Verfügbar auf Englisch, Französisch und Niederländisch
Autor: Maarten Koning
100 jahre Kunstmuseum Winterthur
Der Auftakt zum Jubiläum führt zurück in die Gründungsjahre des Kunstmuseums. Es war die Zeit als in Winterthur begeistert Gemälde und Zeichnungen französischer und neuer schweizerischer Künstler gesammelt wurden.
Manche dieser Werke sind im Lauf der vergangenen 100 Jahre in die Museumssammlung eingegangen und gehören heute zu ihrem wesentlichen Bestand.
Aus Anlass des Jubiläums erhielt das Kunstmuseum Schenkungen von französischen und schweizerischen Zeichnungen aus der ehemaligen Winterthurer Sammlung E. Richard Bühler: Werke von Eugène Delacroix, Henri de Toulouse-Lautrec, Odilon Redon, Pierre Bonnard, Édouard Vuillard, Ker-Xavier Roussel, Félix Vallotton, ergänzt durch Blätter von Schweizer Zeitgenossen wie Ferdinand Hodler und Giovanni Giacometti.
Wie passend sich diese Zeichnungen in die Sammlung einfügen, wird die Ausstellung erweisen, welche die Schenkungen im weiteren Kontext präsentieren wird, der von einem unlängst geschenkten Degas-Pastell bis zu Neuerwerbungen von Hans Brühlmann und Otto Meyer-Amden reicht.
Vor 100 Jahren wurde 1916 das Kunstmuseum Winterthur gegründet. Der Aufbau der Kollektion war vor allem Schenkungen von Kunstsammlern zu verdanken. Gleich wurde auch ein grafisches Kabinett initiiert.
Die frühesten Zeichnungen der Ausstellung stammen von Eugène Delacroix und sind Skizzen für Historiengemälde.
Das Winterthurer Bürgertum interessierte sich um die vorletzte Jahrhundertwende – dann aber vor allem für den Nachimpressionismus, also für Bonnard, Vuillard, Vallotton, Roussel und später für den Umkreis der Fauves – alles Künstler, die im deutschsprachigen Raum zunächst geschmäht wurden.
Heute gehören die meisten dieser Künstler zum Kanon; damals aber wurde im Winterthurer Kunstverein erregt debattiert, ob man etwa für einen länglichen und dadurch wenig naturalistischen Frauenakt von Bonnard etwas bezahlen sollte oder nicht.
Schweizer Künstler spielen in der Sammlung eine grosse Rolle. Es gibt eine schöne aquarellierte Skizze des Silser Sees von Giovanni Giacometti, die Figuren des Hans Brühlmann und Pierre Bonnard (1867-1947).
Tadeusz Kosciuszko in der Schweiz
1933 wurde das Organisationskomitee zur Errichtung des Kosciuszko-Museums in Solothurn gegründet, das sich um die Organisation und Ausstattung des Museums kümmerte. Es sollte in zwei Räumen der ehemaligen Wohnung von Kościuszko untergebracht werden, wo die gesammelten Dokumente, Gegenstände und verschiedene Erinnerungsstücke das Leben und Wirken des Anführers umfassend widerspiegeln würden.
Die offizielle Einweihungsfeier des Kosciuszko-Museums fand am 27. September 1936 im Rathaus im Kantonsratssaal statt.
Das Museum erhielt von polnischen Museen und Privatpersonen eine bedeutende Anzahl von Gemälden und Grafiken, die die Taten von Kościuszko illustrieren. Die Familie Gassmann schenkte dem Kościuszko-Museum auch Erinnerungsstücke, die wahrscheinlich im Haus verblieben waren. Die italienischen Erben von Emilia Zeltner taten dasselbe. Auch andere wertvolle Exponate konnten durch Schenkungen oder käuflich erworben werden.
In den Jahren 1981–1983 wurde das Museum renoviert. Am 15. September 1984 wurde das Museum in neuer Form offiziell eröffnet. 2006 wurde bei einer Waffenauktion eine Originalpistole erworben, die Kościuszko während seines Aufenthalts in Paris bei sich trug.
