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Raron (französisch Ragogne) ist eine der Sieben Zenden oder Zehnden, die im Oberwallis herrschten.
Die Herren von Raron besassen ein Territorium, das sich bis zum Val d’Hérens erstreckte, bis sie im fünfzehnten Jahrhundert ausstarben.
Die Stadt ist vor allem wegen der Burgkirche auf dem Hügel, die 1512-1518 erbaut wurde, der kleinen Kirche St. German (die Fundamente dieser Kirche gehen auf das 9. Jahrhundert zurück) und das Grab von Rainer Maria Rilke auf dem Hügel bekannt.
Raron hat auch ein anderes Erbe. Das UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch erstreckt sich auch auf das Bietschtal, zu dem Raron gehört.
(Quelle: www.raron.ch).
Korrektorin: Linda Fechner
Valère und die Basilika minor
Die Kathedrale des Bistums Sitten ist seit dem 8. Jahrhundert die Notre Dame du Glarier. Die Domherren lebten bis Ende des 18. Jahrhunderts jedoch in der Burganlage auf dem Hügel Valeria (Valère auf Franzôsisch). Der Fürstbischof wohnte auf dem anderen Hügel, im Schloss Tourbillion.
Die Burganlage Valeria wurde im 11. und 12. Jahrhundert errichtet. Die Kirche wurde 1049 erstmals urkundlich erwähnt. Der Komplex beherbergt heute die Basilica minor, das Historische Museum des Wallis, einen (mittelalterlichen) Garten, eine Mühle, eine Scheune und eine Zisterne. Die Anlage ist noch immer im Besitz des Kapitels.

Die Kirche im 12. Jahrhundert. Model: Historisches Museum von Wallis


Die Basilika minor



Die Kirche auf dem Gipfel des Hügels war der letzte Verteidigungsposten. In ihrem Inneren sind einzigartige Kunstwerke und Möbel erhalten. Romanische Baldachine, eine Gemäldesammlung, die älteste noch spielbare Orgel der Welt (1435) und andere Werke sind zu bewundern. Die Kirche ist seit 1987 eine Basilica minor.


Die Orgel ist eine Schwalbennestorgel aus dem Jahr 1435. Sie ist auf grosser Höhe an oder vor einer Innenwand montiert.










Die Mühle
Der Tourbillon


(Quelle: Die Hügel von Sitten. Kultur und Natur, Sitten, 2020)
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In den Jahren um 1890/1895 entwickelte sich in Biel das 1878 gegründete Familienunternehmen Aegler zur grossen Uhrenmanufaktur, die alle Teile der Uhr selbst herstellte. Sie spezialisierte sich auf kleine Damenuhren mit Ankerwerk.
Der in England tätige Hans Wilsdorf bezog bei Aegler kleine Uhrwerke um Armbanduhrwerken herzustellen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand die weltberumhte ROLEX-Uhr. 1919 liess sich Wilsdorf in Genf nieder. Die Firmenstruktur basiert seither auf den beiden Standorten Genf und Biel.
Rolex SA in Genf ist als Hauptsitz das weltweite kommerzielle Zentrum und stellt auch alle äusseren Teile der Uhr her. Die Manufacture Rolex in Biel ist das Zentrum der Uhrwerkfabrikation. Die Bieler Produktion ist seit 2003 in modernen Neubauten in Bözingenfeld zusammengafasst.
Die Uhrenindustrie war im 19. und 20. Jahrhundert der Motor der sprunghaften Entwicklung der Stadt nach der Schliessung der Indienne-Manufaktur im Jahr 1842. Die französische Sprache, schon lange in der Stadt präsent, wurde mit der Zuwanderung von Uhrmachern aus dem Jura zur zweiten Alltagssprache.
Heute ist Biel eine vielseitige Kultur- und Industriestadt. Rolex ist und bleibt jedoch eine monumentale Industrieproduktion.
(Quelle: Neues Museum Biel)
Am 13. November 2021 findet die 11. Ausgabe der Mirabaud BaselHead-Regatta auf dem Rhein mitten in Basel statt. Das Teilnehmerfeld besteht aus 100 Achter-Mannschaften aus 9 Nationen
Der Mirabaud BaselHead steht für ein Verfolgungsrennen, die Mirabaud Classic, sowie für den Sprint des Rois über die Distanz von 350m.
Die Mirabaud Classic führt über 6,4 km mit einer anspruchsvollen 180-Grad-Wende nach Streckenhälfte. Die Rennstrecke führt mitten durch die Innenstadt unter drei Brücken hindurch und verlangt von Ruderinnen und Ruderern wie auch von den Steuerleuten viel Können und Geschick. Die Boote starten in engem Zeitabstand und werden mit GPS-Sender versehen.
Ein weiteres Highlight ist der Sprint des Rois, der gleichentags – vor der Langstrecke – ausgetragen wird.
(Quelle und weitere informationen: https://baselhead.org).
Am 31. Oktober 2021 fand in Hérémence (Kanton Wallis) der fünfzigste Jahrestag der Einweihung der Kirche St. Nikolaus statt.
Die bemerkenswerte Architektur des Innenraums entspricht den Anforderungen der Liturgie, beherbergt aber auch eine moderne Einrichtung und verfügt über eine gute Akustik.
Die Verwendung von Beton und die skulpturale Gestaltung, die Kombination mit Holz und Licht und die vielen mittelalterlichen und (früh-)modernen religiösen Gegenstände können als Orientierung für die Kirche in der Zukunft dienen.
Immerhin sind die angrenzenden Gebäude des Komplexes für die Jugend und die sozialen Funktionen des Dorfes vorgesehen.
(Quelle : Anne-Fanny Cotting, Carole Schaub, L’église Saint-Nicolas d’Hérémence, Société pour l’histoire de l’art suisse (www.gsk.ch), auch verfügbar auf Deutsch und English)
Korrektorin: Melinda Fechner