(English) The bridge Sainte-Apolline brug in Villars-sur-Glâne

Die Existenz der Brücke (Pont) de Sainte-Apolline in Villars-sur-Glâne in der Nähe der Abtei von Hautrive (Kanton Freiburg) wurde erstmals 1243 schriftlich bestätigt. Die erste Steinbrücke wurde um 1508 als Ersatz für die Holzbrücke gebaut.

Die Kapelle wurde erstmals 1147 erwähnt. Die heilige Apolline wurde 248 in Alexandria verbrannt, nachdem ihr die Zähne gezogen worden waren; aus diesem Grund wird sie bis heute für schlechte Zähne und Zahnschmerzen verantwortlich gemacht und wurden in der Nähe der Kapelle zahlreiche verfaulte Zähne gefunden!

Die Pont de Sainte-Apolline und die Kapelle liegen auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostella.

(Quelle und weitere Informationen: www.fribourgtourisme.ch)

Le Pont de Sainte-Apolline. Vignette ornant la carte communale de 1851

 

Schloss Vullierens, seine Kunst und sein Garten

Jede Stadt, jedes Dorf, ja sogar jeder Weiler in der Schweiz hat eine oder mehrere historische, kulturelle oder natürliche Eigenheiten. Was sie alle gemeinsam haben, ist eine Umgebung mit viel Flora.

Die Stadt Morges (Kanton Waadt) am Genfersee ist unter anderem bekannt um ihr jährliches Tulpenfest, die Hochzeit von Audrey Hepburn im Jahr 1969 und den niederländischen General Hendrick Jan van Oyen (1750-1821) in französischen und dann in Schweizer Diensten.

Das Ufer des Genfersees ist von Montreux bis Genf mit seinem wunderschönen botanischen Garten ein grosses Blumenfest.

Im Landesinneren, nur wenige Kilometer von Morges entfernt, liegt das Schloss von Vullierens. Es hat seinen Namen vom Dorf Vullierens. In der Römerzeit stand an der Stelle des Schlosses eine Villa.

Im Jahr 1712 errichtete der Besitzer ein neues Schloss nach französischem Vorbild. Der unmittelbare Anlass war der Bau eines neuen Schlosses im nahe gelegenen L’Isle. Das Schloss befindet sich noch immer im Besitz derselben Eigentümer und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Die Gärten und der angrenzende Park sind jedoch zu besichtigen. Sie bieten nicht nur einen atemberaubenden Blick auf die Alpen, den Mont Blanc und den Genfer See, sondern sind auch ein Ziel für Liebhaber von Blumen, Bäumen und Pflanzen, Architektur und Skulpturen.

Neben einer der grössten Iris-Sammlungen Europas mit mehr als 400 verschiedenen Arten bilden rund 110.000 Blumen in beeindruckenden Rosengärten, Tulpenfeldern, Rhododendren und verschiedenen anderen Arten ein wunderschönes Mosaik aus Farben.

(Quelle und weitere Informationen: Château de Vullierens)

Korrektorin: Giuanna Egger-Maissen

Das Schloss

und seine Kunst und sein Garten und Park

 

 

 

Die Umgebung

Portes des Iris

Laupen, eine schweizerische Geschichte

Die Schweiz hat nicht nur eine interessante Geschichte, sondern sie wird auch sorgfältig gepflegt. Nicht nur von verschiedenen Organisationen auf nationaler oder kantonaler Ebene, sondern meist auch durch lokale Initiativen. Jede Reise führt zu einer oder mehreren interessanten kulturhistorischen Begegnungen.

Kleine Städte oder Dörfer haben zum Beispiel oft eine grosse Vergangenheit, sei es als langjährige souveräne Republik, als kleinste Bischofsstadt oder Äbtestadt oder als bedeutende mittelalterliche Festungsstadt.

Die Stadt Laupen (Kanton Bern) ist die Geschichte der Schweiz im Kleinen. Schon die Römer benutzten die Strasse bei Laupen, um die Flüsse Saane und Sense zu überqueren. Sie war eine wichtige Verbindungsstrasse zwischen der bedeutenden römischen Stadt Aventicum (dem heutigen Avenches) und der alten keltischen Siedlung auf der Engehalbinsel bei Bern.

Nach dem Abzug der Römer (im frühen 5. Jahrhundert) bewohnten Alemannen und romanisierte Kelten (Gallo-Romanen) das Gebiet. Nach den Merowingern und dem Karolingerreich herrschten von 888 bis 1032 die Burgunder über das Gebiet.

