Die Burg Alt-Frankenstein

Die Burg Alt-Falkenstein in der Gemeinde Balsthal (Kanton Solothurn) wurde im 12. und 13. Jahrhundert in der Balsthaler Klus erbaut. Auf der anderen Seite der Balsthaler Klus liegt Neu-Frankenstein aus der gleichen Zeit.

Aus dieser Zeit stammen auch die Schlösser Alt-Bechburg und Neu-Bechburg bei Oensingen. Die Dynastien Bechburg und Falkenstein sowie der Bischof von Basel waren damals die wichtigsten Herrscher der Gegend.

Der Handel und die Strasse durch die Klus von Balsthal waren von grosser Bedeutung. Das ist der Grund für die vier Burgen.

Alt-Falkenstein hat auch eine historische Bedeutung für die manchmal angespannten Beziehungen zwischen Bern und Solothurn im vierzehnten Jahrhundert.

1345 marschierten Berner Truppen auf ihrem Weg nach Mulhausen durch die Klus, um dieser Stadt gegen die Soldaten, einer Koalition aus Freiburg, Kyburg, burgundischem Adel, Habsburg und Kaiser Ludwig dem Bayern (1282-1347), zu helfen.

Mit dem Frieden von Königsfelden 1345 endete auch dieser Krieg. Solothurner Truppen verweigerten 1345 jedoch den Berner Truppen den Weg von der Burg Alt-Frankenstein. Die Schlacht führte beinahe zu einem (Bürger-)Krieg in der sich entwickelnden Eidgenossenschaft.

Im Jahre 1420 verkaufte der letzte Graf, Hans II. von Falkenstein (gestorben 1426), die Burg an Solothurn.

Die Burg wechselte den Besitzer, bis Solothurn 1923 die endgültige Besitzerin wurde. Durch die Renovierung des Rittersaals und die Einrichtung des Heimatmuseums, erhielt die Burg ihren früheren Glanz fast vollständig zurück.

Zudem lohnt sich bereits der Spaziergang zum Schloss durch den Naturpark Thal.

Die Stadtmauer Basels

Die erste mittelalterliche Stadtmauer Basels wurde um 1080 von Bischof Burkhard von Fenis errichtet, kurz vor der Gründung des Klosters St. Alban (1083).

Zu dieser Zeit bestand Basel aus zwei Gemeinden: Grossbasel und Kleinbasel. Die erste Rheinbrücke (die heutige Mittlere Brücke von 1905) wurde um 1225 gebaut. Die Stadtmauern wurden in beiden Teilen der Stadt verstärkt und erweitert.

Das grosse Erdbeben von 1356 verursachte jedoch auch an diesen Bauwerken erhebliche Schäden.

In den Jahren 1360-1398 wurde die Stadtmauer restauriert. Es wurden zwei Mauern gebaut: eine äussere und eine innere. Im Jahr 1473 wurde die äussere Mauer wegen des drohenden Krieges gegen das Herzogtum Burgund weiter ausgebaut.

Dieser Krieg fand in den Jahren 1474-1477 statt, aber weit weg von Basel in Grandson (Kanton Waadt), (Murten, (Kanton Freiburg) und schliesslich in Nancy (Lothringen).

Drei der äusseren Mauertürme sind erhalten geblieben: Spalentor, St. Johannstor und das St. Albantor.

Nach dem Schwabenkrieg (499) und den Unruhen um die Teilung Basels in die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft (1833) war die Stadt militärisch nicht mehr bedroht. Einzig der Sonderbundskrieg von 1847 war eine kurze Phase der Unsicherheit.

Die äusseren und inneren Mauern fielen nach 1860 rasch der Stadterweiterung zum Opfer. Ein (renovierter) Teil der Stadtmauer im Stadtteil St. Alban ist erhalten geblieben. Diese Mauer umgab einst die zahlreichen Wassermühlen, Papierfabriken und das 1529 aufgehobene Kloster St. Alban.

Stärke in der Vielfalt in Graubünden

Auf der Grundlage des Sprachengesetzes (SpG, Art. 22) und der Sprachenverordnung (SpV, Art. 18 und 25) unterstützt der Bund die Kantone Graubünden und Tessin bei der Erhaltung und Förderung der rätoromanischen und der italienischen Sprache und Kultur.

