Art’Rhena

Die Regionen Basel, Baden und Elsass am Oberrhein haben nicht nur eine gemeinsame alemannische Sprache, sondern sind seit Jahrhunderten kulturell, gesellschaftlich und wirtschaftlich eng miteinander verbunden.

Konkrete Zusammenarbeit besteht in mehreren Bereichen, unter anderem in der Organisation RegioTRiRhena.

Seit 2021 gibt es auch die kulturelle deutsche-französische Zusammenarbeit Art’Rhena auf einer Insel im Rhein, der Ile du Rhin, auf der Höhe des Städtchens Vogelgrun auf der französischen Seite, gegenüber der’ Europastadt’ Breisach auf der anderen, deutschen Rheinseite.

Breisach. Foto: TES

Die Eröffnung des Kulturzentrums Art’Rhena fand  im Otober 2021 statt. Am 19. September 2022 gab es eine Podiumsdiskussion mit Vertretern des Kunst- und Kultursektors. Mehrere Künstler stelllten ihre Arbeiten in den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Konzeptkunst, Musikkabarett,  Dichtkunst und Liedkomposition (in alemannischer Sprache) vor. Auch wurde das deutsch-französische Orchester Chüt präsentiert.

RegioTriRhena und Eurodistrikt Region Freiburg – Centre et Sud Alsace organisierten diese Veranstaltung.

Art’Rhena. Die neue Saison beginnt im Oktober.

Weitere Informationen: Art’Rhena (artrhena.eu)

Die Mauritius-Kirche in Saanen

Die erste St.-Mauritius-Kirche in Saanen stammt wahrscheinlich aus der Zeit des ersten burgundischen Königreichs (446-534). Die Kirche gehörte damals zu Lausanne. Der Graf von Greyerz schenkte die Kirche 1228 der Kirche von Rougemont. Sie gehörte zur Abtei von Cluny (das tausendjährige Netz von Cluny).

Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums wurde die Kirche im Jahr 1447 neu erweitert. Danach gab es, zumindest äusserlich, keine grossen Veränderungen mehr.  Das Beinhaus und die dazugehörige Kapelle wurden 1511 errichtet.

Das Beinhaus und die Kapelle

Infolge der Reformation im Jahr 1555, nachdem das Saanenland vom protestantischen Bern übernommen worden war, wurde die katholische Symbolik vernichtet. Die Fresken wurden  übermalt. Im Nachhinein betrachtet ist das ein Glück, denn so blieben sie gut erhalten.

Die Hauptrolle auf den Fresken spielen, wie könnte es anders sein, der Heilige Mauritius und seine thebanische Legion. Die anderen Fresken folgen Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament.

Darüber hinaus war die Kirche für ihre grossen Glocken aus dem 15. Jahrhundert berühmt (die Festtags-, die Mittags-, die Vesper-, die Feuer- und die Wasserglocke). Leider wurden sie bei einem großen Brand am 11. Juni 1940 zerstört.

Der Glockenturm brannte mitsamt den Glocken nieder. Der heutige Turm und die Glocken stammen aus der Zeit nach 1941, was jedoch der musikalischen Qualität der Glocken, die für bestimmte Anlässe bestimmt sind, keinen Abbruch tut.

Korrektorin: Petra Ehrismann

Das Pfarrerhaus, 1772

Gstaad und der Dorfsplatz

Gstaad (Kanton Bern) ist ein Teil der Gemeinde Saanen (Kanton Bern). Der Kranich im Wappen des Dorfes verweist auf die Verbindung mit den Grafen von Greyerz. Seit dem 11. Jahrhundert beherrschten die Grafen ein Gebiet von der Quelle der Sarine bis zum Greyerzersee.

Im Jahr 1554 ging der Graf in Konkurs. Die Grafschaft war damals zwischen dem protestantischen und deutschsprachigen Bern und dem katholischen und vorwiegend französischsprachigen Freiburg aufgeteilt. Bern erhält Gstaad und Saanen (das Saanenland) sowie das Pays-d’Enhaut, Freiburg erwirbt den Rest der Grafschaft.

1803, während der französischen Ära (Mediationsakte und neue Konföderation (1803-1813), behält Bern das Saanenland, aber das Pays-d’Enhaut wird Teil des neuen Kantons Waadt.

Die Schönheit der Natur wurde bereits im 18. Jahrhundert von (englischen) Grand-Tour-Reisenden und deutschen Dichtern und Schriftstellern wahrgenommen. Nach der napoleonischen Ära ändert sich zunächst wenig an der weitgehend bäuerlichen Existenz. Nach 1860 nimmt der Tourismus rasch zu und wird innerhalb von zwei Generationen zum wichtigsten Wirtschaftssektor.