Im Jahr 2018 wurde der fehlende Teil der Wohnung von Kościuszko mit dem Büro des Generals, der zuvor von einer Privatperson bewohnt wurde, dem Museum hinzugefügt.
DasMuseums ist an dem Ort untergebracht an dem Tadeusz Kościuszko die letzten Jahre seines Lebens verbrachte, mit sorgfältig nachgebildeter Ausstattung und Gegenständen, die ihn umgaben. Das Herzstück des Museums ist gewissermaßen ein Alkoven mit einem originalgetreu rekonstruierten Bett, auf dem Kościuszko starb.
(Quelle und weitere Informationen: www.kosciuszkomuseum.ch).
Bädertourismus im Engadin und die Mineralwasserwege
Bäder- und Trinkkuren zählen zu den ältesten bekannten Heilpraktiken. Schon die Römer liebten und inszenierten das Bad und bauten auch in der heutigen Schweiz viele Thermen zur Heilung, zum Vergnügen und zur Hygiene.
In Scuol-Tarasp (Graubünden) sprudeln über 20 Quellen aus dem Fels. Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt als Paracelsus (1493-1541), erwähnte diese Quellen bereits 1533.
Der Arzt Conrad Gessner (1516-1565) gehörte zu den wissenschaftlichen Besuchern. Die touristische Erschliessung begann 1841 mit dem Bau des Kurhauses.

Das Kurhaus
1864 ist das Hotel fertig und bietet 300 Gästebetten. Dampfpumpen führen das Heilwasser direkt in die Badelagen des Kurhauses. Der (internationale) Erfolg des Kurhauses beflügelt den Plan für den Bau einer repräsentativen Trinkhalle, die Büvetta.
Der Architekt Bernhard Simon (1816-1900) realisierte 1876 eine langgestreckte Halle mit grossen Bogenfenstern sowie eine oktogonale Rotunde mit Säulen und hohem Marmorsockel.
Diese Architektur zeugt vom Glanz der Blütezeit des Bädertourismus im Engadin mit über 20 hochmineralisierten Quellen in Ftan, Tarasp, Scuol und Sent.
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die Gäste weg, und danach war die Welt verändert, und der Kurbetrieb kam aus der Mode. Der Niedergang war nicht mehr aufzuhalten.

Hotel Val Sinestra
Viele Jahre lang stand die Büvetta leer, doch der Verein pro Büvetta blickt mit dem geplanten Weltwasserzentrum und den Ausstellungen in die Zukunft.
Bäder- und Trinkkuren zählen zu den ältesten bekannten Heilpraktiken. In Scuol und Tarasp (Kanton Graubünden) sprudeln über 20 Quellen aus dem Fels.
Die touristische Erschliessung beginnt 1841, als zwei Unternehmer die Quellen von Tarasp pachten und die Bewilligung zum Bau eines Parks sowie zur Fassung der Quellen am Ufer des Inns erhalten.
Im Jahr 1843 wurde die Trinkhalle Büvetta errichtet. Mit dem Bau des Kurhauses Tarasp kommen die Gäste und 1864 ist das Hotel betriebsbereit. Die Trinkhalle war 1876 fertig. Die Architektur zeugt heute vom Glanz der Blütezeit des Bädertourismus im Engadin.
Der Mineralwasserweg (Senda d’aua minerala in Scuol auf Romanisch) in Scuol, Tarasp, Ftan und Sent (Kanton Graubünden) umfasst verschiedene Stationen.
Zweisprachige Tafeln (auf Romanisch und Deutsch) informieren über den Namen, den Quelltyp, die wichtigsten Inhaltsstoffe und die Eigenschaften der jeweiligen Quellen.
Auf einer Strecke von sechs Kilometern entspringen in dieser Region auf einer Höhe zwischen 1 165 und 1 350 m. auf beiden Seiten des Inns über zwanzig Mineralquellen. Diese legten den Grundstein für den Bädertourismus im Unterengadin im neunzehnten Jahrhundert (rund 1850).
