Die Rätoromanische Sprache im Museum Engiadinais in Scuol

Zur Kultur und Geschichte des Engadins gehört das Rätoromanische. Diese Sprache war vor rund hundert Jahren stark vom Schwinden begriffen, weshalb sich engagierte Anhänger*innen für ihre  Erhaltung einsetzten.

1938 wurde das Rätoromanische in einer Volksabstimmung mit riesiger Mehrheit als vierte offizielle Landessprache anerkannt.

Die romanische Sprache mit ihren verschiedenen Idiomen ist nach wie vor lebendig. Die Ausstellung im Engadiner Museum in Scuol zeigt die Geschichte der Sprache und seine (fünf) Idiome sowie weitere Dialekte.

(Quelle und weitere Informationen: www.museum-engiadinais.ch).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Die erste Bibel in der rätoromanischen Sprache (Vallader Idiom), 1679 gedruckt in Scuol

Die Burg im Dorf Burg im Leimental

Das Gebiet wurde bereits zur Zeit der Römer bewohnt. 1168 wurde das Schloss Biedertan, eine Höhenburg, als Lehen an Kaiser Friedrich Barbarossa übergeben. 1269 gelangte es in den Besitz des Bistums Basel.

Ab 1392 waren die Herren von Wessenberg die Bewohner. Nach dem 16. Jahrhundert wurde das Schloss zu “Biederthal”, dann zu “Burgtal” und schliesslich zu “Burg” umbenannt.

1815 wurde die Burg durch einen Entscheid des Wiener Kongresses dem Kanton Bern zugeordnet. 1994 wechselte das Dorf Burg im Leimental zum Kanton Basel-Landschaft.

(Quelle: www.baselland.ch)

Korrektorin: Melinda Fechner

Das Schwarzbubenland

Das Schwarzbubenland besteht aus den Bezirken Dorneck und Thierstein und liegt im Kanton Solothurn, südlich vom Kanton Basel-Landschaft.

Die Region bietet ideale Wander- und Bikerouten, bezaubernde Landschaften und ist mit vielen Museen, Klöstern und Burgen sowie mit römischer, mittelalterlicher und (früh-) moderner Architektur kulturhistorisch geprägt.

Schöne Dörfer sind u.a. Bärschwil, Bättwil, Beinwil, Breitenbach, Büren, Büsserach, (die Stadt) Dornach, Erschwil, Fehren, Gempen, Grindel, Himmelried, Hochwald,

Hofstetten-Flüh, Kleinlützel, Meltingen, Metzerlen-Mariastein, Nuglar-St. Pantaleon, Nunningen, Rodersdorf, Seewen, Witterswil und Zullwil .

Quelle: Schwarzbubenland. info

Korrektorin: Melinda Fechner

Kulturpfad Teufen

Der Kulturpfad Teufen (Kanton Appenzell Ausserrhoden) führt durch das Dorf und seine interessante Geschichte. Stattliche Kaufmanns- und Fabrikantenhäuser, Kirche, Gemeindehaus und Schule zeugen vom Wohlstand.

Die Grundlage bildete ab dem 17. Jahrhundert die Textilindustrie. Das Dorf ist eines der schönsten Dörfer der Voralpenwelt.

Der Name Teufen erscheint erstmals auf einer Urkunde von 1272 “Tiuffen”, in der Tiefe. 1429 bildete Teufen eine Rhode des neunen Staatswesen Appenzell.

Seit früh fand der Reformation Eingang. Nach den Landsgemeindebeschluss von 1525, wonach jede Kirchhöri (Kirchgemeinde) im Kanton selber entscheiden konnte ob sie beim alten Glauben bleiben oder den neuen annehmen wolle, wurden in Teufen Altar und Bilde entfernt.

Am 28. August 1597 kam es schliesslich zur Teilung in Appenzell Innerrhoden (Katholisch) und Appenzell Ausserrhoden (Reformiert).

Während der Helvetische Republik was Teufen Hauptort des Distrikts im Kanton Säntis.

(Quelle:  Gemeinde Teufen)

Trogen und die Zellweger

Nach der Teilung des Landes Appenzell 1597 wird Trogen Tagungsort der Räte des Kantons Appenzell Ausserrhoden und der Gerichte der äusseren Rhoden. Bis zur ihrer Abschaffung 1997 fand jeweils am letzten Aprilsonntag auf dem Landsgemeindeplatz die Landsgemeinde statt.

Dieser Dorfkern ist durch sein zusammenwirken von Steinpalästen mit Holzhäusern und einer frühklassizistische Kirchenfassade einzigartig.

Die Paläste sprechen von grossem Reichtum. Die Geschichte des 18. Jahrhunderts in Trogen ist geprägt vom (Fern) Handel mit Leinwand- und Baumwollprodukten der Familie Zellweger.

Die verschiedenen Firmen handeln auch mit Kaffee, Tee und anderen Kolonialwaren. Die Geschäfte werden über Handelsbanken in Amsterdam, London und Augsburg abgewickelt. Die Eckpfeiler des Handelsnetzes sind Malta, Cádiz, Lissabon, London, Lyon, Glasgow, Hamburg, Königsberg, St. Petersburg, Moskau, Kaluga, Istanbul und Rijeka.

