Die Landschaft nahe Möhlin. Foto/Photo: TES

Die Kelten, Römer, Störche und Natur von Möhlin

Die Salzminen von Ryburg gehören heute zur Schweizer Salinen AG, einem Zusammenschluss der drei Minen in Bex, Pratteln und Ryburg. Ryburg ist Teil der Gemeinde Möhlin im Kanton Aargau, nur wenige Kilometer von Rheinfelden entfernt. Bereits in römischer Zeit war dieser Ort am Rhein besiedelt. Das überrascht angesichts der Nähe von Augusta Raurica nicht, die eine der grösseren römischen Städte nördlich der Alpen war.

Der Möhlinbach

Die Kelten und Römer

Die erste Erwähnung von Möhlin stammt aus dem Jahr 794, zur Zeit der karolingischen Herrschaft. Danach war das Dorf Teil des burgundischen Königreichs (888–1032), gehörte zu den Herrschaftsgebieten lokaler Machthaber (u. a. den Zähringer) und war bis 1803 als Teil des Fricktals Bestandteil Vorderösterreichs innerhalb des österreichisch-habsburgischen Kaiserreichs. Seit 1803 gehört Möhlin zum Kanton Aargau.

Die Kapelle

Es überrascht nicht, dass sich die Kelten bereits vor 3.000 Jahren an diesen fruchtbaren Ufern niederliessen. Melina oder Melin war der keltische Name der Siedlung. Die alte Dorfkirche St. German wurde im 7. Jahrhundert nach dem Abt des Klosters Moutier-Grandval benannt. Später wurde die Kirche nach St. Leodegar, dem Bischof von Autun, benannt. Heute ist sie eine christkatholische Kirche an einem wunderschön erhöhten Standort.

St. Leodegar

Im Süden wird die Gemeinde durch den Sonnenberg mit dem Aussichtsturm (632 m ü. M.) begrenzt, im Norden durch den Rhein.

Das langgestreckte Dorf wird vom Möhlinbach durchzogen, und das alte Zentrum weist stellenweise noch eine Bebauung auf, die die Bedeutung der Landwirtschaft widerspiegelt.

Die Störche

Nicht nur die Kelten und Römer, sondern auch Störche finden den Weg nach Möhlin. Die Storchenwiese Möhlin ist ein Dorf im Dorf – allerdings für Störche. Dort ist sogar ein seltener Schwarzstorch zu sehen!

Die  Natur

Wie an den meisten Orten in der Schweiz ist auch hier die Natur auf lokaler Ebene in guten Händen. Verantwortungs- und respektvoller Umgang mit Natur und Klima beginnt bei den Bürgerinnen und Bürgern – bottom-up und nicht top-down!

Im Süden liegen die Dörfer Magden, Zeiningen und Maisprach (Kanton Basel-Landschaft) sowie ihre Moränen, Juraberge, Wälder, Wiesen und Weinterrassen. Auch in dieser Region ist Musik nie weit entfernt, und ein Musikweg begleitet die Wandernden.

(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Möhlin)

Korrektur: Giuanna Egger-Maissen, Korrektorin und Lektorat