Der Burgunderkönig Rudolf II. (880-937) errichtete auf dem Hügel wegen seiner strategischen Lage an der Strasse und der Brücke über die Saane und die Sense die erste Festung. Daraus entwickelte sich im 12. Jahrhundert eine Burg.

Auf die Burgunder folgte eine Periode aufeinanderfolgender Herrscher. König Rudolf I. von Habsburg (1218-1291) verlieh der Siedlung am Fusse der Burg 1275 Stadtrechte und den Status einer freien Stadt (Reichsunmittelbarkeit).

Die Einwohnerzahl war in diesem Jahrhundert zwar gering (250), aber die strategische Bedeutung und das Prestige waren umso grösser. Laupen hatte den gleichen Status wie das nahe gelegene, viel grössere Bern, Solothurn, Basel, Freiburg oder Murten.

Johann Ludwig Nöthiger (1719-1782), Schloss und Stadt Laupen, 1744. Sammlung: Zentralbibliothek Zürich

Lokale und europäische Herrscher hatten ein Interesse daran, sie zu erwerben, und die Burg wechselte oft den Besitzer (die Herzöge von Zähringen und die Habsburger, die Grafen von Kyburg und Savoyen, die Herren von Grandson und Thurn waren für kurze oder längere Zeit Besitzer).

Doch 1324 tat Bern das, was es am besten konnte: Die Stadt kaufte die Herrschaft Laupen und machte sie zur Vogtei. Andere Herrscher waren weniger begeistert und ein breites Bündnis (Freiburg, Habsburg, Kyburg, die Bistümer Basel, Lausanne und Sitten) erklärte Bern 1339 den Krieg.

Bern wurde jedoch von Solothurn und den Orten der Innerschweiz unterstützt und gewann den Laupenkrieg unter der Führung von Rudolf von Erlach (1299-1360).

Bern, Denkmal für Rudolf von Erlach (1299-1360)

Schloss und Stadt gewannen in den folgenden Jahrhunderten zunehmend an Attraktivität. Die Burg wurde zur Residenz des Landvogts von Bern (mit Rittersaal und anderen Merkmalen einer zeitgenössischen Residenz).

Die Stadt hatte drei Türme, Stadtmauern, Plätze und Stadtpaläste. In der Altstadt sind noch mehrere Gebäude aus dem 13. und 14. Jahrhundert erhalten, und der mittelalterliche Stadtkern ist noch weitgehend intakt.

Mit dem Bau der neuen Holzbrücken bei Gümmenen und Neuenegg im 15. Jahrhundert sank jedoch die wirtschaftliche und strategische Bedeutung der Stadt. Auch die Flüsse überschwemmten die Region regelmässig.

Viele Einwohner und  Einwohnerinnen wanderten aus. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts blühte die Stadt wieder auf. Das Schlossmuseum zeigt diese faszinierende Geschichte.

(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Laupen)

Korrektorin: Giuanna Egger-Maissen

Impressionen von Laupen

   

 Aussichtspunkt auf die Burg

Der Schiffenensee, seine Natur, Magdalenen-Einsiedelei, Schlösser und Geschichte

Der Schiffenensee (französisch Lac de Schiffenen) ist ein Stausee im Kanton Freiburg. Der See liegt im Saanetal, benannt nach dem Fluss Saane (Sarine auf Französisch).

Der Staudamm in der Nähe der Dörfer Kleinbösingen und Gurmels wurde 1963 fertiggestellt, worauf sich das Tal füllte und für seine Bewohner eine neue Ära begann.

Kleinbösingen, die St. Jakobskirche mit den römischen Säulen

Nach dem Staudamm fliesst die Saane weiter, um bei Oltigen (Kanton Bern) in die Aare zu münden. Auf der anderen Seite des Sees markiert die berühmte Viaduc de Grandfey Brücke (1862) bei der Stadt Freiburg das andere Ende des Sees.

Der Staudamm

Die Länge des Sees beträgt etwa 13 Kilometer und die maximale Breite weniger als 500 Meter, aber an den meisten Stellen ist er viel schmaler, so dass der See wie ein Fjord aussieht.

An den Ufern des Sees liegen noch mehrere andere Dörfer, darunter Barberêche, Düdingen, Granges-Paccot und La Sonnaz. Sie alle haben ihren eigenen Charme. La Sonnaz beherbergt den örtlichen Ruderclub Société d’Aviron Fribourg.

