Seewen, Musikautomaten, German von Auxerre und die längste Tunnel
10 Juli 2023
Die Geschichte des Dorfes Seewen beginnt vor etwa 8000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit. Um diese Zeit ging hier ein grosser Bergsturz nieder, der das Tal des Seebachs verschüttete. Hinter diesem Wall stauerte sich der Bach zu einem See.
Die Helvetier bewohnten das Gebiet während der Römerzeit (15. v. Chr.- um 400 n. Chr.). Von hier aus führte ein Weg zur 44 v. Chr. gegründeten Colonia Raurica, zum heutigen Augst.

Der Name des Dorfes kommt von Sewin und heisst „am See“. Urkundlich ist das Dorf erstmals im Jahre 1147 erwähnt. In diesem Zusammenhang wird in Sewin eine Kapelle genannt. Im Jahre 1252 wird eine Kirche und 1307 eine Mühle erwähnt, die dem Kloster Beinwil gehörten.

Schlachtdenkmal bei Dornach/Gempen
Schon im 15. Jahrhundert wurde versucht, den See abzugraben. Dies gelang aber erst im Jahre 1588, indem Conrad Strub vom Hauenstein einen über 200 m langen Tunnel durch die Erd- und Felsmassen errichtete, damals der längste Tunnel in der Schweiz.
Solothurn kaufte 1484 das Dorf, seitdem gehört es zum Kanton. Kaiser Maximilian beabsichtigte 1499, das Schloss Dorneck bei Dornach einzunehmen und zerstörte Seewen. Die Eidgenossen errangen im gleichen Jahr jedoch einen überwältigenden Sieg im Schwabenkrieg.
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Die dem Heiligen German von Auxerre geweihte Kirche wurde 1823 errichtet und liegt über dem kleinen Dorf. Der Dom von Arlesheim ist nicht weit weg.
(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Seewen)

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