Ins, kleines Dorf, Albert Anker, grosse Denkmäler und das Klima
11 Mai 2025
Ins (Anet auf Französisch, Kanton Bern, Seeland, Drei-Seen-Land) ist das Dorf mit dem (Geburts-)Haus, Atelier und Museum des Malers Albert-Anker (1831-1910). Das mittelalterliche Dorf war ein wichtiges regionales Zentrum mit mehr Einwohnern als die Stadt Erlach (Cerlier auf Französisch).
Bereits in der Jungsteiszeit (4000-1800 v.Chr.) war die Gegend um das Dorf Ins (Kanton Bern) besiedelt. Auch die Römerzeit hinterliess ihre Spuren. Aus dem frühen Mittelalter stammt 851 die erste Erwähnung: Villa de Anes. 1009 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung in der altfranzösischen Form Anestre.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts gehörte Anestre noch zur französischsprachigen Grafschaft Neuenburg-Nidau. Savoyen erwarb 1376 das Dorf zusammen mit der Herrschaft Erlach (Cerlier auf Französisch) . Bern eroberte während der Burgunderkriege (1474-1477) die Herrschaft Erlach und Anestre. Ins ist seitdem deutschsprachig und Teil des Kantons Bern.
Erlach war ab 1474 Sitz der Berner Landvögte. Ins war jedoch der Sitz des Landgerichts. Auch das Schlössli Ins, der Rosenhof-Park und die Grösse des Rathausplatzes weisen auf die Bedeutung des Dorfes hin.




Auf dem Hügel steht seit Jahrhunderten ausserdem die mittelalterliche Kirche, die seit 1525 evangelisch ist. Das siebenhundert Jahre alte Taufbecken weist auf die jahrhundertealte Geschichte des Sakralbaus hin. Die Kirche wurde 1228 erstmals urkundlich erwähnt.
(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Ins)




Eindrücke aus dem Dorf











Der Allalin-Stein stammt von der Südwand des Allalinhorns. Er blieb vor 17’500 Jahren nach der Schmelze des Wallis-Gletschers im Seeland liegen

Der Schlüchter-Stein. Der Steinblock wurde vor 20’000 Jahren vom Wallis-Gletscher ins Seeland transportiert
