Vagun Panoramic Ruinaulta

Ruinaulta nennen Einheimische die Rheinschlucht zwischen Ilanz und Reichenau auf Surselvan-Romanisch.

Seltene Vögel, weisse Felswände, Wälder, Wiesen, Rheininseln, und bizarre Gesteinsformationen prägen den Grand Canyon der Schweiz.

Was mit dem Flimser Bergsturz begann, präsentiert sich heute als einmalige Naturkulisse: Zwischen Ilanz und Reichenau hat sich der Vorderrhein während 10 000 Jahren einen Weg durch das Gestein geschaffen.

Entstanden ist eine Schlucht, die zu Recht den Übernamen «Swiss Grand Canyon» trägt. Die Passagiere der Vagun Panoramic bahnen sich ihren Weg durch die Gesteinsformationen umgeben von alten Föhren.

Der Erlebniszug startet in Landquart oder Chur. Der erste Stop ist im Bahnhof Reichenau. Der Zug fährt weiter nach Trin, Versam-Safien, Valendas, Castrisch und Illanz.

(Source and further Information: www.rhb.ch/erlebniszug).

Textilland Ostschweiz

Die Ostschweiz ist ein eigentliches Textilland. Lange zählte sie zu den weltweit wichtigsten und grössten Exportgebieten für Stickereiprodukte.

Um 1910 kam über die Hälfte der weltweiten Produktion aus der Ostschweiz. Die Stickerei bildete mit einem Anteil von rund einem Fünftel den grössten Exportzweig der gesamten Schweizer Wirtschaft.

Der erste Weltkrieg brachte das Ende der Stickerei-Hochblüte in der Ostschweiz und sie verlor an Bedeutung. Doch der Handel und die Herstellung haben die Ostschweiz endgültig geprägt.

Textilien aus der Region St. Gallen sind mehr als nur funktionelle Stoffe. Sie überzeugen durch Qualität, Kreativität und affinität zur Mode. Noch heute werden qualitativ hochwertige und innovative Textilien in dieser Region erforscht und entwickelt.

Die Highlights in der Region sind: das Textilmuseum St. Gallen (www.textilmuseum.ch), der Themenrundgang in Trogen (www.jahrhundertderzellweger.ch), Museum Appenzell (www.museum.ai.ch), Ortsmuseum Flawil (www.ortsmuseumflawil.ch), Industrielehrpfad Hauptwil-Bischofszell (www.outdooractive.com), Saurer Museum (www. saurermuseum.ch), Biedermeierdorf Heiden (www.biedermeier.ch), Textildorf Rehetobel (www.textildorf.ch).

Der Textilweg St. Gallen führt ausserdem zu herausragenden Textilgebäuden in der St. Galler Innenstadt.

(Quelle und weitere Informationen: www.textilland.ch).

Die Wiege der Schweiz

Historisch gesehen hat sich die heutige Schweiz sehr langsam aus jahrhunderalten Bündnissen entwickelt. Der Bundesbrief von 1291 ist nicht die Gründungsurkunde, sondern regelte den Frieden und andere Sachen unter den beteiligten Orten Uri, Schwyz undUnterwalden. Die Wiege der Schweiz erzählt die Gründungsgeschichte der Eidgenossenschaft.

Die Wiege der Schweiz ist ein Kulturweg in den Kantonen Uri und Schwyz entlang historisch bedeutungsvolle Orte: das Telldenkmal Altdorf, die Tellskapelle Bürglen, Das Tellendorf Bürglen, die Tellskapelle an der Tellsplatte, die Hohle Gasse Küssnacht, die Schlacht von Morgarten (1315), das Rütli, der Platz der Auslandschweizer in Brunnen und der Schillerstein am Urnersee.

(Quelle und weitere Informationen: www.uri.swiss).

Das Toggenburg

Das Toggenburg (Kanton Sankt Gallen) ist ein Moasik aus Hügeln, Gipfeln, Ebenen und Tälern. Die Aussichten sind gewaltig, die Weitwanderwege  abenteurerlich und die Themenwege vielfältig.

Auf 2502 m. thront der Säntis als höchster Punkt in der Bodenseeregion. Die Alp Gamplüt liegt auf der Sonnenseite des oberen Toggenburgs, vis à vis der Churfirsten. Die Churfirsten sind das Toggenburger Wahrzeichen schlechthin.

Die Thur und Neckar entspringen im Alpstein und schlängeln sich als Lebensadern durchs Toggenburg. Im Neckertal sind die Hügel sanft und der Fluss wild.

Auf dem Gipfel des Chäserrugg erlebt man das befreiende Gefühl. Der Blick auf die Felswände der Churfirsten und das Panorama über 500 Gipfel in sechs Ländern ist einzigartig.

Es gibt weiter viel zu entdecken auf: www.toggenburg.swiss

Land Art Pfad Engelberg 2021

Landart ist bildende Kunst, die sich ihren Platz in der Natur sucht. Sie stellt keinen Anspruch auf Dauerhaftigkeit, sondern lebt von der Vergänglichkeit.

Durch Verwitterung verändert sie sich laufend. Nach Beendigung der Ausstellung werden die Objekte entweder entfernt oder der Natur zum Rückbau überlassen.

Zehn Künstlerinnen und Künstler, grösstenteils aus der Schweiz, einzelne aus dem Ausland, erstellten auf Gerschnialp in Engelberg eine Land Art Ausstellung.