Gstaad Palace

Le Grand Bellevue

Der Bau der Eisenbahn Montreux-Gstaad im Jahr 1905 zieht immer mehr Touristen an. Es ist auch in Gstaad die Zeit der Grand Hotels (darunter das Gstaad Palace und das Gstaad Bellevue), der Heilbäder und der Luftkurorte. Nach 1935 wird auch mit dem Bau von sch Seilbahnen und Gondeln begonnen. Die wichtigsten Ziele sind noch immer die Wispile, der Wasserngrat und das Eggli.

Die Wispile

Die St.- Niklaus Kapelle

Trotz seines mondänen Images hat sich das Dorf seine Authentizität bewahrt, und der Dorfplatz mit der St.-Niklaus-Kapelle aus dem Jahr 1402 lässt nicht vermuten, dass die Schönen und Reichen hier in grosser Zahl anwesend sind.

Korrektorin Eva Maria Fahrni

SBB Bahnhof Basel

Handel und Wandel des Aletschgletschers

Der Aletschgletscher und die drei Berge Eiger, Mönch und Jungfrau (les Trois Bernoises), bilden den Mittelpunkt des UNESCO-Welterbes „Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch“. Der englische Physiker, Mathematiker und Glaziologe John Tydall (1820-1893) schrieb bereits im Jahr 1860:

„Der Aletschgletscher ist der eindrucksvollste Gletscher der Alpen. Wir standen darüber, während die umliegenden Berge den gigantischen Eisstrom grosszügig speisten“.

Der Konkordiaplatz auf diesem Gletscher verdankt seinen Namen einem anderen Engländer, J. F. Hardy. Er verglich die Kreuzung mehrerer Gletscher mit dem Place de la Concorde in Paris. Die Eisdicke betrug hier um 1937 900 Meter, heute rund 800 Meter.

Diese und Hunderte von anderen Gletschern haben die Landschaft in weiten Teilen der Schweiz über Hunderttausende von Jahren geprägt.

Der mächtige Aletschgletscher hat seine Anfänge und vor allem Perioden der Abnahme und Zunahme von Dicke und Länge, die heute noch etwa 22 Kilometer beträgt, mit einem aktuellen Rückgang von etwa 50-70 Metern pro Jahr.

Vor Millionen von Jahren lag die Schweiz in einem subtropischen Klima noch weitgehend unter Wasser. Dann sank die Temperatur in einem langen Prozess stetig Der Höhepunkt wurde vor etwa 24 000 Jahren während der letzten Eiszeit erreicht.

Das Ende des Gletschers, Sommer 2022. Foto: TES

Forschung

Die Aletsch-, Fiescher- und Rhonegletscher reichten bis nach Lyon im Süden und Solothurn im Norden mit einer Dicke von 1700 bis 500 Metern! Die Durchschnittstemperatur war 14 Grad niedriger als heute.

Die moderne Forschung ist in der Lage, den historischen Verlauf der Gletscher bis vor 24 000 Jahren mit angemessener Genauigkeit zu prüfen. Die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen gehen auf das Jahr 1841 zurück.

In diesem Jahr veröffentlichte Alfred Escher von der Linth (1807-1872) einen Bericht über das Abschmelzen des Aletschgletschers. Es ist bekannt, dass sich dieser Prozess beschleunigt und heute mehr als 50-70 Meter pro Jahr erreicht. Seit 1860 ist der Gletscher um etwa 4 Kilometer geschrumpft.

Der Blausee, Kandertal

Das Abschmelzen der Gletscher ist also kein neues Phänomen. Zahlreiche Seen sind das Ergebnis dieses Prozesses, vom Blausee (Kanton Bern) über den Märjelensee (Kanton Wallis) bis hin zu den Seen von Neuenburg, Murten oder Biel. Die grosse Schmelze begann vor etwa 12 000 Jahren. In fünfzig Jahren stieg die Temperatur um nicht weniger als 7 Grad!

Es war jedoch ein Prozess mit Kalt- und Warmzeiten. Zwischen 1300 und 1850 gab es zum Beispiel eine kleine Eiszeit, in der auch der Aletschgletscher seine maximale Grösse erreichte. Gemälde, Drucke, Dokumente und Literatur aus dieser Zeit zeugen von der Kälte.

Abraham Beerstraten  (1643-1666), die kleine Eiszeit 1660. Musée d d’art et d’histoire, Ville de Genève.

Zwischen 800 und 1300 war es deutlich wärmer und der Aletschgletscher hatte ungefähr seine heutige Grösse. In der Bronze- und Eisenzeit (1300-100 v. Chr.) war sie jedoch kleiner als heute.

Fieschergletscher

Der Fieschergletscher ist der kleine Bruder des Aletschgletschers. Das Finsteraarhorn ist das gut 4000m hohe Zentrum dieses Riesen von fast 15 Kilometern. Im 16. Jahrhundert bedrohte dieser Gletscher die Weiler Brucheren und Unnerbärg so sehr, dass das katholische Wallis um Hilfe von oben und vom Papst bat. Eine jährliche Prozession, viele Gelübde (u. a. kein Tanzen und keine roten Schuhe für Frauen) und tägliche Gebete sollten den Gletscher zurückhalten. Seit 1860  erhört der Gletscher diese Gebete offenbar und zieht sich zurück.

