Die Gärten der Fondation Pierre Gianadda
29 Juni 2021
Die Gärten der Fondation Pierre Gianadda in Martigny (Kanton Wallis) beherbergen interessante gallo-römische Überreste und eine reiche Flora in einer Umgebung aus Teichen, Bächen und Felsen.
Die antiken Gebäudereste gehören zu einem heiligen Bezirk – zu einem Temenon – von 85 m Breite und 185 m Länge. Um 50. v. Chr. wurde ein einheimischer (keltischer) Tempel errichtet. In dieser zu römischer Zeit veränderte Tempel verehrte man einen keltischen Merkur.
Die Umfassungsmauer des heiligen Bezirks wurde später errichtet, um 50 n. Chr. Zum Temenos gehörten auch Thermen mit Empfängungsräumen.
Skulpturen nehmen einen immer wichtigeren Platz ein. Die Ausstellung von Schweizer Skulpturen im Jahr 1991 war der Anfang. Seitdem präsentiert der Park jedes Jahr neue Ausstellungen, oft zusätzlich zu den Ausstellungen, die die Stiftung im Museum zeigt.
Die Stiftung baut ihre Skulpturensammlung noch weiter aus. Heute befinden sich im Park siebenundvierzig Werke, die sowohl von den grössten Künstlern als auch von neuen Talenten geschaffen wurden. Der Park ist für die Öffentlichkeit zugänglich.
(Quelle und weitere Informationen: Fondation Pierre Gianadda (www.gianadda.ch); Léonard Gianadda, La Sculpture et la Fondation, Martigny, 2008).
