Georgia O’Keeffe


Georgia O’Heeffe, pelvis with the Distance, 1943. Öl auf Leinwand, 60,6 x 75,6 cm Indianapolis Museum of Art at Newfields, Schenkung Anne Marmon Greenleaf in Erinnerung an Caroline Marmon Fesler. © Georgia O’Keeffe Museum / 2021, ProLitteris, Zurich

Mit einer grossen Retrospektive zu Georgia O’Keeffe (1887–1986) widmet die Fondation Beyeler die Ausstellung einer der bedeutendsten Malerinnen des 20. Jahrhunderts und herausragenden Persönlichkeit der modernen amerikanischen Kunst.

Von O’Keeffes frühesten Abstraktionen bis hin zu ihren ikonischen Darstellungen von Blumen und Landschaften aus dem Südwesten der Vereinigten Staaten bietet die Retrospektive eine umfassende Auswahl von zum Teil selten gezeigten Gemälden der Künstlerin aus öffentlichen und privaten Sammlungen.

Die Ausstellung wird Georgia O’Keeffes besondere Art und Weise, ihre Umgebung zu betrachten und in neue und bisher noch nie gesehene Bilder der Realität zu übersetzen, genauer beleuchten. Die Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit auf die Aktualität von O’Keeffes kühner und radikaler Art des Sehens.

Die Ausstellung ist die erste grosse Retrospektive der Künstlerin in Basel und der erste umfassende Überblick über O’Keeffes OEuvre in der Schweiz seit fast 20 Jahren.

Die Ausstellung wurde von der Fondation Beyeler, Riehen / Basel, vom Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid, und vom Centre Pompidou, Paris, in Partnerschaft mit dem Georgia O’Keeffe Museum, Santa Fe, organisiert.

Die griechische und römische Skulptur


Der neue Skulpturensaal. Foto: Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig,

Im neu gestalteten Skulpturensaal präsentiert das Museum die neue Sammlung griechischer Plastiken aus archaischer, klassischer und hellenistischer Zeit sowie römische Marmorkopien von berühmten griechischen Werken, die einen Überblick über die Entwicklung der antiken Skulptur vermitteln.

Ein Schwerpunkt liegt auf den idealisierten, nach Proportions- und Schönheitsregeln geschaffenen Körpern des 5. und 4. Jhs. v. Chr.

Götter und Göttinnen, athletische Helden und Mänaden zeigen sich neben Dichtern und Philosophen, Herrschern und anderen historischen Figuren, deren Grabreliefs von ihrer damaligen gesellschaftlichen Stellung zeugen.

Die Figuren und Reliefs sind aus kostbaren Materialien wie Marmor oder Bronze gefertigt. Diese kulturellen Zeugnisse erfreuen noch heute mit zeitloser Ästhetik und bildhauerischen Glanzleistungen.

Der Filmemacher und Fotograf Henry Brandt


Henry Brandt (1921-1998) bildete sich autodidaktisch zum Filmemacher und Fotografen aus. 1962 gehört er u.a. mit Alain Tanner und Claude Goretta zu den Mitbegründern des Verbands Schweizerischer Filmgestalter.

Im Laufe seiner rund 35-jährigen beruflichen Laufbahn realisiert Brandt unzählige Filme. Seine Kurzfilme an der Landesausstellung von 1964 prägen eine ganze Generation.

Verschiedene Events in anderen Städten unterstreichen die Qualität seines Werks und seine Fähigkeit, die grossen Themen der Gesellschaft seiner Zeit zu erfassen:

Bildung,Umweltverschmutzung, Natur, Konsumgesellschaft, Kalter Krieg und Wettrüsten sowie der Gegensatz zwischen armen und reichen Ländern. Themen, die auch heute noch aktuell sind.

(Weitere Informationen: www.henrybrandt.ch).

Dinosaurier und Hühner


Chicken – Erbe der Dinosaurier

Hühner zählen zu den am weitesten verbreiteten domestizierten Tieren der Welt. Von ihnen gibt es mehr als doppelt so viele wie Menschen. Dennoch ist das Wissen über diese Tiere gering. Dies rührt vor allem daher, dass Hühner hauptsächlich als Konsumware angesehen werden, ohne jegliche biologische oder evolutionsbiologische Identität.