John Tyndall

Der oben erwähnte John Tyndall verdient besondere Aufmerksamkeit. Er war nicht nur ein renommierter Glaziologe, sondern auch ein guterBergsteiger, der unter anderem die Jungfrau, das Weisshorn, die Dufourspitze, das Finsteraarhorn und das Aletschhorn bestieg. Er liebte die Schweiz, das Wallis und die Belalp im Besonderen.

Von 1861 bis zu seinem Tod verbrachte er die Sommermonate im Hotel Belalp, das 1857 erbaut wurde. Die anglikanische Kapelle stammt aus dem Jahr 1884. Tyndall baute 1877 sogar ein englisches Landhaus, die Alp Lüsgen, neben dem Hotel. Die Gemeinde Naters verlieh ihm 1887 das Ehrenbürgerrecht. Ein Denkmal bei seinem Landhaus erinnert an den Erbauer der höchsten Villa Europas.

Das Englische Erbe 

Es ist nicht die einzige Visitenkarte der Engländer. Am Fusse des Eggishorns eröffnete der Walliser Alexander Wellig mit englischer finanzieller Unterstützung ein einfaches Gasthaus. Bis 1902 entstand ein Komplex mit dem Grand Hotel Jungfrau-Eggishorn (102 Betten), zwei (anglikanischen) Kapellen, einem Postamt, einem Tennisclub und anderen Einrichtungen.

„Das schreckliche Trümmergebilde“, damals der berühmteste Aussichtspunkt der Alpen, war die grosse Attraktion und das Ziel vieler Alpinisten, die vom Grand Hotel aus starteten. Das Hotel florierte bis 1968. Der Bau einer Seilbahn vom Tal aus bedeutete das Ende des Grand-Hotels, das 1972 abbrannte.

Sir Ernest Cassel (1852-1921) baute 1902 eine 25-Zimmer-Villa an der Riederfurka. Die Villa, die neben dem 1882 erbauten Grand Hotel Riederfurka liegt, beherbergt heute das Naturschutzzentrum Aletschwald, bot aber in den 1920er Jahren bis zum Ersten Weltkrieg Raum für eine Art Vorläufer des Weltwirtschaftsforums in Davos. Sir Winston Churchill (1874-1965) war einer der zahlreichen Besucher aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Finanzwesen.

Schlussfolgerung

Der Aletschgletscher ist das Herzstück einer UNESCO-Welterberegion. Der Gletscher hat ein ehrwürdiges Alter und eine Geschichte mit Höhen und Tiefen, d. h. mit Wachstum und Rückgang. Es ist auch einer der ersten wissenschaftlich erforschten Gletscher und eine Wiege des britischen Tourismus von 1850 bis zum Ersten Weltkrieg.

Er zeigt, dass die heutigen Gletscher sowie Berge, Seen, Flüsse, Flora und Fauna keine Selbstverständlichkeit sind, sondern das Ergebnis natürlicher Prozesse über viele Millionen Jahre hinweg. Der Mensch oder die Menschheit beeinflusst die Natur heute schneller und stärker als je zuvor. Die Änderungen sind jedoch nicht einzigartig. Der Planet Erde wird sich noch eine Weile weiterdrehen, so wie er es seit vier Milliarden Jahren tut.

Das ändert nichts an der Tatsache, dass der Mensch (die Sorge um die Natur beginnt bei jedem Einzelnen) und die Menschheit Respekt vor diesem grössten und grossartigsten Welterbe haben sollten.

Quelle und weitere Informationen Startseite – UNESCO Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch (jungfraualetsch.ch)

Korrektorin: Petra Ehrismann

 

Rätoromanische Gemeinschaften

Im Rahmen des Projekts «Rumantsch en la diaspora», Rätoromanisch in der Diaspora, der Lia Rumantscha wurden fünf rätoromanische Gemeinschaften in der Deutschschweiz gegründet.

Ziel des Projekts ist es, ein nachhaltiges Angebot für Familien, Kinder und Jugendliche in der rätoromanischen Diaspora zu implementieren.

Rund ein Drittel der Rätoromaninnen und Rätoromanen lebt ausserhalb des rätoromanischen Sprachgebiets. Das Bundesamt für Kultur hat in der Kulturbotschaft 2021 – 2024 die Förderung der rätoromanischen Sprache und Kultur ausserhalb des rätoromanischen Sprachgebiets zu einer Priorität erklärt.

