1000 Jahre Pilgern

Meinrad wird von zwei Räubern ermordet. 17. Jhr. Kloster Einsiedeln, Kunstsammlung. Foto: Schweizerisches Nationalmuseum
Das Kloster Einsiedeln ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte und internationales Pilgerziel. Im Laufe der über 1000-jährigen Geschichte suchten Millionen von Gläubigen die Pilgerstätte auf. Päpste, Kaiser, Könige, Bürgerinnen und Bürger bedachten das Kloster mit Privilegien, Geschenken und Spenden. Dank der Ausstrahlung des Pilgerortes überlebte die Abtei die Reformation und die Folgen der Französischen Revolution. Die Ausstellung beleuchtet die bewegte Geschichte des Klosters und seiner Wallfahrt. Viele der wichtigsten Objekte werden erstmals ausserhalb der Klostermauern gezeigt. Etwa eine Handschrift, die dem heiligen Meinrad gehört haben soll, ein Kelch von König Karl von Rumänien oder die prachtvollen Kleider und Schmuckstücke der Schwarzen Madonna.
Unterwegs

Ausstellung Unterwegs. Foto: Kunstmuseum Wallis
Das Kunstmuseum Wallis präsentiert im Le Pénitencier (Unterwegs) eine Ausstellung rund um das Thema Laufen im Sinne eines körperlichen und sozialen Engagements. Vom Fussabdruck zur Grenzüberschreitung, vom Bergsteigen zur politischen Demonstration: Das Laufen wird anhand von Walliser, Schweizer und internationalen Werken und Objekten verschiedener Epochen und Disziplinen dargestellt.
Der Boden

Foto: www.gr.ch.
Auf Romanisch bedeutet «il fund» der Boden. Dieser Begriff ist Leitmotiv für die Ausstellung zum 50-Jahr-Jubiläum des Archäologischen Dienstes Graubünden. Die Archäologie gestattet Einblicke in die Vergangenheit. Faszinierendes, Alltägliches, Ergreifendes, Erschreckendes, Seltsames und Seltenes wird sichtbar. Die Ausstellung zeigt Graubünden als archäologische Landschaft. Präsentiert werden 50 Fundstellen und die dort entdeckten Objekte. Es sind 50 Momentaufnahmen aus 12’000 Jahren Geschichte: alpine Steinzeitlager, bronzezeitliche Siedlungen, eisenzeitliche Kultorte, römische Strassen, mittelalterliche Friedhöfe, frühe Industriegebiete bis hin zu Relikten aus dem 20. Jahrhundert.
Die Sammlung Hahnloser

Vincent van Gogh, 1888. Kusntmuseum Bern, Hahnloser Jaeggli Stiftung, Fotografie Reto Pedrini.
Die Überblicksschau vermittelt den bisher umfassendsten Eindruck der Sammlung von Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler mit Schlüsselwerken der französischen Moderne und der Schweizer Avantgarde, sondern macht auch ihre Bedeutung für die Rezeption der Moderne in der Schweiz deutlich. In nur 30 Jahren, zwischen 1906 und 1936, trugen Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler eine umfangreiche Sammlung mit Werken des Postimpressionismus, der Künstlergruppe der Nabis und Vertretern der Fauves sowie von Schweizer Zeitgenossen wie Ferdinand Hodler oder Giovanni Giacometti zusammen. Über hundert Werke werden im Kunstmuseum Bern zu sehen sein.
Die Hilti Art Foundation

Wilhelm Lehmbruck (1881-1919), Torso der Grossen Stehenden, 1910. Kollektion und Foto: Hilti Art Foundation, Vaduz.
Die Hilti Art Foundation zeigt Gemälde, Plastiken und Skulpturen aus ihrer Kunstsammlung im Kunstmuseum. Der Ausstellungsauftakt ist dem Thema Mensch gewidmet (Darstellungen von Lehmbruck, Hodler, Picasso, Léger, Laurens und Alberto Giacometti), der Malerei der klassischen Moderne, hier sind Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Kandinsky, Klee, Dubuffet und Wols vertreten und der Malerei von 1980 bis zur Gegenwart.
Die Phase der Neuorientierung