Die Ausstellung Chicken – Erbe der Dinosaurier veranschaulicht die komplexe Biologie und Entstehungsgeschichte der Hühner. Hühner sind mehr als nur Nahrung: Sie sind vielfältige Tiere und das Resultat eines evolutionären Prozesses, der bei den Dinosauriern seinen Anfang nahm und durch den Prozess der Domestikation in einer Vielfalt von Formen gipfelte.

Die Auswanderung seit 1848


Châlet suisse in Léopoldsville (Kinshasa), Kongo 1933. Copyright©Schweizerisches Bundesarchiv, Bern.

Bis ins frühe 20. Jahrhundert emigrierten Schweizer*innen vor allem aus wirtschaftlicher Not, Abenteuerlust oder wissenschaftlicher Interesse. Nicht selten drängten Gemeinden einen Teil ihrer Einwohner*innen dazu, auszuwandern. Dafür übernahmen sie die Reisekosten, denn das war für die Kommunalkasse letztlich billiger als eine langandauernde Armenunterstützung.

Erst mit dem aufkommenden Wohlstand sank diese Zahl. Trotzdem leben auch heute rund elf Prozent der Schweizer*innen im Ausland. Sie werden auch «Die fünfte Schweiz» genannt.

Die meisten von ihnen wohnen in Europa. Sie sind stimm- und wahlberechtigt und haben mit der Auslandschweizer-Organisation (ASO) ein Organ, das sie gegenüber Behörden und Parlament vertritt (siehe www.swisscommunity.org).

Die Ausstellung (Weg aus der Schweiz. Auswanderungsgeschichten seit 1848) taucht in diesen Auswanderungsalltag ein. Etwa in jenen der jüdischen Familie Guggenheim, die im 19. Jahrhundert in die USA emigrierte und dort mit Handel zu den reichsten Familien des Landes aufstieg. Oder in jenen der Gebrüder Samuel und Johann Berger, die 1874 nach Russland auswanderten und dort erfolgreich Käse produzierten. Die (erfolgreichen) Bündner Konditoren, Cafetiers, Zuckerbäcker und Hoteliers in europäischen Landen bis zum Ersten Weltkrieg sind legendarisch. Doch viele der Emigrant*innen konnten den Traum nicht verwirklichen.

Die Ausstellung zeigt diese Geschichte und Fakten der Emigration der letzten 150 Jahre.

Barockes Feuer in Zürich


Giovanni Benedetto Castiglione, Selbstbildnis, 1640. Musée Jenisch Vevey - Cabinet cantonal des estampes, collection de l‘Etat de Vaud.

Giovanni Benedetto Castiglione (1609-1664), genannt Il Grechetto, war ein italienischer Zeichner im Bereich der Druckgrafik. Dieser innovative Meister, der mit seinen Grafiken Rembrandt van Rhijn (1606-1669) nacheiferte, erfand im 17. Jahrhundert die Monotypie.

Seine malerischen Ölpinselzeichnungen waren eine Inspirationsquelle für nachfolgende Künstler. Zu sehen sind selten gezeigte Werke aus zahlreichen europäischen Sammlungen.

Castiglione steht für alles, was noch heute am Barock fasziniert: die Feier des genialen künstlerischen Einfalls, die üppige Prachtentfaltung und das Streben nach sinnlicher Betörung des Publikums. Dennoch ist er der grosse Fremde unter den Künstlern Italiens seiner Zeit.

Es ist die erste monografische Ausstellung seines grafischen Œuvres im deutschsprachigen Raum.

Beton


Schweizerisches Architekturmuseum, Ausstellung "Beton", Basel.

Beton ist überall. Beton lässt viele Formen und Wandlungen zu, und ebenso viele Assoziationen wie Anwendungen. Heute ist Beton der meistverwendete Baustoff der Erde.