Gestützt auf diese Situation startete die Lia Rumantscha Ende 2021 das Projekt «Rumantsch en la diaspora». Ziel des Projekts ist es, die Grundlagen für eine institutionalisierte Zusammenarbeit zu legen, rätoromanische Gemeinschaften zu gründen und dadurch ein nachhaltiges Angebot für die roamnische Kultur und Sprache zu implementieren.

In einer ersten Phase ist die Lia Rumantscha mit Personen in Kontakt getreten, welche interessiert waren, lokale Gemeinschaften ins Leben zu rufen und konkrete Angebote für die Zielgruppe zu erarbeiten.

Dieser Schritt erfolgte zwischen Januar 2022 und Juni 2022, wobei als Ergebnis fünf rätoromanischen Gemeinschaften gegründet wurden. Diese befinden sich in Basel, Bern, Luzern, St. Gallen/Appenzell und Winterthur.

Ab Herbst 2022 organisieren die Gemeinschaften – in Zusammenarbeit mit der Lia Rumantscha – in einer zweiten Phase Kick-Off-Veranstaltungen. Hier werden die Bedürfnisse der Zielgruppe diskutiert und die Sichtbarkeit bestehender Bildungsangebote erhöht.

Die erste Gemeinschaft, welche sich am 24. September mit einer Kick-Off-Veranstaltung vorstellt, ist die «Cultura Rumantscha Lucerna».

Quelle und weitere Informationen: www.liarumantscha.ch

Die Schweiz und der Heilige Stuhl

Die Schweiz und der Heilige Stuhl pflegen historische Beziehungen. Sie feierten am 8. November 2021 hundert 100 Jahre Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen, die zuvor fast ein halbes Jahrhundert lang unterbrochen waren (1873–1920).

Die Apostolische Nuntiatur in der Schweiz wurde 1586 in Luzern eröffnet und ist die älteste ständige Vertretung des Vatikans nördlich der Alpen. 1873 führte der (religiösen) Kulturkampf zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Heiligen Stuhl. Sie wurden erst 1920 wieder aufgenommen.

Bern, Apostolische Nuntiatur. Foto: Nonciature – Conférence des évêques Suisses (eveques.ch)

Eine ganz besondere und gut sichtbare Verbindung ist auch die Päpstliche Schweizergarde (Pontificia Cohors Helvetica), die am 22. Januar 1506 von Papst Julius II. gegründet wurde.1505 fragte Papst Julius II. die Tagsatzung der Eidgenossenschaft an, ob diese ihm ein Kontingent von Schweizer Söldnern zum Schutze des Heiligen Stuhls zur Verfügung stellen würden.

Raphael (1483-1525), Julius II, 1511. Foto: Wikipedia

Ermöglicht wurde dies mit der finanziellen Hilfe der Augsburger Jakob und Ulrich Fugger. Am 22. Januar 1506 trafen die Ersten 150 Schweizergardisten in Rom ein. Damit gehört die Schweizer Garde zu den ältesten noch existierenden militärischen Verbänden. Die Garde ist eine Einrichtung des Heiligen Stuhls und nicht des Vatikans als souveränem Staat.

Andrea Aacchi, Jan Miel, Filippo Gagliardi, Gemälde der Mutterkirche der Jesuiten Il Gesù in Rom, Hundertjahrfeier des Jesuitenordens, 1640. Sammlung Nazionali d’Arte Antica di Roma. Ausstellung Barock. Zeitalter der Kontraste. Nationalmuseum Zürich.

Detail: Schweizer Gardisten

Zwei grossen Tragödien haben stattgefunden. Während der Plünderung Roms (Sacco di Rom) am 6. Mai 1527, starben mehr als drie Viertel der Truppe (147 der insgesammt 189 Mann).

Die zweite Tragödie fand in Paris statt. Das Löwendenkmal in Luzern wurde am 10. August 1821 eingeweiht, 29 Jahre nach dem Angriff auf die Schweizergarde im Tuilerien-Palast in Paris (am 10. August 1792). Rund 700 Gardisten starben. Die meisten an diesem Tag, die Überlebenden wurden am 3. September hingerichtet.

Pratteln, Galerie Beyeler, Ausstellung ´Schweizer Garde´, 2019. Foto: TES.

Im Lateranenvertrag vom 11. Februar 1929 mit dem Königreich Italien wurde dem Heiligem Stuhl das Recht zugestanden, sich politisch und juristisch selbst zu verwalten.

Die Schaffung des neuen Staates, der Vatikanstadt, erforderte die  Einrichtung Kontrollposten an seinen Grenzen, welche die Schweizergarde sichern sollte. Schweizer Bürgern waren Militärdienste für einen fremden Staat seit 1848 verboten, doch bestätigte der Bundesrat am 15. Februar 1929: ‘Die Päpstliche Garde kann nicht als ausländische, bewaffnete Einheit betrachtet werden, daher darf jeder in ihren Dienst treten’.

