Trasadingen und die Navigationsanlage TRA

Schon zu Römerzeiten führte eine Strasse durch Trasadingen (Kanton Schaffhausen).

Die Gemeinde im Klettgau ist ein ländliches Dorf mit erhaltenswertem Dorfkern und stattlichen Häusern. Die erste urkundliche erwähnung war 878 n. Chr.

Der Dorfkern liegt am Fusse sonniger Rebhügel. An der Durchgangsstrasse Schaffhausen – Waldshut befindet sich das um 1870 gegründete Quartier «Neuwelt». Zusammen mit den dazugekommenen Neubaugebieten bildet sich die Einheit «Traadinge», wie das Dorf in heimischem Dialekt  genannt wird.

Auf den Ruinen einer ehemaligen Kapelle wurde 1840 die heutige evangelisch-reformierte Kirche erbaut. Der Kirchturm hat eine mittlere Glocke von 1529 mit der Inschrift „der frid gotes sig mit uns armen sunder und sünderin“.

Landwirtschaft, Weinbau, Gewerbe, Industrie und eine Wohnlage in einer einzigartigen Landschaft prägen das Dorf.

Jeder Langstreckenpilot, welcher über Europa fliegt, kennt diese Navigationsanlage TRA von Trasadingen.

(Quelle: www.trasadingen.ch).

Vogelreservat Ermatingen Becken

Das Wasser- und Zugvogelreservat Ermatingen Becken (Kanton Thurgau) zählt zu den wichtigsten Lebensräumen für Wasservögel in Mitteleuropa.

Das Reservat bildet zusammen mit dem Gebiet Wollmatinger Ried-Untersee-Gnadensee auf deutscher Seite eine ökologische Einheit.

Es bietet über 50 Wasser- und Watvogelarten, je nach Jahreszeit und Wasserstand, lebenswichtige Brut- und  Rastplätze, sowie Nahrung. Im Oktober und November versammeln sich hier regelmässig bis zu 50.000 Wasservögel, deren Brutheimat hoch im Norden Europas oder gar in Westsibirien liegt.

(Quelle: Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft).

Korrektorin: Melinda Fechner

Naturschutzgebiet Ergolz

Das Naturschutzgebiet liegt auf der rechten Seite der Ergolzmündung auf Kaiseraugster Boden. Von 1843 bis 1909 stand in diesem Gebiet eine Saline. 1909 musste diese  aufgelöst werden, weil sie im Staugebiet des neu erstellten Flusskraftwerks Augst –Wyhlen lag.

Dieser so genannte Augstersee wurde dann vom Kraftwerk mit Schwemmgut der Ergolz aufgefüllt. Mit der Zeit eroberte die Natur dieses Gebiet und es entstanden Auen.

Die Nutzungskommission der Gemeinde Kaiseraugst hat dann in den achtziger Jahren dieses Gebiet als Naturschutzzone ausgewiesen. 1996 hinterliess ein Biber im Naturschutzgebiet die ersten Nagespuren an Bäumen.

Die Ergolzmündung ist auch ein beliebtes Brutgebiet für viele Wasservogelarten.

(Quelle: www.nvv-kaiseraugst.ch).

Korrektur: Melinda Fechner 

Die Tage der Mehrsprachigkeit

Anlässlich des Europäischen Tages der Sprachen am 26. September organisiert der Bund die Tage der Mehrsprachigkeit, sowohl auf Ebene der Bundesverwaltung als auch im Schweizer Parlament. Diese Tage finden zwischen dem 20. und 24. September 2021 statt und werden in Form verschiedener Aktivitäten durchgeführt.

Ziel ist es, die Schweizer Mehrsprachigkeit zu stärken und zu fördern. Im Parlament werden die Parlamentarierinnen und Parlamentarier eingeladen, sich während des ganzen Tages in einer anderen Landessprache als der eigenen auszudrücken, und den Minderheitensprachen Italienisch und Rätoromanisch besonderen Vorrang zu geben.

Verschiedene Aktivitäten begleiten den Tag, unter anderem ein Runder Tisch zum Thema «Langues du pouvoir (Sprachen der Macht)». Wie im Vorjahr wird interessierten Parlamentarierinnen und Parlamentariern am 23. September 2021 eine Einführungslektion in die rätoromanische Sprache und Kultur angeboten, organisiert von den Parlamentsdiensten.

Die Bundesverwaltung veranstaltet vom 20. bis 24. September 2021 die Tage der Mehrsprachigkeit, koordiniert von der Delegierten des Bundes für Mehrsprachigkeit.

Während dieser Woche werden zahlreiche Aktivitäten für die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung angeboten, die sie dazu einladen, die Sprachen der Minderheitengemeinschaften zu entdecken, zu sprechen und zu unterstützen. Das diesjährige Programm beinhaltet auch zwei Momente zur Sensibilisierung für die Sprache und Kultur der italienischen und der rätoromanischen Schweiz.

(Quelle: www.admin.ch).

Das Grab von Rainer Maria Rilke

Das Grab von Rainer Maria Rilke (1875-1926) ist auf dem Friedhof der Kirche in Raron. Die Inschrift lautet: ‚Rose, oh reiner Widerspruch, Lust, Niemandes Schlaf zu sein unter soviel Lidern‚ .

