Zwei Dörfer, zwei Kantone, das Bistum Basel, Schloss Angenstein und der SAC Büren (Kanton Solothurn). Foto/Photo: TES

Zwei Dörfer, zwei Kantone, das Bistum Basel, Schloss Angenstein und der SAC

Am 14. März 1194 bestätigte Papst Coelestin III. (1106-1198) dem Kloster Beinwil alle gegenwärtigen und zukünftigen Besitzungen, so auch diejenigen des erstmals erwähnten Dorfes Büren. Etwas später, am 1. Februar 1196, bestätigte er auch dem Domstift von Basel Höfe und Güter in Büren.

Büren

Büren ist ein häufiger Ortsname. In der Schweiz gibt es 7 Ortschaften dieses Namens. Im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen finden wir ebenfalls ein Büren, ebenso in Holland ein Buren. Königin Juliana (1909-2004) nennte sich auch gelegentlich (um anonym zu sein) Gräfin van Buren, sowie König Willem-Alexander (1967) sich auch gelegentlich W. A. van Buren nennt.

     

Herrschaftsverhältnisse

Büren (Kanton Solothurn) gehörte einst zur Herrschaft Pfirt (Ferrette im Elsass) und ging dann zum Teil ans Bistum Basel, zum Teil an Habsburg über. 1502 erwarb Solothurn die Hälfte der Herrschaft über das Dorf. Die Rechte Österreichs galten seit der Schlacht bei Dornach im Jahr 1499 als erloschen. 1522 kamen die bischöflichen Rechte mit der Herrschaft Thierstein an Solothurn. Die Burg Sternenfels war dann schon zerfallen.

Schloss Angenstein in Duggingen

In Duggingen im Kanton Basel-Landschaft befindet sich Schloss Angenstein. Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde entweder von den Grafen von Pfirt oder von den Herren von Münch aus Münchenstein (Kanton Basel-Landschaft) errichtet, die auch Bischöfe des mittelalterlichen Bistums Basel waren.

Das Schloss wurde mehrmals durch Erdbeben (1356) und Brände zerstört, jedoch stets wiederaufgebaut. Heute befindet es sich in Privatbesitz.

Aufgrund seiner strategischen Lage am Zugang zum Laufental und an der Birs diente es während der beiden Weltkriege (1914–1918 und 1939–1945) als wichtiger militärischer Stützpunkt. Daran erinnern auch mehrere sogenannte „Toblerone“-Panzersperren in der näheren Umgebung.

Sektion Basel, Sektion Angenstein und der SAC

Schloss Angenstein hat auch für die Sektion Basel des SAC eine besondere Bedeutung. Bekanntlich gründeten Mitglieder der Sektion Basel bereits am 17. April 1863 die erste Sektion des SAC. Der Schweizer Alpen-Club wurde am 21. April 1863 gegründet. Im Jahr 1932 gründeten Mitglieder der Sektion Basel die Sektion Angenstein, die noch heute unter diesem Namen besteht und rund 1’300 Mitglieder zählt.

Fazit

Schon auf einer Strecke von wenigen Kilometern bieten Geschichte, Kultur und Natur ein vielseitiges und interessantes Bild. Dabei sind mehrere sehenswerte Dörfer und Orte in der näheren Umgebung noch unberücksichtigt geblieben, darunter Seewen mit seinem Museum sowie Hochwald und Gempen.