Das Tösstal. Foto/Photo: TES

Der höchste Berg des Kantons Zürich und die direkte Demokratie

Das Schnebelhorn (1292 m) ist der höchste Gipfel des Kantons Zürich. Der Berg liegt im Tösstal.

Das Schnebelhorn

Die Töss, mit einer Länge von 60 Kilometern, gibt dem Tal nicht nur seinen Namen, sondern hat auch eine besondere Eigenschaft, die diesmal nichts mit dem Klimawandel zu tun hat: Sie fällt gelegentlich vollständig trocken.

Die Töss

Steg

Der Fluss entspringt in St. Gallen und mündet, wie so viele Flüsse und Bäche, in den Rhein. Das erste Dorf, das er auf dem Weg zum Rhein erreicht, ist Steg im Kanton Zürich.

Der Säntis

Bei einer Brücke über die Töss steht eine ausführliche Erklärung über die jahrhundertealten natürlichen Ursachen für das gelegentliche Fehlen von Wasser im Fluss. Das ändert jedoch nichts daran, dass dieser Fluss in der Vergangenheit auch Überschwemmungen verursacht hat. Dies war Anlass für Kanalisierungen und andere Massnahmen am Ende des 19. Jahrhunderts.

Steg

Steg ist zwar ein kleines Dorf in der Gemeinde Fischenthal, liegt aber am Fuss des höchsten Berges des Kantons und hat sogar (noch) ein Skigebiet!

Ausserdem liegt es am alten Pilgerweg Via Jacobi oder dem Jakobsweg (auch Schwabenweg genannt, von Konstanz nach Einsiedeln), der zum Kloster Fischingen, nach Rapperswil und zum Kloster Einsiedeln führt. Das Gasthaus zum Steg ist seit Jahrhunderten eine Raststätte für Pilger und andere Reisende.

Steg ist auch der Ort, an dem 1532 der letzte Bär des Zürcher Oberlands erschossen wurde (der letzte Bär in Graubünden erlitt dieses Schicksal erst 1904!).

Steg ist Teil der Gemeinde Fischenthal, der grössten Landgemeinde des Kantons. Dieses Gebiet, in einem Dokument aus dem 9. Jahrhundert Fiskinestal genannt, war jahrhundertelang im Besitz des Klosters St. Gallen. Nach einer kurzen Zeit im Besitz der Habsburger erwarb Zürich 1425 Fischenthal.

Fischenthal gehörte in der neuen Konföderation (1803–1813) auch einige Zeit zum Bezirk Uster. Einwohner aus Fischenthal und Steg haben möglicherweise auch in den Jahren 1830/1831 am Aufstand in Uster teilgenommen, der zu einer liberalen Verfassung im Kanton führte.

Damit waren sie auch Wegbereiter für die Verfassung von 1848 und die direkte Demokratie in den Jahren 1874 und 1891. Die Töss kümmert sich um das alles nicht; sie fällt trocken, wenn es die Gesetze der Natur vorschreiben.

(Quelle und weitere Informationen: Gemeinde Fischenthal)

Eindrücke aus dem  Tösstal