Neuenstadt

Die Stadt Neuenstadt (La Neuveville) im Kanton Bern gehört zum (französischsprachigen) Jura und zur Region Jura bernois.

La Blanche Eglise, erbaut in der karolingischen Zeit, wird schon in einer Urkunde von 866 erwähnt und gehörte zur Abtei Moutier-Grandval.

1141 kam die Kapelle unter die Verwaltung der Abtei Bellelay. Das Fürstbistum Basel hatte schon 999 von der Abtei Moutier-Grandval die weltliche Rechte in dieser Region erhalten hatte. Das Fürstbistum Basel gründete 1320 die Stadt.

Im Jahr 1700 hatte sie 800 Einwohner, aber in dieser Zeit war sie auch ein Zufluchtsort für Tausende von Hugenotten nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes durch Ludwig XIV (im Jahr 1685).

Neuenstadt hatte den protestantischen Glauben 1530 übernommen, blieb aber bis 1798 Teil des Fürstbistums Basel.

Nach der französischen Invasion im Jahr 1798 wurde La Neuveville von Frankreich annektiert (der nördliche Teil war bereits 1792 annektiert worden), zunächst im Departement Mont-Terrible, 1800 im Departement Haut-Rhin.

Nach der französischen Niederlage 1813 wurde Neuenstadt dem Kanton Bern zugeteilt. Bern erhielt 1815 den grössten Teil des ehemaligen Fürstbistums Basel.

Woche der Romanischen Sprache

Auf der Grundlage des Sprachengesetzes (SpG, Art. 22) und der Sprachenverordnung (SpV, Art. 18 und 25) unterstützt der Bund die Kantone Graubünden und Tessin bei der Erhaltung und Förderung der rätoromanischen und der italienischen Sprache und Kultur.

Im Jahr 2018 hat der Bund eine externe Evaluation in Auftrag gegeben, um die Wirkung der Finanzhilfe des Bundes an den Kanton Graubünden zur Erhaltung und Förderung der romanischen und italienischen Sprache und Kultur im Kanton zu prüfen.

Die Evaluation dient zusätzlich als Grundlage für die Antwort auf das Postulat Semadeni (15.4117) «Allegra, Romanisch und Italienisch sollen leben!», (angenommen vom Nationalrat am 28. September 2017).

Gegenstand dieser vom Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA) in Jahr 2019 durchgeführten Evaluation (Studienberichte des Zentrums für Demokratie Aarau, Nr. 16 31. März 2019) sind die Massnahmen zur Erhaltung und Förderung der rätoromanischen und der italienischen Sprache und Kultur im Kanton Graubünden und die Beantwortung des Postulats.

Der Regierung (Regenza) des Kantons hat zur Implementierung der Evaluation das Projekt „Stärke in der Vielfalt“ (Fermezza en la diversitad) 2021-2024 zur Stärkung der Mehrsprachigkeit verabschiedet.

Es gibt 80 konkrete Massnahmen auf kantonaler Ebene und Massnahmen, welche den einzelnen Sprachorganisationen Lia Rumantscha (LR), Pro Grigioni Italiano (PGI) und la Fundaziun Medias Rumantschas (FMR) sowie weiteren verwaltungsexternen Institutionen zugeordnet sind.

(Quelle und weitere Informationen: www.gr.ch/ www.bak.admin.ch).

Kulturerbe im digitalen Zeitalter

Die Tagung (Patrimoine culturel à l’ère numérique, Kulturerbe im digitalen Zeitalter) am 24. März (mit Simultanübersetzung Deutsch und Französisch) findet auf einer digitalen Plattform statt.

Digitale Anwendungen eröffnen ganz neue Möglichkeiten der Erschliessung unseres Kulturerbes und der kulturellen Teilhabe der gesamten Bevölkerung. Neue Methoden schaffen auch neue Herausforderungen.

Ziel der Tagung ist es, den Umgang mit den Möglichkeiten des digitalisierten oder digitalen Kulturerbes zu reflektieren.

Die Tagung vereint Archäologie, Denkmalpflege und weitere Fachbereiche des Kulturerbes und wird gemeinsam von NIKE, BAK und ICOMOS, dem Netzwerk Archäologie Schweiz und dem Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich organisiert.

Der Tagungsband mit den Beiträgen der Referierenden wird allen Teilnehmenden als E-Book abgegeben.

Anmeldung bis 7. März. Teilnamegebühr: 75 CHF/40 CHF für Studierende mit Legi

Weitere informationen: https://digiar.ch.