Barberêche ist der Namensgeber für das grösste der drei Schlösser, die auf den Klippen des Sees stehen. Bevor der See angelegt wurde, standen diese Burgen am Rande des Tals. Die beiden anderen Schlösser sind Grand-Vivy und Petit-Vivy.

In dieser Region gab es bereits im 15. Jahrhundert eine Kultur der Badehäuser und Kurorte. Das Dorf Bad Bonn war berühmt für seine Mineralwasserquellen und sein Badehaus. Das Dorf lag jedoch im Tal und 1963 endete diese jahrhundertealte Geschichte. Ein neuer Komplex gleichen Namens wurde am Ufer des Sees errichtet.

Die Magdalenen-Einsiedelei in Räsch bei Düdingen war jahrhundertelang ein Ort der (religiösen) Besinnung und der Einsiedler. Die Einsiedelei bestand aus einer Kapelle und Wohnräumen im Felsen.

Sie ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt und wurde am 8. Juli 1691 von Bischof Pierre de Montenach (1633-1707) zu Ehren der Heiligen Maria Magdalena eingeweiht.

Sie besteht aus verschiedenen Räumen mit einer Gesamtlänge von 120 m. Der wellenartig geformte Sandsteinboden zeugt von fossilen Sanddünen, die vom Vorhandensein eines Meeres vor ungefähr 20 Millionen Jahren Zeugen (siehe auch den Gletschergarten in Luzern).

Die Eremiten gibt es schon lange nicht mehr, aber die Stätte mit ihrer interessanten geologischen Geschichte, zu der auch Fossilien gehören, ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Korrektorin: Giuanna Egger-Maissen

Die Magdalena Einsiedelei

Viaduc de Grandfey (1862)

 

Das Schloss und das Dorf Barberêche

Die Natur

Schweizer Mühlentag am 11. Mai 2024 in Flüh

Die Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde führt jedes Jahr am Samstag nach Auffahrt den Schweizer Mühlentag durch. Während diesem nationalen Anlass öffnen historische Mühlen in allen Landesteilen ihre Türen, auch die Flühmühle in Hofstetten-Flüh (Kanton Solothurn) ab 11.00 Uhr.

Um 13:00 und 15:00 Uhr gibt es jeweils zwei Kurzvorträge über den kulturhistorischen Kontext, die Architektur und die Funktion der Mühle.

Zwischendurch ist sie mit teilweise erhaltener Mahlanlage, historischen Bildern und Gebrauchs-Gegenständen von damals zu Besichtigen.

Gleichzeitig lädt die Mühle zum Verweilen auf dem Mühleplatz ein (bei Regen in der Stube). Ab 11:00 Uhr werden Kaffee, Tee, kalte Getränke und süsse und salzige Köstlichkeiten angeboten.

Der Tag wird um 16:00 Uhr abgeschlossen mit einem Solo-Auftritt von Christine Lauterburg. Christine hat das Jodeln neu interpretiert und für viele zugänglich gemacht.

Ihre Musik vereinigt Elemente von Volksmusik, Pop, Chanson und World-music. Die Platzzahl für das Konzert ist beschränkt und deshalb ist eine Anmeldung ([email protected]) erforderlich.

Kollekte (Richtbetrag CHF 20.-)

Details Programm und Anreise: www.fluehmuehle.ch

Gampelen oder Champion im Grossen Moos

Gampelen (Kanton Bern, Champion auf Französisch) war in der Römerzeit (13 v. Chr. – 410 n. Chr.) wegen der Strasse von Aventicum (dem heutigen Avenches) nach Petinesca (dem heutigen Studen) eine Siedlung mit einer sicheren Bedeutung. Ein Weg führte über Gampelen zur Zihlbrücke über die Zihl (französisch Thielle). Der damalige Name der Siedlung ist nicht bekannt.

Die keltischen Bewohner wurden innerhalb weniger Generationen romanisiert und wurden zu Galloromanen. Nach dem Abzug der Römer im fünften Jahrhundert wanderten deutschsprachige Alemannen in das Gebiet ein.

Zwischen 500 und 700 konvertierte die Bevölkerung zum Christentum. Das Dorf gehörte  zum fränkischen (siebtes bis neuntes Jahrhundert) und burgundischen Reich (888-1032). Danach fiel es unter das Heilige Römische Reich und seine lokalen Herrscher.

In einer Urkunde aus dem Jahr 1179 wird das Dorf unter dem Namen Champion (Feld) erwähnt. Die spätere Herrschaft der französischsprachigen Grafschaft Neuenburg und des französischsprachigen Herzogtums Savoyen bestätigte diesen Namen oder auch die Bezeichnung Gamplon im Jahr 1377.

