Das Schloss Belvedere Maloja

Das Schloss Belvedere wurde 1884 vom Grafen de Renesse erbaut. Nach dessen Bankrott wurde es verlassen. Giovanni Segantini mietete 1898 das Schloss.

Nach Segantinis Tod im Jahr 1899 wurde es als Hotel ‘Nuovo Albergo Castello’, und später als Hochalpines Knaben- und Mädchen-Institut Schloss Belvedere geführt. Das Schloss beherbergt heute die Stiftung Pro Natura.

 Korrektorin: Melinda Fechner

Die St. Theodorskirche Basel

Die Kirche wurde erstmals um 1100 erwähnt. Der Bischof Burkhard von Fenis (ca 1040-1107) schenkte St.Theodor (Kleinbasel) dem Kloster St.Alban (Grossbasel).

Dem Bistum Konstanz war damals das Gebiet rechts des Rheines (Kleinbasel) unterstellt. Der Bischof von Basel hatte im 11./12. Jahrhundert jedoch den Besitz von St.Theodor. Die Kirche wurde umgebaut und von dem 1277 geweihten Bau stammen heute die untersten Teile der Fassade und die  zwei Türme.

Das Erdbeben von 1356 verwüstete und beschädigte die Kirche schwer. Die Erneuerung dauerte bis 1377. Als sich Gross- und Kleinbasel 1392 vereinigten, blieb der Status von St.Theodor als Eigentum des Basler Domkapitels unverändert.

Direkt neben St.Theodor liessen sich 1402 Kartäusermönche nieder (Siehe Swiss Spectator am 7. Juli 2021, die Kartause von Basel). Die Kirche ist seit 1529 Evangelisch-Reformiert. In den folgenden Jahrhunderten änderte sich das Gesicht der Kirche kaum.

(Quelle: www.altbasel.ch).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Die Ronmühle in Schötz

Die 400-jährige Ronmühle in Schötz (Kanton Luzern) beherbergt die rund 7000 Objekte des 2002 verstorbenen Paul Würsch.

In der alten Mühle finden Sie all jene Gegenstände, die das Leben der gewöhnlichen Menschen im Luzerner Hinterland während vieler Generationen prägten.

Die Sammlung  ist in verschiedenen Räumen im historischen Mühlengebäude zuordnet. Es entstanden beispielsweise ein Wohn-, ein Schlaf- und ein Schulzimmer, eine Küche, eine Werkstatt sowie zwei Räume mit kostbaren Fundstücken zum Volksglauben.

Die Räumen beherbergen religiöse und magische Dinge, Kuriositäten, Werkzeuge und Gegenstände des alltäglichen Lebens aus mehreren Jahrhunderten. Der Verein „Freunde der Ronmühle” hat such zum Ziel gesetzt, die Sammlung und Mühle dem Publikum zugänglich zu halten und die Geschichte und Kultur davon aufzuzeichnen.

(Weitere Informationen: Museum zur Ronmühle, www.ronmuehle.ch).

Die Abtei Pfäfers

Die Abtei Pfäfers (St Gallen) bildete im frühen Hochmittelalter das wichtigste Kulturzentrum in Nordrätien. Sie entstand um 740. Bis in die Neuzeit besass Pfäfers in Liechtenstein, im Sarganserland und Graubünden Güter und Rechte.

In der Reformation kam es zu einer grossen Krise. Es gelang jedoch nach und nach eine erste und zweite barocke Blüte des Klosters herbeizuführen. Mit dem Ende der alten Eidgenossenschaft im Jahr 1798 kam es zu einer Krise, von der sich das Kloster nicht mehr erholte.

1838 beschloss der Grosse Rat des Kantons St. Gallen das Kloster zu schliessen und zog den Besitz des Klosters an sich. Um 1850 wurde im Kloster eine psychiatrische Klinik eingerichtet.

(Quelle: Historsiches Lexikon der Schweiz, Pfäfers (Kloster) (hls-dhs-dss.ch, 18.01.2010).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Die Kirche St. Mauritius Appenzell

Die erste Kirche St. Mauritius in Appenzell (Kanton Appenzell Innerrhoden) dürfte um 1068-1071 entstanden sein. Die zweite Kirche wurde um das Jahr 1291-1300 an derselben Stelle errichtet.

Von 1488-1513 entstand die dritte Kirche mit der Unterkirche und dem heutigen noch erhaltenen mächtigen Turm und den spätgotischen Chor. Das Kirchenschiff wurde 1826 vollständig erneuert. Eine umfassende Innenrenovation erfolgte 1890-1892 und 1917 wieder eine Aussenrenovation.

Die letzte grosse Innenrenovation fand 1969-1971 statt. 1995/1996 wurde die Kirche aussen restauriert.

(Quelle: www.appenzell.ch).

