Der Regionalpark Pfyn-Finges

Zwölf Gemeinden in der Region zwischen Sierre und Gampel (Kanton Wallis) bilden den Regionalpark Pfyn-Finges. Der Fluss Rhone fliesst durch das Tal und den Park, aber die Region bleibt aussergewöhnlich trocken.

Lawinen, Erdrutsche, Brände und Trockenheit haben eine besondere Landschaft geschaffen. Davon zeugt auch die Flora und Fauna (Kiefern, (kleine) mediterrane Säugetiere, Vögel und Insekten). Das Gebiet ist einer der grössten zusammenhängenden Kiefernwälder des Landes. Darüber hinaus ist der Park ein ideales Gebiet zum Wandern und Radfahren.

(Quelle: www.pfyn-finges.ch).

Korrektorin: Melinda Fechner

Metzerlen-Mariastein

Eine eiserne Lanzenspitze, die in der Nähe des sogenannten „Heidloch“ gefunden wurde, deutet auf Bewohner aus der Eisenzeit hin (800 – 58 v. Chr.). Diese Rauracher schlossen sich dann wohl auch 58 v. Chr. dem grossen Auszug der Helvetier an.

Von Augusta Raurica her (Kasieraugst) wurde das Gebiet von den Römern besiedelt. Zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert besetzten die Alemannen die verlassenen römischen Siedlungen.

Die erste urkundliche Erwähnung „Metzerlon“ stammt aus dem Jahre 1194. Das Kloster Mariastein wurde im Jahr 1655 eingeweiht.

(Quelle: www.metzerlen.ch).

Das Calfeisental und die Walser

Vor mehr als 700 Jahren wanderten die Walser aus dem Oberwallis vom Goms ins Calfeisental ein. Die Herkunft der Walser und die Gründe für ihre Auswanderung sind unklar, vielleicht Überbevölkerung. Auf jeden Fall zeugen die Architektur und die Kultur noch immer von diesem Erbe.

Das Calfeisental wird auch als das am wenigsten bekannte Tal der Schweiz bezeichnet. Wenn es schon bekannt ist, dann hauptsächlich wegen der Lawinen vor 350 Jahren. Heute sind es Felsstürze und Erdrutsche, die das Tal ins Licht der Öffentlichkeit rücken.

Zu Unrecht, denn das Tal hat viel zu bieten. Nicht nur das Dorf St. Martin, die dem heiligen Martin geweihte Kirche wird im Volksmund Chirchli genannt, sondern auch der Stausee und die vielen Kleinode der Walser Architektur und Kultur und natürlich die beeindruckende Natur lohnen einen Besuch.

(Quelle: www.graubuenden.ch).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Die Akademie für Architektur in Mendrisio

Die Accademia di Architettura, die Akademie für Architektur, wurde 1996 in Mendrisio (Kanton Tessin) gegründet.

Einer der Initiatoren war der Architekt Mario Botta (1947). Ausgangspunkt war ein interdisziplinäres Zentrum von Fachrichtungen mit der Architektur im Zentrum.

Die Akademie beherbergt verschiedene Disziplinen wie Biologie, Philosophie, Genetik und (angewandte) Kunst, eine neue Synthese aus technischem Wissen, Geistes- und Sozialwissenschaften, praktischen Fähigkeiten und kritischem und historischem Denken.

Das fünfundzwanzigjährige Bestehen der Akademie wird mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert. Die Akademie hat derzeit 800 Studenten aus 40 Ländern.

(Quelle und weitere Informationen: www.arc.usi.ch).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Die Kartause von Basel

Die formelle Aufnahme des Klosters in den Ordensverband der Kartäuser erfolgte 1407. 1408 begannen die Bauarbeiten an der Kirche und an anderen Klostergebäuden.

Das Basler Konzil (1431-1449) bedeutete für die Kartause wie für andere Basler Klöster eine (kulturelle) Blütezeit. Zahlreiche Konzilsteilnehmer und andere Besucher versuchten sich in der Konzilstadt mit Stiftungen zu manifestieren.

In der Folge flossen umfangreiche Stiftungen in Bau und Ausstattung von Kloster und Kirche. Zu den Stiftern zählten Kardinäle, Erzbischöfe, Äbte, Bürgerliche und Adelige. Eine Stifterin war Herzogin Isabella von Burgund, Gemahlin von Herzog Philipp dem Guten und Mutter von Karl dem Kühnen. Als Gegenleistung sollten Messen gelesen werden.

1536 verbot die Stadt während der Reformation die Wahl eines neuen Priors. Der letzte Kartäuser starb 1564 als letzter Basler Mönch.

Da die Stadt auf eine unfreiwillige Entfernung verzichtet hatte, konnte sie erst 1564 über die Klostergebäude verfügen.

Die Kartause 1408 gilt als ein später Nachzügler. Das grosse Jahrhundert der Klostergründungen in Basel war das 13. Jahrhundert. Die Klosteranlage ist aber gut erhalten geblieben.