Die Kommandanten der Schweizergarde seit 1506. Gardemuseum in Naters. Foto: www.gardemuseum.ch

Die Schweizergarde im Vatikan wird von 110 auf 135 Mann (und Frauen ab 2027) erweitert. Die kleine Armee ist daher auf der Suche nach Personal, das heutzutage schwer zu finden ist, da es sich um katholische, männliche, unverheiratete und Schweizerische Bürger handeln muss.

Pratteln, Galerie Beyeler, Ausstellung Schweizer Garde, 2019. Foto: TES.

Das Gardemuseum in Naters (Kanton Wallis) ist dieser Geschichte gewidmet.

Stiftung für die Renovation der Kaserne der Schweizergarde

Das Ziel der Stiftung für die Renovation der Kaserne der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan ist die Erneuerung der Kasernengebäude sowie der übrigen Infrastruktur-Einrichtungen der Garde.

Gala-Uniform der Schweizer Garde. Nationalmuseum Zürich

Galauniform Zwitserse Garde, c. 1820. Collectie: Rätisches Museum, Chur.

Die Schweizer Garde am 20. August in Lugano. Foto: TES.

Castelmur und die Zuckerbäcker

Der Palazzo Castelmur in Coltura bei Stampa befindet sich im Bergell (Bregaglia) im Kanton Graubünden. Bereits zur Römerzeit und bis zum 19. Jahrhundert war das Bergell  ein wichtiger Verbindungs- und Transitweg. Es ist ein peripheres Gebiet. Wichtige Zentren wie Mailand, Zürich, Venedig, Chur sind nicht weit entfernt.

Der Kanton Graubünden war während Jahrhunderten eine unabhängige Republik, die Republik der Drei Bünde. Erst 1803 wurde sie Mitglied der Eidgenossenschaft (die Mediationsakte von 1803). Von 1512 bis 1798 (französische Invasion und Gründung der Helvetischen Republik 1798-1803) besass die Republik der Drei Bünde Untertanengebiete die jetzt zu Italien gehören: Bormio, das Veltlin und Chiavenna.

Quelle: Gian Andrea Walther, David Wille, Palazzo Castelmur, Stampa 2015

Die Dauerausstellung im Palazzo zeigt die Bünder Auswanderungsgeschichte von Zuckerbäckern.Die Anlage des Palazzo in diesem kleinen Dorf legt Zeugnis ab von einer erfolgreichen Emigration und Remigration.

George Kuhnt, Konditorei Barth & Cloetta, Breslau, c. 1854. Ausstellung ‚Die Bünder Auswanderungsgeschichte von Zuckerbäckern‘. Foto: TES.

Das Gebäude weist verschiedene Stile auf, da es sich aus zwei Bauten zusammensetzt, die im Abstand von cirka 130 Jahren erstellt wurden. Auftraggeber des ersten Baus ist Giovanni Redolfi (1658-1742).

Sein Patrizierhaus stammt aus dem Jahr 1723. Die Redolfi arbeiten am Ende des 16. Jahrhunderts als Zuckerbäcker in Venedig. Im 17. Jahrhundert sind sie Händler und Oberhaupt der Zuckerbäckerzunft (scalateri). Dank der florierenden Geschäfte in Venedig kann Giovanni Redolfi 1723 das Patrizierhaus in Coltura erbauen lassen.

Bauherr der Erweiterung im lombardisch-venezianischen Stil ist Giovanni de Castelmur (1800–1871).  Die Verbindung von Alt und Neu und die Neuausstattung der Gesamtanlage sind das Werk verschiedener Mailänder Spezialisten sowie Hand- und Kunsthandwerker aus der Lombardei.

Die Ausstattung der Innenräume ist jedoch viel glanzvoller. Die Wohnräume der ehemaligen Casa Redolfi sind mit Ausnahme eines Raumes mit lackiertem Täfer und mit Tapeten versehen.

Im neuen Anbau kann man den Speisesaal, die Bibliothek, den Salon, die in Rot und Grün tapezierten Schlafzimmer und die vier kleinen Turmzimmer bewundern. Wände und Decken der repräsentativsten Räume sind mit Wandmalereien verziert; dabei stechen die Trompe-l’Oeil-Malereien am meisten ins Auge.

Diese Erweiterung des  grossen Patrizierhauses von Redolfi und die mit Türmen versehenen Fassade sollten einen prunkvolleren Charakter schaffen, im Stil eines Schlosses. Die Familie Castelmur, namentlich erwähnt seit dem 12. Jahrhundert, gilt als  eine der einflussreichsten Familien im Bergell und im Kanton Graubünden.

Giovanni de Castelmur beabsichtigte, der Familie wieder glanz zu verleihen. Giovanni wächst  auf in Marseille in einer Familie, die sich, wie viele andere Bündner Familien, der Zuckerbäckerei widmet. Bereits mit dreissig Jahren ist er sehr wohlhabend und beschliesst, wieder ins Bergell zu ziehen und das Patrizierhaus zu erweiteren.

