Paul Troxler (1780-1866), r. 1840. Foto: Wikipedia

Ein Gründungsvater der Schweiz

Am 6. März 1866 starb Ignaz Paul Vital Troxler, einer der Gründungsväter der modernen Schweiz. Er wurde 1780 in Beromünster geboren.

Seine republikanische und liberale Gesinnung kam im restaurativen postnapoleonischen System aber nicht gut an. So war er auch in Basel, wo er 1832 zum ersten ordentlichen Professor und bald zum Rektor der Universität ernannt wurde, nicht erwünscht, weil er Verständnis für die demokratischen Bestrebungen der Landschaft zeigte.  Zufluchtsort wurde ihm immer wieder der Aargau.

Sein reiches philosophisches Werk ist nicht leicht einzuordnen. Er konzentrierte sich auf die langwierige Arbeit an den zu entfaltenden Verfassungen und Zuständen des Gemeinwesens und der Philosophie.

Genf, am 25. September 2022, das fakultative Referendum.

Zum bewegenden Motiv der Philosophie des ganzen Menschen, das er in seinen Hauptwerken vorantreibt, wird die Suche nach der Mitte, die die ursprünglich ungeteilten Komponenten zusammenhält: Er versteht diese Mitte als Gemüt, Sinnlichkeit, als Urbewusstsein und als ein Innewerden.

Nach Troxlers Auffassung hat das politische Denken zu erkennen, was das Volk in Wahrheit will. Es hat mit diesem Volk in einer unablässigen kritischen Zwiesprache zu bleiben, es zu erziehen – und ihm dann doch das letzte Wort zu lassen.

So formulierte Ignaz Troxler den schweizerischen Politikstil und prägt diesen bis heute  mit. Troxlers tiefstes Ringen war auf das gerichtet, was Freiheit und Mündigkeit der Menschen fördert. Und so ist es noch immer in der Schweiz.