Im Jahr 2018 hat der Bund eine externe Evaluation in Auftrag gegeben, um die Wirkung der Finanzhilfe des Bundes an den Kanton Graubünden zur Erhaltung und Förderung der romanischen und italienischen Sprachen und Kultur im Kanton zu prüfen.

Die Evaluation dient zusätzlich als Grundlage für die Antwort auf das Postulat Semadeni (15.4117) «Allegra, Romanisch und Italienisch sollen leben!», (angenommen vom Nationalrat am 28. September 2017).

Gegenstand dieser vom Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA) in Jahr 2019 durchgeführten Evaluation (Studienberichte des Zentrums für Demokratie Aarau, Nr. 16 31. März 2019) sind die Massnahmen zur Erhaltung und Förderung der rätoromanischen und der italienischen Sprache und Kultur im Kanton Graubünden und die Beantwortung des Postulats.

Der Regierung (Regenza) des Kantons hat zur implementierung der Evaluation das Projekt „Stärke in der Vielfalt“ (Fermezza en la diversitad) 2021-2024 zur Stärkung der Mehrsprachigkeit verabschiedet.

Es gibt 80 konkrete Massnahmen auf kantonaler Ebene und Massnahmen, welche den einzelnen Sprachorganisationen Lia Rumantscha (LR), Pro Grigioni Italiano (PGI) und la Fundaziun Medias Rumantschas (FMR) sowie weiteren verwaltungsexternen Institutionen zugeordnet sind.

(Quelle und weitere Informationen: www.gr.ch/ www.bak.admin.ch).

Die Gallizianmühle

Mühlen waren die ersten technisch hoch entwickelten Grossbetriebe im Mittelalter. Basel verfügte über zwei grosse Mühlenviertel, in Kleinbasel und im St. Albantal.

An den beiden Armen des Albanteichs standen 13 Mühlen mit insgesamt 34 Wasserrädern,  Sägemühlen, Hammerschmieden, Walkmühlen, Farbholzmühlen und Mühlen für andere Zwecke.

Die Mühlen stellten im 15. Jahrhundert nach und nach auf die Papierfabrikation um.

Durch das Basler Konzil (1431-1448) und die Gründung der Basler Universität (1460) entstand ein grosser Bedarf an Papier. Immer mehr Mühlen wurden für die Herstellung von Papier eingesetzt.

Eine der ältesten Papiermühlen ist heute als Mühlrad für die Basler Papiermühle in Betrieb (Museum für Papier, Schrift und Druck).

Die  Mühle wurde 1284 für eine Schmiede errichtet. Diese Papiermühle ist nach Antonio Gallizian ben

Der St. Albanteich

Bischof Burkhard von Fenis (1040-1107) gründete im Jahr 1083 im St. Alban-Tal das erste Kloster der Stadt.

Die Mönche bauten Mühlen direkt neben dem Kloster. Das Wasser aus einem Seitenarm der Birs wurde umgeleitet. Es entstand der St. Albanteich (Dalbedych im lokalen Basler Dialekt).

Über Jahrhunderte blieb der Kanal einer der wichtigsten Energielieferanten in Basel. Diese Energie trieb Dutzende von Mühlen und Mühlrädern an. Der Kanal diente auch als Wasserstrasse für den Transport von Holz.

(Quelle und weitere Informationen: www.papiermuseum.ch).

Schloss Neu-Bechburg

Das Schloss Neu-Bechburg liegt auf einem Felsen oberhalb der Stadt Oensingen (Kanton Solothurn) an einem Handelsweg, der bereits in der Römerzeit von Bedeutung war.

Das Schloss wurde in der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts von den Freiherren von Bechburg errichtet. Danach wechselten die Besitzer je nach dem Schicksal der Dynastien, darunter die Grafen von Froburg, Nidau und Kyburg.

Im Jahr 1415 kaufte Bern die Burg und schenkte sie im selben Jahr Solothurn. Solothurn war bei der Eroberung des Aargaus auf die Habsburger im Jahr 1415 Berns Verbündeter. Das Schloss war eine der Belohnungen.

Seit 1975 verwaltet und pflegt die Stiftung Neu-Bechburg das Schloss (www.neu-bechburg.ch).

