Der NaturErlebnispark Schwägalp/Säntis

Das Gebiet ist eine Kulturlandschaft, welcher eine 1000jährige Tradition zugrunde liegt. Die Themenwege und der Geologie-Steinpark vermitteln viel Wissenswertes über die Wälder, die Alpwirtschaft und die Moorlandschaft und das Leben in dieser einzigartigen Landschaft.

In den tiefer liegenden Teilen der Moorlandschaft werden die Flachmoore als Streuwiesen genutzt. Streuwiesen sind Rietwiesen, die erst im Spätsommer gemäht werden, wenn sie bereits versamt haben. Die Artenvielfalt der Wiesenpflanzen bleibt so erhalten.

Sehr eindrücklich sind die in Terrassen liegenden Moore der Schwägalp, der Lütisalp, der Säntisalp und der Potersalp. In den bewaldeten Teilen der Landschaft liegen die Hoch- und Flachmoore in zahllosen kleineren und grösseren Lichtungen verstreut.

Die Moorlandschaft weist ausserhalb der Moore eine grosse Vielfalt an Biotopen auf.

Das im Südwesten anschliessende Gebiet ist eine wertvolle Alp-Kulturlandschaft mit vielfältigen, natürlichen und kulturbedingten Elementen.

Die Besiedlung der Moorlandschaft ist in ihrer typischen Struktur weitgehend erhalten geblieben und besteht aus Alpgebäuden in traditioneller Bauweise.

Quelle: www.naturerlebnispark.ch

 Korrektorin: Melinda Fechner

Die Felskulisse des Säntis-massivs

Schon um das Jahr 850 erwähnte ein Mönch aus dem Kloster St. Gallen in einem Brief den Säntis.

Der Benediktiner-Pater Desiderius Wetter (1702-1751) berichtete in seiner Chronik, dass am 14. November 1680 zwei Geistliche und ein Naturforscher aus Zürich mit einem Führer aus Innerrhoden auf den Säntis stiegen, um einen Kometen mit Schweif möglichst auf grosser Höhe besichtigen zu können.

Bis heute hat sich das nicht geändert, nur die Steigung ist viel einfacher. Seit mehr als hundert Jahren ist der Säntis geprägt von technischen Errungenschaften, wie der Meteorologie, der Seilbahntechnik und der Telekommunikation.

Die mächtige, schichtartig aufgebaute Felskulisse des Säntis-massivs  (Kanton Appenzell Ausserrhoden), bildet geografisch wie geologisch den Nordrand der Alpen, der sich kantig und steil über sein gewelltes Vorland erhebt.

Die Felswand offenbart grosse Unterschiede. Es gibt helle und dunkle, harte und weiche, vegetationslose und von Vegetation bedeckte Gesteinsschichten.

Sie alle wurden in der Kreidezeit vor etwa 142 bis 87 Millionen Jahren unter stets wechselnden Umwelteinflüssen in einem Meer des damaligen europäischen Kontinentes abgelagert. In der Kreidezeit lag der Meeresspiegel deutlich höher als heute, auch das Klima war beträchtlich wärmer. Jede Schicht entspricht einem bestimmten Zeitabschnitt.

Diese virtuelle Zeitreise (zu sehen im Steinpark) beginnt vor 142 Millionen Jahren und endet bei 11 Millionen Jahren. Die Gesteine erzählen von Korallenriffen in einem tropischen Meer, von Ebbe und Flut, von Flüssen und von dramatischen Umweltveränderungen.

Quelle: Martin Wyss, Hans Aeschlimann, Luzi Matille, Säntis Steinpark.

 Korrektorin: Melinda Fechner

Emma Kunz in Appenzell Ausserrhoden

Emma Kunz (1892-1951) war eine Künstlerin, Heilerin und Forscherin. Sie lebte von 1951 bis 1963 in Waldstatt (Kanton Appenzell Ausserrhoden).

Für sie waren ihre Zeichnungen und Illustrationen keine Kunst, sondern mit ihrer Arbeit als Heilerin verbunden.

Der Inhalt ihrer Entwürfe und Illustrationen war ein Leitmotiv für ihren Beruf. In ihren eigenen Worten: „Mass und Zahl Ausdruck einer Erkenntnis, die in einem primären Erleben der Natur und den eigenen Person würzelt„.

(Quelle: Zentrum Emma Kunz, Würenlos).

Das Appenzeller Schloss und Kloster

Das Schloss mit spätgotischen und Renaissance-Elementen  wurde 1563-1570 nach dem grossen Dorfbrand von 1560 vom Arzt Anton Löw (1535-1584) errichtet. Appenzell wurde 1585 Besitzer.

1688 ging das Schloss wieder in den Privatbesitz über. Die klassizistischen Anbauten erfolgten um 1840. 1613 bezogen die ersten Kapuzinerinnen das Schloss, bis ihnen ab 1682 das neu erbaute Kloster nebenan zur Verfügung stand.

Der Bau der Klosterkirche in manieristisch-frühbarockem Stil war in den Jahren 1619-1621. Die Kirche wurde 1860-1866 in neu-romanischem Stil renoviert.

 Korrektorin: Melinda Fechner

Das Dorf und der Kanton Appenzell Innerrhoden

Das Dorf Appenzell ist mit seinen 5800 Einwohnern Hauptort des kleinsten Schweizer Kantons. Es ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Kantons Appenzell-Innerrhoden.

