Fotografie und Keramik


Die Ausstellung (Ruines et pixels. Photographie et céramique contemporaines) zeigt die Werke von zwölf Schweizer Künstlerinnen und Künstlern im Bereich Keramik und Fotografie. Ziel der Ausstellung ist es, die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen der Materialität der Keramik und der Immaterialität der Fotografie aufzuzeigen. Der Unterschied zwischen Ton und Pixel. Keramiken sind Tausende von Jahren alt, die Fotografie ist relativ neu (neunzehntes Jahrhundert). Was sind die Motive, die Motivation und die Inspiration der Künstler ? In dieser interessanten und originellen Perspektive stellt das Kulturzentrum diese beiden Kunstformen einander gegenüber.

 

Mondhörner


Das Mondhorn aus Reinach. Bild und Ausstellung: Museum.Bl, Liestal

Seit über 160 Jahren zerbricht sich die Archäologie den Kopf über Sinn und Zweck dieser Objekte der Spätbronzezeit zwischen 1000 und 800 vor Christus. Auch die Ausstellung Mondhörner. Rätselhafte Kultobjekte der Bronzezeit beantwortet diese Frage nicht. Die Verwendungszwecke sind nicht klar, vielleicht waren es nur Kultobjekte oder haben Religion und Spiritualität eine Rolle gespielt. Schriftliche und mündliche Überlieferungen fehlen jedenfalls. Die Ausstellung präsentiert aber erstmals eine Zusammenstellung von Originalfunden aus der Schweiz und führt in die Vielfalt der Mondhörner ein. Mondhörner haben den Namen übrigens von der sichelmondähnlichen Form und den zwei Hornspitzen.

Die Barbus Müller


Plakat: Affiche: Barbier-Müller Museum, Genf.

1939 zirkulierten einzelne Basaltfiguren auf den Pariser Antiquitätenmärkten. Josef Müller (1887-1977), der Gründer der Sammlung des heutigen Museums in Genf, interessierte sich für diese Kreationen. Er kaufte etwa zwanzig von ihnen. Er hatte sich auf afrikanische und andere „primitive“ Kunst spezialisiert. 1945 wurde die Neugierde geweckt von Jean Dubuffet, dem geistigen Vater der Art Brut. Er nannte sie „Barbus Müller“, wahrscheinlich nach dem Bart auf einigen Stücken und dem Namen von Josef Müller. Er veröffentlichte sie 1947 in einem kleinen Büchlein mit dem Grundtext seines Konzepts von Art Brut. Er stuft sie als spontane Werke ein, die von einem oder mehreren autodidaktischen Künstlern geschaffen wurden, ohne nachweisbare künstlerische Einflüsse von anderen.

Bis vor kurzem war nichts über ihre Herkunft bekannt. Die wildesten Gerüchte kursierten, Ozeanien, Amerika oder die Osterinsel ? Dank neuerer Forschungen ist die Identität des Bildhauers bekannt: Antoine Rabany (1844-1919) aus Chambon-sur-Lac, im Departement Puy-de-Dôme. Zwischen 1907 und 1919 soll er insgesamt etwa fünfzig Stücke produziert haben. Er begann 1907 als autodidaktischer Bildhauer. Heutzutage sind diese Statuen jeweils bis zu 50 000 Euro wert.

In der Ausstellung (Les Barbus Müller-leur énigmatique sculpteur enfin démasqué) werden zwanzig dieser Skulpturen aus seiner eigenen Sammlung mit ähnlichen Skulpturen aus anderen Sammlungen (u.a. von Jean Dubuffet) und weitentfernten Kulturen zusammengeführt, um Ähnlichkeiten und Unterschiede zu beurteilen.

 

Die letzte grosse Änderung


Bild: Wikipedia

Obwohl man sagt, dass der Wiener Kongress (1814-1815) die Grenzen der Schweiz bestätigte, stritten Österreich und die Schweiz hartnäckig um die Kontrolle von zwanzig Quadratkilometern in einem Gebiet um das Dorf Tschlin in Graubünden. Das Engagement und der Kompromiss des österreichischen Kaisers führten schliesslich 1868 zu einer Lösung und zur letzten grossen Änderung des Schweizer Territoriums. Die Ausstellung erzählt diese faszinierende, aber vergessene Geschichte. Mit der Schaffung der Grenze entstand auch der Schmuggel. Schweizer, Österreicher und Italiener setzten diesen Handel bis weit ins 20. Jahrhundert fort. Die Ausstellung zeigt typische Schmuggelware und Schmuggelausrüstung.

