Der Hagneckkanal

Die Juragewässerkorrektion war und ist ein einmaliges Pionierwerk zur Erschliessung und Gewinnung von Land in der Drei-Seen Region.

Mit einem Kanalsystem wurden in den Jahren 1868 bis 1891 die Wasserstände der drei Seen von Murten, Neuenburg und Biel gesenkt.

Herzstück des Projekts ist der acht Kilometer lange Kanal von Aarberg nach Hagneck (Kanton Bern). Die Aare wurde ab Aarberg in den Bielersee umgeleitet.

Die seither viel kleinere Alte Aare fliesst weiter nach Büren und ab Büren als Kanal nach Nidau in den Bielersee.

Im Gegensatz zum Nidau-Büren-Kanal, wo es sich um eine Flusskorrektion handelt, entstand mit dem Hagneckkanal ein völlig neuer, künstlicher Fluss.

Die zwei anderen neuen künstlichen Verbindungen zwischen den drei Jurarandseen sind der Broyekanal zwischen Murten- und Neuenburgersee und der Zihlkanal zwischen Neuenburger- und Bielersee.

(Quelle: www.bielerseekraftwerke.ch). (Siehe auch: www.swiss-spectator.ch/de/the-jura-water-management/ und www.schlossmuseumnidau.ch).

Pfahlbaumuseum Lüscherz

Am Bielersee sind mehr als 35 Pfahlbau-Fundstelle aus der Zeit zwischen 4300 und 800 v. Chr.  bekannt, die mehrere 100 Dörfer der ersten Bauer und Fischer der Region repräsentieren.

Das Dorf Lüscherz (kanton Bern) gehört zu den bedeutendsten Fundstellen der Schweiz. Verschiedene jungsteinzeitliche Ufersiedlungen ( ca. 5000-1800 v. Chr.) sind nachgewiesen.

Das Pfahlbaumuseum Lüscherz (Sammlung Hans Iseli) gibt einen Einblick ins Leben dieser Gesellschaften am Bielersee zwischen etwa 4000 bis 800 v. Chr.

Hans Iseli (1924-2003) hat während seiner 60-jährigen Sammeltätigkeit mehr als 10 000 Artefakte aus Stein, Silex, Knochen, Geweih und Ton zusammengetragen.

Die Ausstellung im Museum behandelt die folgende Themen:

Die Pegelabsenkung der Juragewässerkorrektion (1868-1891), die Besiedlung der Strandplatte des Bielersees im Laufe der Jahrtausende, das prähistorische Handwerk von Keramik-Gefässen  und Textilien, die Konstruktion der Häuser, die Dorfanlage und ihre Baugeschichte, die grossräumigen Kontakte des 4. Bis 1. Jahrtausend v. Chr., Gräber und Kultplätze und das geistige Leben.

Die Zeittafel fixiert einige kulturgeschichtlich wichtige Daten der Region im Vergleich mit den Kulturen des Mittelmeerraumes.

(Quelle und weitere Informationen: www.pfahlbaumuseum-lüscherz.ch).

Das Laufwasserkraftwerk Hagneck

Hagneck (Kanton Bern) gehört zu den ältesten Laufwasserkraftwerken der Schweiz. Es ist ein Denkmal der Technik und der architektonischen Kulturgeschichte. Wasser zu Strom, ein visionäres Meisterstück am Ende des 19. Jahrhunderts.

Am 30. Mai 1891 wurde die Konzession der Gemeinden Biel, Erlach, Hagneck, Neuenstadt, Nidau und Täuffelen-Gerolfingen durch die Berner Regierung erteilt. 1897 begannen die ersten Bauarbeiten. Im Sommer 1899 wurde die Anlage bereits in Betrieb genommen.

Wasserkraft ist heute die weltweit bedeutendste erneuerbare Energiequelle für die Stromerzeugung. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie grosse Wassermengen bei einem geringen Höhenunterschied zur Stromgewinnung verarbeiten.

Solange der Fluss fliesst, fliesst auch der Strom. Die Deckung von Verbrauchsspitzen ist nicht möglich, im Gegensatz zu Speicherkraftwerken. Im Winter ist das Wasser knapper, im Frühjahr führt der Fluss (der Rhein zum Beispiel) oder Kanal (Aare-Hagneck-Kanal) viel Wasser.

In Speicherkraftwerken (zum Beispiel der Stausee Lac des Dix im Wallis oder der Stausee Curnera im Vorderrhein) wird das Wasser mit einer Talsperre in einem Bergsee gestaut.