Die erste Druckerei des Engadins

Jachen Andri Dorta gründete 1660 in diesem Haus in Scuol die erste Druckerei des Engadins. Es erschienen viele romanische Schriften und 1679 die ‘Heilige Bibel’ in romanischer Sprache (Bibla da Scuol), übersetzt durch die Pfarrer Jacob Dorta und Jachen Tönet Vulpius. La Gazetta ordinaria da Scuol, gedruckt von der Druckerei, war die erste Zeitung Graubündens.

Nach Abschluss des Bibeldruckes in Scuol nahm der Drucker Nuot Cla Janett seine hölzerne Handdruckpresse mit nach Tschlin und siedelte die Stamparia (Druckerei) 1689 später nach Strada um (heute das Stamparia Museum). Das Original der Presse steht im Rätischen Museum in Chur.

Stamparia Museum

Die Druckerei in Scuol machte weiter. 1743 erschien die zweite Auflage der Bibel und noch viele andere Publikationen bis es 1881 zur Schliessung der Druckerei kam.

(Quelle: www.museumscuol.ch, Museum d’Engiadina bassa).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Der Stausee Alp Albigna

Bereits im 19. Jahrhundert entstanden die ersten Pläne, im steilen Tal des Bergells (Kanton Graubünden) die Wasserkraft zu nutzen.

Die Überschwemmungen, welche das Bergell im Jahr 1927 heimsuchten, führten zum Bau der Hochwasserschutzmauer auf Alp Albigna.

Die Idee eines Speichersees war somit entstanden. Im Jahr 1955 begann das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich mit dem Staumauerbau.

Für die Unterkunft und Verpflegung der Arbeiter wurde unterhalb der Staumauer ein Barackendorf erstellt. Weil auf die hochgelegene Alp Albigna keine Strasse gebaut werden konnte, wurden zur Erschliessung der Baustelle drei Luftseilbahnen erstellt. Eine Seilbahn ist heute auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Seit dem Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 1959 dient der Lägh da l’Albigna als künstlicher Wasserspeicher für die Stromproduktion. Das Wasser wird in den Kraftwerken Löbbia und Castasegna turbiniert.

(Quelle: Schloss Belvedere,  Pro Natura Maloja).

Korrektorin: Melinda Fechner

Die Plantas und die Chesa Poult in Zuoz

Nach dem Zerfall des Römischen Reiches stand um das Jahr 500 das gesamte Engadin unter der Herrschaft der Ostgoten. Um 539 geriet das Land unter die Oberhoheit der Franken.

Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 843. Der Name Zuoz hängt wahrscheinlich mit suot (‚unter‘ auf Romanisch) zusammen. Um das Jahr 1000 besass der Bischof von Chur im Oberengadin zahlreiche Rechte und Güter.

Zuoz war zum Mittelpunkt dieser Herrschaft im Oberengadin geworden. Die Plantas waren die mächtigste und führende Familie im Oberengadin. Der Bischof von Chur verlieh Andreas Planta 1244 das Kanzleramt.

Die San-Luzi ist urkundlich seit 1139 als eine der Hauptkirchen des Oberengadins erwähnt. Der Wohnturm war der Wohnsitz der Plantas.

Die Chesa Poult

Der kubisch gegliederte Bau wurde, wie viele der Patrizierhäuser im Dorf, von einer Engadiner Familie erbaut, die durch die Rekrutierung von Söldnern zu Wohlstand gekommen war.

Die Familie Poult kaufte das Haus (chesa) im Jahr 1757. Der weitere Ausbau fand bis 1766 statt. Es ist ein kubisch gegliederter Bau mit zurückspringendem Mitteltrakt, der einen Wohnturm einschliesst und mit einem graziösen Giebelaufsatz bekrönt wird. Im Inneren befinden sich Täferstuben mit Rokoko-Elementen.

(Quelle: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Kunstführer durch die Schweiz, Band 2, Bern 2005).

Kapelle San Bastiaun. Die romanische Kapelle wurde im 13. Jahrhundert errichtet und nach der Reformation (1554) als Gotteshaus aufgegeben.

Die Kirche San Luzi ist neben St. Mauritius in St. Moritz und San Peter in Samedan eine der drei ältesten Tal- und Taufkirchen des Engadins. Die Kirche wurde 1200 im romanischen Stil errichtet. 1507 wurde die Kirche im spätgotischen Stil erweitert. Nachdem Zuoz im Jahr 1554 zum reformierten Glauben übergetreten war, wurde San Luzi zur evangelischen Kirche. Besonders sehenswert sind die Glasfenster von Augusto Giacometti, Giuseppe Scartazzini und die Bilder von Constant Konz und Gian Casty.

Der Planta-Turm (13. Jahrhundert)

Kulturarchiv Oberengadin