Park in Sent


Bild: www.sent-online.ch

Der Park in Sent gehört der Fundaziun Not Vital. Der Künstler Not Vital (1948) kaufte das Grundstück in Sent 1998. Er installierte Skulpturen, schuf architektonische Installationen und rekonstruierte den Park. In der Werkgruppe SCARCH vereint er Architektur und Skulptur. Der Parkin ist von Juni bis Anfang Oktober jeden Freitag für die Öffentlichkeit zugänglich (Reservierungen im Fremdenverkehrsbüro in Scuol). Weitere Informationen: https://notvital.com). 

Evelyne Axell in Susch


Die Ausstellung Body Double ist eine Retrospektive der belgischen Pop-Surrealistin Evelyne Axell (1935–1972). Sie präsentiert um die sechzig Werke, die das gesamte Oeuvre der Künstlerin umspannen. Body Double versammelt eine Auswahl von Collagen, Zeichnungen, Relief-Bildern, Skulpturen, und filmische und photographische Arbeiten, Axell war in den 1960er Jahren eine der Pionierinnen der Pop Art in Europa.

Resonances


Romuald Hazoumè (1962, Benin), Mutti, 2016. Holz, Metal, Plastik, Kollektion Dragonfly Bild: Sébastien Crettaz.

Die Ausstellung erforscht das grundlegende Thema der Position des Menschen im Universum durch eine Reise in fünf Entwicklungsstufen. Mit mehr als 90 Werken von rund 50 Künstlern aus aller Welt schliesst sie an die vorherige Ausstellung Before the Time began an, die die Ursprünge der zeitgenössischen Kunst der Aborigines vorstellte. Die Ausstellung beginnt mit einer (dunklen) alten Nacht für die Schöpfung der Erde. Es folgt die Geschichte der Erschaffung der Erde und des Himmels, die Kraft der Transformation, die Geheimnisse von Mutter Erde und Der Ursprung und das Erste Wesen im frischen Licht des Tages. Das alles unterscheidet sich nicht so sehr von den alten (europäischen) Religionen.

 

die Welt der Seifen und Düfte.


Plakat Ausstellung. Bild: Museum Burghalde Lenzburg

Die Ausstellung in der alten Seifenfabrik präsentiert die faszinierende Welt der Seifen und Düfte. Die ikonenhaften Industrieplakate von Persil, Sunlight, Steinfels & Co. sind grafische Meisterwerke der letzten 125 Jahre. Während etwas mehr als hundert Jahren wurden in Lenzburg Kernseifen, hochwertige Toilettenseifen und Waschpulver hergestellt. Die Geschichte der 1857 gegründeten Seifenfabrik Lenzburg wird auch besprochen. Im Ikonenmuseum geht es um den sakralen Aspekt von Reinheit. Die Gegenüberstellung der russischen Heiligenbilder und den Industriestahl-Plastiken von James Licini (1937).

Unterwäschestücke in Valagin


Plakat: Bild: musée de Valagin

Das Museum präsentiert einen kleinen Teil der Textilsammlungen von Unterwäsche. Die Unterwäsche sagt viel über Mode und gesellschaftliche Veränderungen aus. Die Ausstellung zeigt mehr als fünfzig Unterwäschestücke aus den letzten zwei Jahrhunderten. Eine kulturhistorische Annäherung an das am meisten getragene Kleidungsstück.

Surrealismus in Zug


Friedrich Kieslers Figue Anti-Tabou, Exposition Internationale du Surréalisme, 1947, (Ausstellungsgestaltung: Friedrich Kiesler, Bild: Rémy Duval) © 2019 Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung,Wien

Als Auftakt in das Jubiläumsjahr richtet das Kunsthaus auch seinen Blick auf den Sammlungsschwerpunkt der ersten Stunde: Schweizer Surrealismus und Fantastik.Das Einzelgängerische und Eigenwillige der surrealen und fantastischen Strömungen machen bis heute den Reiz dieses Sammlungsschwerpunkts aus. Die Ausstellung ‹Fantastisch Surreal› thematisiert verschiedene Spielarten des Surrealismus.

«Eine surrealistische Ausstellung, die alle bisherigen übertrifft!». So lautete das Ziel der Surrealismus-Ausstellung 1947 in Paris von André Breton, Marcel Duchamp und Friedrich Kiesler. Die Räume der Ausstellung waren des künstlerischen Konzepts – Architektur und Kunst als Einheit und Erfahrungsraum für die Betrachter. Anhand von insgesamt rund hundert Originalentwürfen und Fotografien zeigt die heutige Ausstellung (André Breton, Marcel Duchamp and Frederick Kiesler. Surrealistische Räume 1947) das Erreignis zum ersten Mal ausserhalb Wiens.