Die Pfarrei Appenzell wurde im Jahr 1071 gegründet. Der Bau der Kirche St. Mauritius hat schon im Jahr 1069 stattgefunden. Sie war eine Kirche des Klosters St. Gallen. Um 1300 war der Neubau im spätromanischen Stil, 1488-1513 im spätgotischen Stil.

Die Kirckhöri in Appenzell und die äusseren Rhoden beschlossen 1597 mit Unterzeichnung des Landteilungsbriefes das Land friedlich in das katholische Innerrhoden und das reformierte Ausserrhoden aufzuteilen.

Mit einführung der Bundesverfassung im Jahr 1848 wird allen Reformierten Schweizbürgern erlaubt, sich in Innerrhoden niederzulassen. Um 1900 werden 373  Protestanten gezählt, etwa 3,5% der Bevölkerung, bald danach wurde die erste reformierte Kirche erbaut. Diese Kirche zählt heute 1255 Mitglieder im katholischen Kanton.

Kloster Münsterlingen

Das Kloster wurde um 986 gegründet. Der Ort wurde Monasteriolum und später Münsterlingen genannt. Die Kirchenpatronen waren Remigus, Walburga und Scholastika.

Im Jahr 1524 hielt die reformierte Lehre in Münsterlingen Einzug. Im Jahr 1533 wurde die alte Klosterkirche für beide Konfessionen zugelassen. Im Jahr 1549 kamen zur Erneuerung des katholischen Glaubens Benediktinerinnen aus Engelberg.

Das Kloster wurde 1711 bis 1716 in der Zeit der Hochbarock neu errichtet und 1727 vom Bischof von Konstanz geweiht. Baumeister und Architekt war Franz Beer von Blaichten(1660-1726).

Vor dem Altar sind Elemente des Bandeswerks im Régencestil enthalten. Das Gitter aus 1736 und die Deckmalereien sind gut erhalten. Das goldene Fenster oberhalb des Hochaltars ist eine weitere Besonderheit. Das Kloster wurde 1848 aufgehoben und als Kantonsspital eingerichtet. Die Kirche ist heute die Pfarrkirche des Dorfes.

(Quelle: www.muensterlingen.ch).

Romanshorn

Romanshorn (Kanton Thurgau) und die Alte Kirche wurden erstmals erwähnt in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 779.

Die frankische adelige Waldrata vermachte ihren Besitz in ‘Rumanishorn’ dem Kloster St. Gallen. Im Schloss residierten die Vögte des Klosters. Die alte Kirche wurde seit 1563 von beiden Konfessionen genutzt. Das neue Schloss (heute ein Restaurant) wurde 1404 errichtet,

Während tausend Jahren, bis 1798, unterstand das Fischerdorf der Herrschaft der St. Galler Äbte. Ab  Mitte des 19. Jahrhunderts kamen vermehrt Güter von Lindau her und mussten über den Bodensee geschifft werden.

Mit dem Bau des grössten Hafens am Bodensee und des Bahnhofs im Jahr 1855 entwickelte sich das kleine Dorf zur Hafenstadt. Romanshorn wurde zum Verkehrsknotenpunkt.

Quelle und weitere Informationen: www.romanshorn.ch).

Die alte Innbrücke von Scuol

Der Torturm am linken Innufer stand als Befestigung an der Brücke. Durch sein Portal führte der alte rechtsufrige Talweg von Ardez über Tarasp nach Scuol, sowie der Weg von Scuol nach S-Charl. Wahrscheinlich wurden sie im 16. Jahrhundert errichtet.

Die Toröffnungen sind rundbogig. Das Walmdach ist mit Kupfer bedeckt,  das Mauerwerk wurde später mit Sgrafitto dekoriert. Die Wappen der drei Bünde über dem Tor tragen die Jahreszahl 1661.

 Korrektorin: Melinda Fechner

Das Alte Badehaus Pfäfers

Nach der Überlieferung, wurde die Tamina Therme um 1240 entdeckt. Sie wurde urkundlich erstmals 1382 erwähnt. Die Äbte des Klosters  Pfäfers errichteten im 14. Jahrhundert  das erste Badehaus.

1704-1718 wurde die älteste erhaltene barocke Bäderanlage der Schweiz erbaut. Der monumentale Bau lässt die jahrhunderte alte Bäderkultur erahnen. Viele illustre Kurgäste liessen sich von der Heilwirkung des Wassers überzeugen. Das Badehaus ist heute ein Kulturzentrum.

(Quelle: www.altes-bad-pfaefers.ch).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Industriestandort Glarus

Das Dorf Glarus war immer das Verwaltungszentrum des Kantons Glarus. Hier findet jedes Jahr seit 600 Jahren am ersten Maiensonntag die Landsgemeinde statt.

Schon um 1740 begann die Industrialisierung des Kantons. In diesem Jahr wurde in einem Gewerbsbetrieb im Oberdorf erstmals im Kanton mit Zeugdruckereien experimentiert.

Bald entstand eine wachsende Anzahl von Textil- und Baumwolldruckereien. Um 1860 gab es im Gemeindegebiet sechs grosse Druckfabriken mit rund 1800 Beschäftigten.

Spezializierte Zulieferer entstanden und Banken, Versicherungen und eine eigene Börse liessen sich nieder. 1859 erreichte die Eisenbahn Glarus. Sie ermöglichte die breite Verwendung von Steinkohle.

Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert brachte den Niedergang dieser Industrie. Handwerk, Dienstleitungen und Verwaltung haben jedoch überlebt.

(Quelle: www.gl.ch).