Claude Monet (1840-1926), Le bassin aux Nymphéas, 1917-1920. Fondation Beyeler Riehen
Die Fondation Beyeler präsentiert Claude Monet (1840-1926) und seine künstlerische Entwicklung von der Zeit des Impressionismus bis zum Spätwerk. Mit Werken um die Jahrhundertwende wird die Phase der Neuorientierung beleuchtet, also nach der Entwicklung seines Impressionismus. Zu sehen sind Landschaften am Mittelmeer, wilde Atlantikküsten, die Flussläufe der Seine, Blumenwiesen, Heuhaufen, Seerosen, Kathedralen und Brücken im Nebel. Der Künstler experimentierte in seinen Bildern mit wechselnden Licht- und Farbenspielen im Verlauf der Tages- und Jahreszeiten. Mit Spiegelungen und Schatten gelang es Monet, magische Stimmungen zu erzeugen. Diese Ausstellung vereint 62 Meisterwerke aus privaten Sammlungen und renommierten Museen.
Der Meister des Expressionismus in Berlin
Selbstbildnis im Morphiumrausch 1917. Brücke-Museum, Berlin, Foto: Künsthaus Zürich
Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), der Meister des Expressionismus, lebte zwischen 1911 und 1917 in Berlin. Was waren das damals für Zeiten ? Erstmals findet in der Schweiz eine Ausstellung zu Kirchners Berliner Jahren statt. Die Ausstellung widmet sich dieser Phase seines Lebens und in den Fokus der Präsentation gerückt wird dabei das Spannungsverhältnis zwischen seinem Leben in Berlin und auf der Ostseeinsel Fehmarn, wo er Sommermonate verbrachte. 1917 liess er sich in den Davoser Bergen nieder und fand eine neue Schaffensphase. Neben Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skizzenbüchern und Fotografien aus Kirchners Zeit in Berlin werden auch eine repräsentative Auswahl seiner frühen Arbeiten aus Dresden und erste Gemälde, die in Davos entstanden sind, gezeigt. Die Ausstellung ist entstanden in Kooperation mit dem Brücke-Museum Berlin.
Johann Winckelmann in Chiasso

Anton Raphael Mengs (1729-1779), Johann Winckelmann, 1755. Metropolitan Museum of Art, New York. Foto: Wikipedia.
Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) veröffentlichte 1767, kurz vor seinem Tod, die Publikation “ Monumenti antichi inediti” . Das Museum widmet diesem Beispiel, über Italien hinaus kaum zur Kenntnis genommen, einer illustrierten kunstwissenschaftlichen Publikation eine Schau. Gezeigt werden alle Drucke, zahlreiche Kupfertafeln, Manuskripte und einige Kunstwerke aus dem Archäologischen Museum in Neapel, darunter das kleine Fresko mit dem trojanischen Pferd , 1760 in Pompeji entdeckt. Die Winckelmann-Gesellschaft (www.winckelmann-gesellschaft.com) ist auch Partner bei dieser Ausstellung. Das Museum festigt ausserdem mit dieser Ausstellung seine Vermittlerrolle zwischen dem italienischen und deutschen Sprach- und Kulturraum im Geiste seines Namenspatrons Max Huber.
Ewige Gegenwart

Marc Bauer (1975), Threesome III, 2009. Foto: Graphische Sammlung ETH Zürich.
Die Graphische Sammlung ETH Zürich besitzt rund 160 000 Kunstwerke auf Papier vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Ausstellung zu ihrem 150-Jahr-Jubiläum fokussiert nun auf Druckgraphik, Fotografien, Zeichnungen, Künstlerinnen – und Künstler-Bücher, die in den letzten zwanzig Jahren entstanden sind und Eingang in die Sammlung gefunden haben. Den zeitgenössischen Positionen gegenüber gestellt sind punktuell historische Werke, weil die Gegenwart trennt sich nicht von der Vergangenheit. Ein gewichtiger Teil der Bestände stammt aus der Schweiz. Die Ausstellung mit zwei Standorten – im Helmhaus Zürich wie auch in der Graphischen Sammlung ETH Zürich.
Fritz Boscovits ist wieder zuhause

Fritz Boscovits (1871-1965), Die vier Elemente, 1914. Foto: Ortsmuseum Zollikon.
Vor genau 100 Jahren ist Fritz Boscovits (1871-1965) mit seiner Familie in das Haus „Im Felsengrund“ an die Oberdorfstrasse 14 in Zollikon gezogen. Hier entstanden viele seiner Werke, darunter unzählige Karikaturen (rund 5000 Arbeiten) für die Satirezeitschrift Nebelspalter, Ölgemälde und grafische Kunst, die er meistens mit dem Kürzel „Bosco“ signierte. Die Ausstellung findet statt in seinem ehemaligen Atelier- und Wohnhaus. Boscovits war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Prominenter der Kunstszene, aus dem Umfeld von Ferdinand Hodler, Gottardo Segantini, Adolf Meyer,Sigismund Righini und Gregor Rabinovitch. Er ist etwas in Vergessenheit geraten, aber das Ortsmuseum zeigt eine Retrospektive seiner Arbeiten.