Das Herz der Schweizer Uhrenindustrie.

Der Kanton Neuenburg ist das Herz der Schweizer Uhrenindustrie. Bereits Ende des 17. Jahrhunderts produzierten Bauern-Uhrmacher Uhren für Kunden in ganz Europa und sogar weltweit. 1914 kam 55% der Weltproduktion von Uhren aus La Chaux-de-Fonds und Le Locle.

Die Wohnungen, Werkstätte und Stadtentwicklung waren damals eng miteinander verbunden. Die Industrie benötigte grosse Fenster wegen der zentralen Bedeutung des Tageslichts für die Tätigkeit an der Werkbank.

Die Industriegebieten waren nicht strikt getrennt und viele Werkstätte und Wohnungen befanden sich im gleichen Gebäude. Die Stadtplanung beider Städte basiert auf diesen Prinzipien  nach den verheerenden Bränden von 1794 (La Chaux-de-Fonds) und 1833 und 1844 (Le Locle).

Diese einzigartige Symbiose machte sie im Juni 2009 zum UNESCO-Weltkulturerbe.  Der Espace de l’urbanisme Horlogier in La Chaux-de-Fonds (www.timExplorer.ch) bietet einen Einblick in die Ursprünge dieser Städte.

Mehrere Hersteller zeigen die Produktion (u.a. Manufacture de Haute Horlogerie Corum und Le Carrousel Formation in La Chaux-de-Fonds, Les Apprentis du Temps und Atelier micromécanique in Le Locle und Le Centre Horloger in Neuchâtel).

Auch Museen sind der Uhrenindustrie gewidmet. Das Musée international d’horlogerie in La Chaux-de-Fonds und das Musée d’horlogerie im Château des Monts in Le Locle bieten einen historischen und allgemeinen Überblick.

Die Sammlung Jaquez-Droz im Musée d’art et d’histoire in Neuenburg besteht aus Musikmaschinen und ihren komplexen Mechanismen, die im 18. Jahrhundert die europäischen Königshäuser schmückten.

Das Musée des Mascarons in Môtiers, das Musée paysan et artisanal in Neuenburg, das Le Castel – Pendulerie neuchâteloise in Saint-Aubain und Werkstätte in Fleurier, Auvernier, Peseux, Le Locle und La Chaux de Fonds sind andere interessante Orte.

(Quelle: Tourismus Neuenburg, Im Herzen der Zeit, Neuenburg, 2017; www.timExplorer.ch).

Monthey

Monthey ist die Hauptstadt des (schweizerischen) Chablais im Kanton Wallis. Sie  liegt am Fusse der Dents du Midi, der Portes du Soleil, des Val d’Illiez und seines Flusses Vièze.

Der Name der Stadt und die Burg werden erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt (castrum Monteyz). Viel mehr ist jedoch über die Dynastie der Monthéleo bekannt (siehe u. a. das Buch Les Nobles de Monthéleo de Montheis von Abbé Tamini). Sie beherrschten die Stadt bis 1536 und bauten das Schloss im 14. und 15. Jahrhundert wieder auf.

Die Stadt im Unterwallis (Bas-Valais, Unterwallis) gehörte bis 1536 zum Territorium der Herzöge von Savoyen und danach zur Republik der Sieben Zenden (la Républic des sept Dizains) des Oberwallis (Haut-Valais). Diese Herrschaft dauerte bis 1798 und der französischen Invasion.

Monthey gilt als Industriestadt und war ein Pionier in den Bereichen Chemie, Kunststoff, Stein und Metallbau.

(Quelle und weitere Informationen: www.monthey.ch).

Die Saalkirche von Kleinhüningen

Die protestantische Saalkirche von Kleinhüningen (Kanton Basel-Stadt, Gemeinde Basel) wurde 1710 vom Baumeister Peter Racine errichtet vom Baumeister Peter Racine in schlichtem Barockstil als Ersatz für die im Dreissigjährigen Krieg (1618-1648) zerstörte mittelalterliche Kirche errichtet.

Die Flachdecke,die Westempore und die achteckige Form des Turmes sind aussergewöhnlich. Man spricht auch vom „Antibarock“.

1847 folgten eine Restaurierung durch Amadeus Merian (1808-1889), 1910 die Erhöhung des Glockenturms um vier Meter und 1975 und 2010 weitere Renovationen innen und aussen. Der Anker am Fuss des Kirchturms verweist auf das ehemalige Dorf als Hafen am Rhein.