Nach der Ausstellung « Fenster, von der Renaissance bis heute. Dürer, Monet, Magritte… » von 2013 setzt die Fondation de l’Hermitage ihre Erkundung grosser Themen in der westlichen Ikonografie fort, um die vielfältigen Facetten des Schattens zu entdecken. Eine Auswahl von nahezu 140 Werken bietet einen Überblick über 500 Jahre Kunstgeschichte mittels so unterschiedlichen Kunstformen wie Malerei, Installation, Plastik, Grafik, Zeichnung, Papierschnitt, Fotografie und Video. Diese Meisterwerke zeugen vom anhaltenden Interesse der Künstler am Thema: im Selbstbildnis (Rembrandt, Delacroix), in perspektivischen Arbeiten (Bandinelli, de Hooch), in der Hell-Dunkel-Malerei (Cambiaso, Jordaens, Wright of Derby) oder bei der Dramatisierung von Landschaften bei den Romantikern (Friedrich, Carus, Bendz). Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören die Schatten bei den Impressionisten (Monet) und den Postimpressionisten (Cross, Sorolla), aber auch ein Teilbereich, in dem die unheimlichen und unwirklichen Schatten von Symbolisten (Degouve de Nuncques, Spilliaert), Expressionisten (Munch), Surrealisten (Dalí, Magritte, Ernst) und Künstlern der Neuen Sachlichkeit (Schad, Stoecklin) miteinander konfrontiert werden. Die Verwendung des Schattens im modernen und zeitgenössischen Kunstschaffen wird anhand von typischen Werken von Picasso, Warhol und Boltanski oder aber Kosuth aufgezeigt. Videokünstler (Acconci, Otth, Maisonnasse) bieten ihrerseits eine Neuinterpretation der grossen Ursprungsmythen und Kunst und Wissen miteinander verbinden. Eine umfassende fotografische Abteilung zeigt, dass dieses Thema auch der Fotografie folgt.