Die Häuser auf den alten Plätzen in Städten und Dörfern liegen um Quellen herum. Sie waren bis zum Ende des 20. Jahrhunderts das Zentrum des (sozialen) Lebens.
Die wichtigsten und bekanntesten Quellen sind: Bonifacius, Carola, Emerita und Lucius, Fuschna, Chalzina, Sfondraz, Lischana, Sotsass, Clozza und Vi Quellen. Der Mineralwasserweg passiert rund 23 Quellen.
(Quelle und weitere Informationen: www.mineralquellen-scuol.ch)
Habsburg und die Schweiz
Baden (Kanton Aargau) ist eine alte Kur- und Industriestadt, in der Charles L. Brown (1863-1924) und Walter Boveri (1865-1924) die Firma Brown, Boveri & Cie (heute ABB) gründeten. Die Firma beleuchtete bereits Ende des 19. Jahrhunderts die Strassen der Stadt mit elektrischen Laternen.
Die Stadt war auch einer der Treffpunkte der Tagsatzung der Eidgenossenschaft zwischen 1417 und 1798.
Der Aargau, ein habsburgisches Gebiet , wurde 1415 von Bern und anderen Kantonen erobert. Anstelle der habsburgischen Herren gab es nach 1415 die Herren von Zürich, Luzern, Schwyz, Unterwalden, Glarus, Zug und Bern. Aargau wurde von einem Landvogt verwaltet.
Die Gesandten der Kantone trafen sich in dieser Zeit hauptsächlich in Baden, um die gemeinsam eroberten Gebiete (Untertanengebiete), darunter auch Aargau, zu verwalten. Der Kanton Aargau besteht seit der Mediationsakte (1803-1813).
Die Queen in der Schweiz
Königin Victoria (1819-1901) verbrachte vom 7. August bis zum 9. September 1868 fünf Wochen in der Schweiz.
Nach dem Tod ihres Ehemannes Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819-1861) zog sich die Königin aus dem öffentlichen Leben zurück. Sie begab sich auf diese Reise, in Gedenken an ihren von der Schweiz begeisterten Gatten. Es trug wesentlich zu ihrer Genesung bei.
Obwohl sie inkognito und nur mit einem kleinen Hof reiste, wusste halb Europa von der Reise. Sie besuchte Luzern und Ziele wie die Rigi und den Pilatus. Höhepunkt war der dreitägige Ausflug auf den Furkapass und den Rhonegletscher.
Sie führte ein Tagebuch und hielt ihre Eindrücke in Aquarellen fest. Die Reise der damals mächtigsten Frau der Welt markiert den Beginn des Booms der (britischen) Tourismusbranche in der Zentralschweiz.
Internationale Rheinregulierung und Rhesi in Widnau
Der Rhein vom Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein bei Reichenau bis zur Mündung in den Bodensee wird als Alpenrhein oder längster Wildbach Europas bezeichnet.
Infolge der immer stärker werdenden Besiedlung des Rheintals wurde im 19. Jahrhundert ein besserer Hochwasserschutz gefordert und der Ruf nach einer Korrektur der Rheinstrecke laut.
Die folgenschwere Hochwasserkatastrophe ereignete sich im Jahr 1817. Als weitere verheerende Hochwasserereignisse sind jene von 1888, 1927, 1954 und 1987 und vorher natürlich die Magdalenenflut von 1342 zu nennen.
Mit dem Staatsvertrag von 1892 zwischen Österreich und der Schweiz wurde die Internationale Rheinregulierung (IRR) gegründet. 2017 feierte die IRR das 125 jährige Jubiläum.
Im Rhy-Schopf des Werkhofs Widnau präsentiert sich eine Ausstellung über die Anfänge und die Zukunft des Hochwasserschutzes am Alpenrhein und das Hochwasserschutzprojekt Rhesi.
