Makerspace Médiathèque Valais

Der erste Makerspace der Mediathek Wallis öffnete am Montag, den 2. März in Sion seine Türen. Ein Makerspace ist ein Raum, in dem sich das Publikum trifft, um digitale Ressourcen und Wissen auszutauschen, an Projekten zusammenzuarbeiten und vor allem um mit Hilfe einer Vielzahl von Werkzeugen und Materialien zu kreieren, zu erfinden, zu basteln, zu erforschen und zu entdecken. Der Raum verfolgt mehrere Ziele wie: die Entdeckung digitaler Technologien, das Kreieren und das gemeinsame Schaffen rund um persönliche oder gemeinsame Projekte, die Sensibilisierung für Fragen der digitalen Technologien, und das Teilen von Wissen. (Quelle und weitere Informationen: www.mediatheque.ch).

Der Animaloculomat

Der Fotoapparat namens ‚Animaloculomat’ der Künstlerin Klara Hobza bannt aussergewöhnliche Bilder auf Papier. Seine Besonderheit besteht darin, dass er die portraitierte Person nicht nur in gewohnter Weise auf dem Fotopapier abdruckt, sondern sie zusätzlich so abbildet, wie sie durch die Augen eines Tieres aussehen könnte. Im Automaten stehen sechs verschiedene Tiere zur Auswahl.

Die Künstlerin hat sich bei der Entwicklung ihrer Tierblickmaschine mit Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern ausgetauscht und Fachliteratur konsultiert.

Sie hat sich eingehend mit den Effekten und Bewegungen der von ihr gewählten Tiere befasst und gelangte so zu ihrer künstlerischen Interpretation davon, wie die Fotos aussehen sollten.

Der Animaloculomat entstand im Rahmen von “Kunst/Natur. Künstlerische Interventionen” im Museum für Naturkunde Berlin (www.museumfuernaturkunde.berlin) und kann im Naturhistorischen Museum Basel bis zum 19. April 2020 besichtigt werden (Quelle und weitere Informationen: www.nmbs.ch).

Das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen

Das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen entstand aus örtlicher Initiative heraus 1922. Mit bis zu 23 rekonstruierten Pfahlbauhäusern, mehreren Ausstellungsräumen und museumspädagogischen Aktionsflächen erfüllt es mit bis zu 300 000 Besuchern jährlich seine Aufgabe.

Sie besteht darin, mit den besten pädagogischen und museologischen Mitteln das Wissen der Archäologie um die Pfahlbauten an die breite Bevölkerung zu vermitteln.

(Weitere Informationen: www.pfahlbauten.com und www.latenium.ch).

Van Gogh Alive

Die Gemälde und Zeichnungen von Vincent Willem van Gogh (1853-1890) können in dieser faszinierenden Multimediashow bewundert werden. Das Projekt reist um die Welt und ist nun in Zürich zu sehen. Im Jahr 1880, als er 27 Jahre alt war, widmete sich Vincent nach einer kurzen Karriere als Kunsthändler und einem noch kürzeren Theologiestudium ganz der Malerei.

Er wurde vor allem vom Impressionismus und Nachimpressionismus inspiriert. In nur zehn Jahren schuf er mehr als 2000 Kunstwerke, bestehend aus etwa 930 Gemälden und 1 100 Zeichnungen und Skizzen.

Die Darstellung ist durch die Kombination von Licht, Farbe und Musik ein Erlebnis für die Sinne. Seine berühmtesten Werke werden in grosformatigen Projektionen zum Leben erweckt.

(Quelle und weitere Informationen: www.vangogh-alive.ch).

Eine multikulturelle Wohngemeinschaft

Graubünden ist nicht nur der Kanton der 150 Täler, sondern auch der Kanton der verschiedenen Kulturen und Sprachen.

An der Frühlingsmesse Higa vom 21. bis 29. März in Chur gibt es eine multikulturelle Wohngemeinschaft mit den verschiedenen Sprachen und Kulturen.

Es handelt sich um die erste gemeinsame öffentliche Präsentation von vier Organisationen: der romanischen Vereinigung (la Lia Rumantscha, gegründet 1919), der Vereinigung für das italienische Graubünden (l’associazone Pro Grigioni Italiano, gegründet 1918), der Walserverein (l’associazione Walser Grigioni, gegründet 1960) und der Vereinigung Pro Raetia (gegründet 1949).

Diese Organisationen präsentieren sich als symbolische Wohngemeinschaft mit einem Raum für Romanisch, Italienisch, Walser und Pro Raetia.

(weitere Informationen: www.higa.ch/sonderschauen/sonderschau-sprachen).

 Korrektur: Melinda Fechner

Die Fähren von Basel

Die vier Fähren zwischen den Basler Rheinbrücken haben eine mehr als 150-jährige Geschichte. Bis 1879 war die Mittlere Brücke (bis 1905 eine Konstruktion aus dem Mittelalter) die einzige Brücke.