Dieser wird über Druckrohrleitungen mit der im Tal liegenden Kraftwerksanlage verbunden und das gespeicherte Wasser turbiniert. Die 83 grossen Schweizer Speicherkraftwerke produzieren knapp die Hälfte der schweizerischen Wasserkraft. (quelle: www.energie-lexikon.info).

Das Wasserkraftwerk Hagneck ist katastrophensicher gebaut. Das Wehr ist für 2 700 m3 pro Sekunde ausgelegt. 2005 stieg der Abfluss der Aare bis 1 514 m3 pro Sekunde. Das Wehr wird solchen Wassermassen standhalten. Ein Hochwasser wie im Sommer 2005 gibt es ausserdem nur alle 300 Jahre.

(Quelle und weitere Informationen: Besucherzentrum Hagneck, www.bielerseekraftwerke.ch).

Das Dorf Lüscherz

Das Dorf Lüscherz (Kanton Bern) gehört zu den bedeutendsten Pfahlbaustationen der Schweiz.

Das Dorf wird in einer Urkunde aus dem Jahr 1271 erstmals erwähnt. Die Ritter von Biel schenkten dem Kloster Frauenkappelen die Reben “neben dem Weg, der zum See führt”. Das Dorf gehörte kirchlich bis zur Reformation zur Pfarrei Vinelz.

Von altersher war Lüscherz ein Fischerdorf. Die Fischer gehörten zu den Versorgern des Fischmarkts in Bern. Jahrhundertelang trugen sie die Fische in die Stadt.

Erst als nach der ersten Juragewässerkorrektion (1868-1891) das Moos entsumpft und fruchtbar geworden war, setzte die Umstelling auf Landwirschaft ein.

Neben dem Fischen reicht auch der Rebbau bis zu den Anfängen des Dorfes zurück (Urkunde 1271). Der Rebbau ist heute durch den Obstbau abgelöst. Heute gibt es nur noch drie Fischer.

(Quelle und weitere Informationen: www.luescherz.ch)

Die Kirche von Sutz

Die romanische Kirche Sutz (Kanton Bern) befindet sich auf dem Geschichtenweg, welcher die reformierten Kirchen im Bezirk Seeland zwischen dem ehemaligen Kloster Gottstatt und der Kirche Erlach eingerichtet haben.

Die Kirche Sutz liegt auf einer Hangkante nahe des Bieler Sees. Die erste Kirche von Sutz ist um das Jahr 1 000 entstanden.

Nach der Reformation von 1528 wurde die Kirche vom bernischen Schaffner verwaltet.

Der polygonale Chor und der Taufstein werden auf das Baujahr 1510 datiert. Die spätgotischen Fenster und die Renaissancekanzel sind heute noch von ausgezeichneter Qualität.

Die letzte umfangreiche Renovation wurde in den Jahren 1965 – 1966 ausgeführt.

(Quelle une weitere Informationen: www.kirchenvisite.ch).

Das Landgut Von Rütte

Das ehemalige Landgut Berner Patrizierfamilien, aus dem 15. Jahrhundert, wird um 1870 von Architekten Friedrich Ludwig von Rütte (1829-1903) erworben. Er baute das Landgut zu einem herrschaftlichen Sommerhaus um.

Durch die Seeabsenkung infolge der Juragewässerkorrektion (1869-1891) gewann das Landgut zusätzliches Land.

Der neue Eigentümer legte auf diesem Seegrund einen Landschaftspark nach englischen Vorbild an, den er mit einem chinesischen Pavillon ergänzte.

Das Landgut in der nähe des Dorfes Sutz-Lattrigen (Kanton Bern) gehört seit 1988 einer Stiftung.

(Quelle und weitere Informationen: www.vonruettegut.ch).

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Sachseln

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche ist ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Sie wurde nach der Seligsprechung von Niklaus von Flüe oder Bruder Klaus (1417-1487) im Jahr 1672 errichtet im Schweizerischen frühbarock.

Seit 1679 birgt sie das Grab von Bruder Klaus. Die Eremitenkutte, in der Bruder Klaus 1487 starb, wird auch in der Kirche aufbewahrt. Sein Grab ist eine Wallfahrtsstätte.