Das deutschsprachige Bern erwarb jedoch 1475 Erlach und damit Gampelen und führte den deutschen Namen ein.

Bis zu den Juragewässerkorrekturen (La Correction des Eaux du Jura/Juragewässerkorrektion) im 19. Jahrhundert lag das Dorf in einem sumpfigen Gebiet, das häufig überschwemmt wurde. Die Entwässerung machte das „Grosse Moos“ oder Seeland zum wichtigsten landwirtschaftlichen Gebiet der Schweiz.

Der Bau des Zihlkanals, des Broye-Kanals und des Hagneck-Kanals wirkte sich ebenfalls positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung aus.

Heute ist Gampelen ein rustikales Dorf zwischen Bieler- und Neuenburgersee.

(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Gampelen)

Korrektorin: Eva Maria Fahrni

Eine neue Familie oder elf entzückende Bernhardinerwelpen

Die beiden Bernhardiner Haïka und Zeus aus der Zucht «du Grand St. Bernard» sind im März in der Fondation Barry in Martigny (VS) Eltern von elf bezaubernden Welpen geworden.

Die schöne Haïka stammt selbst aus der stiftungseigenen Zucht und steht ihrem Vater, V’Barry du Grand St. Bernard, der im Jahr 2023 an der World Dog Show zum Weltmeister gekürt wurde, in nichts nach.

Mit ihrem fröhlichen und freundlichen Wesen zeigt Haïka hervorragende Charaktereigenschaften, die sie hoffentlich an ihre Kleinen weitervererbt hat.

Die Geburt verlief nicht wie geplant. Manuel Gaillard, Zuchtleiter der Fondation Barry, erinnert sich: «Vier der Welpen kamen auf natürlichem Weg zur Welt, die anderen mussten kurz danach per Kaiserschnitt entbunden werden, was bei Zuchthunden an sich nichts Ungewöhnliches ist.»

Die ersten Tage nach der Geburt sind entscheidend für das Überleben und das spätere Wohlbefinden der Welpen. Alle Tierpflegerinnen und Tierpfleger der Stiftung sind im Einsatz, um sich rund um die Uhr um die neugeborenen Welpen zu kümmern und die Mutter zu entlasten.

Foto: Fondation Barry

Die vier Rüden und sieben Hündinnen werden einen Stammbaum und Namen, die mit dem Buchstaben «T» beginnen, erhalten. Am 25. März vor genau sieben Jahren, also exakt am selben Tag, brachte auch Zaskia du Grand St. Bernard in der Zuchtstätte einen «T»-Wurf zur Welt – welch glücklicher Zufall.

Die Stiftung setzt sich seit 2005 für die Erhaltung und Förderung der Zucht dieser Rasse ein. Die Gesundheit, der Charakter und die Fitness der Hunde stehen im Zentrum der Zuchtstrategie, dank derer wir dieses Jahr bereits den zweiten Wurf willkommen heissen dürfen.

Es gehört zu den Qualitätsansprüchen der Zuchtstätte, jeden einzelnen Welpen in der Entwicklung seines sozialen Verhaltens zu unterstützen, um sich zu einem freundlichen Hund zu entfalten, der in unterschiedlichen Situationen gelassen bleibt.

Erste Lernschritte geschehen bereits ab Geburt: Jeder Welpe wird täglich gewogen, um sein Wachstum zu kontrollieren. Dadurch werden die Kleinen bereits daran gewöhnt, in die Hände genommen und getragen zu werden.

Ausserdem werden sie schrittweise und der Heranbildung des Gehörs entsprechend mit verschiedenen Stimmen und Alltagsgeräuschen vertraut gemacht. Nach und nach wird ihnen zudem beigebracht, wo sie sich versäubern dürfen, damit sie praktisch stubenrein sind, wenn sie im Alter von zehn Wochen bei ihren neuen Besitzern einziehen.

Ab einem Alter von sechs Wochen und je nach ihrem Entwicklungsstand können die Welpen im Barryland in Martigny (VS) bewundert werden. Dank einer Webcam, welche die ersten Schritte der Welpen live auf der Website der Stiftung überträgt, kann der Wurf bis zum 6. Mai in der Zuchtstätte beobachtet werden.