Rhesi steht für Rhein – Erholung und Sicherheit im unteren Rheintal. Die Behörden wollen damit den Rheinlauf und seine Dämme für ein sogenanntes 300-jährliches Hochwasser rüsten. Mit dem Abschluss einer wesentlichen Planungsphase dieses Hochwasserschutzprojekts ist das generelle Projekt fertig gestellt.
Die Ausstellung präsentiert den aktuellen Stand der Arbeiten in allen Fachbereichen sowie den Begleitplanungen und verschiedenen Themenbereichen. Das Projekt soll das Rheintal gegen Naturgefahren durch Überschwemmungen wappnen.
(Quelle und weitere Informationen: www.rhesi.ch).
Korrektorin: Melinda Fechner
Dada und Cabaret Voltaire in Zürich 1916-2016
Die erste registrierte Sitzung des Dada fand am 5. Februar 1916 im Cabaret Voltaire in Zürich mit Hugo Ball, Emmy Hennings, Marcel Janco, Tristan Tzara und Jean Arp statt.
Dada war eine zentrale Bewegung in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Der Geist des Dada entwickelte sich in der kosmopolitischen Atmosphäre von Zürich, eine Stadt vieler Künstler und Künstlerinnen im Ersten Weltkrieg (1914-1918).

Ein wichtiger Ausgangspunkt war die pazifistische Haltung. Gleichzeitig waren es die Schrecken des Krieges, die die Kunstkonventionen in Frage stellten.
Die zivile Kultur und ihr Wertekanon wurden zum Ziel des künstlerischen Protestes. Stattdessen suchten die Dadaisten nach neuen Ausdrucksformen, sowohl in der darstellenden als auch in der bildenden Kunst.

Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1
An den legendären Soirees im Cabaret Voltaire rezitierten die Künstler und Künstlerinnen Gedichte, sie sangen und tanzten. Dada revolutionierte die Kunstwelt.
(Quelle und weitere Informationen: Cabaret Voltaire und www.arpmuseum.org)



Der Soldunternehmer Jenatsch in der Kathedrale
Das Bistum Chur ist eines der ältesten Bistümer nördlich der Alpen. Seine Anfänge dürften in die zweite Hälfte des 4. Jahrhunderts zurückweisen. Ausgrabungen im Innern der heutigen Kathedrale, die zwischen 1151 und 1272 in den Formen der (späten) Romanik errichtet wurde, belegen Bauten aus dem 5.
und 8. Jahrhundert. Diese Kontinuität von über 1500 Jahren (kirchlicher) Kulturgeschichte wird im Domschatzmuseum gezeigt.
Die Schatzkammer
Die Schatzkammer birgt hervorragende Kunstwerke. Es gibt sieben Hauptgruppen: Reliquiare, Gewebe, Altargeräte, Kreuze, Skulpturen, Tafelbilder und die Kleider Jenatschs.
Als Reliquiare bezeichnet man Behältnisse, in denen Reliquien oder Überreste von Heiligen zur Vereherung aufbewahrt werden. Bei diesen Reliquien kann es sich um primäre (leibliche) oder sekundäre (Gegenstände) handeln. Ausserdem gibt es auch noch Berührungsreliquien, Gegenstände die mit primären oder sekundären Reliquien in Kontakt gekommen sind.
Die Reliquiaren kennen auch eine reiche Differenzierung. In einer ersten Unterscheidung sind die Gefässe, die in einem Grab des Altars eingemauert wurden (ein Altarsepulcrum).
Als Reliquiare konnten auch Glassgefässe dienen. Die grösste Abteilung im Museum zeigt die Schaureliquiare, die Schreine und Büsten umfasst, Goldschiedewerke, Holzschreine und Kästchen.
Die Reliquienbüsten und Arm- und Fuss-Reliquiare sind im Museum auch gut vertreten. Aus der Kathedrale haben sich 42 Fragmente von (früh-) mittelalterlichem Seidengewebe erhalten, oft Erzeugnisse des östlichen Mittelmeerraumes. Das Museum besitzt zudem zwei Reliquienbeutel.