Ab 1921 lebte Rilke in einem Schloss in der Nähe von Siders (Sierre) im Kanton Wallis. Der in Prag geborene Rilke fühlte sich im Wallis zu Hause und verliess die Region nie wieder, ausser 1926 zur medizinischen Behandlung in Montreux, wo er auch starb.

Er kannte den Friedhof von Raron, und es war sein ausdrücklicher Wunsch, dort begraben zu werden.

600 Jahre Münster in Bern

Im Jahr 1421 begannen die Bauarbeiten für das Münster in Bern. Auf dem Platz stand schon vor 1421 eine Pfarrkirche. Werkmeister ist Matthäus Ensinger (1390-1463) aus Strassburg. 1528 setzt die Reformation durch.

Der Bau wurde unterbrochen. Die Innenausstattung wurde weitgehend beseitigt. Erst 1729 erhält die Kirche wieder eine Orgel.

1571 wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen und das Münster 1588 fertig gestellt.1893 wurde der Turm vollendet. Er ist mit 101 Metern Höhe der höchste Kirchturm der Schweiz. 

(Quelle: Erlebnis Münsterbau, Bern, 2021)

Korrektorin: Melinda Fechner

Der himmlische-Hof im Berner Münster

Das Chorgewölbe im Berner Münster stammt aus dem Jahr 1517. Die Namen des Werkmeisters Peter Pfister und des bernischen Reformators Niklaus Manuel sind im Stein verewigt.

85 überlebensgrosse Heiligenfiguren zieren die Schlusssteine des wunderbaren Rautengewölbes, mit welchem der Dreiachtelschluss, die zwei schmalen anschliessenden Joche und die beiden weiten westlichen Abschnitte zu einer räumlichen und architektonischen Einheit verflochten sind.

Die Fülle und Qualität der Bildplastik sind ebenfalls aussergewöhnlich. Die Farbfassungen der figürlichen Schlusssteine befinden sich fast in jenem Zustand, in welchem sie vor einem halben Jahrtausend zum Leuchten gebracht wurden.

Damit gehört der Heiligenhimmel, “der himmlische-Hof” über dem Berner Chor zu den grössten und wertvollsten Beständen spätmittelalterlicher Bildplastik seiner Zeit in Europa.

(Quelle und weitere Informationen: www.bernermuensterstiftung.ch/chorgewoelbe).

Korrektorin: Melinda Fechner

Bärenpark Bern

Der Bärenpark ist Teil des Tierparks Bern, zu dem auch der Wald, der Dählhölzli-Zoo und das Vivarium gehören.

Eingebettet zwischen Aare und Dählhölzliwald mit der Wisent-Anlage leben im Zoo rund 200 Tierarten, u.a. Leoparden, Waldrentiere, Seehunde, Eiche und Moschusochsen.

Mitten im UNESCO-Weltkulturerbe bewohnen die drei Bären Finn, Björk en Ursina eine grosse Parkanlage. Schon seit 1513 werden in Bern Bären gehalten.

(Quelle und weitere Informationen: www.tierpark-bern.ch).

Korrektorin: Melinda Fechner

Die Burg Hohenklingen

Kaum ein anderes Städtchen in der Schweiz zeigt auf einen Blick die drei Kräfte, welche tausend Jahre lang das Mittelalter formten: Kirche (seit 1007 das Kloster St. Georgen), Adel (die Burg Hohenklingen) und die Bürgerschaft in der Stadt Stein am Rhein  (Kanton Schaffhausen).

Die adligen Herren auf Hohenklingen schützten als Vögte das Kloster und die Bürgerschaft. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert errichtet. Im 15. Jahrhundert kaufte die Bürgerschaft die Burg. Heute beherbergt sie ein Restaurant.

Korrektorin: Melinda Fechner

Zertifizierung der Romanischen Sprache

Dank der Initiative des Staatssekretariats für Migration (SEM), der Integrationsfachstelle des Kantons Graubünden, der Geschäftsstelle fide und der Lia Rumantscha können romanische Sprachkenntnisse neu im Rahmen des fide-Systems überprüft und ausgewiesen werden. Zertifiziert werden alle Idiome und Rumantsch Grischun.

Per sofort können Sie zweimal jährlich Ihre Rätoromanischkenntnisse prüfen und zertifizieren lassen. Am 20. November finden die ersten examens da rumantsch statt. Die Lia Rumantscha führt diese in den romanischen Idiomen Sursilvan, Sutsilvan, Surmiran, Puter, Vallader sowie auf Rumantsch Grischun durch.

Die Prüfungsdaten werden auf der fide-Webseite sowie der Webseite der Lia Rumantscha publiziert. Die Prüfung kann auf den Sprachniveaus A1 schriftlich/A2 mündlich und A2 schriftlich/B1 mündlich abgelegt werden.

Andere Kombinationen sind ebenfalls möglich. Der Fokus liegt dabei auf Alltagssituationen. Wer die Prüfung erfolgreich absolviert hat, erhält den passaport da las linguas (Sprachenpass).

Weitere Informationen: https://fide-service.ch; www.curs.ch/fide

Korrektorin: Melinda Fechner