Der imaginäre Hut des Landvogts Gessler. Prangins Nationalmuseum. Photo/Foto: TES.

Wilhelm Tell

Die Geschichte von Wilhelm Tell ist bekannt. Ob er existiert, ist fraglich und gleichzeitig irrelevant.

Es ist nicht notwendig, die Legende von Romulus und Remus oder der Göttin Athene ernst zu nehmen, oder ihnen nicht die Ehre zu erweisen, Rom und Athen gegründet zu haben.

Die Geschichte von Wilhelm Tell ist relevant, wenn es um die historischen Umstände der Bauern-Gemeinschaften in den Alpen geht, die ihre Interessen verteidigten und kooperierten.

Es ist nicht zu leugnen, dass die heutige Eidgenossenschaft existiert und ihre Wurzeln auf die mittelalterlichen Bauern-Gemeinden und Städte zurückgehen.

Die anachronistische Frage „Was wäre wenn“ ist nicht relevant, ebenso wenig wie die Wahrheit der Tell-Geschichte. Die Erzählung wurde oder blieb verbreitet, besonders nach dem Stück von Friedrich Schiller im Jahr 1804.

Als Legende lebt er zweifellos als eine der einflussreichsten Schweizer Persönlichkeiten fort und steht sogar als ein internationales Symbol der Freiheit.

Das Telldenkmal und das Tellmuseum in Bürglen und das Telldenkmal in seiner Geburtsstadt Altdorf erzählen die Geschichte und den Kontext im Detail.

(Quelle und weitere Informationen:www.uri.ch).