Im Zentrum der Ausstellung wird dafür organisches Material zur Verfügung gestellt.

Zu sehen sind: Wald-Wandler, Gedeon Regli, Moosknäul, Yvonne Christen Vágner, Gedankenwaldgewächse, Christine Läubli, Leander Locher, Claudia Vogel, Matthias Maeder, Myriam Kachour, Richard Zürcher, Stefano Devoti, Susana Malagon, Daniel Züsli und Reflexionen.

Flüeli, Niklaus von Flüe, das Stanser Verkommnis und die Kapellen

Das Dorf Flüeli (Kanton Obwalden) liegt auf einer Hochebene. Niklaus von Flüe (1417–1487) lebte in  diesem Dorf. Die Zeitgenossen sahen in ihm einen Heiligen. Im Jahr 1947 erfolgte tatsächlich die Heiligsprechung. Auf dem Stammgut der Familie von Flüe steht sein Geburtshaus.

Er baute ein neues Wohnhaus, in dem er zwanzig Jahre mit seiner Frau Dorothee Wyss und den zehn Kindern lebte, bis er 1467 als Pilger aufbrach und sich als Einsiedler Bruder Klaus im Ranft (am Rand) niederliess, bis zu seinem Tod.

Freunde bauten ihm eine Kapelle, die Obere Ranftkapelle, und eine einfache Zelle. Das Geburtshaus, das Wohnhaus, die Kapelle und die Zelle sind öffentlich zugänglich.

Grand Hotel Paxmontana. Foto: Jolanda Bucher

Nach dem Tod von Bruder Klaus wuchs der Pilgerstrom und 1501 wurde eine grössere Kapelle, die untere Ranftkapelle, errichtet. Diese Kapelle ist eines der schönsten Beispiele spätgotischer Baukunst. Die Mösli-Kapelle steht auf der anderen Seite des Ranfts und wurde 1484 errichtet.

Das Wahrzeichen des Dorfs ist jedoch die 1618 geweihte St.-Borromäus-Kapelle. Sie steht auf dem Felsen.

(Quelle und weitere Informationen: www.obwalden-tourismus.ch).

Die Via Glaralpina

Die Via Glaralpina führt über 19 Etappen rund 230 Kilometer rund ums ganze Glarnerland. Über rot-weiss und blau-weiss markierte Wanderwege gehts zu Fuss vom Alpengrün bis hinauf in die Berglandschaften und sogar Gletscherwelten und  20 leicht besteigbare Gipfel.

Die Via Glaralpina kann einerseits als mehrtägige Weitwanderung absolviert werden, andererseits bestehen viele Möglichkeiten, ein- und auszusteigen. Die Etappenorte sind gut zugänglich und durch öffentliche Verkehrsmittel oder Alpentaxis meist oder mindestens teilweise erschlossen.

Alle technisch anspruchsvollen Abschnitte können auf weniger exponierten, bereits bestehenden Bergwanderwegen umgangen werden. Die Etappenorte sind bestehende Berggasthäuser, SAC-Hütten oder auch Hotels/Pensionen. Eine gute Grundausrüstung ist unentbehrlich.

Die Via Glaralpina führt vor allem über weiss-rot-weiss Bergwanderwege (SAC-Skala T2 und T3) und weiss-blau-weiss markierte Alpinwanderwege (SAC-Skala T4).

(Quelle und weitere Informationen: www.via-glaralpina.ch).

Älggialp, geografischer und spiritueller Mittelpunkt

Auf der Älggialp im südlichen Gebiet der Gemeinde Sachseln (Kanton Obwalden) befindet sich der geografische Mittelpunkt der Schweiz, der 1988 ermittelt wurde. Eine kleine pyramide markiert den Mittelpunkt. Das idyllische Dorf Sachseln liegt am Sarnersee.

Das Dorf Flüeli liegt 4 km oberhalb von Sachseln.  Niklaus von Flüe (1417-1487) wohnte bis 1467 in  Flüeli. Niklaus ist der spirituelle Mittelpunkt der Schweiz. Sein Grab liegt jedoch in der barocken Wallfahrtskirche von Sacheln.

Mit 50 Jahren verliess er alles, was ihm lieb war, Flüeli, Haus, Beruf (Bauer), Frau und zehn Kinder  und lebte fortan als Einsiedler ´Bruder Klaus´. Er wurde der Mittelpunkt von Mystik, Spiritutalität, Gesellschaft und Politik.

Er war Ratgeber für Politiker der Eidgenossenschaft und für ausländische Staatsoberhäupter. Es wird behauptet, Legende oder nicht, dass er 1481 den Stanser Verkommnis arrangiert hat.

Die Eidgenossenschaft drohte 1481 zu zerfallen. Es kam in diesem Jahr zu einem Schweren Konflikt zwischen Zürich, Luzern und Bern auf der einen Seite, und den Orten Uri, Schwyz, Unterwalden, Glarus und Zug auf der Gegenseite.

Die Eidgenossen folgten den Rat des Einsiedlers und kamen daraufhin zu einer Lösung. Sie schlossen den Stanser Verkommnis und Freiburg und Solothurn wurden Mitglied der Eidgenossenschaft. Seitdem sind Bruder Klaus, Flüeli und Sachseln der spirituelle Mittelpunkt der Schweiz.

(Quelle: www.obwalden-tourismus.ch).