Der Bau wurde ein Palast oder Schloss der gemalten Illusionen mit einer Fassade im Stil der lombardisch-venezianischen Gotik. Die Untersicht des Daches wurde mit gotischem Masswerk bemalt. Der Grosse Saal offenbart Rokoko-Fantasie aus dem Jahr 1853, in bester Tradition der österreichischen Habsburg-Monarchie. Das Gewölbe ist durchbrochen von Fenstern mit gefärbten Glas.

Der Palast zeigt weiter viele Gemälde, (sehr seltsame) Ansichten, Graphiken, Tapeten, Politur und ein komplettes aristokratisches Interieur des 18. und 19. Jahrhunderts.

Nossa Dona 

Mit dem Übertritt des Bergells zum reformierten Glauben um 1530 wurde die Kirche Nossa Dona (Santa Maria) aufgegeben. Die alte Festung war im Mittelalter auch Zollstation, gerät später aber in Vergessenheit. Die Festung kehrt im 19. Jahrhundert in den Besitz der Castelmur zurück. Die Kirche ist heute das Mausoleum der Familie der Castelmur.

(Quelle: Gian Andrea Walther, David Wille, Palazzo Castelmur, Stampa 2015)

Korrektorin: Eva Maria Fahrni

Coltura, Palazzo Castelmur und Nossa Dona: Foto: TES

Chur, Rhätisches Museum. Foto: TES

Der Albulapass und seine Geschichte

Der Albulapass im Kanton Graubünden war seit der Eroberung der italienischen Gebiete im Veltina durch die Eidgenossenschaft um 1500 ein wichtiger Handelsweg und strategischer Übergang. Händler, die Säumer genannt wurden, transportierten mit Eseln, Pferden und Maultieren Wein aus Italien und Salz, Getreide und Reis aus Tirol. Nach Süden brachten sie Vieh, Milchprodukte, Erze und Metalle aus Bergün (Bravuogn auf Romanisch) und Filisur.

Im Jahr 1548 wurde ein Postdienst eingerichtet, der auch Personen in Diligences, grossen, von sechs oder acht Pferden gezogenen Kutschen, über den Pass transportierte. Der französische König, der ein Verbündeter der Eidgenossenschaft der dreizehn Kantone und ihrer Verbündeten war, zu denen auch der Freistaat der drei Bünde, das heutige Graubünden, gehörte, initiierte in jenem Jahr den Postverkehr mit der Republik Venedig.

Obwohl auch die Pässe Splügen und Septimer an Bedeutung gewannen, blieb der Albulapass ein wichtiger Verkehrsweg für Personen, Post und Güter. 1866 wurde die vier Meter breite Strasse zwischen Bergün und Le Punt im Oberengadin fertiggestellt. Die Reise von Chur nach St. Moritz dauerte „nur“ vierzehn Stunden. Dies war für den Tourismus von grossem Nutzen.

 

Landwasserviaduct, Filisur. Foto: TES

Die Albulabahn von 1903 verkürzte diese Reise auf nur drei Stunden. Wegen des Autoverbots im Kanton konnte der Pass erst 1925 von Autos befahren werden. Die Albulabahn, der berühmte Landwasserviadukt bei Filisur und der fast sechs Kilometer lange Albulatunnel sind seit 2008 UNESCO-Welterbe. Heute ist der Albulapass keine Hauptverkehrsader, sondern in erster Linie eine Touristenroute und ein Pass für den lokalen Verkehr.

Der Albulapass war Teil der Verteidigungslinie Reduit in den Alpen während des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) unter dem Namen Sperre Albula. In dieser Zeit war jeder Pass im Kanton eine Festung aus Felsen, Bunkern und Steinen.

Korrektorin: Petra Ehrismann

Letzte Nachricht der Familie Frank

Die letzte Nachricht der Familie Frank ist eine Postkarte an die Verwandten in Basel. Otto Frank (1889-1980) schrieb am 4. Juli 1942: “Seid doch in keinem Fall beunruhigt, wenn Ihr wenig von uns hört”. Damit verabschieden sich die Franks von der Familie in Basel bevor sie am 6. Juli 1942 untertauchen. Die Nachricht ist achtzig Jahre alt, aber immer noch aktuell.

Die Familie Frank

Das Ehepaar Otto und Edith Frank-Elias (1903-1945) und ihre beiden Kinder Margot Betti (1926-1945) und Anne(lies) Marie Frank (1929-1945) lebten seit 1933 in Amsterdam. Zwei von Ottos Brüdern, Robert (1886-1953) und Herbert (1891-1987) und seine Schwester Helene (Leni, 1893-1986) lebten seit 1929 in Basel. Sie hatten dort eine Filiale der Firma Opekta (Obstpektine aus dem Apfel) gegründet.