Das Gemeindehaus wurde 1760-1763 als Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Das 1803-1805 erbaute  Rathaus war bis 1876 für die Räte des Kantons bestimmt. 1876 wurden der Tagungsort und der Sitz der Verwaltung des Kantons jedoch nach Herisau verlegt. Die Trogner reformierte Kirche wurde 1779-1782 erbaut. Die Krone ist ein Wohnhaus mit Kiebdächern und Rokokomalereien.

(Weitere Informationen: www.jahrhundertderzellweger.ch).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Segantini Museum St. Moritz

Die Wertschätzung und Verehrung, die Giovanni Segantini (1858-1899) und seine Kunst erfuhren, manifestierte sich 1908 im Bau eines ihm gewidmeten Museums.

Der Architekt Nicolaus Hartmann (1880-1956) orientierte sich am monumentalen Pavillon, den Segantini für die Pariser Weltausstellung (1900) entworfen hatte. Der Bau mit der mächtigen Kuppel hat die Anmutung eines Mausoleums.

Zum Anlass des 100. Todestages Segantinis wurde das Museum 1999 umfassend saniert, restauriert und erweitert. Die letzte Renovierung und Erweiterung erfolgte 2019.

(Quelle und weitere Informationen: www.segantini-museum.ch).

 Korrektorin: Melinda Fechner

Bever in Graubünden

Bever (Kanton Graubünden), dessen Name auf das keltische Beberos, Biber, zurückgeht, wurde 1137 erstmals im Gammertinger Vertrag, einer Verkaufsurkunde der Grafen von Gammertingen mit dem Bischof von Chur, erwähnt. 1499 brandschatzten die Österreicher das Dorf. 1539 wurde Bever eine selbstständige Gemeinde.

Bever ist ein intaktes Engadiner Dorf mit vielen gut erhaltenen Gebäuden, welche zum grossen Teil aus dem 17. Und 18. Jahrhundert stammen. Das Dorf war zur damaligen Zeit eine Gemeinde mit vielen wohlhabenden Bürgern, welcheihren Wohlstand als Zuckerbäcker, Cafetiers oder Handelsleute im Ausland zu verdanken hatten.

Korrektorin: Melinda Fechner

Hotel & Berghaus Val Sinestra

Die Bäderkultur ist aus dem Engadin nicht wegzudenken. Das Kurhaus im Val Sinestra hat jedoch eine besondere Geschichte.

Das Val Sinestra liegt im Seitental des Unterengadins, östlich der Gemeinde Sent (Kanton Graubünden). Die im Val Sinestra entspringenden Mineralquellen waren der Grund für den Bau des Kurhauses im Jahr 1912. Val Sinestra ist romanisch und bedeutet ‘Tal an der linken Seite’.

Das Kurhaus liegt auf einer Höhe von 1500 m. Das Tal ist fast durchgehend bewaldet und der Bach Brancla durchströmt das Tal.

Die Quellen waren schon im 14. und 15. Jahrhundert bekannt. Diese Quellen sind der einzige Arsensäuerling der Alpen. Beim Kurhaus gab es sechs nutzbare Quellen, davon fünf als Trinkquellen und eine als Badequelle.

Ab 1904 begann man mit dem Bau eines einfachen Hotels. Weiterhin wurde 1906 die Strasse von Sent in das Val Sinestra ausgebaut.

Die Bauarbeiten des Kurhaus Val Sinestra begannen im Jahr 1909,  im Sommer 1912 wurde es eingeweiht.

Der Hotelbetrieb konnte sich nach 1918 und 1945 nicht wieder erholen. Das Kurhaus wurde jedoch 1951 umfassend renoviert. Dieser Kurbetrieb bestand bis 1972. In den folgenden Jahren blieb das Hotel geschlossen.

1977 wurde das Kurhaus von der niederländischen Familie Kruit erworben. Im Jahr 1979 wurde das Hotel wieder eröffnet und heisst seitdem Hotel & Berghaus Val Sinestra.

Die Quellen werden nicht mehr genutzt und das Heilwasser fliesst wieder in die Brancla. Gesundheit bleibt trotzdem ein Thema. Ruhe, reine Luft, intakte Natur, die Wanderwege, gesunde Ernährung, eine häusliche Atmosphäre und niedrige Preise helfen dabei.

(Quelle und weitere Informationen: A. Hübner, Kurhaus Val Sinestra, Scuol; www.sinestra.ch).

 Korrektorin: Melinda Fechner

St. Johann und das Johanneum

Die erste urkundliche Erwähnung des Klosters St. Johann im Dorf Alt Johann (Kanton St. Gallen)  ist auf 1152 datiert, als Papst Eugen III. das Kloster in seinen Schutz nahm.

Einer der Gründe für die Entstehung dieses letzten im Raum der Schweiz gegründeten alten Benediktinerklosters liegt an der geographisch günstigen Lage im Spannungsfeld der Klöster von Pfäfers, Einsiedeln und St. Gallen.

Im Zusammenhang mit der Reformation ging die relativ kurze Blütezeit bereits im 16. Jahrhundert zu Ende. 1555 übernahm die Abtei St. Gallen das Kloster. 1568 und 1626 kam es zu zwei verheerenden Grossbränden.

Der Fürstabt von St. Gallen entschied 1629, das Kloster in das heutige Neu St. Johann zu verlegen. Der Neubau gehört zusammen mit der 1680 geweihten Kirche zu den bedeutendsten Leistungen des schweizerischen Frühbarock (heute das Johanneum).

(Quelle: D. Studer, Das ehemalige Kloster St. Johann im Thurtal, Bern, 2002).

 Korrektur: Melinda Fechner