Die Begräbniskirche Sous-le-Scex

Der in der Nähe der historischen Altstadt von Sitten, südlich des Hügels Valeria gelegene archäologische Fundort Sous-le-Scex gehört zu den bedeutendsten seiner Art im Alpenraum.

Die frühchristliche Begräbniskirche aus dem 5. Jahrhundert zählt zu den am besten erhaltenen in ganz Europa.

Die bis ins 9. oder 10. Jahrhundert genutzte Begräbniskirche weist den Grundriss einer Basilika auf: ein grosser gedeckter Versammlungsraum mit einer Apsis.

Im 5. Jahrhundert diente die Kirche als gedeckter Friedhof und scheint erst ab dem 8. Jahrhundert für liturgische Feiern genutzt worden zu sein. Über 1000 Skelette wurden in rund 500 Gräbern, davon einige mehrmals benutzt, gefunden.

Ab dem 10. Jahrhundert wurde der Standort der Begräbniskirche aufgegeben. In der Folge gab es dort Obstgärten und Reben.

(Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz, Sitten, https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002802/2017-11-16).

Zernez, die Plantas und das Naturparkzentrum

Die Besitztümer der Herren von Tarasp, von Wildenberg und von Frickingen sind im 12. und Jahrhundert fassbar. Diese gingen an den Bischof von Chur und im 14. Jahrhundert an die Plantas von Zernez.

1367 fand in Zernez die Gründung des Gotteshausbundes 1367 statt. 1499 (Schwaben oder Engadiner Krieg) und 1622 (Bündner Wirren) wurde das Dorf zerstört.

Zernez trat 1553 der Reformation bei. 1609 stiftete Rudolf von Planta die frühbarocke Pfarrkirche. 1652 kaufte sich Zernez, wie das übrige Tal, von Österreich los.

Das 1968 in Zernez eingerichtete Nationalparkzentrum/Museum zog 2008 in einen Neubau und seit 2007 beherbergt das Schloss Wildenberg die Parkverwaltung.

(Quelle: Historisches Lexicon der Schweiz, Zernez, www.hls-dhs-dss.ch/de/articles/001525/2016-12-14/).

Die Gärten der Fondation Pierre Gianadda

Die Gärten der Fondation Pierre Gianadda in Martigny (Kanton Wallis) beherbergen interessante gallo-römische Überreste und eine reiche Flora in einer Umgebung aus Teichen, Bächen und Felsen.

Die antiken Gebäudereste  gehören zu einem heiligen Bezirk – zu einem Temenon – von 85 m Breite und 185 m Länge. Um 50. v. Chr. wurde ein einheimischer (keltischer) Tempel errichtet. In dieser zu römischer Zeit veränderte Tempel verehrte man einen keltischen Merkur.

Die Umfassungsmauer des heiligen Bezirks wurde später errichtet, um 50 n. Chr. Zum Temenos gehörten auch Thermen mit Empfängungsräumen.

Skulpturen nehmen einen immer wichtigeren Platz ein. Die Ausstellung von Schweizer Skulpturen im Jahr 1991 war der Anfang. Seitdem präsentiert der Park jedes Jahr neue Ausstellungen, oft zusätzlich zu den Ausstellungen, die die Stiftung im Museum zeigt.

Die Stiftung baut ihre Skulpturensammlung noch weiter aus. Heute befinden sich im Park siebenundvierzig Werke, die sowohl von den grössten Künstlern als auch von neuen Talenten geschaffen wurden. Der Park ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

(Quelle und weitere Informationen: Fondation Pierre Gianadda (www.gianadda.ch); Léonard Gianadda, La Sculpture et la Fondation, Martigny, 2008).

Die keltische Brücke von Cornaux

Seit 1965 ist Cornaux für Archäologen ein Begriff. Man stiess bei der zweiten Juragewässerkorrektion (1962-1973) bei zwischen Neuenburger- und Bielersee auf eine Holzbrücke über die Zihl aus dem 2. und 1. Jh. v.Chr.

Sie war 90 Meter lang und ruhte auf sieben Pfeilern, die je aus drei Pfählen und zwei schrägen Seitenstützen bestanden. Darauf lagen Balken und darüber Rundhölzer als Brückenbelag aus der späten Latènezeit. Dendrochronologisch konnte bestimmt werden, dass das Eichenholz im Jahr 116 v. Chr. gefällt worden war.

