Die Klöster, Kapellen und Landschaft von Menzingen und der Hirthämmli-Aufstand Kloster Maria Hilf. Foto/Photo: TES

Die Klöster, Kapellen und Landschaft von Menzingen und der Hirthämmli-Aufstand

Die Klöster St. Blasien und Einsiedeln spielten eine wichtige Rolle in Menzingen (Kanton Zug) und Umgebung bis spät ins 16. Jahrhundert. und 17. Jahrhundert. 1352 trat Menzingen zusammen mit der Stadt Zug der Eidgenossenschaft bei. 1799 war Menzingen ein Zentrum des antihelvetischen Hirthämmli-Aufstandes.

Prägend für Menzingen ist die 1844 erfolgte Gründung des Klosters und Instituts vom Heiligen Kreuz. Ein zweites Kloster (Kapuzinerinnen) entstand 1846–1851 am Wallfahrtsort Gubel.

Das Institut der Schwestern vom Heiligen Kreuz. Diese Kongregation wurde 1844 zur Bildung von Mädchen und jungen Frauen gegründet.

Das Ortsbild von Menzingen ist geprägt durch eine Vierflügelanlage in neubarocker Formensprache mit gekuppelter Kirche. Das Institut erreichte seinen Höhepunkt  in den 1950er Jahren und beeinflusste mit seinen Lehrschwestern und dem bis 2006 betriebenen Lehrerinnenseminar den Auf- und Ausbau der Volksschule in der katholischen Schweiz stark. 2019/2020 wurde das Gebäude zum Teil umgenutzt und renoviert.

Die Hauptroute der Zuger Landeswahlfahrt nach Einsiedeln wird durch die Pfarrei St. Michael in der Stadt Zug ausgerichtet. Die Pilgerwege der übrigen Pfarreien des Kantons treffen sich unterwegs. Die Route der Pfarrei St. Johannes in Menzingen beginnt bei der Pfarrkirche und führt über die Schwandegg hinauf zum Gottschalkenberg bis zum Ratenpass. Die Wahlfahrt von Menzingen nach Einsiedel misst 18 Kilometer.

Kloster Maria Hilf

Das Kloster Maria Hilf auf dem Gubel wurde im Jahre 1846 bei der Wallfahrtskirche Maria Hilf gegründet und gehört dem Orden der Kapuzinerinnen an. 1849 war der Bau einzugsbereit und 1851 legten die ersten drei Schwestern die Profess ab. Das Kloster steht unter der Jurisdiktion des Bischofs von Basel.

Die St.-Verena-Kapelle am Zugerberg wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Die Kapelle besitzt einen Kreuzgiebel über der Kuppel und wurde am alten Pilgerweg nach Einsiedeln erbaut.

1709 erhielt die St.-Verena-Kapelle eine Reliquie vom Verenamünster in Zurzach, wo sich das Grab der Heiligen Verena befindet. Das erhöhte ihre Bedeutung für die Gläubigen.

Der Stauwehr im Schmittli an der Lorze stammt aus dem Jahr 1943

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich ein auf die drei Kurhäuser Schwandegg (1839), Schönbrunn (1857) und Gottschalkenberg (1867) abgestützter Tourismus, der im Ersten Weltkrieg in die Krise geriet.

Weitere Eindrücke 

Der Ägerisee

Der Zugerberg

Die Rigi (l) und der Pilatus (r)

Die Rigi

 

Die Verena-Kapelle

Zug und der Zugersee