Das heutige Erscheinungsbild ist durch die Renovationsarbeiten von 1990 geprägt. In ungebrochener Kontinuität zum alten städtischen Waisenhaus wird die Kartause heute als sozialpädagogische Einrichtung betrieben.

(Quelle: F. Ackermann, Th. Wollmann, Klöster in Basel. Basel, 2009).

Korrektorin: Melinda Fechner

Calanca Biennale 2021

Die Biennale besteht aus zwei Teilen: den grafischen Illustrationen von 220 Künstlern und einem zeitgenössischen graniten Kunstwerk.

Das Projekt des Architekten Davide Macullo (1965), Mitglied von RossArte, einer Stiftung, die das Dorf Rossa in ein künstlerisches Juwel verwandelt, besteht aus 32 Granitblöcken aus dem Steinbruch von Alfredo Polti SA.

Dieses Kunstwerk stellt die tektonischen Platten dar. Die tektonischen Platten, die Europa mit Afrika verbinden, halten sich gegenseitig wie ein Sandwich. In der Geologie nennt man dies den „Krokodilskiefer“.

Künstler aus der ganzen Welt präsentieren in einem Wettbewerb rund 220 grafische Kunstwerke, die das „Krokodil“ darstellen

Die bildende Künstlerin Adria Nabekle hat das Projekt konzipiert und ist auch die Kuratorin.

Quelle und weitere Informationen: www.calancabiennale.com

Die Grande Cariçaie

Die Grande Cariçaie nimmt das gesamte Südufer des Neuenburgersees ein (45 km). Sie beherbergt mehr als 800 Pflanzenarten und mehr als 10 000 Tierarten, d. h. rund einen Viertel der schweizerischen Flora und Fauna.

Der Name Carex lässt sich auf das lateinische Wort carectum zurückführen, das eine mit Riedgräsern bewachsene Fläche beschreibt. Die Grande Cariçaie heisst also eine grosse mit Riedgräsern bewachsene Fläche.

Sie besteht aus 8 Naturschutzgebieten in den Kantonen Waadt, Freiburg und Neuenburg und ist fast 3‘000 Hektaren gross.

 Die Vielfalt der Natur, der Flora und Fauna sowie die Anzahl der Tier- und Pflanzenpopulationen haben die Grande Cariçaie weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt gemacht. Sie gehört auch zum Netzwerk der Ramsar-Gebiete.

(Quelle und weitere Informationen: www.grande-caricaie.ch).

Das Schloss von Auvernier

Das Schloss wurde 1559 von Blaise Junod, dem Einnehmer der Herrschaft Valangin, erbaut. Zu dieser Zeit gehörte die Grafschaft Neuenburg zum französischen (Königs-)Haus Orléans-Longueville. Die Grafschaft war also ein Fürstentum.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass der neue Besitzer, Jean-Jacques Tribolet, in der Armee von Heinrich von Navarra, dem späteren Heinrich IV, König von Frankreich (1553-1610), diente. Sein Nachfolger Pierre Chambrier (1542-1609), Staatsrat der Grafschaft Neuenburg, erweiterte das Schloss nach 1603.

Das Eingangstor stammt aus dem Jahr 1740. Der Weinbau war der Hauptwirtschaftszweig des Gutes, das sich auch heute noch in Privatbesitz befindet.

Die Schlossherren haben eine beeindruckende Militärlaufbahn hinter sich: vor dem König von Frankreich, Savoyen und der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen, Gouverneur des Fürstentums Neuenburg, Kammerherr des Königs von Preussen (Fürst von Neuenburg von 1707 bis 1857), Freund von Jean-Jacques Rousseau und Staatsrat des Fürstentums.

Korrektorin: Melinda Fechner

Cossinus, Cossonus oder Cossonay

Cossonay (Kanton Waadt) ist vom gallorömischen Namen Cossinus oder Cossonus abgeleitet. Im Mittelalter wurde er zu Cossinacum oder Cossonacum.

Das erste Dokument mit dem Namen Cossonay stammt aus dem Jahr 1096. Uldric von Cossonay schenkte dem Kloster von Romainmôtier seine Güter in Cossonay.

Im Jahr 1405 starb das Geschlecht der Herren von Cossonay aus und die Herzöge von Savoyen übernahmen die Stadt. Im Jahr 1536 eroberte Bern die Stadt und regierte sie bis 1798.

Diese Stadt hat viele interessante Sehenswürdigkeiten: Die Kirche St. Pierre (die ersten Fundamente stammen aus dem achten Jahrhundert), das Schloss, die Prieuré aus dem elften Jahrhundert, mittelalterliche Stadtmauern und Türme (darunter die Porte de Morges) und Strassen (darunter die Ruelle Punaise), das Haus des Banneret (16. Jahrhundert) und zahlreiche andere Gebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

(Quelle und weitere Informationen: www.cossonay.ch)