Opekta und Merwedeplein in Amsterdam, wo die Familie Frank von Ende 1933 bis zum 6. Juli 1942 wohnte. Foto: TES. Ausstellung Anne Frank und die Schweiz. Nationalmuseum Zürich

Otto wuchs in Frankfurt am Main auf. 1914 konnte er noch nicht ahnen, dass er 19 Jahre später seine Heimat verlassen werden müsse. Er und seine Brüder Robert und Herbert hatten ihre Heimat im Ersten Weltkrieg (1914-1918) tapfer verteidigt.

Nach einer blühenden wirtschaftlichen Periode in der Weimarer Republik von 1925 bis 1929 sorgte der Wall Street Crash für den Untergang der Bank von Michael Frank (1851-1909), Ottos Vater. Der Zusammenbruch markierte auch den Beginn des Aufstiegs der Nazipartei. Nach dem 30. Januar 1933 entschied Otto sich für Amsterdam, um dort eine Filiale der Firma Opekta zu eröffnen. Eine fatale Entscheidung, aber das konnte 1933 niemand vorhersehen.

Die Niederlande und die Schweiz

Margot und Anne integrierten sich schnell und sprachen akzentfrei Niederländisch. Die Winter- und Sommerferien verbrachten sie in Sils-Maria (Oberengadin, Kanton Graubünden) und Adelboden (Kanton Bern). 

Ab 1938 versuchte Otto vergeblich, ein Visum für Kuba oder Amerika zu bekommen. Seine zahlreichen Gesuche wurden nicht bewilligt. Am 15. Mai 1940 kapitulierten die Niederlande, und die Verfolgung der Juden begann.

Anfang Juli 1942 erhielt Margot den Aufruf zum Transport. Otto erkannte, dass es an der Zeit war unterzutauchen. Alle wussten von seinen intensiven Kontakten mit der Schweiz. Otto gab vor, dass er in die Schweiz fliehen würde. Die anderen Untergetauchten waren Hermann van Pels (1898-1944), seine Frau Auguste van Pels (1900-1945), ihr Sohn Peter van Pels (1926-1945) und Fritz Pfeffer (1889-1944).

Ausstellung Anne Frank und die Schweiz. Nationalmuseum Zürich

Das Hinterhaus (Het Achterhuis)

Nur eine kleine Gruppe von Helfern kannten das eigentliche Ziel: seine Firma an der Prinsengracht 263 in Amsterdam. Diese Helden waren: Miep Gies (1909-2010) und Jan Gies (1905-1993), Victor Kugler (1900-1981), Johannes Kleiman (1896-1953), Johan Voskuijl (1892-1945) und seine Tochter Bep Voskuijl (1919-1983).

Ausstellung Anne Frank und die Schweiz. Nationalmuseum Zürich

Anne bekam 1942 ein Tagebuch und begann zu schreiben. Eine Radiosendung von Radio Oranien auf der BBC im Jahr 1944 inspirierte sie dazu, ihren Schreibstil zu ändern. Sie redigierte das Tagebuch als literarisches Zeugnis neu. Seitdem gibt es zwei Versionen des Tagebuchs.

Die erste Fassung enthält mehr persönliche Details und Bekenntnisse. Die zweite Fassung war literarisch geprägt und für die Aussenwelt bestimmt. Anne schrieb ihren letzten Beitrag am 1. August 1944, nach vielen hoffnungsvollen Tagen, die dem D-Day folgten

Das Tagebuch

Nur Otto überlebte den Krieg. Miep Gies schenkte ihm das Tagebuch bei seiner Rückkehr nach Amsterdam. Erst Monate nach dem Krieg erhielt er die Nachricht, dass seine beiden Töchter und seine Frau nicht überlebt hatten. Bald darauf wanderte er nach Basel aus.

Er beschloss 1950, das Tagebuch in den Niederlanden zu veröffentlichen. Damals interessierten sich nur wenige Menschen für das traurige Schicksal von Anne und den Juden. Man wollte vergessen und nach vorne schauen.

Die deutsche Ausgabe erschien 1952. Der Durchbruch gelang jedoch erst mit der englischen Übersetzung, demTheaterstück im Jahr 1955 und mit dem Film im Jahr 1959 in den Vereinigten Staten. Obwohl das Tagebuch im Theater und im Kino in einer frei bearbeiteten Fassung erschien, wurden Anne und ihr Tagebuch weltberühmt.

1963 gründete Otto in Basel den Anne Frank Fonds (www.anne-frank.ch). 1980 haben andere Leute diese Arbeit übernommen und führen die NGO bis heute weiter. 

Anne war in den 1930er Jahren oft in der Schweiz zum Winter- und Sommersport und besuchte die Grossmutter,  sowie Onkel und Tanten in Basel. 