Deshalb wurde die Verbindung zwischen Kleinbasel und Grossbasel mit Holzschiffen von rund 9 Metern Länge aufrechterhalten.

Diese Fähren hiessen ursprünglich Fliegende Brücken. Der Betrieb lag in den Händen einer Künstlergesellschaft, die den Gewinn für den Bau einer Kunsthalle am Steinenberg ausgab.

Durch den Bau weiterer Brücken (u.a. 1879 die Wettsteinbrücke, 1882 die Johanniterbrücke, 1934 die Dreirosenbrücke und 1954 die Brücke bei den Kraftwerken Birsfelden) und die Motorisierung ging die Nutzung der Fähren immer weiter zurück. 1976 ging der letzte „Fährimann“ in den Ruhestand.

Eine Stiftung wurde gegründet, um vier Fähren in Betrieb zu halten: die Ueli, Wilde Maa, Leu und  ogel Gryff, legendäre Figuren aus der Geschichte von (Klein) Basel. Diese Stiftung sollte später in den Fähri-Verein Basel übergehen.

Die vier Fähren überqueren den Rhein zwischen Klein- und Grossbasel noch immer ohne CO2-Ausstoss, weil die Strömung des Rheins die Überfahrt durch eine ebenso einfache wie geniale Kabelkonstruktion gewährleistet.

(Quelle und weitere Informationen: www.faehri.ch).

Palace in the Air in St. Moritz

Es ist 100 Jahre her, dass der erste Flug zwischen St. Moritz (Kanton Graubünden) und London stattfand. Einer der Initiatoren im Jahr 1920 war Hans Badrutt (1876-1953), Besitzer des Badrutt’s Palace Hotels in St. Moritz.

Der St. Moritzersee direkt vor dem Hotel war auch der Ort der ersten Flüge in der Schweiz im Jahre 1910.

Die ersten Schweizer Fluggesellschaften wurden kurz nach dem Ersten Weltkrieg gegründet. Einer von ihnen, Ad Astra, war im Besitz von Alfred Comte (1895-1965).

Comte flog in den Wintern 1919 und 1920 mehr als 230 Flüge im Luftraum Graubündens. Der Wintertourismus blühte wieder auf, und die britische Aristokratie, Industriekapitäne und Künstler bildeten die wichtigste Gruppe.

Der Direktflug von St. Moritz nach London und zurück, mit einer geschätzten Reisezeit von neun Stunden, war der nächste logische Schritt.

Ermöglicht wurde dies durch das neue internationale Luftverkehrsabkommen zwischen Frankreich, Grossbritannien und der Schweiz, das kurz nach dem Krieg unterzeichnet wurde.

Der erste Flug mit dem Piloten Comte fand am 4. März 1920 mit einem Condor CH-2 statt.

Das Badrutt’s Palace Hotel feiert dieses hundertjährige Jubiläum und organisiert den „Palace in the Air“- Flug zwischen St. Moritz und London.

Der erste Flug aus London landete nach weniger als zwei Stunden am Freitag, dem 14. Februar, 2020, nicht am St. Moritzersee, sondern auf dem nahe gelegenen Flughafen Samedan und flog noch am selben Tag von St. Moritz nach London. Am 22. und 23. Februar wird es zwei weitere Flüge auf dieser historischen Route geben.

Die Schweizerische Bahnen

Basel hatte die erste Eisenbahnlinie in der Schweiz. Ab Dezember 1845 verkehrten Züge über Saint-Louis nach Strassburg und ab 1852 nach Paris. 1847 sollte die „Spanisch-Bröstli-Bahn“ zwischen Baden und Zürich in Betrieb genommen werden.

1850 verfügte das Land über nur 25 Kilometer Eisenbahnen und drei Bahnhöfe in Basel, Baden und Zürich, während Europa zu diesem Zeitpunkt bereits über 20 000 Kilometer Eisenbahnen und mehr als 700 Bahnhöfe verfügte.

Bis 1848 waren die souveränen Kantone, Regionen und Städte nicht in der Lage und (finanziell und politisch) nicht bereit, das Schienennetz auf der Grundlage einer gemeinsamen Politik zu entwickeln.

Dies änderte sich mit der Konföderation und enthusiastischen und engagierten Persönlichkeit von Alfred Escher (1819-1882). Nicht nur englische Touristen hatten das Land entdeckt, auch für englische Bahningenieure war es gut in die Schweiz zu gehen.

Schliesslich hatte England die erste Eisenbahn zwischen zwei Städten (Liverpool und Manchester, 1830) und das dichteste Eisenbahnnetz.

Escher hatte die Vision und den Mut englische Ingenieure einzuladen. Die Schweiz geriet in den Bann des Ausbaus eines Schienennetzes, das von der Privatwirtschaft gebaut und finanziert wurde.

