Die Dinosaurier im Jura


Plakat der Ausstellung 'Les géants du vignoble', Jurassica, Pruntrut. Foto: TES.

Die Ausstellung (Les géants du vignoble) zeigt aussergewöhnliche Entdeckungen und präsentiert sich als eine Ausgrabungserfahrung, eine Reise von 140 Millionen Jahren in die Kreide.

Der Besucher taucht in den Alltag des Paläontologen von Geländearbeit bis zu Rekonstruktion der Skelette und Umwelt ein. Dabei erfährt man auch über die wissenschaftlichen Studien, die mit den gefundenen Fossilien in Verbindung stehen.

Pieter Bruegel der Ältere in Basel


Die Versuchung des hl. Antonius, Pieter Bruegel der Ältere, 1556. Foto: Kunstmuseum Basel Martin P. Bühler

In der Sammlung des Museums befinden sich rund 70 Kupferstiche und Radierungen des niederländischen Malers Pieter Bruegel des Älteren (um 1526/30–1569).

Diese wurden in den letzten Jahren restauratorisch bearbeitet und werden nun in einer Ausstellung zusammen mit ausgewählten Leihgaben der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Seine Werke besitzen einen hohen Wiedererkennungswert. Dabei ist sein Œuvre sehr vielfältig: Landschaften, allegorische und religiöse Darstellungen und apokalyptische, mit Dämonen bevölkerten Szenerien, die ihm bereits zu Lebzeiten den Beinamen eines zweiten Hieronymus Bosch eingebracht haben.

Fast immer steckt eine tiefere Wahrheit hinter dem vordergründigen Geschehen. Mit Lebenserfahrung und Witz nimmt Bruegel menschliche Schwächen und Missstände  aufs Korn.

Die Ausstellung zeigt den kompletten eigenen Bestand an Werken Bruegels, ergänzt um einzelne Leihgaben aus der Graphischen Sammlung der ETH Zürich.

 

Catherine Meurisse. L’humour au sérieux


Plakat Ausstellung 'L'humour au sérieux', Cartoonmuseum Basel.

Catherine Meurisse (1980) ist Autorin von Graphic Novels und Comicreportagen, hat Karikaturen gezeichnet und Kinderbücher illustriert. Im Jahr 2020 wurde Catherine Meurisse – als erste Comiczeichnerin – in die französische Akademie der bildenden Künste (Académie des Beaux-Arts) aufgenommen.

Die umfassende Retrospektive zeigt erstmals im deutschsprachigen Raum Originalzeichnungen aus allen Werken der vielfach ausgezeichneten Künstlerin und präsentiert ihr soeben erschienenes Buch „La jeune femme et la mer“.

Meurisse publiziert auch in Zeitungen und Magazinen. Nach 10 Jahren als erste weibliche Zeichnerin bei Charlie Hebdo entkommt sie 2015 knapp dem Attentat auf das Satiremagazin.

Seitdem sucht sie in der Natur und der Künste nach neuen Themen. Es entstehen zwei Graphic Novels mit autobiografischen Zügen: “La Légèreté” (Die Leichtigkeit) und “Les Grands Espaces” (Weites Land).

2014 erschien die Komödie “Moderne Olympia”, die Gemälde und Objekte aus der Sammlung des Musée d’Orsay mit einer Geschichte aus der Welt der Malerei, des Tanzes und des frühen Films verbindet. Mit das Buch „Delacroix“ gelingt Catherine Meurisse 2019 eine Umsetzung der Erinnerungen von Alexandre Dumas an Eugène Delacroix.

Im Rahmen von zwei Aufenthalten in Kyoto entsteht “La jeune femme et la mer” (Die junge Frau und das Meer) über ihre Wahrnehmung der japanischen Landschaft, Natur und Lebensart.

Raphael Ritz


Raphael Ritz, Le Médecin de fortune, 1886. © Musées cantonaux du Valais, Sion. Michel Martinez

Raphael Ritz (1829-1894) galt lange als ein lediglich der Vergangenheit und seinem Heimatkanton zugewandter Künstler (Walliser Raphael), im Gegensatz zu seinem berühmten Namensvetter, dem weltbekannten Hotelier César Ritz (1850-1918).

Raphael Ritz’ Karriere zwischen dem Wallis und Düsseldorf, seine Schriften und sein Werk zeugen jedoch von einem kosmopolitischen Künstler.