Der Kastanienbaum. Ausstellung Anne Frank und die Schweiz. Nationalmuseum Zürich

Neutralität

Die Schweizer Behörden erkannten Juden nicht als politische Flüchtlinge an, und rund 25 000 Männer, Frauen und Kinder wurden an der Grenze in den sicheren Tod zurückgeschickt. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass etwa die gleiche Zahl bleiben durfte. Das ist ein schwarzes Blatt im Land des Roten Kreuzes und der humanitären Hilfe.

Es gibt jedoch mildernde Umstände. Die aggressiven und rücksichtslosen Diktatoren konnten jeden Moment einmarschieren, und in der Schweiz herrschte grosse Armut und Arbeitslosigkeit. Alle Demokratien hatten am Vorabend des Zweiten Weltkriegs ihre Grenzen für Juden geschlossen. Die antisemitische Mentalität war allgegenwärtig, und es gab viel weniger Informationen und Auslandserfahrung.

Ausserdem gab es viele mutige (Polizei-)Beamte, Bürger, Männer, Frauen und Kinder, die jüdische Flüchtlinge durch liessen und ihnen Schutz gewährten. Auch die öffentliche Meinung war mit der restriktiven Politik nicht einverstanden, aber wegen des Ausnahmezustands gab es eine Pressezensur, und es kam wenig an die Öffentlichkeit. Die Angst vor Diktatoren war und ist jedoch ein schlechter Ratgeber – ein aktuelles Lehrstück im Hinblick auf die heutige Neutralitätsdiskussion.

Schlussfolgerung

Auch die Schweiz hat ihre Kriegsvergangenheit. Sie ist seit 1990 Gegenstand vieler Diskussionen und Publikationen. Mit dem heutigen Wissen ist es einfach, Urteile zu fällen. 

Doch die Politiker wollten und konnten damals die umliegenden rücksichtslosen Diktaturen nicht allzu sehr verärgern. Nach der raschen Kapitulation Frankreichs 1940 bestand für Deutschland zwar keine militärische Notwendigkeit zur Invasion, aber die Schweizer Politiker und Generäle konnten sich nie sicher sein.

Es galt, Kompromisse zu machen, einerseits nachzugeben, andererseits eine starke Verteidigung (das Reduit in den Alpen) aufzubauen. Im Falle einer deutschen Invasion war der Ausgang sicher, aber die Kosten mussten so hoch wie möglich sein, damit der Aggressor die Vorteile eines neutralen Landes vorzog.

Die Diskussion ist noch nicht abgeschlossen. Die Schweiz, ihre Politiker und Bürger unterscheiden sich jedoch nicht von anderen neutralen Ländern wie Schweden oder den Regierungen, Bürgern und Unternehmen in den besetzten Ländern.

Die Ausstellung im Landesmuseum Zürich hat das Thema „Anne Frank und die Schweiz“ (9. Juni bis 6. November 2022).

Korrektorin: Petra Ehrismann

Foto: TES. Ausstellung Anne Frank und die Schweiz. Nationalmuseum Zürich

 

 

Das Safrandorf Mund

In der Schweiz gibt es immer etwas zu entdecken. Jeder Weiler, jedes Dorf und jede Stadt – alle haben sie ihre eigene Besonderheit, wie zum Beispiel das Dorf Mund (Kanton Wallis).

In Gondo, einem anderen Dorf in diesem Kanton, wurde früher Gold gefunden, in Mund dagegen wird seit Jahrhunderten der (kulinarische) Schatz Safran, die „Königin der Pflanzen“, angebaut. Der Iran ist das Herkunftsland des Gewürzes und der unbestrittene Marktführer in diesem Bereich. Die Pflanze hat aber auch an einigen anderen Orten ihren Platz gefunden.

Mund liegt auf 1200 Metern Höhe inmitten des UNESCO-Welterbes Jungfrau-Aletsch, auf der rechten Seite des Rhonetals, unweit von Naters und Brig.

Safran wird in der Schweiz seit dem 14. Jahrhundert angebaut, heute allerdings nur noch in Mund. Auf einer Fläche von zwei Hektaren werden in den Monaten September bis November jährlich zwei Kilo reiner Safran geerntet. Pro Kilo werden nicht weniger als 130’000 Blütenblätter benötigt!

Aufgrund der klimatischen Bedingungen im Wallis (viel Sonne, ausreichend Regen und Morgentau) und der Bodenbeschaffenheit ist das Aroma von aussergewöhnlicher Qualität. Safran ist nicht nur die Königin der Pflanzen, sondern es ist pro Gramm sogar wertvoller als Gold!

Das Safranmuseum in Mund und der Safranlehrpfad erzählen auf vielfältige Weise von dieser besonderen Pflanze.

Quelle und weitere Informationen: www.belalp.ch und die Safranzunft Mund.

Korrektorin: Petra Ehrismann