Die Natur beim Hauenberg. Foto/Photo: TES

Schloss Elgg, die Ruine Hauenstein und die Guhwilmühle

Es sind nur wenige Kilometer vom Schloss Elgg und der tausendjährigen Burgruine Hauenstein auf den Gipfel des Hauenbergs. Beide Burgen haben gemeinsam, dass sie nicht mehr in ihrer ursprünglichen Gestalt zu sehen sind.

Elgg

Schloss Elgg, Burg Kyburg und die Ruine Hauenstein

Schloss Elgg ist jedoch noch immer bewohnt, Hauenstein hingegen liegt bereits seit dem 14. Jahrhundert in Trümmern! Die Nähe zu Schloss Kyburg und dessen reicher Geschichte unterstreicht die bedeutende Lage dieser Gegend. Die Entscheidung adliger Herren, damals an diesem Ort Burgen zu errichten, war nicht von der wunderschönen Natur motiviert. Es handelte sich um einen strategisch wichtigen Standort für den Handel, die Zölle, die Landwirtschaft und die Gewerbebetriebe.

Die Guhwilmühle

Zwischen Elgg und Hauenstein liegt noch eine weitere historische Besonderheit. Die alte Poststation und Guhwilmühle war jahrhundertelang ein Bauernhof mit Vieh, zugleich eine Gaststätte, Raststätte für Reisende und Pferdewechselstation. Das alte Milchhäuschen zur Lagerung von Milch und der Pferdestall erinnern an diese Zeit.

Die Burgruine auf dem Schauenberg

Die Burgruine auf dem Schauenberg (892 m) überragt alle umgebenden Höhenanlagen und ihre weit ins Mittelland hineinragende Lage verleiht dem Berg und der Burgruine eine besondere Stellung in der Geschichte des Tösstals.

Um 1200 wurde die erste Holzburg errichtet, ein einfacher adliger Wohnsitz. Vermutlich wurde die Burg Mitte des 13. Jahrhunderts in einen massiv gemauerten Wohnturm umgebaut. Die erste schriftliche Erwähnung der Burg Schauenberg (castro Schowenberg) ist auf 1260 datiert; bereits 1242 wird Rudolf von Schauenberg in den Quellen erwähnt. 1344 wurde die Burg von österreichischen Amtsleuten gemeinsam mit Leuten aus Zürich und Winterthur zerstört.

Und doch hat der Schauenberg nicht ausgedient. Aufgrund der Gefahrenlage durch den Dreissigjährigen Krieg und die religiösen Konflikte zwischen den Orten sah sich die Zürcher Obrigkeit veranlasst, nach 1622 ein Hochwachtsystem einzurichten. Seither herrscht Ruhe auf dem Berg; nur friedliche Wanderer besuchen ihn und die Ruine und geniessen das Panorama und die Aussicht über das Tösstal.

Die Gemeinde Turbenthal

Das Dorf Turbenthal am Fuss des Berges war nie ein Bauerndorf. Schon im 15. Jahrhundert hört man von Webern, Handwerkern und Gewerbebetreibenden aller Art, wie Wirte, Müller, Bader und Scherer. Auch im 17. und 18. Jahrhundert beherrschten Spinnereien und Webereien das Wirtschaftsleben. Das gesamte Gebiet (mit Ausnahme des Weilers Neubrunn) gehörte zur Grafschaft Kyburg. 1452 kaufte Zürich diese Grafschaft, die Gemeinde Turbenthal ist seitdem Teil des Kantons Zürich.

Der Schweizer Alpen-Club (SAC)

Der Schweizer Alpen-Club (SAC, Sektion Basel) organisiert regelmässig Wanderungen in diesem Gebiet und anderswo im Land. Obwohl der Name anderes vermuten lässt, organisiert der SAC nicht nur (Ski-) Touren in den Alpen, sondern auch Wanderungen und Aktivitäten in anderen Regionen.

Die Natur

Was sich kaum verändert hat, ist die Natur, geprägt von Tobeln (flachen Schluchten mit Bächen), Wiesen, Feldern, Wäldern und sanften Berghängen.

 

 

   

(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Elgg; Gemeinde Turbenthal)