Die Ausstellung (Raphael Ritz. Heute) wirft ein aktuelles Licht auf das Werk dieses Künstlers. Zudem wird die Schau durch eine Auswahl zeitgenössischer Aufnahmen von einem Dutzend Fotografinnen und Fotografen wie Laurence Bonvin, Nicolas Faure, Yann Gross und Corinne Vionnet ergänzt.

Speziell für die Ausstellung produziert und als Echo auf das Werk von Raphael Ritz, die Klangwanderung Raphaëlle / Raffaela von Sabine Zaalene (1969) besteht aus neun Soundtracks, die über die gesamte Ausstellung verteilt sind.

 

Kälte


Plakat der Ausstellung ´Froid´, Palais de Rumine, Lausanne.

Seit der Antike wissen wir, wie man Eis konserviert. Im 19. Und 20. Jahrhundert wurden Maschinen erfunden, um Kälte für neue Zwecke zu nutzen.

Die Ausstellung zeigt die vielen Facetten der Kälte. Ein zweiter Teil befasst sich mit den Strategien von Pflanzen, Tieren und Menschen, um sich vor extremen Temperaturen, sowohl Kälte als auch Hitze, zu schützen.

Keine Kultur ohne Tiere


Plakat "tierisch!". Keine Kultur ohne Tiere,Museum der Kulturen Basel.

Für Menschen sind Tiere wichtig. Sie sind omnipräsent und aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Die Beziehung zu ihnen ist vielfältig, aber auch ambivalent.

Tiere wurden über tausende von Jahren domestiziert und sind heute Familienmitglieder. Die Menschen suchen die Nähe zu Tieren, in lebender und anderer Form. Eine anschauliche Auswahl aus der Museumssammlung zeigt, wie sie sich von klein auf mit Spielzeugtieren, Gebrauchsgegenständen und Nippes in Tierform umgeben.

Tiere fungieren in vielen Kulturen auch als Erzähler. Katzen sind beliebte emotionale Botschafterinnen. In der Beziehung zum Tier übernimmt der Mensch die Rolle des Herrn und der Meisterin. Er benutzt Tiere für Arbeit, Transporte und im Krieg. Melkstühle, Kuhschwanzzangen und Bienenkörbe verweisen auf die Funktion der Tiere als Nahrungsmittellieferanten.

Tiere und Gottheiten in Tiergestalt stehen jedoch auch über den Menschen. Sie gehen eine besondere Verbindung mit ihnen ein. Sie schützen und beglücken sie.

«tierisch! Ein Thema – vier Ausstellungen» ist eine Kooperation von vier Basler Museen: Museum der Kulturen Basel, Historisches Museum Basel, Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig und Pharmaziemuseum der Universität Basel: tierischbasel.ch

Tiere und Mischwesen in der Antike


Statue einer Sphinx, Marmor, Italien, römische Kopie nach einem griechischen Vorbild um 450 v. Chr. © Ruedi Habegger, Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig

Die Ausstellung (tierisch! Tiere und Mischwesen in der Antike) taucht ein in das Reich der wilden Tiere und furchteinflössenden Mischwesen, die seit jeher die Fantasie beflügeln.

Man erfahrt vom Stellenwert der Tiere in den antiken Kulturen und trefft auf monströse Kreaturen wie die Kentauren, die Greifen, die Sphinx und die Chimaira. Viele dieser hybriden Wesen haben ihren Ursprung im Vorderen Orient und in Ägypten.

In Griechenland sind sie Symbol für eine fremde, gefährliche und chaotische Welt, gegen die sich die griechischen Helden auf ihren Abenteuern in fernen Ländern  behaupten müssen.

Die Ausstellung ist eine Kooperation von vier Basler Museen: dem Museum der Kulturen Basel, dem Antikenmuseum Basel, dem Pharmaziemuseum der Universität Basel und dem Historischen Museum Basel (Siehe auch Swiss Spectator, tierisch! Ein Thema – vier Ausstellungen, Events am 20. Oktober 2021 und www.tierischbasel.ch).

As Long as I’m Walking


Francis Alÿs, Prohibited Steps, 2020. © Francis Alÿs

Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Videoarbeiten der letzten dreissig Jahre.  Francis Alÿs  (1959) erzählt Geschichten, verbreitet Gerüchte und zeigt das soziale Gefüge der Stadt.