Der Obelisk von Meyriez

Lord Byron (1788-1824) schrieb 1816:

While Waterloo with Cannae’s carnage vies, Morat and Marathon twin names shall stand;
They were true Glory’s stainless victories,
Won by the unambitious heart and hand
Of a proud, brotherly, and civic band, ….

Die Schlacht von Murten (Morat auf Französisch, Kanton Freiburg) war eine der entscheidenden Wendungen in der europäischen Geschichte.

An der Stelle wo die Toten der Schlacht von Murten in zwei Massagräber gelegt worden waren, errichteten Mönchen von der Abtei Fontaine-André bei Neuenburg 1483 eine Beinhauskapelle.

Beim Einmarsch der Franzosen 1798  zerstörten Burgunder in den französischen Truppen das Beinhaus um ihre besiegten vorfahren (drei Jahrhunderte später!) zu rächen. An seiner Stelle liess die Freiburger Regierung 1821 einen Obelisk errichten.

Die Schlacht folgte auf die Schlacht von Grandson am 2. März 1476. Die Eidgenossenschaft besiegte das mächtige Heer von Karl dem Kühnen (1433-1477), Herzog von Burgund.

Am 22. Juni 1476 besiegten die Eidgenossen den Herzog erneut bei Murten. Im folgenden Jahr, bei Nancy (5. Januar 1477), verlor Herzog Karl (1433-1477) seine dritte Schlacht und sein Leben.

Die Siege der Eidgenossenschaft ebneten den Weg für den Aufstieg der Habsburger. Maria von Burgund (1457-1482), die Erbin Karls des Kühnen und spätere Ehefrau Kaiser Maximilians I. von Österreich (1459-1519), erbte die reichen flämischen und niederländischen Gebiete.

Der französische König war der andere Profiteur. Sein kleines Reich hatte seinen stärksten Konkurrenten verloren, und das dritte Königreich Burgund (nach 443-534 und 888-1032) sollte es nicht geben.

Die Eidgenossenschaft war die militärische Supermacht, aber politisch eine kleine Konföderation. Dennoch besiegte sie 1499 auch die Habsburger im Schwabenkrieg.

Politische Hybris führte 1515 zur Niederlage bei Marignano gegen den französischen König und damit zum Ende der militärischen Vormachtstellung.

Es begann die Ära der Schweizer Söldner, die bis 1848 ein mächtiges Heer von rund 1,5 Millionen Mann stellten (Verbot in der Bundesverfassung).

Die Renaissance in Hauterive

Der alte Dorfkern von Hauterive (Kanton Neuenburg) liegt auf einer Höhe von über 500 Metern auf einem Hügel in der Nähe des Neuenburgersees.

Am Ufer des Sees befindet sich das Laténium, das archäologische Museum für die Vorgeschichte, Kelten- und Römerzeit. Das Dorf liegt an der römischen Handelsstrasse Vy d’Etra. Diese Strasse verlief entlang des Seeufers.

Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahr 1143 und trug  den Namen alta ripa. Das Dorf war Eigentum der Abtei Fontaine-André in La Coudre (heute ein Stadtteil von Neuchâtel).

Im Zentrum des Dorfes gibt es noch einige Gebäude, die vom Wohlstand des sechzehnten Jahrhunderts zeugen. Die meisten Einwohner waren wohlhabende Kaufleute aus der nahegelegenen Stadt Neuchâtel.

In Hauterive errichtete Siméon Peter, Bürger von Neuenburg, 1579 einen Stadtpalast im für die Region typischen Renaissancestil. Weitere Beispiele sind Les Halles in Neuchâtel und das Haus (la maison) à la Grappe in La Coudre.

Im Zentrum von Hauterive zeugen noch heute der alte Weinkeller des Weinguts Clottu, das Haus (la maison) des Arcades und der Dorfplatz von dieser Zeit.

Bis 1848 unterstand Hauterive, neben den Dörfern La Coudre, Saint-Blaise, Voëns, Le Maley, Le Villaret, Cornaux, Thielle, Marin und Epagnier, der Gerichtsbarkeit der Châtellenie von Thielle (Kreis Neuenburg) .

Im Jahr 1848 wurde die Châtellenie aufgehoben und das Dorf kam unter die Jurisdiktion der Stadt Neuchâtel.