Um 1860 gab es bereits 650 Kilometer Eisenbahn, 1864 1 300 Kilometer und 1870 2730 Kilometer, und das Land gehörte 1880 zu den führenden europäischen Ländern.

Dabei ging es jedoch um das relativ einfache Gebiet der Nordschweiz. Die Alpen waren von anderer Ordnung. Der Gotthard wäre der erste Durchbruch. 1871 wurde die Gotthardgesellschaft mit Alfred Escher als Präsident gegründet.

1872 wurde mit dem Bau in Göschenen (Schweizer Seite) und Airolo (italienische Seite) begonnen, am 1. Juni 1882 wurde der Tunnel eröffnet und 1902 wurden die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) gegründet, die aus den vielen Privatbahnen stammen.

Die schwierige Aufgabe des Gotthard-Tunnels wurde 2016 wiederholt, ohne EU-Subventionen, ohne Korruption und früher als geplant abgeschlossen.

Die Baselbieter Feldscheunen

Die Baselbieter Landschaft entstand durch menschliche Nutzungen: Obstbäume,  Hecken, Blumenwiesen, Holzzäune, Steinmauern, Lesesteinhaufen und Feldscheunen beleben die Landschaft und erzählen als Landschaftselemente eine eigene und spannende Geschichte.

Durch die Veränderungen in der Landwirtschaft sind die meisten Blumenwiesen und Obstbäume verschwunden, Feldscheunen wurden abgerissen und Bäche eingedolt. Gleichzeitig haben sich die Siedlungen immer weiter ausgebreitet.

Feldscheunen sind unverfälschte Zeugen der vergangenen Baukultur im ländlichen Baselbiet. Durch ihre nutzungsbedingte Lage im offenen Land prägen sie das Landschaftsbild vor allem im oberen Kantonsteil mit. Sie stehen aber auch für eine vergangene landwirtschaftliche Bewirtschaftungsform, die mit den vor Ort vorhandenen Mitteln und ohne Motorisierung betrieben wurde.

In alter Zeit wurde das Land von den Dörfern aus bewirtschaftet. Mit dem Beginn der Neuzeit begann die Bevölkerung zu wachsen, und mehr Einwohner mussten ernährt werden. Immer abgelegenere Landstücke wurden gerodet und zunehmend einzelne Stücke oder ganze Landkomplexe von Bauern «eingeschlagen». Auf solchem Land wurden Heuhäuschen errichtet, von denen aus im Spätherbst das Heu ins Dorf gefahren wurde, oder kleine Stallscheunen, in denen das Heu dem Vieh verfüttert wurde.

Mit dem Beginn des Aufschwungs in den 1950-er Jahren eröffneten sich durch die Motorisierung in der Landwirtschaft ganz neue Dimensionen und mit immer weniger Personal konnten immer grössere Flächen bewirtschaftet werden. Die Kleinteiligkeit der Landschaft stand dieser Entwicklung im Wege. Unsere für rationelle Landwirtschaft geeigneten Flächen sind heute ausgeräumt.

Die meisten Feldscheunen sind heute gefährdet, da sie in der modernen Landwirtschaft ihre Nutzung verloren haben und darum vernachlässigt werden. Die Bestrebungen, dieses Kulturgut zu erhalten, helfen mit, unser bauliches, kulturelles und die Landschaft prägendes Erbe und damit einen Teil unserer Heimat zu bewahren.

(Quelle und weitere Informationen: www.feldscheunen.ch).

Das Zentrum Champ-Pittet und la Grande Cariçaie

Das Zentrum Champ-Pittet in der Grande Cariçaie präsentiert eine interaktive Ausstellung über den Wald, den Sumpf und die drei Gärten, ein Naturlabor und verschiedene Kunstausstellungen.

Die Grande Cariçaie ist ein grosses Naturschutzgebiet am Südostufer des Neuenburger Sees. Das Ufergelände ist aus der ersten Juragewässerkorrektion Ende des 19. Jahrhunderts hervorgegangen und besteht aus Sumpf, Mooren, Wäldern und Flachwasserzonen.

Ein Viertel der Tier- und Pflanzenarten der Schweiz, darunter zahlreiche seltene und bedrohte Arten, ist hier zu Hause.

Als grösstes zusammenhängendes Seeuferfeuchtgebiet der Schweiz erstreckt sich die Grande Cariçaie über einen 40 km langen Streifen und umfasst acht Naturschutzgebiete.

Diese Gebiete sind unter dem Namen Grande Cariçaie zusammengefasst. Drei Gärten zeigen auch eine Fülle von Pflanzen und umweltfreundlichen Gartenbaumethoden.

(Weitere Informationen: www.pronatura-champ-pittet.ch).