Auf seinen zahlreichen Spaziergängen durch die Metropole beobachtet und dokumentiert er das tägliche Leben in der Hauptstadt mittels performativer Aktionen. Die Stadt ist sein Material von Havanna, Kabul über Venedig und Jerusalem bis nach London, indem er jeden dieser Orte durch seine Videoarbeiten neu erfindet.

In seinem gesamten Werk hinterfragt er die Verknüpfung zwischen künstlerischem Schaffen und politischer und sozialer Intervention.

Lyonel Feininger


Lyonel Feininger (1871-1956), Strasse in Paris, 1918, xylographie auf papier. Collection privée © 2021, ProLitteris, Zurich

Die Ausstellung (Lyonel Feininger – La ville et la mer) präsentiert das grafische Werk des Künstlers Lyonel Feininger (1871-1956) anlässlich seines 150. Geburtstags. Der in den USA geborene Lyonel Feininger machte in Deutschland Karriere und wurde zu einer wichtigen Figur der europäischen Avantgarde.

Die Druckgrafik war eine wichtige Phase in seiner Karriere. Zwischen 1918 und 1922 widmete er sich intensiv der Produktion von Holzschnitten. Diese Technik vertiefte Feiningers konzeptionelle Forschung und ermöglichte es ihm, zur Malerei und Zeichnung zurückzukehren. Im Jahr 1919 war er an der Gründung des Bauhauses beteiligt.

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl an Radierungen, Xylographien und Lithographien sowie (vorbereitende) Zeichnungen, Archivdokumente und bisher nicht gezeigte Objekte aus Privatsammlungen.

 

Anna Bischoff. Die Mumie in der Barfüsserkirche


Portrait Anna Bischoff. Foto: Naturhistorisches Museum Basel

Vor drei Jahren ist es einer internationalen Forschungsgruppe unter der Leitung des Naturhistorischen Museums Basel gelungen, eine Mumie in der Barfüsserkirche in Basel als Anna Catharina Bischoff  (1719-1787) zu identifizieren.

Im Jahr 2015 startete 2015 eine Forschungsgruppe den Versuch, die Identität der Mumie zu lüften. Die sogenannte «Dame aus der Barfüsserkirche» war 1975 im Rahmen einer Bausanierung in der Barfüsserkirche ausgegraben und seither in den Sammlungen des Museums aufbewahrt worden.

Mehr als 40 Expertinnen und Experten aus den Natur- und Geisteswissenschaften arbeiteten Hand in Hand mit der Bürgerforschung Basel und machten sich so einen seltenen Glücksfall zu Nutze.

Nebst der gut erhaltenen Mumie lieferten für die Spurensuche auch die Analyse von Bekleidungsresten durch die Abegg-Stiftung in Riggisberg sowie die Untersuchung historischer Akten im Staatsarchiv Basel-Stadt sowie in Strassburg unverzichtbare Hinweise.

Schliesslich erklärten sich potentielle Nachfahren der Mumie dazu bereit, an genetischen Untersuchungen teilzunehmen und so die Verifizierung der Forschungsthese zu ermöglichen.

Die Kombination all dieser Methoden führte dazu, dass die Mumie als die Pfarrersfrau und siebenfache Mutter Anna Catharina Bischoff identifiziert werden konnte.

Es ermöglichte auch überraschende Einblicke in ein Frauenschicksal des 18. Jahrhunderts und in den Alltag im Basel und im Strassburg jener Zeit.

Auch die Suche nach den Nachfahren der Anna Catharina Bischoff brachte Erstaunliches zutage: Sie führte zum heutigen englischen Premierminister Boris Johnson (1964).

Ein Buch und die Ausstellung Anna Catharina Bischoff. Die Mumie aus der Barfüsserkirche erzählen wie sie ausgegraben wurde, wie die Identifizierung von statten ging und wie Anna Catharina Bischoff gelebt hat.

Gerhard Hotz, Claudia Opitz-Blakhal (Eds.) Anna Catharina Bischoff. Die Mumie aus der Barfüsserkirche, Rekonstruktion einer Basler Frauenbiografie des 18. Jahrhunderts. Christoph Merian Verlag, Basel, 2021).