar, vielleicht Überbevölkerung. Auf jeden Fall zeugen die Architektur und die Kultur noch immer von diesem Erbe.

Das Calfeisental wird auch als das am wenigsten bekannte Tal der Schweiz bezeichnet. Wenn es schon bekannt ist, dann hauptsächlich wegen der Lawinen vor 350 Jahren. Heute sind es Felsstürze und Erdrutsche, die das Tal ins Licht der Öffentlichkeit rücken.

Zu Unrecht, denn das Tal hat viel zu bieten. Nicht nur das Dorf St. Martin, die dem heiligen Martin geweihte Kirche wird im Volksmund Chirchli genannt, sondern auch der Stausee und die vielen Kleinode der Walser Architektur und Kultur und natürlich die beeindruckende Natur lohnen einen Besuch.

(Quelle: www.graubuenden.ch).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Die Akademie für Architektur in Mendrisio

Die Accademia di Architettura, die Akademie für Architektur, wurde 1996 in Mendrisio (Kanton Tessin) gegründet.

Einer der Initiatoren war der Architekt Mario Botta (1947). Ausgangspunkt war ein interdisziplinäres Zentrum von Fachrichtungen mit der Architektur im Zentrum.

Die Akademie beherbergt verschiedene Disziplinen wie Biologie, Philosophie, Genetik und (angewandte) Kunst, eine neue Synthese aus technischem Wissen, Geistes- und Sozialwissenschaften, praktischen Fähigkeiten und kritischem und historischem Denken.

Das fünfundzwanzigjährige Bestehen der Akademie wird mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert. Die Akademie hat derzeit 800 Studenten aus 40 Ländern.

(Quelle und weitere Informationen: www.arc.usi.ch).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Die Kartause von Basel

Die formelle Aufnahme des Klosters in den Ordensverband der Kartäuser erfolgte 1407. 1408 begannen die Bauarbeiten an der Kirche und an anderen Klostergebäuden.

Das Basler Konzil (1431-1449) bedeutete für die Kartause wie für andere Basler Klöster eine (kulturelle) Blütezeit. Zahlreiche Konzilsteilnehmer und andere Besucher versuchten sich in der Konzilstadt mit Stiftungen zu manifestieren.

In der Folge flossen umfangreiche Stiftungen in Bau und Ausstattung von Kloster und Kirche. Zu den Stiftern zählten Kardinäle, Erzbischöfe, Äbte, Bürgerliche und Adelige. Eine Stifterin war Herzogin Isabella von Burgund, Gemahlin von Herzog Philipp dem Guten und Mutter von Karl dem Kühnen. Als Gegenleistung sollten Messen gelesen werden.

1536 verbot die Stadt während der Reformation die Wahl eines neuen Priors. Der letzte Kartäuser starb 1564 als letzter Basler Mönch.

Da die Stadt auf eine unfreiwillige Entfernung verzichtet hatte, konnte sie erst 1564 über die Klostergebäude verfügen.

Die Kartause 1408 gilt als ein später Nachzügler. Das grosse Jahrhundert der Klostergründungen in Basel war das 13. Jahrhundert. Die Klosteranlage ist aber gut erhalten geblieben.

Das heutige Erscheinungsbild ist durch die Renovationsarbeiten von 1990 geprägt. In ungebrochener Kontinuität zum alten städtischen Waisenhaus wird die Kartause heute als sozialpädagogische Einrichtung betrieben.

(Quelle: F. Ackermann, Th. Wollmann, Klöster in Basel. Basel, 2009).

Korrektorin: Melinda Fechner

Calanca Biennale 2021

Die Biennale besteht aus zwei Teilen: den grafischen Illustrationen von 220 Künstlern und einem zeitgenössischen graniten Kunstwerk.

Das Projekt des Architekten Davide Macullo (1965), Mitglied von RossArte, einer Stiftung, die das Dorf Rossa in ein künstlerisches Juwel verwandelt, besteht aus 32 Granitblöcken aus dem Steinbruch von Alfredo Polti SA.

Dieses Kunstwerk stellt die tektonischen Platten dar. Die tektonischen Platten, die Europa mit Afrika verbinden, halten sich gegenseitig wie ein Sandwich. In der Geologie nennt man dies den „Krokodilskiefer“.

Künstler aus der ganzen Welt präsentieren in einem Wettbewerb rund 220 grafische Kunstwerke, die das „Krokodil“ darstellen

Die bildende Künstlerin Adria Nabekle hat das Projekt konzipiert und ist auch die Kuratorin.

Quelle und weitere Informationen: www.calancabiennale.com