Quelle: Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Sachseln

74. Biennale La Chaux-de-Fonds

Die 74. Biennale für zeitgenössische Kunst (74e Biennale d’art contemporain) der Gesellschaft der Freunde des Kunstmuseums ( la Société des amis du Musée des beaux-arts, SaMbA) wird vom 16. Mai bis 29. August 2021 im Kunstmuseum von La Chaux-de-Fonds (Musée des beaux-arts) stattfinden.

Die Biennale, die seit mehr als 150 Jahren von der Vereinigung organisiert wird, bietet ein einzigartiges Panorama für Künstler des Kantons Neuenburg.

Er steht allen Künstlerinnen und Künstlern mit Bezug zum Kanton offen und ermöglicht ihnen, sowohl ein neues Werk als auch die neuesten Entwicklungen eines langfristigen Projekts zu präsentieren.

Mit Werken von:

Claude Augsburger, Jérôme Baratelli, Barbezat – Villetard, Linus Bill et Adrien Horni, Benoît Billotte, Fabian Boschung, Elizaveta Calais Matevosyan, Johanna Castellanos, Francisco Da Mata, Simon de Diesbach, Dominique Delefortrie, Noémie Doge, Daniela Droz, Pierre Dürrenberger, Anne Emery, Rosalie Evard, Hubert Girardin Noirat, Stéphanie Gygax, Hyperartistes, Martin Jakob, Benoît Jeannet, Dominique-Anne Junod, Catherine Louis, Philip Maire, Miguel Menezes, Chloë Naucelle, Anne Pantillon, Arnaud Parel, Guillaume Perret, Manuel Perrin, Mathias Pfund, Mathieu Pilloud, Colin Raynal, Marie Reber, Olivier Robert, Alain Rufener, Daniel Ruggiero, Bastien Schmid, Nathan Solioz.

(Quelle und weitere Informationen: www.samba-cdf.ch).

 

Die CSS Alabama, Putin, Biden und Genf

Am 16. Juni findet in Genf das Treffen zwischen Joe Biden (1942), Präsident der Vereinigten Staaten, und Wladimir Putin (1952), Präsident von Russland, statt. Ort des Treffens ist der Parc La Grange.

Die Stadt hat einen jahrhundertealten Ruf für die neutrale Beteiligung von Streitigkeiten und Treffen zwischen den Grossmächten. Einer der ersten Fälle ereignete sich 1869 zwischen Amerika und dem Vereinigten Königreich.

Amerika wollte eine Entschädigung vom Vereinigten Königreich wegen der Kriegsschiffe, die in britischen Werften für die Konföderation (die Verliererseite) im amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) produziert wurden.

Der Fall wurde nach dem Kriegsschiff CSS Alabama benannt. Es lief in einer Werft in Birkenhead (bei Liverpool) vom Stapel und wurde 1862 an die Konföderation geliefert.

Die Schiedskommission tagte in Genf und begründete den Namen und den Ruf Genfs als Hauptstadt der Diplomatie und des Völkerrechts.

Seit 1863 hatte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) seinen Sitz in dieser Stadt. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte der Völkerbund seinen Sitz in Genf, bis er 1946 aufgelöst wurde. Heute beherbergt die Stadt den europäischen Hauptsitz der UNO und 600 weitere internationale NGOs.

Genf (und die Schweiz) war der Schauplatz vieler Treffen zwischen (kriegführenden) Parteien und Ländern. Fünfmal haben amerikanische Präsidenten die Stadt für ein Treffen gewählt.

Zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, im Jahr 1955, trafen sich die vier Supermächte Russland, Frankreich und Grossbritannien.

Präsident Jimmy Carter (1924) und der syrische Präsident Hafez el-Assad (1930-2000) trafen sich dort 1977.

Der Beginn des Endes des Kalten Krieges wurde durch das erste Treffen zwischen Ronald Reagan (1911-2004) und Michail Gorbatschow (1931) im Jahr 1985 markiert.

George Bush Sr. (1924-2018) traf 1990 in dieser Stadt den syrischen Präsidenten Hafez el-Assad.

Bill Clinton (1946) besuchte die Stadt sogar viermal, unter anderem 1994, um sich erneut mit dem syrischen Präsidenten zu treffen. Sein „anonymes“ Käsefondue ist legendär.

Normalerweise zählt die Stadt ca. 10 000 grosse und kleine Konferenzen pro Jahr, was mit der Alabama-Kommission im Jahr 1871 begann.

Die Treffen zwischen den Staatschefs der Grossmächte verblassen aus dieser Perspektive zur Bedeutungslosigkeit. Der logistische Aufwand und das Prestige sind jedoch enorm.