Doch das wachsende Bewusstsein für seine erheblichen ökologischen Auswirkungen hat deutlich gemacht, dass der Status quo des Bauens mit Beton nicht mehr haltbar ist. Die Ausstellung präsentiert neun Sichtweisen auf Beton.

Es werden unter anderem Originalzeichnungen, Modelle und Fotografien aus den drei wichtigsten Architekturarchiven der Schweiz gezeigt, um dieses komplexe  und kritische Material zu beleuchten.

Der historische Rahmen der Ausstellung („Beton“) wird durch ein Veranstaltungsprogramm ergänzt, das die heutige Verwendung von Beton und seine mögliche Zukunft thematisiert.

Der Körper und die Religion


Das Museum präsentiert in den kommenden Jahren einen Zyklus von Ausstellungen, die dem Körper und der Körperlichkeit gewidmet sind.

Den Ausgangspunkt bildet die religiöse Ikonographie, wo der inkarnierte Körper auf unterschiedlichste Art und Weise dargestellt wird: glorreich, leidend oder zerstückelt.

Der Körper ist auch ein Mittel, um mit dem Heiligen zu kommunizieren: durch Rituale, Kleidungsstücke und Gesten stärkt der Mensch seine Verbindung zur himmlischen Sphäre.

Um diese Themen auf das 21. Jahrhundert auszuweiten, treten die ausgestellten Objekte und Kunstwerke des religiösen Kulturerbes in Dialog mit der zeitgenössischen Kunst.

Pablo Picasso. Seine Plakate


Die erste präsentierte Privatsammlung des Basler Galeristen Werner Röthlisberger ist Ausdruck seiner Leidenschaft für das Plakat, insbesondere für die Plakatkunst von Pablo Picasso (1881-1973).

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von 55 Originalplakaten der insgesamt 250 Plakate umfassenden Sammlung, in ihrer Vollständigkeit eine von lediglich zwei Sammlungen weltweit.

Seine Liebe gilt dem Künstlerplakat, dem Zusammenspiel von Kunst und Druckhandwerk und insbesondere dem vielfältigen Plakatschaffen von Pablo Picasso.

So ist es ihm gelungen, eine der weltweit nur zwei kompletten Sammlungen von Picasso Originalplakaten zusammenzutragen.

Pablo Picasso hat sich intensiv mit sämtlichen Techniken der Graphik auseinandergesetzt und mit verschiedenen Druckverfahren, wie Holz- oder Linolschnitt, Kupferstich und Lithografie experimentiert.

Wie viele Künstler seiner Zeit beschäftigte er sich vor allem nach Ende des Zweiten Weltkriegs intensiv mit der Druckgrafik.

Die Ausstellung ist thematisch in vier Schwerpunkte unterteilt. Der Rundgang beginnt mit Plakaten aus Vallauris. Picassos Leidenschaft für den Stierkampf, bildet ein weiteres Kapitel in seinem Plakatschaffen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist Picassos Engagement für den Frieden gewidmet. Schliesslich sind da die Plakate für seine eigenen, oder die Ausstellungen von Künstlerfreunden.

Die Natur als Inspirationsquelle


Museum für Gestaltung, Toni Areal, Zürich, Ausstellung 'Plant Fever'.

Der Verhältnis zur Natur muss dringend neu gedacht werden. Für viele Designer, Wissenschaftlerinnen und Ingenieure sind Pflanzen dabei von zentraler Bedeutung. Sie beginnen, die Vegetation nicht allein als Ressource für Nahrung, Material oder Erholung, sondern als Inspirationsquelle im Gestaltungsprozess zu nutzen.

So befassen sie sich vertieft mit Strukturen und Verhaltensweisen in der Pflanzenwelt, um neuartige Lösungen für gegenwärtige sowie kommende Umwelt- und Sozialfragen zu entwickeln.

Die Ausstellung Plant Fever stellt rund 50 internationale Projekte aus den Bereichen Produktdesign, Mode und neue Technologien vor und untersucht, welches verborgene Potenzial in Pflanzen steckt.