Bereits zu Beginn des 13. Jh. gab es in Cornaux. eine  landwirtsschaftliche Nutzungsgemeinschaft, die sich aber erst im 15. Jh. als Gem. konstituierte. Bis 1848 gehörte das Dorf zur Kastlanei Thielle.

Die politische. Gemeinde gibt es seit 1869. Die romanische Kirche Saint-Pierre ist seit 1228 belegt und gehörte zum Dekanat Solothurn (Diözese Lausanne).

(Quelle: Historisches Lexicon der Schweiz, Cornaux, www:hls-dhs-dss.ch/de/articles/002847/2006-09-12).

Der VR-Matterhorngipfel

Das Projekt (Red Bull the Edge: A Matterhorn VR experience) ist das Ergebnis einer innovativen und langjährigen Zusammenarbeit zwischen Schweizer und internationalen Pionieren.

Diese entwickelten die Idee der Genfer Filmproduzenten Stefan Lauper und Consuelo Frauenfelder weiter.

Dank völlig neuer 3D-Technologie verwandelte eine Agentur die Drohnenaufnahmen in ein interaktives und sehr realitätsnahes Kletterabenteuer, welches den unerreichbaren Berg für alle zugänglich macht.

Nach einem Video Briefing geht es, ausgerüstet mit VR-Brille und Klettergurten, Richtung Matterhorngipfel, die Kletterwand hinauf. Windsimulationen und die Geräuschkulisse sorgen für eine Verschmelzung der virtuellen und der realen Welt.

Während der 3-jährigen Entwicklungszeit arbeitete man eng zusammen mit Bergführern, Kletterer, Ingenieuren und Motion-Capture-Spezialisten.

In der Ausstellung kann man ausserdem mehr über den Mythos Matterhorn, die lange Tradition der Bergführer und Bergrettung, Innovationen und Bergbahnen erfahren.

Im Obersten Stock des Kletter-Pavillons lässt sich zudem ein wunderschöner VR-Ausblick auf den Berg geniessen.

(Quelle und weitere informationen: www.verkehrshaus.ch).

 

Die Berner Schlösser

Das Schloss – Kaum ein anderes Gebäude übt eine stärkere Faszination aus, setzt die Fantasie in Gang und bietet sich verlockender für Ausflüge und Entdeckungstouren an.

Die Vielfalt der Berner Schlösser ist enorm. Keines ist wie das andere, jedes hat seine Eigenheiten und Geschichte(n). Dauer- und Sonderausstellungen setzen Akzente, lenken den Blick und machen Lust auf mehr. Umgeben von Pärken und Gärten oder thronend auf hohem Fels laden die Berner Schlösser zum Besuch ein.

Elf Berner Schlösser und ihre Ausstellungen präsentieren sich auf einen Blick: Schloss Münsingen, Schloss Thun, Schloss Oberhofen, Schloss Spiez, Schloss Landshut, Schloss Burgdorf, Schloss Laupen, Schloss Jegenstorf, Schloss Hünegg, Schloss Thunstetten und Schloss Belp.

(Quelle und weitere Informationen: www.berner-schloesser.ch).

 

Anestre wurde zum Ins

Bereits in der Jungsteiszeit (4000-1800 v.Chr.) war die Gegend um das Dorf Ins (Kanton Bern) Besiedelt.  Auch die Römerzeit hinterliess ihre Spuren.

Aus dem frühen Mittelalter stammt 851 die erste Erwähnung: Villa de Anes. 1009 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung in der altfranzösischen Form Anestre.

Zu Beginn des 13. Jahrhundert gehörte Anestre noch zur französischsprachigen Grafschaft Neuenburg-Nidau. Savoyen  erwarb 1376 das Dorf zusammen mit der Herrschaft Erlach (Cerlier auf Französisch) . Bern eroberte während der Burgunderkriege (1476-1477) die Herrschaft Erlach und Anestre. Ins ist seitdem deutschsprachig und Teil des Kantons Bern.

(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Ins)

Eindrücke aus Ins