(Weitere Informationen: Fondation Barry)

Andrea Zollinger

Chargée de Communication institutionnelle
Projektleiterin Kommunikation

Die steinreiche Surselva und die Entstehung der heutigen Erde

In der mehr als vier Milliarden Jahre alten Erdgeschichte haben Kollisionen und das Auseinanderdriften von Kontinentalplatten die Erdkruste immer wieder neu geformt.

Berge sind entstanden, erodiert und grösstenteils wieder verschwunden, auch auf dem eurasischen Kontinent. Einst gab es auf dem Kontinent zum Beispiel höhere Berge als die heutigen Alpen, dann wieder Ozeane. Über viele Millionen Jahre hinweg verschwanden sie wieder.

Als die afrikanische Platte vor etwa 35 bis 20 Millionen Jahren mit der eurasischen Platte zusammenstiess, entstanden die heutigen Alpen. Die afrikanische Platte wurde zusammen mit dem Boden des Urmeeres Tethys, das zwischen den beiden Kontinentalplatten lag, in einem Millionen Jahre dauernden Prozess über die eurasische Platte geschoben.

Die Natur hat alle Zeit der Welt und hinterlässt immer Spuren. Die Forscher sind zunehmend besser in der Lage, diese faszinierende geologische Geschichte zu untersuchen.

Die grosse Vielfalt, die Formen und Strukturen von Gesteinen, Fossilien und (Meeres-)Tieren und Pflanzen lassen erahnen, wie unvorstellbar lange (für das menschliche Vorstellungsvermögen) es gedauert hat, bis die Erde zu dem wurde, was sie heute ist.

Sie zeigt auch, dass  Klimaänderungen für die Erde als Planet schon sehr lange ‘an der Tagesordnung’ sind. Die Erde reagiert immer ähnlich auf eine geologische oder klimatologische Änderung: sie erfindet sich wieder neu. Das nennt sich  Evolution.

Dieser Prozess hat auch in der Surselva (Kanton Graubünden) einzigartige Spuren hinterlassen. Viele Gesteinsarten sind neben- und übereinander zu finden. Einer der vielen verborgenen Schätze in der Surselva ist die Vielfalt der in vielen Millionen Jahren entstandenen Gesteine.

Die Ausstellung  „Schichtwechsel – La Surselva“ in Ilanz ist eine Freilichtausstellung und stellt die vielen Gesteine in einen geologischen Zusammenhang. Sie bietet einen Überblick über die geologische Geschichte der Region.

Die Ausstellung von rund 200 teilweise tonnenschweren Steinen ist eine Installation von einzelnen Steinen oder Gruppen von Steinen an verschiedenen Orten. Jeder Stein  repräsentiert einen Zeitraum der Evolution.

Im Museum Regiunal Surselva in Ilanz werden die verschiedenen Aspekte des Themas und das Wissen über die Geologie und die tektonischen Besonderheiten der Surselva näher erläutert.

Korrektorin: Eva Maria Fahrni

Sanfter Tourismus in Morges

Im Jahr 2016 begann die Stadt Morges (Kanton Waadt) damit, die erste Destination für sanften Tourismus in der Schweiz zu werden, auch „Slow Tourism“ genannt.

Sanfter Tourismus ist eine Bewegung gegen den Stress des Alltags und gegen hektische Ferien, eine Art des Reisens in aller Ruhe, um Einheimische zu treffen und die Natur auf verantwortungsvolle Weise zu geniessen.

Die Stadt Morges, die Region und die Natur an den Ufern des Genfer Sees eignen sich hervorragend für einen sanften Tourismus. Die Skulptur der fast fünf Meter hohen Tulpe im „Parc de l’Indépendance“ symbolisiert die Verbindung zwischen Stadt, Natur und Tourismus.

Die Tulpe ist eine attraktive Blume. Das jährliche Tulpenfest in Morges lockt viele Besucher an. Es ist sanfter Tourismus par excellence. Die Menschen gehen, reden und geniessen.

Anlässlich der 50. Ausgabe des Tulpenfestes im Jahr 2020 hat die Association Morges Fleur du Léman ein kreatives Projekt im öffentlichen Raum in Auftrag gegeben. Das Ergebnis dieses Auftrags ist diese Tulpe des französischen Künstlers Leo Orta (1993).

Parc de l’Indépendance

Mit dieser Skulptur erhält das Festival einen festen Platz im Park und gibt der Stadt einen ewigen Frühling und damit endgültig einen Platz im „sanften Tourismus“.

(Quelle und weitere Informationen: www.morges-tourisme.ch).

Korrektorin: Petra Ehrismann

Impressionen von Morges

Le musée Forel

François-Alphonse Forel (1841-1912)