Den zweiten grossen Komplex der Sammlung bilden die Altargegenstände, jene liturgischen Gegenstände, die im Dienste der Messfeier standen, wie Kelch, Patene, Ziborium, Monstranz, Messkännchen, Hostienbehälter, Altarkreuz, Friedenskusstafel, Altarglocken, Evangeliar, Paxtafel, Weihwasserbehälter, Pontifikale oder Rauchfass.
Die Reihe der Kreuze enthält ein Merowinger Exemplar, das monumentale romanische Triumphkreuz, verschiedene Vortragekreuze, Standkreuze und Kreuzigungsgruppen.
Die Gattung der Skulptur und der Malerei sind durch einige Beispiele aus der Merowingischen, Karolingischen und romanischen Zeit vertreten. Die früheste christliche Inschrift Graubündens (548), Fragmente von Marmorplatten, Holzfiguren, ein Antependium mit der Grablegung, zwei Altarflügel, ein Altarretabel und Wandmalereien.
Jörg Jenatsch
Die Kleider Jenatschs sind die Kleider in denen Jörg Jenatsch (1596-1639), der Pfarrer, Politiker und Soldunternehmer bestatten worden ist. Mit dem Einmarsch der Spanier und Österreicher in Graubünden im Jahre 1620 wurde das Land in den Dreissigjährigen Krieg hineingezogen.
Jenatsch begann eine militärische Karriere, zuerst für den reformierten Herzog Henri II de Rohan (1579-1638), der im Auftrag von Kardinal Richelieu (1585-1642) Graubünden besetzte. Jenatsch trat 1635 im Kapuzinerkloster Rapperswil zur katholischen Kirche über.
Es gelang ihm die Franzosen am 5. Mai 1637 zum Abzug zu zwingen und zugleich von Spanien die Rückgabe des Veltlins an Graubünden zu erwirken.
Er wurde am 21. Januar 1639 ermordet und in der Kathedrale in Chur beigesetzt. Seine Kleider, Skapulier und Rosenkranz werden im Domschatzmuseum aufbewahrt.
Die Kathedrale und das Domschatzmuseum vereinen und zeigen also kirchliche, regionale und europäische Geschichte, Politik und Kultur.
(Quelle: L. Dosch, Das Dommuseum in Chur, Bern 1996).
Das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung
2016 wird es 125 Jahre her sein, dass die Debatten im Schweizer Parlament erstmals in den drei Amtssprachen Deutsch, Französisch und Italienisch öffentlich geführt wurden.
Die Debatte begann unmittelbar nach der neuen Verfassung von 1848. Es sollte bis 1891 dauern, bis das erste Bulletin erschien: Amtliches Bulletin der Bundesversammlung, Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale, Bollettino ufficiale dell’Assemblea federale.
Die ersten Pioniere des öffentlichen Dienstes begannen zur Zeit der Helvetischen Republik (1798-1803), der alten Eidgenossenschaft (1803-1813 und 1815-1848) und der neuen Eidgenossenschaft nach 1848,.Allmählich fand eine Professionalisierung statt.
1799 hatte die Helvetische Republik (1798-1803) ein öffentlich zugängliches Archiv für Bundesangelegenheiten eingerichtet, das nach 1848 wiederbelebt wurde. Auch hier ging es darum, interessierten Kreisen einen effektiven Zugang zu Bundesangelegenheiten zu ermöglichen.
Nach 125 Jahren nimmt das Bulletin in diesem Archiv immer noch einen prominenten Platz ein, obwohl Papier und Druckerschwärze Video, Internet und integralen Übertragungen aller parlamentarischen Versammlungen Platz gemacht haben.
Ursprünglich beschränkte sich der Inhalt des Bulletins auf Diskussionen über Referenden (ab 1874) und Initiativen (ab 1891).
Erst 1971 wurden alle Diskussionen in der parlamentarischen Versammlung buchstäblich und vollständig wiedergegeben. Heute können alle Ratssitzungen direkt verfolgt werden, das Bulletin ist online verfügbar und das Archiv des Parlaments ist digitalisiert.
